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Rasen Neuauflage extrem fleckig

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5.6. - 10.6.2021
27 Beiträge | 11 Autoren 27
Hallo zusammen.
Wir haben nun vor ca. 2 Wochen die Rasensaat begonnen und nun das Problem, dass in einigen Bereichen Fleckenweise kein Rasen wächst, also eine ganz große Fläche und dazwischen  immer wieder ca. 15m2 ohne Keime. 

Wir haben 
A) Humus aufgetragen
B) Kalk eingestreut 
C) Dünger eingearbeitet 
D) den Humus mit einem rechen noch einmal durchgeharkt
C) rasen gesät 
D) mit einer Gartenwalze 1x über die ganze Fläche. 

Nun ist meine Vermutung denn dort wo einige sehr hart verdichtete stellen waren wächst einfach nichts  dass dort der Samen den Boden nicht durchdringen konnte? (Vorallem auf gut 50m2 wo der Humushügel war?)

Bin ich einfach noch zu früh dran mir Sorgen zu machen oder hab ich wirklich ein Problem? 


Rasen Neuauflage extrem fleckig

Rasen Neuauflage extrem fleckig

 
5.6.2021 (#1)
Wir haben auch neu angesät, nach ca 2 Wochen waren bei uns die ersten Halme zu sehn....jetzt nach ca 1 Monat ist er sehr dicht aber natürlich auch noch mit kahlen Stellen.
Es braucht schon etwas Geduld aber warum habt ihr Kalk eingestreut?
5.6.2021 (#2)
Ja das Problem ist, dass einfach sehr viele Stellen ohne gar nichts da stehen und das macht mir Sorgen (wie auf den Bildern zu sehen ist, sind das schon ziemlich große Flächen. 

Wir hatten bzw. haben einen ziemlich niedrigen PH Wert deswegen wurde von den Nachbarn empfohlen zu testen und ggf. Kalk einzustreuen
5.6.2021 (#3)
Wie schaut es den mit der Feuchtigkeit aus.  Würde einmal versuchen, einige Stellen zu beregnen.


5.6.2021 (#4)


Kleinermuk schrieb: Wie schaut es den mit der Feuchtigkeit aus.  Würde einmal versuchen, einige Stellen zu beregnen

Wasser bekommt er jeden Abend, morgens ist er aktuell noch ziemlich feucht. Am Nachmittag bekommt er bei diesen Temperaturen kein Wasser mehr. 


5.6.2021 (#5)


Seifortis schrieb: Wasser bekommt er jeden Abend, morgens ist er aktuell noch ziemlich feucht. Am Nachmittag bekommt er bei diesen Temperaturen kein Wasser mehr. 

Der rasendsamen muss immer feucht sein, sonst wächst er nicht an. D.h mehrmals pro Tag kurz wässern. Auf dem Foto schaut das nicht danach aus.
6.6.2021 (#6)
Abgesehen von den ev. kahlen Stellen, sollte halt die Fläche auch nicht betreten werden - sieht auf den Bildern extrem uneben und übersät mit Schuhabdrücken aus. 
7.6.2021 (#7)
Aus den Bildern ist zu schließen, dass beim Rasenanbau einiges schief gegangen sein muss - insbesondere das Planieren, Walzen und Setzenlassen.

Bitte definiere mal „Humus“: Um was handelt es sich genau - Ackererde, die zu Baubeginn zur Seite gelegt worden ist? Zugekaufte Erde? Wie hoch ist die Schicht? Und wie ist der Boden darunter?

Dort, wo kein Rasen aufgegangen ist:
1. Liegt der Samen noch dort? Wenn nein, dann Ursachenforschung betreiben: Kann er bei einem starken Regen oder durch zu viel Bewässerung auf einmal weggeschwemmt worden sein? Kann er vom Wind verblasen worden sein?
2. War das Bewässerungsintervall von Anfang an immer nur 1x täglich abends?
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7.6.2021 (#8)


MissT schrieb: Aus den Bildern ist zu schließen, dass beim Rasenanbau einiges schief gegangen sein muss - insbesondere das Planieren, Walzen und Setzenlassen.

