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Modulierende Wärmepumpen und Warmwasserbereitung

7 Beiträge | 8.10. - 11.10.2019
Hallo Community,

nachdem bei uns nun die allereste Heizsaison im neuen Haus startet, bin ich nun fleißig am optimieren meiner neuen IDM iPump T 3-13 mit RGK.

Dabei bin ich auf eine Grundsatzfrage gestoßen, bei dir ich mit der Suchfunktion zu keiner zufriedenstellenden Antwort gekommen bin.

Und zwar: Ist es sinnvoller/effizienter bei der Warmwasserladung mit hoher Verdichterleistung den 200l integrierten WW Speicher dementsprechend schnell hochzujagen, oder sollte man mit niedriger Drehzahl schön gemütlich aufheizen?

Aktuell ist noch die Standardeinstellung von 70% für Warmwasserladung eingestellt, damit dauert der Ladevorgang ca. 20 - 30min.

Würde mich über eure Meinungen dazu freuen.

MfG
Anton

 
8.10.2019 22:00
Hi,

das muss man vermutlich ausprobieren, um den sinnvollsten Arbeitspunkt zu finden.

Die Nibe 1155-6 macht das abhängig von der Soletemperatur mit ca. 3,5-4 KW Heizleistung, was dann irgendwas zwischen 50 und 70 Hz bedeutet (20 Hz Minimum, 90 Hz Maximum). 

Es gab im Forum auch Versuche mit niedriger Einstellung, aber da muss man letztlich auch beachten, dass die Pumpen dann prozentual immer mehr in den Stromverbrauch reinschlagen. 

Wenn du einen WMZ und einen Stromzähler hast, dann teste es am besten mit verschiedenen Einstellungen. 

Wichtig finde ich nach unseren Nibe-Erfahrungen, dass man den VL gut im Auge behält, damit er das WW-Ziel nicht zu sehr überschießt.

Deine 20-30 Min für 200 l klingen nach sehr viel Leistung. Ich heize die oberen 200 l unseres 500 l-Tanks mit der Nibe in ca. 60-90 Minuten, je nach Abkühlung durch Zapfung.

Viele Grüße,

Jan
9.10.2019 13:04
Danke für die Infos.

Hat jemand Erfahrung mit der Genauigkeit des integrierten WMZ bei modulierenden IDM Wärmepumpen? 

Ein Ladezyklus von 38° auf 50° sind bei mir ca. 1,5kwh thermisch bei ca. 1kwh elektrisch (200l Speicher) .

Entweder lügt der WMZ oder der Arbeitsbereich der Trinkwasserbereitung ist sehr schlecht eingestellt... 

LG Anton 
9.10.2019 13:10


JanRi schrieb: Die Nibe 1155-6 macht das abhängig von der Soletemperatur mit ca. 3,5-4 KW Heizleistung, was dann irgendwas zwischen 50 und 70 Hz bedeutet (20 Hz Minimum, 90 Hz Maximum). 

also 4 kw thermisch, wobei die nibe eine look-up tabelle verdichter-frequenz in abhängikeit von wq-ein.
im sommer geht's auf 38-39 hz runter.
https://www.energiesparhaus.at/forum-erdwaerme-soletemperaturen-2018-19/51503_30#523888


MrOrange90 schrieb: Ist es sinnvoller/effizienter bei der Warmwasserladung mit hoher Verdichterleistung den 200l integrierten WW Speicher dementsprechend schnell hochzujagen, oder sollte man mit niedriger Drehzahl schön gemütlich aufheizen?

halt nicht zu oft das erhitzte nochmals erhitzen. also eher niedrigerer volumenstrom. da steigt zb bei nibe der wmz aus, kannst vergessen. effizienz hängt maßgeblich vom hub ab quelle -> senke. bei 50° ww ist schon verbrühschutz angesagt.
optimal für ww und effizienz wären kurze zyklen und den oberen teil des ww speicher auf zapf-temp zu halten. dagegen sprechen aber unnötig viele verdichter start/stop zyklen. wennst im sommer auf 2-3x pro tag kommst, ist es meiner meinung nach für efh und integrierten ww speicher ok.
bei jan geht durch die gute dämmung und größeren speicher 0-1x pro tag


9.10.2019 14:25
Hallo Anton,
habe auch eine Nibe/KNV und diese unterscheidet sich nach meiner Kenntnis ein wenig zu deiner IDM. Die 3-13 dürfte mit einer geregelten Heißgasladetechnik für Warmwasser Bereitung ausgestattet sein. Theoretisch sollte mit der HGL Technik bessere AZ bei WW Bereitung gegenüber Standard  erreichbar sein.
https://www.idm-energie.at/de/warmwasser-mit-hgl-technik.html

Hier steht auch etwas über die Höhe der Einsparung in dem Artikel, bei einem 8KW Haus sind es ca. 1024KWh p.a. 
https://www.sbz-online.de/Archiv/Heftarchiv/article-397875-101902/heissgasladetechnik-.html

Wolfgang

9.10.2019 17:18
Hallo Wolfgang,

HGL Technik habe ich leider nicht, da ich die "iPump" (Kompaktgerät mit integriertem Speicher) habe, die bietet so etwas nicht.

Vielleicht gibts noch ein paar andere IDM Besitzer, die hier ihre Erfahrungen teilen können?

LG
9.10.2019 20:33
Hi,


MrOrange90 schrieb: Ein Ladezyklus von 38° auf 50° sind bei mir ca. 1,5kwh thermisch bei ca. 1kwh elektrisch (200l Speicher)


Das wäre eine extrem schlechte AZ. Falls der Puffer wirklich komplett homogen auf 38C war und homogen auf 50C kommt, wären das 200*12*1.163=2791.200 Wh. Das wäre dann eine AZ von 2,8... nicht toll, aber halbwegs okay.

Vermutlich lügt der WMZ also... weisst du in etwa, die die Temperaturen vorher und hinterher verteilt sind?

50C finde ich schon recht hoch - ich versuche, bei 45C zu bleiben.


brink schrieb: im sommer geht's auf 38-39 hz runter.


Neid... das schafft meine TB selbst dann nicht, wenn vorher tagelang die PC gelaufen ist - da lag der Start dann so bei etwa 50 Hz. Dafür kühlt die PC an einer TB besser als an einem RGK.


brink schrieb: bei jan geht durch die gute dämmung und größeren speicher 0-1x pro tag


Die Effizienz hängt ja am Gesamtsystem und da scheint die Dämmung der integrierten Geräte stark verbesserungswürdig. Im Sommer lag meine Total-WW-AZ zwischen 3,6 und 5,0. "Total-AZ" meint bei mir das Verhältnis dessen, was der WMZ der Friwa (!) anzeigt und des kompletten Stromverbrauchs der WP inkl. Pumpen. Diese Total-AZ berücksichtigt also auch die Pufferverluste (und deren teilweise Kompensation durch einen PV-Minizuheizer von max 90W).

Viele Grüße,

Jan
11.10.2019 13:22


JanRi schrieb: Neid... das schafft meine TB selbst dann nicht, wenn vorher tagelang die PC gelaufen ist - da lag der Start dann so bei etwa 50 Hz. Dafür kühlt die PC an einer TB besser als an einem RGK.

PC war nur im august knapp, gerade noch ausreichend.
während PC aktiv ist, ist die wq-ein um ca. 1-1,5K höher.

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