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Luftwärmepumpe oder Sole-Wasser mit RGK?

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14.1. - 18.1.2022
41 Antworten | 11 Autoren 41
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Hallo zusammen,

wir stehen gerade mitten im Umbau unseres EFH und stehen vor der Wahl eines neuen Heizungssystems (aktuell Öl). Nun wird hier im Forum häufig der RGK empfohlen, Platz wäre soweit auch vorhanden, was mich aber abhält ist die Tatsache dass die häufig empfohlene KNV zwar förderungsfähig ist (raus aus dem Öl), die Förderquote aber bei lediglich 30% liegt, weil das enthaltene Kältemittel ein GWP>1500 hat. 
Im Gegensatz liegen die aktuellen Wolf CHA Geräte bei GWP<=1500, was die Förderquote auf 50 % erhöht. Die Wolf WP bekommt man zu recht guten Konditionen in Onlineshops, einen Installateur der sie mir auf Stundenbasis installiert habe ich auch gefunden. Mit der Inbetriebnahme durch Wolf kostet mich das System etwa 9000 € abzüglich diverser Förderungen.

Laut dem JAZ-Rechner https://www.waermepumpe.de/jazrechner/ schafft eine Wolf 07 wohl etwa eine JAZ von 4,5 (Heizung & WW, NAT -13, VT 35). Das deckt sich auch recht gut mit der Wärmepumpen-Verbrauchsdatenbank (https://www.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de).

Die KVN/Nibe 1255-06 kommt laut JAZ-Rechner auf etwa 5,5 (Heizung & WW, Quell-T 0, VT 35). Auch das deckt sich gut mit der Verbrauchsdatenbank (und den Berichten hier im Forum), wo teilweise von Werten im Bereich 6,5 berichtet wird (was natürlich stark der Solentemerperatur abhängt).

Nun aber die wesentliche Frage: Zahlt sich in meinem Fall ein RGK aus? Es wird wohl spürbar teurer sein, bei gleichzeitig niedrigerer Förderung. Gibt es Empfehlungen zu Alternativmodellen?

Vielen Dank! 
Schöne Grüße
Michi

14.1.2022 ( #1)
Es kommt wohl auf den Heizwärmebedarf und auf die verbaute Hydraulik (FBH ja/nein) an. Wenn der Heizwärmebedarf gering ist und eine FBH verbaut ist spricht vermutlich nichts gegen die LWWP. Bei schlecht gedämmten Gebäude und Heizkörperanlage ist eine SWWP sicher im Vorteil, da diese einfacher im Betrieb ist (kein Abtauen) und sich eher über die Laufzeit amortisiert.

14.1.2022 ( #2)
Gerade wieder telefonisch erfragt, dass der RGK/Flächenkollektor+WP etwa 10.000 € mehr als eine LWWP kosten? Kann das sein?

14.1.2022 ( #3)
Nennt sich Abwehrgebot.
Lies doch einfach hier mal andere Threads, da ist wirklich viel Info zu finden.




14.1.2022 ( #4)
Wenn, wie von dir beschrieben, die Wolf CHA über den Onlinehandel bezogen wird und auf der anderen Seite der Verkauf und höherer Montageaufwand einer SWWP über den Insti verglichen wird, kann das schon hinkommen. War bei mir auch so, LWWP inkl. Inbetriebnahme unter 4 kEuro, SWWP mit RGK und Baggerarbeiten wird um 14 kEuro schon knap werden. Aber es gibt auch die SWWP im Onlinehandel, dann wird es dort auch günstiger.

14.1.2022 ( #5)
Bei uns war es auch die Frage am Anfang Lwp oder Swp. Entscheidung fällt auf Swp. Mit allen Arbeiten und Material kommst um max 15000 € über die Lwp hast aber keinen Luftkasten vor der Türe stehen und ein wesentlich effizienteren System. Zahlt sich über die Jahre mit den Stromkosten aus. Wartungskosten sind geringer. Wenn z.b R410 er Kältemittel drin ist bist du als Betreiber sogar verpflichtet den Nachweis der Dichtheit des Kältekreislaufs zu belegen

14.1.2022 ( #6)


Akani schrieb:

Bei uns war es auch die Frage am Anfang Lwp oder Swp. Entscheidung fällt auf Swp. Mit allen Arbeiten und Material kommst um max 15000 € über die Lwp hast aber keinen Luftkasten vor der Türe stehen und ein wesentlich effizienteren System. Zahlt sich über die Jahre mit den Stromkosten aus. Wartungskosten sind geringer. Wenn z.b R410 er Kältemittel drin ist bist du als Betreiber sogar verpflichtet den Nachweis der Dichtheit des Kältekreislaufs zu belegen

15k teurer als LWP? Oder für insgesamt 15.000€? 
Die SWP ist ja wie oben ausgeführt zwar schon effizienter, aber der Unterschied ist jetzt nicht zwingend riesig.  Gerade die Wolf CHA haben ja den Vorteil ein Kältemittel mit äußerst geringem GWP zu haben (Propan). Der Luftkasten ist natürlich ein Argument, hängt aber stark von den Verhältnissen vor Ort ab ob das überhaupt stört. Dazu kommt das genannte Argument, dass die (Bundes)Förderung bei der (Wolf) LWP doch höher ist, schöpft man den max-betrag aus sind das 7.500 statt 5000, also nochmals 2.000 € mehr für die SWP


14.1.2022 ( #7)
Sorry 1500€. Des war 1 0er zu viel

14.1.2022 ( #8)


Akani schrieb: Zahlt sich über die Jahre mit den Stromkosten aus. Wartungskosten sind geringer.

