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Magnetventil: Hydraulik-Problem?

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  •  MissT
  •   Gold-Award
10.5. - 13.5.2024
32 Antworten | 10 Autoren 32
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Ich habe Probleme mit dem Magnetventil meiner Zisternen-Nachspeisung und hoffe hier auf Hilfe von Usern, die sich mit Hydraulik etwas auskennen.

Die Ausgangssituation: Wie ich hier im Forum schon in anderen Threads zum Thema gemacht habe, habe ich seit Jahren große Probleme mit der automatischen Trinkwasser-Nachspeisung für meine Regenwasser-Zisterne. Es handelt sich um dieses Produkt von Garantia: https://www.garantia.com/de/regenwassertanks/trinkwassernachspeisung/trinkwassernachspeisung.html

Ich versuche das recht komplexe Problem und die lange Vorgeschichte möglichst kompakt zusammenzufassen: Ich kann mich auf die automatische Bewässerung aus der Zisterne heraus absolut nicht verlassen, weil immer wieder die Nachspeisung versagt. Alle ca. 6-15 Wochen ist die Spule des Magnetventils defekt, das Ventil öffnet nicht. Ich habe schon sehr viel probiert, gemessen, mit dem Hersteller Kontakt gehabt und sogar auf Kulanz ein Ersatzprodukt erhalten - das Problem ist einfach nicht zu lösen. Spule und Ventil sind zwar für Dauerbetrieb zugelassen, die Spule wird aber sehr warm und brennt irgendwann durch. Wenn ich es rechtzeitig bemerkt habe und die Stromzufuhr für 15min unterbrochen habe, hat es dann oft wieder funktioniert.

Durch einen Zufall bin ich jetzt darauf gekommen, dass die Ursache möglicherweise nicht an der Spule sondern am Ventil selber liegen könnte: Ich wurde Zeugin, wie die Nachspeisung freigegeben wurde und nach 2min das offene Ventil plötzlich zu ging - trotz durchgehend aktiver Freigabe. Die Spule war einwandfrei in Ordnung und auch nicht heiß. Erst als ich Wasser von der Leitung abgelassen habe und damit den Druck reduziert habe, ging das Ventil wieder auf - und nach ca. 1min erneut ohne erkennbaren Grund zu. Ich konnte es mit der gleichen Vorgehensweise wieder zum Laufen bringen. Manchmal funktioniert es dann auch wieder ohne Probleme und das Ventil bleibt 10-15min offen, bis der Füllstand-Sensor das Ventil wie vorgesehen schließt.

Ich gehe jetzt davon aus, dass das Ventil selber - ganz oder teilweise - die Ursache der Probleme ist. Es handelt sich um dieses Ventil von Gevax mit 1/2“-Anschluss, einer Magnetspule für 24V DC und 6,5W und zugelassen für 0,5-10bar Druck: https://www.shop.gevax.com/solenoid-valves-gevax-1931-kbnd010-120-24dc-12-nc-economical-serie-pilot-operated-nbr-05-10-bar-24vdc-65w196

Ich gehe davon aus, dass es verschiedener Umstände halber ein Druckproblem gibt auf der Wasserleitung in die Zisterne. Ich habe aus meinem beschränkten technischen Verständnis heraus ein paar Vermutungen und hoffe darauf, dass mir jemand die Zusammenhänge erklären und meine Lösungsideen beurteilen kann:

Nach dem Hausanschluss gibt es einen Druckminderer, der auf 4bar eingestellt ist. Dann gibt es einen Abzweig mit einem 1“-PE-Rohr, das um das Haus herum führt und den Großteil der Leitungswasseranschlüsse im Garten versorgt. Der Leitungsverlauf ist wie folgt - Längen und Höhen geschätzt:

Hausanschluss
Druckminderer auf 4bar
Abzweig Gartenwasser (KG des Hauses, Höhe = 0m)
5m Leitung
Zapfstelle (Höhe = +1,20m)
10m Leitung
Abzweig mittels T-Stück > 6m Stich-Leitung > Zapfstelle (Höhe = +2,50m)
4m Leitung
Abzweig mittels T-Stück > 5m Stich-Leitung > Gartendusche (Höhe = +0,5m, mit Druckminderer auf 3bar)
12m Leitung
Abzweig mittels T-Stück > 6m Stich-Leitung > Zapfstelle (Höhe = +1,50m)
1m Leitung
Zisterne (Höhe = 0m): Reduktion auf 3/4“ > Wasserzähler > 90 Grad Bogen > Reduktion auf 1/2“ > Magnetventil > freier Wasserauslauf in die Zisterne


_aktuell/2024051044427.jpg

Woran kann es liegen, dass sich das Ventil im geöffneten Zustand plötzlich von selber schließt und nicht mehr öffnen lässt?
 
