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Schaltschrank / Verteilerkasten Planungsüberlegungen

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16.7. - 23.7.2021
26 Beiträge | 8 Autoren 26
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Hallo,
bin bei der Zusammenstellung der Anforderungen an den Schaltschrankplaner. Hätte da mal an Voltus gedacht.

@uzi10 nachdem du aus der Branche kommst, hast du bestimmt alle erdenklichen Features in deinem Verteiler umgesetzt. Hast du deine Verteilerplanungsgedankengänge schon mal wo niedergeschrieben?

Jede gute Ideen ist willkommen.

Systembeschreibung:

- Versorger: Wiener Netze
- Zählerkasten an Grundstücksgrenze mit Smart Meter
- 5x16 mm2 ins Haus (aktuelle mit 35A abgesichert)
- 1 x großer Verteiler im KG für KNX (Steckdosen/Geräte und Kellergeschoßlicht)
- 1 x je Stockwerk einen Unterverteiler mit Netzgerät für 24V und KNX Dimmer/Schalter
- Hausautomatisierung KNX
- später Edomi

erste Fragen:

 • wie macht man die FI Aufteilung?
    - Außenbreich
    - Werkstatt
    - Licht
    - Steckdosen
    - Küche
    - Wärmepumpe
    - Netzwerkschrank
    - ....
 • welche FI Typen sind zu nehmen?
 • FI mit Hilfskontakt für KNX Überwachung, oder nicht notwendig?
 • was alles überwachen?
 • wo FI/LS sinnvoll?
 • Notstromversorgung vorbreiten mit Trennschalter:
 • https://www.energiesparhaus.at/forum-notstromversorgung-knv-f1155-mit-230v-betreiben/60485_3#588415
 • Steckdose im Verteilerschrank (ist das nur für Notlicht? auf welchem FI?)
 • welche Schutzmaßnahmen gegen Blitz oder Netzüberspannung?
 • welche Komponenten?
 • ist abhängig ob es einen Blitzableiter gibt oder nicht, soviel glaube ich zu wissen :)
 • beim 5x1,5 mm2 Kabel für die Steckdosen, gibt es da eine Reihenfolge der Farben fürs Auflegen und wenn ich dann einen Kreis schaltbar machen möchte, welche Farbe sollte dann die erste geschaltene sein von "braun; schwarz; grau"?
 •        grün/gelb; blau; braun; schwarz; grau
 • gibt es eine Grenze wie viele Verbraucher ich anhängen/vorbreiten darf und wie wird da gerechnet?
 • 3 x Vorbereitung für Durchlauferhitzer vorbereitet mit 7kW
 • Wärmepumpe mit Heizstab max ca. 7KW
 • Werkstatt mit Starkstrom
 • Sauna
 • Elektroautoladestation
 • ...
 • Rechnet man bei den Leistungen immer mit Gleichzeitigkeit? Dann geht sichs ja nie aus?
 • Alle Steckdosen mit B13 absichern?
 • LS mit zweipoliger Abschaltung (Phase + Nullleiter) (falls in DE gefertigt wird)
 • 24V Netzteil nicht größer als 320 W wegen Absicherungsschwierigkeiten (aus KNX-User-Forum)

einfach alles was irgendwie hilfreich ist... Gedanken, Pläne, Zeichnungen, Bilder, Links...

Danke

 
16.7.2021 (#1)
Ich schreib dir später was zusammen, wenn ich Zeit habe.
Mache aber nur UV wenns Sinn machen. Die musst ja wieder mit 6mm2 verbinden.
Ich plan das immer so ausn FF und hab dann meinen Verteilerbau im Background. Keine Ahnung ob ich das so erklären kann. Meld mich dann
16.7.2021 (#2)
ja kein Problem :)

@­energiesparhaus, habe den Eindruck, dass mir die Einrückungen bei Aufzählungszeichen verloren gehen. Hat da der Editor einen Bug?
16.7.2021 (#3)
Habe hier mal versucht die Situation von der Grundstücksgrenze bin ins Haus darzustellen. Zur Info: Bei mir kommt der Strom über eine Erdleitung.


