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RGK in Graz - Zeit für ein Re­sü­mee

1 Beiträge | 8.2.2019
Hallo allerseits,

wie der Titel schon andeutet, geht es in diesem Faden nicht um eine zukünftige Planung sondern vielmehr um ein Resümee nach mehr als 2 Jahren Betrieb unserer Wärmepumpe mit einem Ringgrabenkollektor.

Ein kurzer Blick zurück:
Begonnen hat die Planung unseres Kollektors so richtig am 22.9.2015 mit der Eröffnung des Threads https://www.energiesparhaus.at/forum-flaechenkollektor-vs-grabenkollektor/39543_1 (gerne hätte ich auch dort diesen Eintrag anghängt, leider wurde der Thread aufgrund des Alters aber mittlerweile vom energiesparhaus-Team geschlossen). Damals gab es in Österreich so gut wie keine Ringgrabenkollektoren, jedoch war Arne bereits erfolgreich als Missionar im Forum aktiv und es waren dadurch zumindest ein paar RGKs in Planung (zB brink) und es existierte mit https://www.energiesparhaus.at/forum-von-der-lwb-bis-ewp-m-grabenkollektor/37573 eine gute Dokumentation eines bereits erfolgreich umgesetzten Kollektors.

Viele, viele Diskussionen mit unserem Installateur und noch mehr Diskussionen hier im ESH-Forum später ging es ans Eingemachte, und wir entschlossen uns mehr oder weniger gegen die Empfehlung unseres Installateurs für einen "richtigen" RGK...

Die Wärmepumpe wurde im August 2016 mit dem Ausheiz-Vorgang (~225m² mit 3,6kW-WP) in Betrieb genommen und seit Dezember 2016 wohnen wir nun im Haus und haben somit die WP durchgehend in Betrieb. Fazit: genial. Wir sind heute soooooo froh, dass wir uns damals drüber getraut haben, denn die Quelle ist in vielerlei Hinsicht einfach sensationell:

- Die Umsetzung in Eigenregie war extrem kostengünstig, jeder Flächenkollektor wäre wegen des Grabaufwands teurer gekommen. Im Endeffekt zahlten wir 9 Stunden Bagger (wir hatten einen sehr kleinen Bagger wegen schwieriger Zufahrt), Sole plus Rohre. Fertig.

- Der gesamte Garten bleibt für uns nutzbar, auch ein Pool wäre in Zukunft möglich. Hebungen/Senkungen gibt es natürlich nicht. Es ist auch keine verzögerte Vegetation zum Rest des Grundstücks erkennbar.

- Sensationelle Soletemperaturen. Wir haben mit einem lehmigen Boden natürlich gute Voraussetzungen und durch eine damals noch nicht geplante Anschüttung im letzten Herbst liegt die Hälfte des Kollektors in rd 3m Tiefe - trotzdem: wir haben jetzt Anfang Februar, wohnen am Fuße eines Nordhangs und haben Soletemps von rd +6°C!!!

Ich möchte die Gelgenheit nutzen, um mich nochmals besonders bei Arne zu bedanken - ohne ihn hätten wir heute zu 100% einen Flächenkollektor, der teurer und ineffizienter wäre. Schlimmstenfalls inklusive Hebungen und Senkungen. Ein großes Danke aber auch an brink und all die anderen "Verrückten", welche durch ihre Hilfsbereitschaft solche Projekte erst möglich machen.

Was würde ich heute anders machen? Nicht viel. Unsere Wärmepumpe von drexel&weiss ist sicherlich ein gutes, kompaktes Produkt - in Sachen Effizienz ist KNV/Nibe momentan aber wohl unschlagbar. Insofern würde ich heute wohl auch zu KNV greifen, sofern der Preis passt. (für die Wohnraumlüftung würde ioch natürlich immer noch d&w wählen)

Es war eine spannende Zeit damals und ich denk gerne (und heute auch a bisserl stolz  ) daran zurück. 

LG Christian

 
8.2.2019 22:31
Danke für diesen Bericht, Christian!


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