  • Kann das an der Reduktion von 3/4 auf 1/2“ unmittelbar vor dem Magnetventil und einem damit erhöhten Druck liegen?
  • Kann das an der hohen Gesamtlänge und dem Höhenverlauf der Leitung liegen?
  • Kann es sein, dass sich die Abzweige und Stichleitungen problematisch auswirken?
 
Eigentlich wäre das Ventil ja für bis zu 10bar zugelassen. Ich kann leider nicht abschätzen, was sich hier durch die geschilderten Gegebenheiten ggf. noch addiert. Ich habe jetzt versuchshalber mal den Druckminderer am Hausanschluss von 4 auf 3,5bar reduziert. Es ist aber noch zu früh, um eine Auswirkung beurteilen zu können.

Meine momentanen Ideen zur Lösung wären:

  • Einen Druckminderer in der Zisterne einbauen.
  • Und/oder Umstieg auf ein 3/4“ Magnetventil.
  • (Ich reiß den ganzen Sch….-Krempel aus der Zisterne heraus, werf ihn in die Feuerstelle, übergieße ihn mit Benzin und zünde ihn an, tanze laut fluchend nackt drum herum und hol mir einen Installateur, der was Neues installiert und den ich für dessen einwandfreie Funktion nach Strich & Faden verantwortlich mache.)
 
Fachkundige Meinungen dazu? Bessere Vorschläge?
 

  •  GKap
  •   Silber-Award
11.5.2024  (#1)
Wie wird das Magnetventil versorgt? 230V?24V? AC oder DC? Und was steht auf der Spule? Passt das zusammen?
Wenn eine AC Spule mit korrekter Spannung versorgt wird, aber mit DC, kann sie abbrennen!

Gruß
GKap

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  •  christoph1703
11.5.2024  (#2)
Guten Morgen,

irgendwie klingt das für mich so, als ob die Steuerung ein Problem hätte. Dass ein Magnetventil im Betrieb einfach so zumacht, kann ich (abgesehen von überhitzter Spule) nicht erklären.
Die Reduzierung auf 1/2" ist eigentlich eine Engstelle und müsste den Druck (bei fließendem Wasser) sogar verringern. Glaube also nicht, dass da das Problem liegt.
Die lange Leitung könnte beim Abschalten zu einem hohen Druckanstieg führen und dadurch das Ventil beschädigen, aber das Abschalten auch nicht hervorrufen nach meinem Verständnis.
Hast du eine Möglichkeit, die Spannung am Ventil zu messen?

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  •  Benji
  •   Gold-Award
11.5.2024  (#3)
Das mit der rituellen Verbrennung gefällt mir emoji

Ich bin jetzt kein Hydrauliker, aber oft arbeiten solche Ventile mit "internem Voodoo"  also Druck-Rückführung um sich selbst offen zu halten...

GGf. ist die Ursache nicht Überdruck auf der Eingangsseite, sondern Unterdruck/fehlender Widerstand auf der Ausgangsseite?

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  •  christoph1703
11.5.2024  (#4)
Oder das ☝️ Vielleicht auch zu wenig Druck auf der Eingangsseite? Kommt mir aber gefühlsmäßig irgendwie alles nicht soo wahrscheinlich vor. In meiner Erfahrung sind Magnetventile unter ziemlich breiten Umständen sehr zuverlässig.
Ich tippe immer noch auf einen Fehler in der Ansteuerung.

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  •  MissT
  •   Gold-Award
11.5.2024  (#5)
Danke für Eure Antworten!

@­GKap: Die Spule wird mit 24V DC versorgt.

@­christoph1703: Spannung habe ich schon gemessen: 23,94V, also einwandfrei - auch dann wenn das Ventil trotz Ansteuerung nicht öffnet. Die Steuerung habe ich ebenfalls schon prophylaktisch ausgetauscht.

Zu wenig Druck wage ich auszuschließen: Zum einen liegt der nominelle untere Grenzwert bei 0,5bar, zum anderen würde dann das Ventil eben nicht öffnen, wenn ich Druck von der Leitung ablasse. Zuerst habe ich hierfür die komplette Gartenwasserleitung abgesperrt und Wasser über das Entwässerungs-"Ventil" im Technikraum abgelassen. Dann bin ich draufgekommen, dass es sogar reicht, wenn ich einfach nur bei einer Zapfstelle das Wasser aufdrehe.

