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"Ringgrabenkollektor" etwas entfernt von Technikraum. Sonderform.

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  •  Pflunz
20.1. - 29.1.2026
28 Antworten | 14 Autoren 28
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Hallo zusammen,

ich habe vor einen "Ringgrabenkollektor" (eher Grabenkollektor) zu bauen. Eigentlich war mein Grundstück zu klein, doch das Grundstück liegt am Dorfrand mit anschließenden Wiesen. Der Besitzer der direkt anliegenden Wiese ist auf mich zugegangen und hat gefragt ob ich an der Wiese Interesse habe. In Baden-Württemberg sind ja wegen dem Erbrecht die nicht flurbereinigten Grundstücke sehr lang und schmal. Anbei einmal die Situation (beide Grundstücke blau umrandet):


_aktuell/20260120354179.png

Hier mal mit Abwasser und Regenwasser in den Trench Planner übertragen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=ilgsgwVN0fEAMC2itRzU

Das Flurstück ist etwa 120m lang und zwischen 4m bis 5m breit. Ich bin noch am abklären, aber anscheinend ist es kein Problem die Wiese für einen Erdwärmekollektor zu nutzen. Ich habe Mal die zukünftige "Worst-Case" Variante mit dem Garten beplant. Also mit (irgendwann einmal) Pool und mit dem bepflanzten Pflanzgebot (die letzten 4m meines Bauplatzes), was aber die Nachbarn ignorieren.
Das Haus selbst steht jeweils rechts und links 2,5m von der Grenze entfernt, wobei auf einer Seite eine Fahrradgarage bis an die Grenze geht. Ich muss also rechtzeitig planen wie ich aus dem Technikraum am besten zur Wiese komme. Wie würdet ihr das machen? Ich habe schon überlegt ob ich die Anschlüsse nicht sogar durch die Kellerbodenplatte unter dem Haus entlang lege. Weiß allerdings nicht ob mein Bauleiter das mitmacht (und ob das sinnvoll ist).
Edit: Der Keller hat die gleiche Form wie das eingezeichnete Haus.

  •  Lu1994
  •   Silber-Award
20.1.2026  (#1)
Ich sags Mal so, wennst es günstig bekommst würde ich es definitiv kaufen, allein schon wegen größerer Gartenfläche 

Mim RGK RGK [Ringgrabenkollektor] tust dir auch leichter, du wirst wsl die Slinkies ein wenig kleiner machen müssen wegen der Abstände VL VL [Vorlauf] zu RL RL [Rücklauf], aber grüne Wiese die nie bebaut wird ist hald das Optimum fürn Kollektor und je nachdem was du mim Regenwasser machen musst kannst auch gleiche eine Versickerung einbauen und sparst dir teure Sickerschächte

Ach ja, einfach 2 KG Rohre zum Technikraum unter der Bodenplatte durch zum Flurstück und das dann mit RDS auf beiden Seiten abdichten, in einem Rohr solltens nicht liegen, alles andere ist egal

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Hallo Pflunz,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: "Ringgrabenkollektor" etwas entfernt von Technikraum. Sonderform.

  •  derLandmann
  •   Gold-Award
20.1.2026  (#2)

zitat..
Pflunz schrieb: Das Flurstück ist etwa 120m lang und zwischen 4m bis 5m breit. Ich bin noch am abklären, aber anscheinend ist es kein Problem die Wiese für einen Erdwärmekollektor zu nutzen.

Wär perfekt. Einmal durchlegen und fertig.

Wie du dann ins Haus gehst is ziemlich egal, mal den Grundstücksplan vervollständigen und dann die Leitungen dort ziehen wo nachträglich sicher nichts hinkommt.


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  •  bluefox
  •   Bronze-Award
20.1.2026  (#3)
Du kannst mal nach Spaghettikollektor im Forum suchen. Dazu hat @dyarne mal etwas geschrieben / gezeigt.

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  •  mariof
  •   Bronze-Award
20.1.2026  (#4)
Teilweis macht man auch 2 Ebenen: vom haus weg auf 2 m, am rückweg 3m tief, dsmit sich die kollektoren weniger beeinflussen. Oder könntest auch 2 stehende machen, beim ausgraben vom zweiten den ersten zuschütten...

