Hallo,
wir sind gerade dabei uns für einen Neubau die Elektrikerangebote zusammen zu suchen und sind beim Thema Smart-Home immer noch am hin und her überlegen. Beide angefragten Elektriker bieten Loxone an, einer davon kann auch KNX. Nun stehe ich einer Smart-Hiome Lösung grunsätzlich kritisch gegenüber (Ausfall/Defekt, Insolvenz, Verkauf, ändern der AGBS -> Abos, Day-0 sicherheitslücken, etc.) sehe aber ein, dass es für viele Dinge schon ganz nützlich sein kann. Das Problem: So richtig eine gute Übersicht mit features die man unbedingt haben muss, finde ich nicht und auch die Elektriker haben da so Ihre Probleme mich davon zu überzeugen... Also bin ich hier :)
Unsere Überlegungen:
Raffstore/Rolläden: Find ich grundsätzlich gut um im Sommer die Hitze draussen zu lassen und um Beschädigungen bei Wind und Wetter zu vermeiden. Das ist der Hauptgrund warum bei uns ein SH-Server eingebaut wird.
Beleuchtung: Ist ganz nett mit dem Dimmen ab einer gewissen Uhrzeit, aber das geht auch mit normalen Drehdimmern. Grundsätzlich brauche ich auch keine "Beleuchtungsszenen" und weiß jetzt schon, dass ich auf die spielerei vor dem PC um irgendwas mit RGB Beleuchtung machen keine Lust habe. Das größte Manko: Ich hasse die Smart-Home Lichtschalter. Ich will nicht lernen wie ich einen Schalter zu Bedienen habe, ich wills nicht meinem Kind beibringen und auch nicht meinen Eltern oder Gästen. Zusätzlich: Wenn Loxone ausfällt und die Raffstores gehen mal nicht ist das verschmerzbar... dass das Licht aber nicht geht ist ein No-Go
Audio-Server: Ich brauche keine Matsch-Boxen die mich überall Beschallen. Ich habe eine richtige Sound-Anlage und für den Rest gibt es Tragbare Bluetooth-Boxen. Den einzigen Vorteil den ich darin sehe ist für Durchsagen, dass das Essen fertig ist aber das ist mir das Geld nicht wert.
Heizung: Ich habe geplant (sofern möglich), diese nach flow-30 Prinzip umzusetzen, da sollte man sowieso kaum Regeln... Von daher nicht wirklich benötigt und kann easy nachgerüstet werden.
Rauch/Wassermelder: Ja, machen die Sinn? Wie siehts da preislich zu gewöhnlichen Meldern aus?
Intercom/Kamera: Wenn man schon Loxone hat, macht das eventuell Sinn damit zumindest alles in einem System ist. Für mich kein Must-have, aber ich glaube Preislich nicht der große Unterschied.
Zutrittssteuerung: Eine Haustüre mit eigenem Keypad und evtl Motor kostet idr. so viel mehr, dass sich dafür auch die Loxone Lösung ausgeht - oder sehe ich das Falsch?
PV: Macht man das Energiemanagement am besten mit dem Inverter bzw. Anhängsel oder besser via Smart-Home?
Kühlung: DAS ist der große Punkt. Wir werden vorraussichtlich mit BKA BKA [Betonkernaktivierung] kühlen und da macht für mich eine Überwachung der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit schon Sinn. Wenn evtl auch noch eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] kommt wahrscheinlich umso mehr. Das Problem: Die Sensoren kosten so viel wie die grausamen Lichtschalter die das bereits eingebaut haben. Auf Sensoren mit Bastellösungen habe ich keinen Bock, das soll einfach Plug-and-Play sein. Gibt es da eine elegante Lösung womit ich auf die Lichtschalter und somit den Lichtbaustein verzichten kann?
Wie leicht lassen sich Geräte wie Heizung, Raffstore, PV einbinden? Kann Loxone nur bestimmte Schnittstellen? Die alternative wäre Home-Assistant, welches ich auf meinem NAS laufen lassen könnte. Aber wie bereits gesagt, will ich meine Zeit so wenig wie möglich mit solchen Bastelein verbringen. Gibt es super-sinnvolle Anwendungen die ich übersehen habe?
Du willst und brauchst keine Visu, rechnest sie aber aus irgendeinem Grund mit rein? Dann lass mal den X1 weg, den brauchst du nicht.
Was kostet es dann im Vergleich zur "herkömmlichen" Installation?