Betreffend Druck und Engstelle: Müsste nicht unmittelbar vor der Engstelle ein erhöhter Druck herrschen? Und erst danach ein niedrigerer?

Was würde passieren, wenn Plus- und Minus-Pol bei der Stromversorgung der Spule vertauscht wären? Würde die Spule dann gar nicht funktionieren oder könnte das irgendwie zu den geschilderten Problemen passen?

Die Reduktion von 4 auf 3,5bar auf der Hauswasserleitung hat übrigens nichts gebracht, soviel kann ich heute schon sagen. 

Man kann es auf dem Foto oben vermutlich nicht so gut erkennen, aber das PE-Rohr mündet etwas zu tief in die Zisterne. Ich muss es etwas nach oben biegen, damit die Einspeisung schräg so halbwegs in den beruhigten Zulauf steht. Das war/ist insofern relevant, weil ich früher auch schon mal Probleme damit hatte, dass zuviele Wasserspritzer auf die Sensorkabel gekommen sind, und entsprechend für Chaos bei der Füllstand-Erfassung gesorgt haben. Heute morgen habe ich wieder mal feststellen müssen, dass die Nachspeisung blockiert ist. Ich habe kurz den Wasserhahn bei einer Zapfstelle geöffnet, dann hat sich das Magnetventil für 10-15 Sekunden geöffnet, bis es wieder zu war. Beim Hantieren in der Zisterne habe ich dann zufällig die Einspeise-Mündung aus dem Korb herausgezogen und frei in die Zisterne stehen lassen - das Ventil hat sich geöffnet. Ich habe das ein paar Mal wiederholt, jedes Mal mit dem gleichen Ergebnis. Was soll ich daraus schließen? Verträgt es das Magnetventil nicht, wenn es nicht senkrecht steht?

Es ist zum aus der Haut Fahren ... 🤯🤬🤮

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  •  MissT
  •   Gold-Award
11.5.2024  (#6)
Hier auch noch ein Foto, bei dem alle Komponenten sichtbar sind, falls das hilfreich ist. Hier steht jetzt die Mündung der Einspeisung frei in die Zisterne und nicht in den beruhigten Zulauf.


_aktuell/2024051154809.jpg

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  •  Benji
  •   Gold-Award
11.5.2024  (#7)

zitat..
MissT schrieb: Was würde passieren, wenn Plus- und Minus-Pol bei der Stromversorgung der Spule vertauscht wären?

Das kommt darauf an ob der (bewegliche) Kern einfach nur Eisen ist (dann egal) oder ein Dauermagnet (dann nicht). Zweiteres würde ich aber ausschließen.

Hast du mal versucht in den Auslauf einen "Widerstand" einzubauen? (und wenns nur testweise ist)

Ganz blöde Frage: Ventil verkehrt herum eingebaut (entgegen der Durchflussrichtung?)

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  •  MissT
  •   Gold-Award
11.5.2024  (#8)
Was meinst Du mit "Widerstand im Auslauf"?

Das Magnetventil wird mit so einem komischen Auslauf aus schwarzem Kunststoff geliefert. Der ist montiert, dessen Zweck ist mir aber unklar und ich habe schon daran gedacht, ihn zu entfernen und durch ein Stück Schlauch zu ersetzen, um die Problematik mit dem Spritzen und/oder der schlechten Platzierbarkeit im beruhigten Zulauf zu lösen.


_aktuell/20240511262352.jpg


_aktuell/20240511995507.jpg


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  •  Benji
  •   Gold-Award
11.5.2024  (#9)
mit dem vormontierten Auslauf stellt sich auch die Frage nach "verkehrt herum eingebaut" nicht emoji

Mit "Widerstand im Auslauf" meine ich: Ventil ist geschlossen, vorne 4 bar, hinten null. Beim öffnen muss nun das Ventil gegen die 4 bar "ankämpfen". Anschließend sind vorne immer noch 4 bar, hinten sagen wir mal 2 bar. Diese 2 bar werden nun intern "rückgeführt", das Ventil hält sich ein Stück weit selbst offen, muss nur mehr gegen 2 bar ankämpfen. Wenn der Widerstand fehlt, hast du hinten 0 bar, und wieder 4 bar als "Gegner"

Ggf. ist der komsiche Auslauf auch genau dafür dar, einen Mindestdruck hinter dem Ventil zu erzeugen.