Schaltschrank / Verteilerkasten Planungsüberlegungen

Habe in der Zwischenzeit gehört, dass es besser ist, wenn der Blitzableiter des Hauses auch eine direkte Verbindung zu den Anschlusskästen an der Grundstücksgrenze hat. Kennt sich da jemand aus was hier die beste Variante ist? Bei mir wird aktuell der Blitzableiter über die Fundamentplattenbewehrung auf die Erdungschiene im Haus verbunden.


16.7.2021 (#4)
Uzi10 ist der Profi, aber aus eigener (nicht so umfangreichen Erfahrung) ein paar Anmerkungen:


heribert schrieb: - 1 x großer Verteiler im KG für KNX (Steckdosen/Geräte und Kellergeschoßlicht)
- 1 x je Stockwerk einen Unterverteiler mit Netzgerät für 24V und KNX Dimmer/Schalter

Würde ich nicht machen. Wir haben ein großes Haus (>200m2) mit sehr viel KNX und kommen mit einem Verteiler aus. Einzig im Keller habe ich noch einen kleinen UV, weil der nur von außen erreichbar ist und man so gleich da ist, falls mal eine Sicherung fliegt.


heribert schrieb: • wie macht man die FI Aufteilung?

Wir haben einen FI je Stockwerk. Dazu noch getrennte FI-LS für den Außenbereich, Wärmepumpe, Netzwerkschrank.


heribert schrieb: • FI mit Hilfskontakt für KNX Überwachung, oder nicht notwendig?

mMn nicht notwendig. Wenn ein FI auslöst, merkt man das eh Falls du z.B. extra einen Kühlschrank überwachen willst, kannst die Steckdose auch an einen Aktor mit Strommessung schließen.


heribert schrieb: welche Schutzmaßnahmen gegen Blitz oder Netzüberspannung?

Blitz ist wieder eine eigene Sache. Aber gegen Netzüberspannung habe ich direkt vor wichtigen Geräten entsprechende Schutzeinrichtungen, also z.B. hat die USV auch Überspannungsschutz dabei, die den Netzwerkschrank versorgt. Oder bei der Master-Slave Steckdosenleiste wo TV usw. dran hängen, oder bei der Steckerleiste für den PC. MMn sollten diese so nahe wie möglich am Gerät sein.


heribert schrieb: beim 5x1,5 mm2 Kabel für die Steckdosen, gibt es da eine Reihenfolge der Farben fürs Auflegen und wenn ich dann einen Kreis schaltbar machen möchte, welche Farbe sollte dann die erste geschaltene sein von "braun; schwarz; grau"?

Es gibt keine Vorgaben. Es ist aber zum Empfehlen, dass es im Haus einheitlich gemacht wird. Also z.B. braun die Dauerphase und schwarz/grau für schaltbare.

Aja und etwas an das ich in dem Zusammenhang überhaupt nicht gedacht habe: wenn man sehr kleine Lasten schaltet, wie z.B. LED-Lampen, dann können die flackern/glimmen wenn sie an einer der geschalteten Phase hängen, weil durch die parallele Leitungsführung eine Spannung induziert wird. Ich musste bei einem LED-Band das Netzteil mit einem besseren tauschen bzw. einen Entstörkondensator bei einer LED-Schrankbeleiuchtung im Bad einbauen.


heribert schrieb: gibt es eine Grenze wie viele Verbraucher ich anhängen/vorbreiten darf und wie wird da gerechnet?