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  •  Akani
20.1.2026  (#5)
Das wäre mal ein Ding, 240 mtr Grabenlänge. Der versorgt die drei Anliegenden Häuser gleich mit

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  •  Pflunz
21.1.2026  (#6)
Hi, danke schonmal.
Abwasser/Regenwasser muss bei uns sogar in die Kanalisation. Dort wo sich im Trenchplanner die ganzen Regenwasserleitungen treffen kommt eine Zisterne hin. 
Zu Spaghettikollektor findet man tatsächlich deutlich weniger als ich dachte. Hauptsächlich die Info, dass der Trenchplanner diese Kollektoren nicht richtig berechnen kann hat mich etwas eingeschüchtert. Weiß aber nicht wie alt die Info ist. Auch ist mir der Vorteil nicht ganz klar, wenn man sowieso Platz hat. Kann man den dann vielleicht mit einer langen und dünnen Schaufel noch besser verlegen? 

Von der Form dachte ich eigentlich, dass man nach dem Haus "normal" anfängt im restlichen Garten Slinkies zu legen, dann gerade entlang der Seite bei der Wiese entlang läuft, dann in Slinkies zurück zur Mitte, dann gerade an dem Rand zur anderen Seite der Wiese, von dort aus wieder in Slinkies zurück, in Slinkies durch den Garten und dann wieder in den Keller. Das hätte den Vorteil, dass am warmen Ende kein Kontakt mehr mit dem kalten Ende stattfindet, wobei ich eh nicht richtig in meinem Kopf sortieren kann ob das überhaupt so wichtig ist. Immerhin geht bei Kreuzungen die Wärme nicht "verloren", sondern sie wird nur früher eingebracht, wodurch das Wasser früher warm wird. Bei einer Tiefenbohrung sind die ja auch die ganze Zeit nebeneinander.

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  •  christoph1703
21.1.2026  (#7)

zitat..
Pflunz schrieb: Hauptsächlich die Info, dass der Trenchplanner diese Kollektoren nicht richtig berechnen kann hat mich etwas eingeschüchtert.

Ich würde mal konventionell auslegen, um ein Gefühl für die notwendige Grabenlänge zu bekommen. Wenn der Spaghettikollektor länger ist, wird er auch mehr Leistung bringen. Wie viel mehr ist ja eigentlich egal, Hauptsache genug.

zitat..
Pflunz schrieb: Kann man den dann vielleicht mit einer langen und dünnen Schaufel noch besser verlegen?

Es gibt Grabenfräsen, die das Rohr gleich einlegen und darüber zuschütten. Das wäre dann ein Arbeitsgang für alles und man braucht keinen Bagger. Was das kostet - keine Ahnung.

zitat..
Pflunz schrieb: Immerhin geht bei Kreuzungen die Wärme nicht "verloren", sondern sie wird nur früher eingebracht, wodurch das Wasser früher warm wird. Bei einer Tiefenbohrung sind die ja auch die ganze Zeit nebeneinander.

Dafür hast du später weniger Entzug, weil die Temperaturdifferenz kleiner ist, und du verlierst Temperatur am Ende, bevors in die WP WP [Wärmepumpe] geht. Wahnsinnig schlimm ist es wohl nicht, wenn es sich in Grenzen hält, aber wenn sichs leicht vermeiden lässt... Bei einer TB gehts halt nicht anders.


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  •  Pflunz
21.1.2026  (#8)
Die Länge ist für mich ja zweitrangig, denn die Länge bekommt man ohne Probleme unter. Ich würde mich entsprechend auf "Einfachheit" beim verlegen fokussieren. 

