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Nicht zur Bauverhandlung eingeladen

5 Beiträge | 26.5. - 20.6.2008
Hallo Community!

Es geht wieder mal um einen groben Schnitzer unseres örtlichen Bauamtes. Meine Frau und ich sind Besitzer eines Grundstückes und Mitbesitzer einer Strasse auf der man dieses Grundstück erreichen kann. Es grenzen noch 3 andere Grundstücke an diese Strasse an, wo schon überall ein Haus steht und wir zu jeder Bauverhandlung eingeladen wurden. Letztens fuhr ich zu meinem Grund um zu sehen ob alles beim alten ist und siehe da, neben uns wird froh und munter gebaut. Ich natürlich sofort zum Bauherrn und der teilte mir mit, Bauverhandlung wurde durchgeführt, es gab keine Einwände - nur - unsere Gemeinde hat einfach vergessen uns in dieses Rundschreiben mitaufzunehmen und zu verständigen. Da dieser Bau (über den ich absolut nichts weiß, Größe, Höhe, Ausmasse usw) einen nicht unerheblichen Einfluss auf unser Bauprojekt haben wird (bei dem wir schon in eifriger Planung sind) möchte ich mal kurz fragen was kann diesem "Bauherren" im Extremfall drohen. Was ist, wenn ich nach Fertigstellung einen Einspruch erhebe, oder änliches?
Ist jemanden von euch auch schon änliches wiederfahren.
Eigentlich ist die Bewilligung zum Bau ja nicht rechtens, da unsere Zustimmung fehlt

 
26.5.2008 12:50
ohne bezeichnung des ...
bundeslandes, der geltenden bauordnung und des konkreten projekts kann man dazu nichts sagen. in nö wäre das vorgehen so durchaus gedeckt, da ein anschlag an der amtstafel bzw. veröffentlichung im internet evtl. durchaus genügen könnte. zudem ist fraglich, ob die taxativ aufgezählten subjektiv-öffentlichen rechte als verletzt gewertet wurden bzw. werden könnten. hat dies die gemeinde nicht getan, sind in nö nach § 6 bauordnung nachbarn auch keine partein mehr (abs.1 ivm 2 ).
26.5.2008 13:14
...bundesland kärnten
... mir gehts ja jetzt nicht primär darum den Bauherren zu schaden, nur war es doch absolut ein Formfehler der Gemeinde. Für was gibts dann überhaupt Bauverhandlungen, denn soweit ich das hier im Forum so überblicke, falls etwas der Bauordung entspricht, gibt es sowieso keinen Einspruch, egal von wem auch immer. D.h. wenn es mir gefällt mein Haus grellgelb zu streichen und die Gemeinde gibt ihr Go dazu, dann kann ich das auch machen
29.5.2008 15:42
solange
dein nachbar die abstandsflächen einhält, kannst du absolut nichts machen - auch wenn das verfahren wieder aufgenommen werden sollte. du persönlich hast keinerlei einfluss auf fenstergröße, dachform, ausrichtung, farbe etc.


17.6.2008 12:39
gravierend sind
abstände, höhen etc. die die gemeinde ohnehin abcheckt. dachformen werden auch von der gemeinde bestimmt (es muss zum ortsbild passen)

im prinzip kannst du nur einspruch erheben, wenn das haus zu nahe an die grenze gebaut ist (im schnitt 3 m weg von der grenze, wird das haus höher mindestens 4 m weg von der grenze)
ich weiss es von unserer bauverhandlung, es gab nur klärungsbedarf mit einem nachbarn, weil wir mit dem carport ganz an die grenze wollten (was uns auch erlaubt wurde) normalerweise sind ja 1,50 abstand verlangt....

passieren wird dem bauherren also nicht viel können, wenn er sich an den einreichplan der bewilligt wurde hält.

was du bedenken solltest...wenn du ihm jetzt schwierigkeiten machen willst, kann es schon passieren, wenn du nach ihm baust, dass das ganze dann als bumerang zurückkommen kann....
lass dir doch einfach mal vom nachbarn die einreichpläne zeigen, dann weisstg auch was auf dich zukommt

lg
20.6.2008 11:14
kenne die genauen gesetzlichen
bestimmungen nicht aber bei unserer bauverhandlung (wien) ist man mittendrin draufgekommen, dass ein nachbar vergessen wurde. der referent wollte daraufhin die verhandlung abbrechen und den termin neu (natürlich erst in 2 monaten!) ausschreiben - hat irgendetwas von "nicht rechtlich gedeckt" oder so ähnlich gelabert. daraufhin bin ich sofort persönlich zum vergessenen nachbarn gefahren, hab die unterschrift am einreichplan geholt und bin zurück zur verhandlung gefahren, die dann ordnungsgemäß beendet wurde ;)

lg nymano.
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