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  •  Akani
11.5.2024  (#10)
Könntet ihr das Magnetventil nicht von innen im Haus betreiben, an der Stelle wo auch gespeist wird, evtl könnte es an Feuchtigkeit in der Zisterne liegen.
Fließrichtung vom Venril passt?
Steuert ihr 24 oder 230 V ein bei ersteren könnte es wieder am kleintrafo liegen?

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  •  Benji
  •   Gold-Award
11.5.2024  (#11)
Vergiss übrigens meine Ausführungen zum Voodoo... hier https://de.wikipedia.org/wiki/Magnetventil wird das ganz gut erklärt (es dürfte sich um ein "vorgesteuertes" Ventil handeln), und es funktioniert anders als sich der kleine Michi das vorgestellt hat.

ggf. ist das Ventil (bzw. diese Blendenöffnung) verlegt...

Völlig unerklärlich ist mir dein regelmäßiges "Abbrennen" der Spule

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  •  MissT
  •   Gold-Award
11.5.2024  (#12)

zitat..
Akani schrieb:

Könntet ihr das Magnetventil nicht von innen im Haus betreiben, an der Stelle wo auch gespeist wird, evtl könnte es an Feuchtigkeit in der Zisterne liegen.
Fließrichtung vom Venril passt?
Steuert ihr 24 oder 230 V ein bei ersteren könnte es wieder am kleintrafo liegen?

Leider können wir es nicht von innen betreiben, es gibt keine direkte Verbindung von der Zisterne ins Haus. Mir wäre das mittlerweile auch viel lieber, aber daran hat damals leider niemand gedacht.

Was die Feuchtigkeit in der Zisterne betrifft: Schwieriges Thema. Telefonisch wollte ein Techniker die Schuld auf die Einbausituation in der feuchten Zisterne schieben. Laut Herstellerangaben sind Steuer- und Sensorelektronik aber auf IP54 ausgelegt - nachzulesen in der Benutzerinformation. Auch sonst gibt es nirgends eine schriftliche Herstellerangabe, dass die Steuerung nicht in einem feuchten Milieu installiert werden darf. Das habe ich also nicht gelten lassen. Dem Magnetventil und der vergossenen Spule sollten die Feuchtigkeit auch völlig wurscht sein. Die ganzen Stecker-Verbindungen waren alle nicht für den Betrieb in einer Zisterne ausgelegt, die sind im ersten Winter völlig verrostet und mussten von einem Elektrik durch direkte Klemmungen ersetzt werden. 

Die Fließrichtung des Ventils habe ich natürlich schon kontrolliert und passt - es ist ein Pfeil angebracht.

Die Steuerung wird mit 230V versorgt und hat noch keinerlei Probleme gemacht. Die Spule wird mit 24V DC angesteuert - wie oben schon geschrieben, habe ich das auch schon nachgemessen und passt.


zitat..
Benji schrieb: ggf. ist das Ventil (bzw. diese Blendenöffnung) verlegt...

Ich glaube nicht, dass das Ventil verlegt sein könnte, denn dann würde es gar nicht gehen und die Druckveränderung nichts bringen. Die Nachspeisung ist übrigens seit Mai 2020 eingebaut und in Betrieb. Ich habe vom Hersteller 2021 mal ein anderes Magnetventil mit einer anderen Spule zugesendet bekommen, das hat auch nichts gebracht. Ich bin dann wieder zurück auf das alte Ventil, weil ich für dieses Ersatzteile bekommen konnte bzw. schon hatte. Ich habe dieses Ventil auf Verdacht vor vermutlich zwei Jahren mal zerlegt und auf Fremdkörper untersucht - nichts vorhanden.


zitat..
Benji schrieb: Völlig unerklärlich ist mir dein regelmäßiges "Abbrennen" der Spule

Das ist in der Tat ein großes Rätsel, denn eigentlich ist sie für den Dauerbetrieb zugelassen. Eventuell kommt es davon, wenn sie im (ungewollten) Dauerbetrieb ist, ohne das Magnetventil betätigen zu können, weil dieses blockiert? Die abgebrannten Spulen sind übrigens auch tatsächlich durchgebrannt, ich habe den Widerstand gemessen.

Noch viel mehr irritiert mich, dass es bisher immer so ausgesehen hat, als würde es an der Spule liegen: Vor allem, weil ein Trennen von der Stromversorgen und Abkühlen der Spule das Problem vorübergehend behoben hat!! Am Druck auf der Wasserleitung hat das wohlgemerkt nichts geändert. Jetzt ist es so, dass die Druckveränderung eine Blockade des Magnetventils löst und auch die warme Spule funktioniert.