Und ich sag mal so: gerade der Sonnenschutz war/ist mir besonders wichtig. Wenn hier mal versehentlich alle Raffstores im Hochsommer oben bleiben, haben wir ein großes Problem im Haus (keine Klima). Umgekehrt will ich im Winter die solaren Einträge optimal nützen. Das wird alles dauern, bis es "perfekt" funktioniert, aber ich hab alle Möglichkeiten.
Die Visu hatte ich im Vergleich für Loxone drinnen. Ohne Visu kommt KNX auf 1200.-, nur für die Hardware. Taster und Elektriker-h kommen dazu und der Elektriker hat bereits anklingen lassen, dass er KNX nicht so gerne macht.
Ist bei einem MDT IP Interface eigentlich das ETS dabei oder muss ich das nochmal extra kaufen? Das habe ich bisher nicht eingerechnet.
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──────.. localhorst schrieb: Dafür müsste ich aber alles über Loxone fahren. Das ist im Sinne der Zuverlässigkeit und der Kosten ja der absolute Wahnsinn. ───────────────
Das heißt nicht zwingend, dass alles über eine Relais Extension oder Modbus gehen muss. Zum Messen verwende ich viele stinknormale und billige S0 Zähler (um die 15€), der Digitaleingang dafür kostet mir 96/16 = 6€ (haus-bus.de). Und viele Großverbraucher sind auch über Modbus TCP/IP quasi ohne externe Hardware (außer LAN natürlich) einzubinden, so wie meine Wärmepumpe. Auch Shellys einzubinden ist möglich.
Aber gut, muss man alles nicht haben. Wenn dir allein die Beschattung reicht, dann passt das ja. Smarthome würde ich das dann definitiv nicht nennen.
Heißt halt auch, dass man den Rest (Licht v.a.) erst wieder konventionell verkabeln muss, mit all seinen Nachteilen (keine Flexibilität, Schalterbatterien v.a. in Küche/Wohnessbereich).
P.S., und ich lass es dann auch: Ich war 2019 bei meinen 27 Fenster immer irgendwo bei 2300€ für eine Beschattungslösung. Der Aufpreis dann für ein komplettes Smarthome (aber mit günstigen Tastern) war gering, der Schritt logisch. Ich rüste allerdings jetzt peu a peu das Smarthome nach, viele Taster sind schon rausgeflogen. 😅
Ich ärgere mich, dass ich damals - aus Kostengründen - keine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] umgesetzt hab. Die Grundsatzentscheidung pro Smarthome allerdings feiere ich.
Tja 2019... 2300.- für 27 Fenster ist verhältnismäßig günstig, skaliert wohl einfach besser. Und nein, Smarthome ist das keines mehr - das ist mir Bewusst. Das konventionelle Verkabeln sehe ich nicht als großen Nachteil, mit Ausnahme der Schalterbatterien. Dafür ists günstig und zuverlässig. Wie oft nutzt man die Flexibilität wirklich und wie kritisch ist das? Ich will ja nicht alle paar Monate meine Tasten neu belegen.
.. localhorst schrieb: Das konventionelle Verkabeln sehe ich nicht als großen Nachteil, mit Ausnahme der Schalterbatterien. Dafür ists günstig und zuverlässig
Die Verkabelung ist bei einem Bussystem eigentlich viel enfacher, als eine konventionelle Verkabelung. MMn ist ein Bussystem heutiger State of the art, wie es WP WP [Wärmepumpe], RGK, BKA, KWL auch sind, und wer das nicht macht, könnte es in Zukunft bereuen.
Ich hab eigentlich nur im ersten halben Jahr ein paar Schalter umprogrammiert, jetzt passierte es eher selten, dass ich noch irgendwelche funktionen dazu programmiere. Z.b. hab ich letztens das einfahrtstor auf den schalter bei der haustüre dazu programmiert. Ein einfach klick schaltet im vorraum dad licht aus, ein zweifach im ganzen haus, ein dreifach schaltet noch die alarmanage verzögert scharf, ein vierfach öffnet noch dazu das einfahrtstor.
Ist bei einem MDT IP Interface eigentlich das ETS dabei oder muss ich das nochmal extra kaufen? Das habe ich bisher nicht eingerechnet.
Ich habe die ETS in Aktion um 250,- gekauft. Wenn du die Komponenten selbst besorgst, hast die Lizenz mit den Ersparnissen herinnen. Wenn du dann noch die Parametrierung selbst machst (dein Elektriker hat anscheinend eh keine Lust drauf), hast da auch keine Mehrkosten (und in Zukunft alles selbst in der Hand).