Ja, hängt von der Absicherung ab.  Die wiederrum von der Leitungslänge/Querschnitt/Verlegeart abhängt. Das ist nicht ganz trivial. Faustregel wäre: alles bis ca. 3kW ist kein Problem (ca. 13A).


heribert schrieb: LS mit zweipoliger Abschaltung (Phase + Nullleiter) (falls in DE gefertigt wird)


Hier gehen die Meinungen auseinander. Die 1+N LSS sind soweit ich das mitbekommen habe tatsächlich eine Spezialität in AT. Grundsätzlich ist das gut für Fehlersuche. Man könnte aber auch Klemmen mit N-Sammelschiene und Neutralleitertrenner nehmen. Ich würde das abhängig vom Preis machen, je nachdem was billiger kommt.


heribert schrieb: Rechnet man bei den Leistungen immer mit Gleichzeitigkeit? Dann geht sichs ja nie aus?

Wenn ein Stromkreis mit z.B. 13A abgesichert ist, dann kann über den einen Stromkreis nicht (viel) mehr als 13A gleichzeitig fließen. Und wenn du es über mehrere Stromkreise betrachtest, dann sind die durch die Hauptsicherung limitiert, die z.B. bei uns mit 35A abgesichert ist. Das wären dann 3x35A je Phase. Das sind über 100kW! Ich habe gerade nachgesehen: wir haben noch nie mehr als 6kW gleichzeitig verbraucht (laut lokalen SmartMeter Logs).

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16.7.2021 (#5)


chrismo schrieb: Wir haben ein großes Haus (>200m2) mit sehr viel KNX und kommen mit einem Verteiler aus.

hätte die Unterverteiler nur für die 24V KNX Dimmer gemacht, wegen den Leitungslängen und elektromagnetische Felder... was weiß ich :)


chrismo schrieb: 3x35A je Phase. Das sind über 100kW

wie kommst du auf 100 kW? rechnet man nicht so:

für einphasige Verbraucher:
      3 x 35 Aeff x 230 Veff = 24,15 kW (eff = Effektivwert)
für reine Drehstromverbraucher:
      3 x 35 Aeff x 400 Veff = 42 kW
16.7.2021 (#6)


heribert schrieb: wie kommst du auf 100 kW? rechnet man nicht so:

ja, ist natürlich Blödsinn, keine Ahnung wie ich auf die Zahl gekommen bin


heribert schrieb: hätte die Unterverteiler nur für die 24V KNX Dimmer gemacht, wegen den Leitungslängen und elektromagnetische Felder...

Welche Leistungen planst denn da zu schalten? Wenn sie sehr hoch sind, dann werden die Leitungslängen ein Problem, aber normal hat ja eine LED keine allzu hohe Leistungsaufnahme. UV hätte dann den Vorteil dass du Kabel sparst, aber die UV kostet auch was.
17.7.2021 (#7)
Den wichtigsten Rat, den ich geben kann: Den Verteiler groß genug nehmen. Das war wohl das erste, was ich bei der Angebotseinholung zu meinem Eli gesagt hab ("ich möchte einen 1x2m Schrank"), und ich bereue es nicht. Hab noch genügend Platz, aber mal sehen, was da noch kommt...
Trotzdem habe auch ich einen Unterverteiler für die Praxis, in dem die ganzen Stromkreise und auch ein 14fach Aktuator Platz haben - einfach nur deswegen, weil dort die Leistungen recht hoch sind (DLE), und das ganz praktisch ist, die Stromverteilung für den beruflichen Gebäudeteil extra zu haben. Die ganze Sensorik geht dann aber wieder in den großen Verteiler.
Mit UV ist es schon aufwändiger, und man muss tunlichst drauf achten, genug Leerschläuche zwischen den zwei Verteilern zu haben.

Ich hätte wohl eher UV als Zugdosen benötigt, da es bei mir leider mit Nachziehen / Austauschen meiner Leitungen aufgrund der Längen und Kurven schlecht ausschaut.
17.7.2021 (#8)


heribert schrieb: rechnet man nicht so:

für einphasige Verbraucher:
      3 x 35 Aeff x 230 Veff = 24,15 kW (eff = Effektivwert)
für reine Drehstromverbraucher:
      3 x 35 Aeff x 400 Veff = 42 kW

Nein, die Rechnung ist falsch! Ob du 3 einphasige Verbraucher dran hängst oder einen 3-phasigen ist egal. Bei einer Absicherung von 3x35A ist die Maximalleistung immer 24,15kW!

