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Rahmenrisse bei Kunststofffenstern

9 Beiträge | 8.9. - 12.9.2019
Hallo!

Bei meinem rund 40 Jahre alten Haus wurden die Fenster vor ca. 10 Jahren getauscht.
Nun sind mir gestern sehr kleine Risse in den Eckverbindungen bei einer sehr großen Schebetür und drei nicht zu öffnenen Fenstern aufgefallen. Die Fenster haben Süd - bzw. Südwest Ausrichtung und sind bei diesen brütend heißen Sommern doch sehr lange Zeit der Sonne ausgesetzt.
Wie gesagt - die Risse sind derzeit noch - aus meiner Sicht - sehr klein.

Rahmenrisse bei Kunststofffenstern
Bild 2: Miniriss bei der Hebeschiebetür.
Rahmenrisse bei Kunststofffenstern
Bild 3: Die drei nicht zu öffnende Fenster mit den kleinen Rissen
Rahmenrisse bei Kunststofffenstern
Bild 4: Nahaufnahme des größten Risses
Rahmenrisse bei Kunststofffenstern
Bild 5: Detailaufnahme des grüßten Risses

Rahmenrisse bei Kunststofffenstern

Ich hoffe sehr, dass ihr mir mitteilen könnte - dass diese Risse nach 10 Jahren zwar nicht optimal sind - aber auch kein Grund zur größeren Beunruhigung und saniert werden können. Vor allem die Hebeschiebetür will ich keinesfalls tauschen. Die war nämlich richtig teuer... :(

Danke und LG

 
8.9.2019 17:50
Die Fenster sehen ziemlich ungepflegt aus für 10 Jahre. Die Risse können durch ein montageproblem oder schon ein tranportproblem gekommen sein? Bei dunklen Oberflächen, also folierte Fenster, war eine rissbildung öfters durch sehr hohe ausdehnungen. Es kann auch sein dass speziell bei den fixverglasungsfenster kein Stahl eingebaut wurde? Dieser ist dazu da um die ausdehnungen einzuschränken. Ich würde in jedem Fall die Risse sauber mit pvc reiniger reinigen, und dann mit einem guten weißen neutral vernetzten Silicon aussprizen, dass kein Wasser in das mauerwerk kann. Diese Fugen solltest du dann jährlich kontrollieren.
8.9.2019 22:33
Danke für die rasche Antwort. LG
9.9.2019 7:32
Vielleicht noch der Firma zeigen, welche vor 10 Jahren eingebaut hat? Eventuell gibt es ja noch Garantie oder Gewährleistung....


9.9.2019 20:44
vor 10 jahren gab es schon hersteller, welche lanzeit-garantien von 10 bis 20 jahren gaben.

ich würde schon prüfen, ob das nicht nur ein gewährleistungsfall sondern auch ein produkthaftungsfall bzw. allgemiener schadenersatz-fall ist. dann können statt der gewährleistungsfrist allgemeine verjährungsfristen gelten (30 jahre nach auftragsabwicklung bzw. 3 jahre nach schadenskenntnisnahme)

das könnte der fall sein, wenn der hersteller wissentlich falsch konstruiert hat. ich würde mir die auftragsbestätigung/rechnung von damals ansehen welches profil damals verbaut wurde. dann würde ich auf der website des profil-herstellers (schüco, trocal, rehau, gealan usw.) mal nachsehen, für welche verglasungsgewichte die profile zugelassen sind und welche verarbeitungshinweise da für den verarbeiter gelten (aussteifung mit stahl, anzahl der verschraubungen und montageklötze usw.). selbst als laie kannst aber nur halbwegs leicht prüfen ob zu großes/schweres glas verwendet wurde. ansonsten gutachter für fenstergewerk suchen, falls man sonst keine gütliche lösungen findet.

natürlich kann auch der monteur gepfuscht haben wenn er nach unten keine tragende klötze in der lt. hersteller vorgegebenen anzahl/mindestabstand in die fuge gegeben hat und nur geschäumt hat.

jedenfalls wusste man schon vor 10 jahren wie man so große fensterelemente baut und wie langlebig PVC ist. ich bin schon der überzeugung dass dies kein "alterungsfehler" ist, der halt passieren kann sondern ein planer/vearbeiter/monteur gepfuscht hat.

und nein, silikon ist keine lösung. pvc kann man auch nach 10 jahren wieder schweißen. ob das auch vor ort geht müsste vielleicht einer der fensterprofis hier wissen. aber zuallererst müsste mal die ursache der durchbiegung (klötze, montagefuge, falsches profil) festgestellt werden, die durchbiegung ist wohl der grund warum die gährungsfugen aufgerissen sind. erst dann kann die reparaturmaßnahme festgelegt werden.