Das Foto ist ziemlich unglücklich, das Grundstück ist sehr plan bis auf die Fußtritte (während dem Walzen des Samens und dem bewässern enstanden)
- der Teil vom Foto ist dort wo der Hügel stand
Nur eben in diesem hinteren Teil sind immer wieder große Stellen wo Großflächig kein Rasen kommt. Vermutung wäre, dass dort mit dem Bagger und da der Hügel dort stand zu sehr verdichtet worden ist kann das sein?



MissT schrieb: Bitte definiere mal „Humus“: Um was handelt es sich genau - Ackererde, die zu Baubeginn zur Seite gelegt worden ist? Zugekaufte Erde? Wie hoch ist die Schicht? Und wie ist der Boden darunter?

Die Erde die vorher dort abgezogen worden ist (also die Ackererde)
ca. 30cm, der Boden darunter ist relativ Lehmhaltig.
 


MissT schrieb: 1. Liegt der Samen noch dort? Wenn nein, dann Ursachenforschung betreiben: Kann er bei einem starken Regen oder durch zu viel Bewässerung auf einmal weggeschwemmt worden sein? Kann er vom Wind verblasen worden sein?

Der Samen liegt noch dort



MissT schrieb: 2. War das Bewässerungsintervall von Anfang an immer nur 1x täglich abends?

zu Beginn nur Abends jetzt wo es so heiß war morgens und Abends ( die Oberfläche ist aber über den Tag komplett ausgetrocknet!)


7.6.2021 (#9)
Wie gießt du? händisch oder mit Beregner?
7.6.2021 (#10)


Seifortis schrieb: Vermutung wäre, dass dort mit dem Bagger und da der Hügel dort stand zu sehr verdichtet worden ist kann das sein?

Glaub ich nicht. Wenn du oben drauf humus aufgetragen hast, hast du das Problem später vl mit Sträuchern oder Bäumen. Aber der Rasen hat keine so tiefen Wurzeln und schon gar nicht wenn er noch nicht gekeimt ist.
ich tippe darauf, dass es ihm einfach zu trocken ist. 
7.6.2021 (#11)


atma schrieb: Wie gießt du? händisch oder mit Beregner?

Beregner,
 
 


atma schrieb: Wenn du oben drauf humus aufgetragen hast

Wir haben dort wo der Humushügel stand kein extra Humus aufgetragen nur das was dort war verarbeitet, deswegen meine Vermutung ob es dort einfach zu sehr verdichet sein könnte (im Nachgang nur leich mit dem Rechen aufgeharkt)
7.6.2021 (#12)


Seifortis schrieb: Beregner

mit Zeitschaltuhr/Steuerung? 
.... gieß öfter

auch wenn dort der Hügel war und ihr nur mit dem Rechen drübergegangen seids... der Samen sollte trotzdem aufgehen. 
7.6.2021 (#13)
Was für ein Saatgut wurde denn verwendet?
Nur Morgens und Abends zu beregnen kann zu wenig sein. Der Samen sollte, spätestens wenn er keimt, dauerhaft feucht gehalten werden.
Wenn der Boden die meiste Zeit zu hart und zu trocken ist wird das nix.
7.6.2021 (#14)
Verdichtungen sollten für die Rasenansaat keine Rolle spielen, sofern die oberen 5-10cm okay sind.

Aus Deinen Antworten schließe ich:
1. Es wurde zu wenig bzw. unregelmäßig bewässert. Wie Vorredner schon geschrieben haben, muss der Boden in der Keimphase durchgehend feucht gehalten werden. Die jungen Pflänzchen haben noch kaum Wurzeln, um sich aus tieferen Schichten die benötigte Feuchtigkeit zu holen.
2. Es ist zu befürchten, dass der Ackerhumus viel zu lehmhaltig und damit zu schlecht ist. Wir haben auch (ziemlich extremen) Lehmboden und ich sehe bei meinen Nachbarn, was aus der Rasenansaat auf Ackerhumus geworden ist ... Du kannst den Boden folgendermaßen recht einach testen: Nimm etwas feuchte Erde und versuche sie durch Schließen der Hand zur Faust zu einer Wurst zu pressen. Hält das zusammen, ggf. sogar mit recht glatter Oberfläche - lässt sie sich vielleicht sogar zwischen den Händen weiter "wutzeln"? Dann ist der Boden sehr lehmig. Wenn nicht (= Wurst lässt sich kaum formen, weil sie beim Öffnen der Faust zerfällt), dann sollte die Bodenstruktur grundsätzlich okay sein.