Gruß
GKap
17.7.2021 (#9)


GKap schrieb: Nein, die Rechnung ist falsch! Ob du 3 einphasige Verbraucher dran hängst oder einen 3-phasigen ist egal. Bei einer Absicherung von 3x35A ist die Maximalleistung immer 24,15kW!

So (eng) kann man das auch nicht sehen.  Es kommt nicht nur auf die Leistung an.  Man muss auch die Zeit berücksichtigen. 
Z.B.  habe ich als Nachzählersicherung eine Neozed D02 35A.
Die schmelzen nach ca. 1 Stunde bei 1.5 fachen Nennstrom (52.5A). 
Rechnerisch kann ich für ca. eine Stunde  400V x 52.5A x 1.73 = 36,33kW  dem Drehstromnetz
entnehmen. Und eine Stunde ist schon eine lange Zeit.  


Schaltschrank / Verteilerkasten Planungsüberlegungen

Gruß


17.7.2021 (#10)
Eine Schmelzsicherung ist nicht da, dass man sie dauernd überlasten tut.
Die merken sich die Ereignisse und gehen dann mal schneller durch.
Netz richtig auslegen. Und ja E-Tankstellen sind ein Problem in Zukunft, dafür sind die Hausanschlüsse nicht ausgelegt ausser fürs sehr langsam laden.
17.7.2021 (#11)


GKap schrieb: Nein, die Rechnung ist falsch! Ob du 3 einphasige Verbraucher dran hängst oder einen 3-phasigen ist egal. Bei einer Absicherung von 3x35A ist die Maximalleistung immer 24,15kW!

habe versucht das nachzuvollziehen und bin auf eine Seite gestoßen, die das so rechnet wie ich (natürlich confirmation bias). http://www.reiter1.com/Drehstrom/Drehstrom_10.htm (Tabelle und Punkt 10.a)

Bei Dreieckschaltung berechnet sich die Leistung nach dieser Formel aus den Aussenleiterwerten (siehe Bild auf https://www.diesteckdose.net/viewtopic.php?t=2377):
P=Wurzel(3)*U*I*cos(phi)

