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Reihenfolge Erdarbeiten RGK, Kanäle, Brunnen

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  •  babsi15at
  •   Silber-Award
23.2. - 29.7.2019
9 Antworten | 4 Autoren 9
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Hallo liebes Forum!

Wir tüfteln gerade an der Reihenfolge der Erdarbeiten. Fix ist, dass vor der Baugrube RGK RGK [Ringgrabenkollektor] und Kanäle verlegt und Brunnen gebohrt werden soll. Aber in welcher Reihenfolge am Besten? Könnt ihr uns da Tipps geben wie wir das am besten angehen sollen?

Das ist der Stand der Planung bzw. Bestand der Kanäle:


2019/20190223984523.png

Der bestehende öffentliche Schmutzwasserkanal (Tiefe ca 180 cm) und EVN-Kabel (ca. 80 cm Tiefe) liegen momentan dort wo das Haus hinkommen soll und werden so umgelegt, wie in der Skizze eingezeichnet. Das wird durch die Abwasser-Genossenschaft gebaggert, Kanal eingelegt, EVN kommt zum Kabel einlegen und wird wieder zugeschüttet - so der Plan bis jetzt.

Brunnen für Trinkwasser kommt wahrscheinlich dorthin wie eingezeichnet, wird gebohrt.

Unser Technikraum wird im Norden sein aber die Wärmepumpe soll gegenüber im Süden hinkommen wie eingezeichnet.

Im Süden gibt es einen privaten Regenwasserkanal (Tiefe 60 cm?) der vorigen Besitzer (Gefälle von Ost nach West - rinnt in unserer Einfahrt in den öffentlichen Kanal). Der wird uns im unteren Bereich beim Haus stören, das heißt, da müssen wir ihn auf jeden Fall verlegen - wie weit ist noch die Frage.

Wir bekommen einen RGK RGK [Ringgrabenkollektor]. Heizlast ist noch nicht berechnet (habe ich mal selber auf 4700 W geschätzt) und auch die Bodenart müssen wir erst herausfinden - ist angeblich eher durchlässiges als lehmiges Material. Das heißt mir geht es noch nicht um eine genaue Berechnung sondern wie wir mit den vielen Leitungen (noch dazu fremden) umgehen sollen.

1. Problem:
Der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] wird im Osten, also müssen wir den SW-Kanal und Stromkabel 2x kreuzen. Wie macht man das in der Praxis wenn SW 180 cm tief, Strom 80 cm tief und der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] 150 - 200 cm tief liegen (alles geschätzte Tiefen, da nicht in einem Plan genau eingetragen - es könnte also Überraschungen geben).

2. Problem:
Es wäre doch ein Hammer, wenn wir den RW-Kanal des Nachbarn irgendwie nutzen könnten zur Versickerung. Einmal ganz abgesehen von irgendwelchen rechtlichen Konsequenzen, wie würde das technisch funktionieren? Es sind momentan Betonrohre mit schätzungsweise 15-20 cm Durchmesser. Wie könnte der Übergang zum Versickerungsrohr/mehreren Versickerungsrohren aussehen? Und falls der Boden nicht alles Regenwasser aufnehmen kann, schließen wir es unten wieder an den den RW-Schacht an, oder? Da wird sicher oft eine beträchtliche Menge an Wasser zusammenkommen - ist ein nicht ganz kleiner Bauernhof.

Ich wäre wirklich sehr dankbar wenn ihr uns ein paar Inputs geben könntet. Wir machen uns Gedanken wie das in der Praxis aussehen wird, aber wissen nicht recht wo wir anfangen sollen. Danke! emoji

  •  LeFalcon
  •   Bronze-Award
24.2.2019  (#1)
Abmessungen des Grundstücks?
Warum verläuft der Abwasserkanal des Nachbarn durch euer Grundstück, gibt es dazu irgendwelche Verträge/Absprachen?

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  •  babsi15at
  •   Silber-Award
24.2.2019  (#2)
Das Grundstück ist 2000 m2 groß, etwa 30x65 m.

Der Abwasserkanal ist ein öffentlicher, da hängen 4 Häuser dran. Der Regenwasserkanal ist deshalb da weil das einmal ein riesiges Grundstück war, wovon wir einen Teil gekauft haben - leider die einzige Möglichkeit in diesem Dorf zu bauen. Wir haben einen persönlichen Bezug dorthin und deshalb haben wir die Leitungen in Kauf genommen (nehmen müssen). Das sollte jetzt aber nicht das Thema sein, sondern eher wie wir damit technisch und auch für uns halbwegs kostengünstig damit umgehen.

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Hallo babsi15at,
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  •  Vardi17
24.2.2019  (#3)
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann liegen die Stromleitung und der SW-Kanal noch nicht an der eingezeichneten Stelle. Nachdem der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] tiefer zu liegen kommt als beide, könnte es hilfreich sein, den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] zuerst zu verlegen, aber die Arbeiten so zu koordinieren, dass danach gleich das andere gemacht wird: 1. ist der Bagger dann schon vor Ort, 2. weiß der Baggerfahrer, wo der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] liegt. 

Vom RGK RGK [Ringgrabenkollektor] her könnte die WPWP [Wärmepumpe] wohl auch in den Technikraum, aber ev. hat diese Entscheidung mit möglichst kurzen Leitungswegen für das WW WW [Warmwasser] zu tun?