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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
21.1.2026  (#9)
Ein Freund hat auch ein großen grünlandgrundstück, da habe ich auch vorgeschlagen ohne schlingen einmal rundherum zu verlegen. Ist sich mit der entzugsleistung laut trenchplanner nicht ganz ausgegangen mit dem 300m rohr. 
Er hats dann inkl. Flow30 und bka im hause komposch rechnen lassen.
Jetzt hat er am schluss unter seinem eigentlichen garten noch zwei kurze gräben mit schlingen (mit 400m rohr)
Die langen, schmalen gräben hat er selbst mit seinem mini-bagger gemacht, die großen dinger hat dann ein großer bagger gemacht, der auch für die bodenplatte geholt wurde - eigentlich nur aus zeitdruck. Der kollege wollte sämtlichen aushub mit seinem minibagger machen und wenn man ihm sagt, das ist doch schwachsinnig, dann wird ers sowieso erst recht machen. Zum Glück hat ihm die baufirma stress gemacht, dann ist er eingeknick... aber ich glaub auch nur weil die freundin hochschwager war😀

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  •  Pflunz
28.1.2026  (#10)
Wenn ich jetzt einmal von der benötigten Mindestlänge ausgehe, wären das die beiden Varianten:
Klassisch:


_aktuell/20260128387905.png

Spaghetti:


_aktuell/20260128308735.png

Der Unterschied von der länge/Fläche ist gar nicht so groß. Ich vermute beim Spaghetti wird mit einer langen und schmalen Schaufel gebaggert, während beim klassischen eher mit einer Böschungsschaufel.
Kann man prinzipiell davon ausgehen, dass der Preis für den Bagger mehr oder weniger mit dem Aushubvolumen skaliert? (Wenn man davon ausgeht dass man direkt nebenan die Erde kurzzeitig deponieren kann)

Und ja, der Graben wird dann natürlich überdimensioniert. Ich lasse mir dann das Bodengutachten machen, und wenn ich dort der Kollektor errichten darf überlege ich ob ich irgendwelche Vorteile sehe, de Graben planen zu lassen. Denn eigentlich ist der ja ziemlich einfach, egal welche Variante es wird.



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  •  Ulairi
  •   Bronze-Award
28.1.2026  (#11)
Wenn du soviel Platz hast, wäre auch eine Überlegung den Kollektor zu überdimensionieren, damit du nicht bei -1/-4 landest, weil da muss die Solepumpe schon ganz schön Gas geben, dementsprechend ist dann auch der Stromverbrauch.

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  •  Pflunz
28.1.2026  (#12)
Wie im letzten Satz geschrieben :D

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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
28.1.2026  (#13)

zitat..
Pflunz schrieb: Kann man prinzipiell davon ausgehen, dass der Preis für den Bagger mehr oder weniger mit dem Aushubvolumen skaliert?

Üblicherweise wird nur Zeit und vielleicht sprit abgerechnet. Ob der bagger ganzen tag steht oder vollgas baggert ist da normalerweise egal

Gerade verlegt hat potentiell mehr entzugsleistung pro Meter rohr, weil mehr volume erschlossen wird

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  •  Markus98
28.1.2026  (#14)
Hab mal was davon gelesen, dass der Trenchplanner beim Spaghettikollektor zu wenig Entzugsleistung annimmt.
Wenn der Platz vorhanden ist, ist ein gerade Rohr das effizienteste.

Ich würde 2x 300m bzw. 400m Da40 als Spaghetti machen und mich über die guten Soletemperaturen und dem geringen Druckverlust freuen. Und zwischen Warm und Kalt einen guten Abstand halten. 

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  •  Pflunz
28.1.2026  (#15)

zitat..
wuschi schrieb:

Üblicherweise wird nur Zeit und vielleicht sprit abgerechnet. Ob der bagger ganzen tag steht oder vollgas baggert ist da normalerweise egal 

Das weiß ich natürlich. Ich weiß aber nicht wie ich anhand der Grabenlänge auf die Zeit (und damit Geld) komme. Also ob 150m Spaghetti schneller gegraben ist als 50m Graben für Sklinkies, da man ja eine deutlich schmalere Schaufel nutzen kann. Das bewegte Erdvolumen vom Trenchplanner ist beim Spaghetti mit der gleichen Leistung kleiner als bei Slinkies.


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  •  mike82
  •   Gold-Award
28.1.2026  (#16)
Dein Spagetti Kollektor wir so nicht funktionieren.  Für 100% gerade Verlegung müsste der Schlitz 400m lang sein. Aktuell hast du nur 187m...
Also entweder länger machen oder den 1x400m auf 2x200m Splitten und dann zwei Rohre pro Schlitz. Brauchst halt wieder einen Verteiler....