wo liegt mein Gedankenfehler?
18.7.2021 (#12)
Die Sache ist auch immer diese. Was willst du in den UV reintun? Die muss klar sein, dass dahin eine Zuleitung auch hin muss. Entweder ein 5x6mm2 oder man wird nicht selektiv oder fürs Licht ein 3x1,5 mit C13A und für die Jalousien(ja da kommen Kabel zusammen) ein 3x1,5 mit C13A oder wegen der Kabellänge als Zuleitung wär eventuell besser ein 3x2,5.
Fi Typen nehmen wir meist Eaton AC/ A Fis, weil das ist beim Neubau vorgeschrieben.
Beim Licht reicht dir eventuel ein AC/A normal, ohne Nennstromvorsicherbar oder mit als XA.
Bei Steckdosen eventuell der der Nennstromvorsicherbare XG/ A.
Ich mache meist ein bis 2 Lichtgruppen, weil mehr als 9 LS sollten nicht auf einen FI sein. Laut neuerster Norm sogar nur 6, aber das finde ich im Heimbereich überzogen und beim Licht sowieso.
Dann Steckdosen 1-2 Fis je nach. Einer dann für die Küche und den Kühlschrank auf einen FILS, zur Sicherheit, falls was fallt, dann ist der nicht betroffen.
Technik FI mit Wärmepumpe, Lüftung, PV, usw sowieso extra, Werkstatt klarerweise auch, da hab ich sogar einen eigenen UV.
Geräte, wie KNX, Server, Netzwerktechnik, SAT, würd ich sowieso auf FILS legen.
Ich hab sogar davor einen FI selektiv und dazwischen eine kleine USV, die mir KNX, Netzwerk, Server usw 1-2h puffert, bei Netzausfall. Kleine APC-Smart USV ausn Willhaben und Akku getauscht, perfekt im Rack.
Hab sogar Aussenlicht und Aussensteckdosen auf FILS, aber da könnte man auch einen eigenen machen, wenn du noch Zisternenpumpe hast oder was auch immer. Eigener UV in der Gartenhütte macht bei mir auch sehr viel Sinn.
FI mit Hilfskontakte überwachen, musst du nur, wenn du das alles Visualiseren und melden willst, aber bei mir geht fast nie ein FI.
Netz-0-Notstromschalter hab ich erst bei einen Freund von mir miteingeplant. Wenn man dann eine 230V Einspeisung auf alle Phasen haben will, dann muss man die nur Brücken.
Steckdosen im Verteiler ist immer praktisch. Mache ich in jeden Verteiler. Du willst programmieren, und keine Steckdose fertig, dann bist du angeschmiert. Echt praktisch, dass da immer eine ist. Oder für ein Licht oder wer weiss was, da Ding kostet nicht viel.
Blitzstromableiter(Grobschutz wie zb OBO V20) gehört sowieso in den E-Bock mit Zähler. Der Feinere kommt in den HV(OBO V50). In jeden UV, wo die Leitungslänge länger als 10m ist, gehört auch einer rein. Kann sein das de Blitzschutz was beeinflusst, müsste nachschaun.
Feinschutz, da gibt schon Ableiter für die Endstromkreise und Steckdosenzwischenstecker. Macht zwar fast niemand aber bei sensiblen Geräte macht das durchaus Sinn. Bei mir filtert das Sensible die USV. 
Drähtefarben bei 5x1,5 bei geschaltenen STeckdosen wäre egal. Aber ich würde braun als erste Farbe nehmen für Dauerstrom oder geschalten 1. Dir muss aber klar sein, dass du dann dort die Steckdosen nur mit 13A absichern darfst und mehr nicht. Beim Haus reicht es sicher, ausser Küche und Werkstatt da würde ich schon 16A empfehlen.
max. Strombedarf bei einen HAus ist normal bei 18kW. Das steht auch so in der TAEV, man kann aber auch 22 kW angmelden, aber dann bist du schon an der Grenze bei 35A.
Aber ich hab bei der Wiener Netze zB aussen mit 50A eingesichert, also da geht viel mehr und dass 5x16mm2 kann das auch. Innen hab ich Trennmesser und dann die FIS mit 35A vorgesichert. Man macht dann eine Leistungsaufstellung mit Gleichzeitigkeiten, somit kann man schaun, was das Haus verbraucht. Raus kommen wird eher ein unrealistischer Wert.
Ich brauche an die 3-6kW max am Tag. Da wär durchaus Platz für ein E-Auto, aber nicht für eine E-Tankstelle für 22kW oder 2x11kW glz. Das ist der Wunschtraum der Bundesregierung, die glaubt der Strom kommt aus der Steckdose und alle Kabeln, Umspannwerke, Kraftwerke sind darauf ausgelegt. Ja davon halt ich nix. Aber 2 Durchlauferhitzer mit 7kW sind da auch ein bisschen viel. Für was??? Du hast doch einen normalen Speicher oder? Und ein 7kw DLE kann nicht viel. Die normalen haben da eher 18.
Heizstab und Sauna musst du sowieso extra absichern. Eventuell Heizstab über Schütz.
Steckdosen sind normalerweise B16 mit 3x2,5 aber kannst auch C13 machen. Das sollte sich mit den Ausschaltbedingungen ausgehen.
Allpoliges Ausschalten mit N ist bei uns in Ö Pflicht. KEine 1pol Automaten verwenden