Sofern es (auch rechtlich) möglich ist, das nachbarliche Regenwasser in ein Drainagerohr münden zu lassen, warum nicht. Die Drainage sollte dann gleich so geplant werden, dass über einem großen Teil des Kollektors versickert wird. Überschusswasser kann, wie zuvor, in den RW-Schacht fließen. 

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  •  babsi15at
  •   Silber-Award
24.2.2019  (#4)
Ja, Vardi17, das hast du richtig verstanden. Wir wissen nicht wie der Boden aussieht und hätten bis jetzt gehofft, dass wir das beim Kanalverlegen herausfinden und danach den Kollektor dimensionieren...das würde bei deinem Vorschlag nicht gehen. Oder man legt beim Kanalverlegen einen Leerschlauch bei den Kreuzungen ein?

zitat..
Vardi17 schrieb: Vom RGK RGK [Ringgrabenkollektor] her könnte die WPWP [Wärmepumpe] wohl auch in den Technikraum, aber ev. hat diese Entscheidung mit möglichst kurzen Leitungswegen für das WW WW [Warmwasser] zu tun?


Ja genau, das ist der Grund. Und weil der eigentliche Technikraum ziemlich klein ist...

Ad Versickerung: natürlich müssten wir das mit dem Nachbarn besprechen, nur müsste ich ihm da erklären wie das in der Praxis im Detail aussieht. Ich kann mir nicht vorstellen wie ich das Versickerungsrohr an sein Rohr anschließe bzw. müsste man es ja auf mehrere Versickerungsstränge aufteilen...


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  •  Vardi17
24.2.2019  (#5)
Für die Bodenbeschaffenheit würde ich eher schauen, ob unmittelbare Nachbarn etwas dazu sagen können, oder selbst ein wenig probegraben. Auf die Grabarbeiten der Gemeinde würde ich diesbezüglich nicht warten, die Baggerarbeiten in der vorteilhaftesten Weise anzugehen, wäre mir persönlich wichtiger. 
Es gibt zudem ja einen sehr entlastenden Faktor: Euer Grundstück ist sehr groß, es spielt also keine Rolle, wenn ihr die Bodenqualität um eine Klasse schlechter annehmt, als sie tatsächlich ist. 

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  •  babsi15at
  •   Silber-Award
24.2.2019  (#6)
Die Nachbarn rundum haben alle Bauernhäuser, die von deren Eltern oder noch früher gebaut wurden, also die wissen gar nicht welcher Boden da drunter ist. Der eine mit dem Neubau spricht von eher durchlässigem Material, sogar ein bisschen schottrig. Jemand anderer erinnert sich an den Kanalbau und meint "Nein, Schotter ist da keiner". Die Gärtner sagen "Lehm ist das auf jeden Fall nicht". emoji

Die Abwassergenossenschaft (gibt eine eigene im Dorf) würde den Kanal verlegen lassen, wann wir das anschaffen. Wir haben keinen dringenden Zeitplan (noch nicht emoji) und heuer stehen mal nur die Kanalverlegung, Brunnen und Kollekor auf der ToDo-Liste, also eh recht überschaubar...

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  •  babsi15at
  •   Silber-Award
26.7.2019  (#7)
Hallo liebe Forumsgemeinde!

Update: der Kanal samt Stromleitung wird am Montag umgelegt.

Die Kanal bzw. Stromleitung teilt ja quasi unser Grundstück in zwei teile, auf der einen Seite steht das Haus, auf der anderen Seite soll der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] verlegt werden. D.h. wir müssen 2 x mit dem RGK RGK [Ringgrabenkollektor] die Kanal-/Stromleitung kreuzen. Es hat sich jetzt herausgestellt, dass der Kanal nur in 1,4 m Tiefe liegt emoji Wir sind immer von einer Tiefe des Schutzwasserkanals von 1,8 m ausgegangen und wären mit den Kollektor-Zuleitungen einfach oben drüber gegangen (im Schutzschlauch und keine Slinkies) und somit komplett flexibel mit dem RGK RGK [Ringgrabenkollektor]... Aber jetzt?

Sollen wir mit dem RGK RGK [Ringgrabenkollektor] unter der Kanal-/Stromleitung durch oder oben drüber gehen?

Am liebsten wäre uns natürlich wenn wir in einer Tiefe von 1,1 m oder so kreuzen könnten. Aber wenn das keine gescheite Lösung ist, haben wir uns gedacht, am Montag Leerverrohrungen unter der Kanal-/Stromleitung vorzubereiten, dann kann man den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] dort einfädeln. Die Frage wäre dann allerdings welche Leerverrohrung (Material, Dimension) und wo.

Würde mich über euren Input freuen, da am Montag schon der Bagger anrollt.

PS: Der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] ist noch nicht geplant, Planungsauftrag ergeht dann nachdem wir wissen welches Erdreich wir vorfinden (was wir am Montag sehen werden)

lg  


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  •  Beachflyer77
29.7.2019  (#8)
Also ich würde Betonrohre mit Dm 150 oder 200 nehmen. Ich hoffe das hilft noch. Lass uns wissen wie ihr es gelöst habt

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  •  babsi15at
  •   Silber-Award
29.7.2019  (#9)
So, heute waren sie baggern da. Es gab ein paar Überraschungen, aber letztendlich liegt alles zu unserer Zufriedenheit drin. Wir haben jetzt 2x 150er Kunststoff-Leerrohre, die übrig geblieben sind, unter den SW-Kanal in ca. 2 m Tiefe eingelegt. Auf jeder Seite ein Brett damit wir sie leicht wieder finden und wir haben genug Abstand zum RW-Kanal, zum Brunnen und zueinander.


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