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Oberflächentemperaturen

29 Beiträge | 3.1. - 25.1.2019
Ich würde gerne wissen: Wie kann ich ermitteln, welche Oberflächentemperaturen in Relation zur Raumtemperatur X und Luftfeuchtigkeit Y nicht unterschritten werden sollten, um einer Schimmelbildung vorzubeugen? 

Hintergrund meiner Frage: Ich teste zur Zeit einiges im Haus mit einem IR-Thermometer und finde die Messergebnisse durchaus interessant und würde sie gerne besser einschätzen können. Außerdem möchte ich in ein paar wenig genutzten Räumen die Temperatur stark reduzieren bzw. die FBH sogar ganz abdrehen - aber ohne mir Probleme mit Kondensat und Schimmel einzuhandeln.

 
6.1.2019 21:17
ja, das ist einfach mal deine grundeinstellung.
wenn sich das dann als hilfreich erweist, mindesttemperaturen werden erreicht, dann kannst du ja da und dort noch nachjustieren.
bei uns wars im eg etwas zu warm (vor allem auch durch die inneren gewinne - kochen, man hält sich dort mehr auf, größere Fensterflächen, ..) und haben dann leicht in richtung og-bad verschoben.
haben ünrigens den viel zu langen vermurksten schlafzimmerkreis ursprünglich fast abgedreht (liegt neben dem bad) - sind dabei im bad aber nicht auf die gewünschte temperatur gekommen. jetzt ist sz voll offen, das bad hat wunschtemperatur und der verbrauch ist niedriger (sz nur minimal wärmer)
extreme temperaturunterschiede schaffst in einem sehr gut gedämmten haus sowieso nicht.
meine eltern hatten übrigens im 35 jahre alten haus jahrelang viele heizkörper abgedreht um heizenergie zu sparen. seitdem alle heizkörper mitlaufen ist der heizbedarf um 3000kwh gesunken obwohl sie nur mehr zu zweit sind
6.1.2019 21:38


heislplaner schrieb: viele heizkörper abgedreht um heizenergie zu sparen. seitdem alle heizkörper mitlaufen ist der heizbedarf um 3000kwh gesunken obwohl sie nur mehr zu zweit sind


Irgendwie logisch, da ja die nichtbewohnten Räume trotzdem von den anderen Räumen "mitnaschen" bzw. die Wärme dorthin verschwindet! Daher müssen dann die bewohnten Räume mit einem höheren VL bedient werden. War bei uns nicht anders früher.
7.1.2019 11:21
seh das genauso wie heislplaner...

sein beispiel mit dem schlafzimmer zeigt die thematik perfekt aus.
gibt viele beispiele wo nach dem aufdrehen vermeintlich nicht benötigter räume (vorraum, gästezimer) der verbrauch gesunken ist.


MissT schrieb: Das wäre dann basierend darauf, dass alle Räume gleich warm sein sollen, oder? Das trifft aber halt leider nicht zu.


bei der theoretisch optimalen planung trifft dann hydraulischer abgleich den thermischen abgleich.
alle kreise sind gleichlang, alle kreise sind voll offen.
die optimale planung nähert sich dem weitestgehend an. keine software kann das.
dann werden auch noch die falschen parameter festgehalten (verlegeabstand) und die falschen berechnet (kreislängen).

am meisten wird das ganze aber von den wunschtemperaturen verzerrt. gerade hier ist beratung extrem wichtig was überhaupt möglich und was überhaupt sinnvoll ist.

gibt nicht eine auslegung bei der in manchen räumen negative heizlast auftritt...
7.1.2019 12:45


dyarne schrieb:
am meisten wird das ganze aber von den wunschtemperaturen verzerrt. gerade hier ist beratung extrem wichtig was überhaupt möglich und was überhaupt sinnvoll ist.


 Das leuchtet ein. Diese Beratung hat bei uns leider gar nicht stattgefunden. Wir mussten auf die Schnelle Soll-Temperaturen nennen, diese waren/sind:

KG:
Diele: 20°
Wohnkeller groß, Wohnkeller klein: 18°

EG: 
Offene Wohn-Ess-Küche, Diele, Arbeitszi: 22°
Gästebad: 24° (22° wären auch akzeptabel)
Speis/Abstellraum: 17°
(Diele hat keinen eigenen Kreis, sie wird durch die anderen Kreise mitgeheizt, 40-50% der Diele sind aber mit dem Kreis für Speis/AR abgedeckt)

OG:
Diele (inkl. WC), Musikzi: 22°
Schlafzimmer, "Reservezimmer": 20°
Badezimmer: 24°
(Schrankraum: Soll wäre wie Schlafzi 20°, ist aber quasi nicht steuerbar, weil alle OG-Kreise eine große Schleife durch den Schrankraum machen).