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18.7.2021 (#13)


heribert schrieb: habe versucht das nachzuvollziehen und bin auf eine Seite gestoßen, die das so rechnet wie ich (natürlich confirmation bias). http://www.reiter1.com/Drehstrom/Drehstrom_10.htm (Tabelle und Punkt 10.a)

Was dort steht ist falsch!


heribert schrieb: Bei Dreieckschaltung berechnet sich die Leistung nach dieser Formel aus den Aussenleiterwerten (siehe Bild auf https://www.diesteckdose.net/viewtopic.php?t=2377):
P=Wurzel(3)*U*I*cos(phi)

Diese Formel ist richtig, damit kommt man genau auf die von mir erwähnten 24,15kW! Ob Stern- oder Dreieckschaltung ist für die maximal mögliche Leistung egal, in dem Bild von deinem Link sind die Formeln für P auch für beide Varianten gleich!

Wenn man z.B. einen Motor mit 24,14kW Leistungsaufnahme betrachtet, dann müssen bei Sternschaltung die 3 Wicklungen für 230V ausgelegt sein und würden 35A ziehen. Bei Dreieckschaltung würden die Wicklungen für 400V ausgelegt sein und 20A ziehen. In diesem Fall fliesst dann der 1,73-fache Summenstrom auf den Aussenleitern, d.h. 35A.

Man kann also bei 35A nur 24,15kW herausholen, egal wie die Schaltung ist!

Gruß
GKap

1
19.7.2021 (#14)


GKap schrieb: Man kann also bei 35A nur 24,15kW herausholen, egal wie die Schaltung ist!

sehe das jetzt so wie du, danke

für interessierte Mitleser:
Bei dieser Betrachtung von Stern- und Dreieckschaltung muss man bedenken, dass es sich dabei nicht um den selben Motor handelt, der einmal im Stern und einmal im Dreieck bestrieben wird (hier würde sich die aufgenommene Leistung ändern P_stern = P_dreieck/3 mit P_dreieck=24,15kW), sondern um zwei komplett getrennte Motore (andere Wicklung) mit je 24,15 kW Leistung.
21.7.2021 (#15)
Ich hab einen Verteiler mit 2x1.2m im Keller, da ist das ganze Haus verkabelt (200m²), keine UV. Inkl. 24V Verteilung, alles auf Klemmen aufgelegt. da hab ich nur noch ca 10-20% Reserve, also wirklich lieber zu groß nehmen.

Netzwerkschrank ist noch extra daneben.

24V hab ich eben auch zentral verteilt, mit 240W Netzteilen. Da kommt oben trotz 2,5mm² nicht die volle Leistung an und es ist etwas dunkler als vorgesehen. Kann man aber mit variabler Ausgangsspannung am Netzteil ganz gut kompensieren.

FI Aufteilung: 1 pro Stockwerk, Außen und Technik extra LS sind grundsätzlich 13A verbaut weil alles mit 1,5mm² angefahren wird, außer Küchen Steckdosen. 
Aufgelegt auf Klemmen mit Sammel-N-Schiene für die einfachere Fehlersuche und ohne +N LS



22.7.2021 (#16)


chiefschlumpf schrieb: Aufgelegt auf Klemmen mit Sammel-N-Schiene für die einfachere Fehlersuche und ohne +N LS

Weil das nun im Forum schon öfter kam: Ist das in Ö überhaupt erlaubt?
22.7.2021 (#17)


ds50 schrieb:

──────
chiefschlumpf schrieb: Aufgelegt auf Klemmen mit Sammel-N-Schiene für die einfachere Fehlersuche und ohne +N LS
──────

Weil das nun im Forum schon öfter kam: Ist das in Ö überhaupt erlaubt?