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  •  MissT
  •   Gold-Award
11.5.2024  (#13)
Ein anderer Gedanke: Könnte das Problem etwas mit dem Wasserzähler unmittelbar davor zu tun haben? Es handelt sich um dieses Produkt: https://www.hornbach.at/p/wohnungswasserzaehler-zenner-3-4-etwd-q32-5-qn-1-5-130-mm-fuer-warmwasser/7335630/

Den ersten Zähler, der den Zusatz "für Kaltwasser" hatte, habe ich im Mai 2020 eingebaut und war nach drei Jahren kaputt = der Zähler hat sich nicht mehr gedreht. Ich habe ihn ausgebaut und konnte keinen Fehler (z. B. Fremdkörper) finden, also hab ich den gleichen noch mal gekauft und eingebaut, der aber (unbeabsichtigt) den Zusatz "für Warmwasser" hat. Zähler und Magnetventil baue ich über den Winter natürlich aus und lagere sie frostfrei im Haus.

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  •  AndiBru
  •   Gold-Award
11.5.2024  (#14)
Ein Magnetschalter bei Freunden spinnte weil die Drähte vertauscht waren ... keine Ahnung ob dass der Fall sein könnte ... lg (war auch in der billigbeschreibung falsch dargestellt gewesen) ... er hatte das Problem beim Pool.

LG

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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
11.5.2024  (#15)

zitat..
Woran kann es liegen, dass sich das Ventil im geöffneten Zustand plötzlich von selber schließt und nicht mehr öffnen lässt?

 
Wenn ich mir die Konstruktion auf dem Bild ansehe, dann kann ich mir gut vorstellen, dass es mit einem vorgesteuerten Ventil nicht zuverlässig funktioniert.  Man muss wissen, dass so ein Ventil auf einen Druckunterschied zwischen Eingangsdruck und Ausgangsdruck von mind. 0.5 Bar angewiesen ist, da es sonst wieder schließt.  Und mit der Reduktion auf 1/2" und Wasserzähler wird der Eingangsdruck nicht aufrecht zu halten sein.  Um sicher zu gehen, müsste man auf der Eingangsseite und Ausgangsseite ein Manometer montieren (oder ein Differenzdruckmanometer) und schauen ob der nötige Differenzdruck erreicht und auch beibehalten wird. Was ich mich frage ist, warum wurde ein vorgesteuertes Ventil an dieser Stelle verbaut.  Der kleine Vorteil gegenüber einem direkt gesteuerten Ventil in dieser Größe ist der Leistungsunterschied der Spule.  
Und daran wird es auch liegen.  Wenn ich mir das Bild von dieser Steuerung ansehe, dann ist diese halt leistungsmäßig sehr mager ausgeführt. Spannungsversorgung wird halt so ein Steckernetzteil sein. Und die Steuerung wird gerade ein paar Watt zur Ansteuerung des Magnetventils bereitstellen können.  Ein direkt gesteuertes Magnetventil hat diese Druckprobleme nicht, jedoch benötigt es anstatt der 6 Watt schon 20 Watt. Bei 24V fließt dann ein Strom von ca. 1A.  Man müsste die Steuerung aufmachen um zu sehen, wie das Magnetventil angesteuert wird. Wenn das durch ein kleines Printrelais geschaltet wird, dann kann es auch locker ein 20 Watt Magnetventil schalten.  Dann braucht man halt ein Steckernetzteil, das so um die 2A liefern kann. Wenn der Ausgang mit einem Transistor geschaltet wird, dann muss man dessen Leistung kennen.  Ansonsten würde ich die Hydraulik so umbauen, dass das Ventil eingangsseitig direkt auf den 3/4" Schlauch sitzt, damit der max. Druck eingangsseitig anliegt. 


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  •  MissT
  •   Gold-Award
11.5.2024  (#16)
@Kleinermuk: Danke für diese Erläuterungen! Passt der Umstand, dass das blockierte Ventil öffnet, sobald der Druck abfällt, in diese Erklärung?