Was ist dazu zu sagen?
Dass 17° in der Speis weder erreichbar noch sinnvoll sind, ist mir mittlerweile klar. Machen die Wohnkellerräume mit 18° Sinn, oder sollte ich besser von 20° anvisieren?
7.1.2019 13:03


MissT schrieb: @JanRi: Danke für Deine Überlegungen zu diesem Thema. Leider sehe ich mich aber außerstande, das sinnvoll umzusetzen. 


zangen-amperometer? wir haben das auch zhaus liegen für alle stellen, wo man nicht ständig was andres abhängen möchte.
25.1.2019 9:12


heislplaner schrieb:
haben ünrigens den viel zu langen vermurksten schlafzimmerkreis ursprünglich fast abgedreht (liegt neben dem bad) - sind dabei im bad aber nicht auf die gewünschte temperatur gekommen. jetzt ist sz voll offen, das bad hat wunschtemperatur und der 


darf ich hier einhaken? wir haben vergangenes Jahr unser altes, jetzt saniertes Haus wieder bezogen. Wir haben 2 Stockwerke und einen Halbstock mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. 

Prinzipiell äuft die Anlage gut, aber wir werden beide das Gefühl nicht los, daß das OG prinzipiell zu warm wird, während das EG, bzw. Teile vom EG gefühlt zu kühl sind. 

Ich habe daraufhin im OG die Kreise etwas zurück gedreht, aber ich konnte keinen positiven Effekt für die 'verhungerten' Räume erzielen. 

Hat jemand Tipps für mich wie ich den Effekt weg bekomme? Wir sind jetzt in der zweiten Heizperiode und ich habe schon darüber nachgedacht die Kellerdecke zusätzlich zu isolieren, obwohl wir im EG den gesamten Boden bis auf die Tragbalken gestript und gedämmt haben. 

Danke
25.1.2019 9:57
Du schreibst "gefühlt zu kühl". Habt ihr denn die Temperaturen schon mal gemessen?

Ich sehe da zwei Möglichkeiten - oder beide:
A) Der hydraulische Abgleich wurde nicht oder nicht richtig gemacht.
B) Ihr habt Kältebrücken, angrenzende kalte Räume oder andere Schwachstellen, die den EG-Räumen die Temperatur entziehen.

Betreffend A: Sind die tatsächlichen Längen der einzelnen Heizkreise bekannt? Poste mal die Längen plus die eingestellten Durchflussmengen. Miss mal mit einem IR-Thermometer die Rücklauf-Temperaturen der einzelnen Kreise?

Betreffend B: Auch hier kannst Du mal mit einem IR-Thermometer herumgehen und schauen, ob es besondere Auffälligkeiten gibt. Ich bin z. B. kürzlich draufgekommen, dass einer der beiden Kanal-Entlüftungsstränge am Dachboden nicht ordentlich abgedichtet war und sich der Strang mit kalter Luft gefüllt hat. Die KG-Decke wird es wohl eher nicht sein, wenn ihr den Fußbodenaufbau ordentlich gedämmt habt. 
25.1.2019 10:19


MissT schrieb: Miss mal mit einem IR-Thermometer die Rücklauf-Temperaturen der einzelnen Kreise?


 werde ich versuchen. Ich habe kein IR-Thermometer, besorge aber eines. 



MissT schrieb: Poste mal die Längen plus die eingestellten Durchflussmengen.


ich habe heute sämtliche Daten, die meine Baustelle betreffen angefordert. Ich hoffe ich bekomme sie bald. 

 


MissT schrieb: Die KG-Decke wird es wohl eher nicht sein, wenn ihr den Fußbodenaufbau ordentlich gedämmt habt. 


halte ich für ordentlich ausgeführt. Die Zwischenräume zwischen den Balken sind ordentlich gedämmt und darüber zusätzlich noch eine weitere 5cm Dämmschicht vollflächig verlegt. 

Ich schau mir das mit dem Thermometer an. Danke!




25.1.2019 20:43
ich vermute mal ins blaue hinein: installateur hat die anlage mit allen heizkreisen voll offen übergeben. im og eher kleine räume, deswegen kurze kreise und somit schnelle durchströmung = genug wärme.
im eg eher offene räume und lange kreise - die verhungern jetzt = nicht genug wärme.
ich denke ein hydraulischer abgleich inkl. thermischen nachjustieren wird dich zufriedenstellen. dazu brauchst du aber die notwendigen daten. rücklaufmessen geht auch, ist aber meist etwas ungenau, aber besser als nix



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