Nein eigentlich nicht. Bei uns muss man allpolig abschalten
22.7.2021 (#18)


uzi10 schrieb: Was willst du in den UV reintun?

in die zwei Unterverteiler kommen:
   - 1 bis 2 MeanWell 24V Netzgeräte (<=320W)
   - MDT KNX Dimmer
   - evtl. KNX Schaltaktoren für 24V LEDs
   - Steckdose 230V im Verteiler


uzi10 schrieb: Ich hab sogar davor einen FI selektiv und dazwischen eine kleine USV, die mir KNX, Netzwerk, Server usw 1-2h puffert, bei Netzausfall. Kleine APC-Smart USV ausn Willhaben und Akku getauscht, perfekt im Rack.

auf was soll man achten bei einer USV? welche Type hast du genommen?


uzi10 schrieb: Innen hab ich Trennmesser und dann die FIS mit 35A vorgesichert.

was ist ein Trennmesser?


uzi10 schrieb: Aber 2 Durchlauferhitzer mit 7kW sind da auch ein bisschen viel. Für was??? Du hast doch einen normalen Speicher oder? Und ein 7kw DLE kann nicht viel. Die normalen haben da eher 18.

Falls mir die Ausstoßzeiten bei der Warmwasserleitung zu lange sind zum Händewaschen, habe ich zu jedem Waschbecken ein 5x,25 gelegt als Vorbereitung für einen solarfähigen Durchlauferhitzer (hat arne mal wo erwähnt). Glaube eh nicht , dass ichs brauchen werde.
23.7.2021 (#19)
Meine Usv ist eine Apc Smart Ups. Die bringt einen Sinus raus. Das machen die billigen USV nicht und die hat viel Leistung und eine gute Anbindung.
Hätt ich mit aber eine neue gekauft,hätt ich mir eine Riello gekauft. Kann mehr und die Akkus sind Standard.
Trennmesser sind NH Patronen, die eine Blechplatte sind ohne Schutzziel. Somit ist der NH Trenner nur ein Hauptschalter. Nur sind NH Trenner nicht laienbediensicher und sollten  nicht zu Hause eingesetzt werden. Dafür nehmen wir K&N Verteilereinbau Knebelschalter, wenn wer so wad möchte.
Ja bei uns kommt auch lang kaltes Wasser. Wir haben sich dran gewöhnt.
Also die würden auch nicht zugleich laufen, aber leistungsmässig nicht zu unterschätzen
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23.7.2021 (#20)


uzi10 schrieb: Also die würden auch nicht zugleich laufen, aber leistungsmässig nicht zu unterschätzen

Für weniger Leistung kann man den Durchlauferhitzer auch auf lauwarm stellen und wenn dann das warme Wasser vom Speicher kommt, gibt es hald einen Temperatursprung. Da könnte man sich vermutlich auch verbrennen, aber meist bemerkt ja auch den Anstieg und kann gegenregeln.
Ich hätte mal an einen 7 kW Durchlauferhitzer gedacht, der kann vermutlich eh nicht mehr als lauwarm.


Kleinermuk schrieb: Die schmelzen nach ca. 1 Stunde bei 1.5 fachen Nennstrom (52.5A).
Rechnerisch kann ich für ca. eine Stunde 400V x 52.5A x 1.73 = 36,33kW dem Drehstromnetz
entnehmen. Und eine Stunde ist schon eine lange Zeit.

Wenn die großen Sicherungen so träge sind wie von "Kleinermuk" geschrieben, könnte auch ein zufälliger gleichzeitiger Betrieb der Durchlauferhitzer über die Dauer eines Händewaschganges möglich sein vermute ich mal.
23.7.2021 (#21)
Es wird auch kein Problem sein und funktionieren und kannst du auch so machen. Kosten halt auch ein Geld.

Kann nur sein, dass die Netzbetreiber mit ihre Smart Meter drauf kommen, wenn du dauernd über das angemeldete Peek beziehst, dass sie dich strafen, weil du zu wenig angemeldet hast. Denke das wird die Zukunft für die E-Autos sein. Alle die schnell laden oder 2 autos glz laden werden pecken.


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