Das Problem beim Lehm: Er ist sehr undurchlässig, viele Pflanzen können ihn kaum durchwurzeln. Wasser kann kaum versickern > Staunässe. Wenn er trocken ist, ist er extrem hart - Lehmbrocken sind fast wie Steine.
7.6.2021 (#15)


MissT schrieb:

Das Problem beim Lehm: Er ist sehr undurchlässig, viele Pflanzen können ihn kaum durchwurzeln. Wasser kann kaum versickern > Staunässe. Wenn er trocken ist, ist er extrem hart - Lehmbrocken sind fast wie Steine.

Das kann ich so unterschreiben 😅 Haben auch schweren Lehmboden und dort, wo tieferwurzelnde Pflanzen hinkommen (könnten), auch die unteren Schichten gegen was Durchlässigeres ausgetauscht. Dort, wo Rasen hinkam, haben wir 15-20cm guten, gesiebten Humus mit Sand vermischt darüber aufgetragen und der Rasen ist auch super angewachsen (Neuanlage April 2020). Haben die ersten 4-5 Wochen nach dem Ansamen täglich mehrmals bewässert und die Samen immer leicht feucht gehalten.

Wir hatten letztes Jahr zwar ziemliche Probleme mit Unkraut, das hat sich aber im heurigen Jahr dank Dünger inkl. Unkrautvernichter erledigt. Im ersten Jahr soll man ja außer Dünger nichts auftragen, da es den jungen Rasenpflanzen schaden würde. Da muss man halt durch 😉
7.6.2021 (#16)
Vorerst einmal Danke für die ganzen Antworten!
Ich werde einmal den "wutzel" Test machen, grundsätzlich haben wir ja ziemlich viele Stellen wo Rasen gedeiht nur bei einigen stellen nichts.
Dort müsste ich dann wenn es wirklich zu Lehmhaltig ist, noch einmal weggragen und guten Humus verteilen oder gäbe es noch andere Möglichkeiten das hin zu bekommen?
7.6.2021 (#17)
Wenn der Ackerhumus wirklich überwiegend lehmig ist, dann rate ich Dir zur Radikallösung: Ganze Fläche neu machen. Minimum = Sand & ev. auch etwas Kompost auftragen und einfräsen lassen. Besser: Entweder etwas abtragen, Sand einfräsen, 5-10cm Rasenerde drauf. Wenn das Niveau problemlos etwas erhöht werden: Das Gleiche, aber ohne Abtragen vorher. Alles andere führt mMn zu nichts.
8.6.2021 (#18)
Hab es gestern noch einmal geprüft wenn ich den "wutzeltest" mache zerbricht der Erdballen in einige Teile also nicht allzu Lehmhaltig, ich habe jetzt noch einmal zusätzliche Rasensprenger organisiert und versuche den Rasen Tagsüber nicht austrocknen zu lassen (Gestern noch nachgesäät)
Wie ist das jetzt mit dem wässern, wenn es 30° und direkte Sonneneinstrahlung hat soll ich dann den Rasen (und die frischen Samen) trotzdem wässern?
8.6.2021 (#19)
Wird sich nicht vermeiden lassen. 
8.6.2021 (#20)
JA! das wichtigste ist, dass er nicht austrocknet bis er gekeimt ist. später reduzierst dann und gießt natürlich nicht mehr wenn die sonne drauf brennt. aber zum keimen brauchst wasser.
9.6.2021 (#21)
Tja, schon langsam wird das eine Hassliebe...
Hatten heute so einen Platzregen dass einfach alles weggeschwemmt worden ist...


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