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  •  Akani
11.5.2024  (#17)
Werfen das Teil raus, Motorkugelhahn rein und fertig. Spart Zeit und Nerven wenn das schon so oft der Fall is

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  •  bautech
  •   Gold-Award
12.5.2024  (#18)

zitat..
Akani schrieb:

Werfen das Teil raus, Motorkugelhahn rein und fertig. Spart Zeit und Nerven wenn das schon so oft der Fall is

Rituelle Verbrennung, siehe Post #3...
Wobei die Idee (also der Motorkugelhahn) an sich ja was Nachvollziehbares hat. Und im Output würd mMn nix verloren gehen zum jetzigen Ausrüstungsstand...


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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
12.5.2024  (#19)

zitat..
MissT schrieb: Das Magnetventil wird mit so einem komischen Auslauf aus schwarzem Kunststoff geliefert. Der ist montiert, dessen Zweck ist mir aber unklar und ich habe schon daran gedacht, ihn zu entfernen und durch ein Stück Schlauch zu ersetzen, um die Problematik mit dem Spritzen und/oder der schlechten Platzierbarkeit im beruhigten Zulauf zu lösen.


_aktuell/20240512566196.jpg


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  •  MissT
  •   Gold-Award
12.5.2024  (#20)
@Kleinermuk: Vielen Dank für die Erklärung, hab wieder was dazugelernt! 

Ein Motor-Kugelhahn klingt verlockend, weil vermutlich sehr viel zuverlässiger, aber:
  • Ich glaube nicht, dass er mit der vorhandenen Steuerung kompatibel ist, der bei Wasserbedarf ein Dauersignal für ein Magnetventil sendet.
  • Weiters besteht ein sehr viel größeres Risiko im Fall eines Stromausfalls oder einer sonstigen Störung zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Ein Kugelhahn würde dann offen bleiben und tausende Liter Wasser würden unbemerkt in den Überlauf fließen. Ein NC-Magnetventil (NC = normally closed) würde sich im Bruchteil einer Sekunde einfach schließen.

Ich werde es jetzt mal mit einem neuen, größeren Magnetventil probieren und habe ggf. auch einen zusätzlichen Druckminderer für den Zisterneneinlauf zur Hand. Ich werde zu gegebener Zeit über Erfolg/Misserfolg berichten. Danke schon mal für all die hilfreichen Inputs und Gedankengänge bis hierher! 

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  •  taliesin
  •   Gold-Award
13.5.2024  (#21)
Damit ich auch meine 2ct dazugebe.

Eine Verschmutzung der 'Überströmer', also in der vorgespannten Mebran, oder im hydraulischen Schaltkreis könnten Ursache für das mechanische Versagen sein. Es kommt auf die Querschnittsverhältnisse (F=p*A) an und die könnten sich z.B. durch Verockerung verschieben. Genau findet man das nur heraus, wenn man diese kleinen Durchbrüche genau untersucht ... schwierig. Recht geringe Ablagerungen können da schon Auswirkungen haben, auch im Geschirrspüler fallen Zulaufventile gerne mal aus.

Wenn das Ventil elektrisch abfackelt, würde ich sagen das ist ein Herstellerproblem. Traue nie einem Datenblatt, das du nicht ...
Relais und auch Ventile sollten mit einer Haltestrombegrenzung betrieben werden, d.h. zum Anziehen ist die Spannung hoch, um Halten wird sie abgesenkt. Auch hier gibt es noch ein paar Dinge zu beachten, z.B. dass sich die Anzugsspuleninduktivität beim Schalten verändert (geschlossener magnetischer Kreis hat einen höhere Induktivität). Bei AC-Relais entsteht der Effekt durch die höhere Induktivität automatisch, bei DC muss der Treiber das können. Durch diese Methode werden die elektrischen Verluste und damit die Temperatur reduziert, die Haltekraft bleibt ausreichend hoch.  Hohe Spulentemperaturen können ev. auch die Haltekraft reduzieren, auch könnten sich durch Dehnung die Ventilnadel verklemmen, aber alles spekulativ.

In Serie geschaltete Ventile (und auch Druckminderer) sorgen manchmal für eigenartige Effekt, weil die Rückwanddrücke 'oszillieren', d.h. einer macht etwas mehr auf, der andere dreht zu, dann macht der erste weniger auf ... die Periodendauer kann Stunden sein! Die Drücke sind aufgrund von Temperaturschwankungen auch nie ganz stabil. Ich habe so ein Problem mit meinem WW WW [Warmwasser]-Boiler und dem Druckminderer davor.

Die Sache mit dem Dauersignal und NC wäre kein Thema, es gibt auch motorische Kugelhähne mit Federrückstellung. Die Schaltzeiten liegen im <1s bis >10s Bereich.

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