dein glück im unglück ist, dass es ein bungalow mit großen dachvorsprung ist und vergleichsweise weniger schlagregenwasser da hinkommt. aber luftdicht usw. sollte das ja auch sein.
9.9.2019 23:17
@cc9966 du kannst jetzt da ein riesen Büro aufmachen. Nur ein gerichtlich beeideter SV kostet mindestens € 3 000.00. Dann kommt noch das freilegen der Fenster dazu, um den Verursacher überhaupt feststellen zu können. Wenn der Hersteller der Fenster und der Händler/Einbauer nicht der Selbe ist, wird es doppelt schwierig, wen man dann schlussendlich klagt? (Der Klageweg ist einzuhalten: du musst zuerst den Händler klagen und dieser muss dann den Hersteller klagen) Und dann ist noch die Frage ob der Beklagte überhaupt Geld hat? Ich traue mich wetten dass du zu 90% auf den ganzen Kosten sitzen bleibst. Den ganzen Ärger kannst du dir echt sparen! Ja und PVC vor ort schweissen, ist äusserst schwierig? Zudem muss es ein elastischer Dichtstoff sein, weil das geschweisste, mit hoher Warscheinlichkeit wieder brechen würde?
10.9.2019 11:43
@heinzi....
dass war keine anleitung den rechtsweg einzuschlagne. aber ich habe schon die erfahrung, wenn man etwas fundierten tiefenwissen an einen hersteller/verarbeiter herangeht man doch irgendwelche lösungen findet. da hilft es schon zu wissen, ob die profile für die großen verglasungsgewichte geeignet sind, ausgesteift, verklotzt sind usw. dan kann man dann schon auf augenhöhe reden und sich nicht nur mit "sorry ist 10 jahre her, was willst jetzt mit gewährleistung".

soll jetzt keien anleitung sien überall den hobby-ingeneur und hobby-juristen raushängen zu lassen. aber wenn jemand sehr diplomatisch ist und richtig reklamiert ohne das messer an den hals zu setzen hat man erfolg. wenn aber schon im ersten satz falsch verarbeitet, pfusch, sachverständiger, anwalt vorkommt hat man halt nicht richtig reklamiert. wenn man aber von "bitte könnens das mal anschauen, wie kann man das richten" sich weiter in die tiefe arbeitet, kann man schon zeigen dass man sich nicht leicht abspeisen lässt indem man mal fragt welches profilsystem verwendet wurde und wie schwer die verglasung ist. aber gut, das kann nicht jeder und all die tipps helfen nix wenn der verkäufer eine kleine ein-mann-firma ist, die geschützt in einer GMBH kontrolliert bei verlorenen gerichtsverfahren in den konkurs geht und dir das schon vor möglichen streitbeginn so ehrlich sagt. daher muss ich dir leider recht geben mit "zu 90% auf den kosten sitzen bleiben".

aber letzlich gehts darum dass man sich das gscheit anschaut und den fehler nicht einfach billig oder falsch reparieren lässt.
11.9.2019 8:08
Hi!

Ich habe nun jedenfalls den Sachverwalt an dem Verkäufer sowie dem Hersteller geschildert und warte auf deren Stellungnahme. Ich versuche natürlich diplomatisch zu aggieren (so wie immer :) ) und hoffe, dass es zu einer vernünftigen Lösung kommt.
Was ich mir noch gedacht habe wäre, dass ich den Sachverhalt der Versicherung melde.
Mögliches Argument: Grundsätzlich werden Windkräfte über den Rahmen in das Mauerwerk übertragen. Bei einem starken Sturm könnte es somit zu sehr hohen Querkräften gekommen sein, weshalb der Rahmen an den bereits stark belasteten Stellen gerissen ist.
LG Thomas
11.9.2019 13:44
@thomK
Ist die richtige Vorgehensweise. Da sollte es eine Lösung geben.
Zur Not würde ich eine SV für Fenster beiziehen. Oft hilft dass um eine Lösung zu finden.
Klärt einfach im Vorfeld die Kosten und Vorgehensweise, dann gibt es nachher keine Überraschungen.
cc9966 hat es ganz gut beschrieben. Nicht gleich mit dem Panzer kommen

@ heinzi
Ich habe es glaube schon mal geschrieben.
Du führst Argumente an, die stammen noch aus der Vergangenheit.
Bleib doch sachlich und arumentiere in der Gegenwart. Dass hilft jene, die eine Antwort benötigen.
12.9.2019 0:19
@squawvally ja danke, ich war natürlich in der Annahme dass ein gütlicher weg auf kollanz, mit dem hersteller, Händler und einbauer schon probiert wurde und keine Früchte getragen hat?



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