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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
28.1.2026  (#17)
Denn der streifen 120m lang ist, würde ich einmal die ganze Länge rauf und runter graben plus 2x20m für die Anbindung ans Haus, macht 280m -> 300m RGK RGK [Ringgrabenkollektor]
Der Trenchplanner spuckt mit 187m Rohr schon >7kW aus, mit 280m genutztem Rohr also 10kW.
Spagetti kannst mit einer ganz schmalen Schaufel machen und da braucht niemand reinsteigen, einfach abrollen und rein legen... 
In dem Fall kannst dir auch den orignal RGK RGK [Ringgrabenkollektor] sparen, bei dem zahlst du dafür, dass jeder Ring extra abgebunden ist, was das verlegen erleichtert. Wennd er Boden nur Lehm ist nimm normales PE oder wennst auf Nummer sicher gehen willst nimm PE-RC (wie der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] -> verträgt ein bissl Schotter ohne, dass man es in Sand betten muss).
Mit Slinkies bekommst glaub ich eh ein Problem mit der Aushubmenge wenn der Streifen 5m breit ist, das brauchst dir gar nicht anfangen.

Edit: viel billiger bekommt man 300m PE-RC glaub ich eh nicht als den RGK RGK [Ringgrabenkollektor]!

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  •  Pflunz
29.1.2026  (#18)
Wie breit muss man denn den Kollektor dann ausschaufeln? Und wie schnell geht das so? Und was soll ich dann mit der ganzen warmen Sole im Winter? :D
Und schneidet man das Rohr dann ab? So wären es knapp 293m:


_aktuell/20260129116400.png

So könnte ich mir eine "klassische" Ausführung vorstellen:


_aktuell/20260129501799.png
Mit 8,5kW immer noch überdimensioniert, aber wäre natürlich auch noch Platz. Interessant finde ich, dass in der klassischen Variante mehr Erde bewegt werden muss als bei dem 300m Spaghetti. Dabei hat die große Spaghetti Variante 50% mehr "Leistung". 
Deswegen noch einmal zu meiner Frage. Entspricht das Aushubvolumen ungefähr dem Aufwand und damit der Zeit und damit auch den Kosten für den Bagger? 
Der Boden ist bei uns unter dem Mutterboden sehr lehmig. Eine genauere Bestimmung wird nächste Woche durchgeführt. Hier und da allerdings auch Sandsteine.

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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
29.1.2026  (#19)

zitat..
Pflunz schrieb: Und schneidet man das Rohr dann ab? So wären es knapp 293m:

Das ist DAS Grundstück für Spaghetti.
Und wie gesagt: platzmäßig halte ich alles andere für schwierig - der Haufen für den breiteren Graben wird min. 4m und da reden wir noch gar nicht davon, dass sich der Bagger auch noch rühren muss.
Rohr kannst natürlich abschneiden, so genau kann man das eh nicht verlegen. Lieber bissl einen Rest wegschneiden, als dann der Anbindung stückeln müssen 😀

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  •  christoph1703
29.1.2026  (#20)

zitat..
Pflunz schrieb: Entspricht das Aushubvolumen ungefähr dem Aufwand und damit der Zeit und damit auch den Kosten für den Bagger?

Nein, nicht direkt. Ein breiter Löffel fasst mehr Material als ein schmaler, braucht also weniger Zeit für ein bestimmtes Volumen. Bei einem Schlitz kannst du evtl auch nicht den größten Bagger nehmen, weil da der Ausleger schon breiter ist als der Schlitz.
Bei uns war ein 8t Kurzheck da, mit dem kleinsten Löffel 35cm. Muss man sich im Einzelfall anschauen, was man bekommt. Grabenfräse wäre vielleicht immer noch eine Option?


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  •  Dambull
29.1.2026  (#21)
Wollte ich auch schreiben. Grabenfräse, ich meine RGK RGK [Ringgrabenkollektor] Rohre wurden auch schon so verlegt von @dyarne.

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