Es kommt drauf an, bei meinem Haus bekommst du durch die geringeren Stromkosten die SWWP nie rein. Deswegen meine Eingangsfrage bzgl. HWB und Heizkörper. Die Wartungskosten werden bei beiden System gleich sein.

14.1.2022 ( #9)
Bei Luftmaschinen mit Propangas musst sehr gut bei der Aufstellung auf Fensteröffnungen vor allen Bei Lichtschächten und Abstandsflächen einhalten. Bei uns in D wird die Förderung bei Heizungstausch im Umbau mit Wp ab cop besser 4 immer mit bis zu 45% bezuschusst.  Hoffe ich hab jetzt keine falsche % Angabe gemacht. Ändert sich ja oft genug

14.1.2022 ( #10)


berhan schrieb:

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Akani schrieb: Zahlt sich über die Jahre mit den Stromkosten aus. Wartungskosten sind geringer.
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Es kommt drauf an, bei meinem Haus bekommst du durch die geringeren Stromkosten die SWWP nie rein. Deswegen meine Eingangsfrage bzgl. HWB und Heizkörper. Die Wartungskosten werden bei beiden System gleich sein.

Ganz vergessen zu antworten, sorry!
Der Energieausweis (nach Sanierung) ist in Ausarbeitung, aber mit unseren etwa 150m2 mit FBH, VWS & aufgedoppeltem Dach werden wir wohl auf halbswegs vernünftige Werte kommen. 

Wenn der Unterschied tatsächlich nur 1.500 € beträgt, würde ich aber natürlich sofort zum  RGK greifen.


14.1.2022 ( #11)
Am Ende hilft wohl nur, beides anbieten zu lassen. Nur dann hast Fakten für dein Haus...

14.1.2022 ( #12)
Ok, technisch spricht dann nichts gegen eine LWWP. Mit dem Energieausweis kannst du dir in etwa die Stromkosten über den Heizwärmebedarf Standortklima ausrechnen. Jahresarbeitszahlen ca. 4-5 für LWWP und ca. 5-6 für SWWP (die von dir angenommen 4,5 und 5,5 passen dann in etwa eh). Ich glaube zwar nicht, dass die SWWP nur um 1500 Euro teurer ist, da die Wolf Cha ja schon um 6200 Euro zu haben ist und eigentlich nur der Sockel bei der LWWP hinzu kommt, aber man kann sich ja beides ausrechnen und über die Lebenszeit vergleichen.

14.1.2022 ( #13)
Sobald ich die Angebote bekomm. Kann ich die Diff. noch mal hier einstellen. Aber Faforit ist Sole. Luft als Quelle bei niedriger AT zu höherer Vl oder sogar WWerwärmung. Da kommts dann schon öfter mal zum Abtaubetrieb was ja ach Energie vernichtet und Kosten erzeugt

14.1.2022 ( #14)


Akani schrieb: Da kommts dann schon öfter mal zum Abtaubetrieb was ja ach Energie vernichtet und Kosten erzeugt

Der Abtaubetrieb erfolgt eher um die 0-5°C herum, dann wenn die Luftfeuchtigkeit relativ hoch ist, bei richtigen Schmuddelwetter, da wo der Regen gerade noch nicht zum Schnee wird. Energievernichtung ist es defakto auch fast (nur fast, wegen dem Verdichter) keine, da die Energie vorher durch die latente Wärme gewonnen wird. Aber das wird ja eh durch die JAZ abgebildet.
Ich möchte den Abtauprozess aber nicht schön reden, er unterbricht ja auch für ca. 10 Minuten den Heizprozess und muss ja wieder hereingeholt werden. Bei mir werden ca. 330 Wh dem Haus an Wärme beim Abtauprozess entzogen. Der Abtauprozess ist bei einer FBH und guter Hydraulik aber unproblematisch. Ein SWWP ist aber sicher gutmütiger, wenn man nicht gerade ein Fixspeed-SWWP mit 14 kW und zu kleinem Kollektor verbaut hat. Funktionieren tut aber beides, bei mir beispielsweise für diesen Jänner mit einer AZ von 5,03 für's heizen, gar nicht Mal so schlecht.

15.1.2022 ( #15)
Stand vor der selben Entscheidung gerade Swp oder Luftwärmepumpe/ Monoblock hab mich dann für eine Lambda Lwp  entschieden war ca 15K billiger als vergleichbare Sole allerdings Tiefenbohrung .

LG

15.1.2022 ( #16)
und eine erdwärmepumpe mit RGK ist als gesamtsystem günstiger als eine Lambda lwp.
haben wir jetzt alle klischees durch?


15.1.2022 ( #17)
wo sich im efh eine sole-wp 1.000 l/h durchzieht sind es bei einer lwp 1-2.000.000 l also mehr als um den faktor 1000 mehr. darum kann man effizienz und lautstärke sehen. ist so wie bei den pc-lüftern, 5cm vs 10cm, jeder von uns kennnt den unterschied

size matters...


Luftwärmepumpe oder Sole-Wasser mit RGK?

die Lambda spielt hier in der mitte, eher bei der linken partie.
so ein tischverdampfer kostet soviel wie ein kompletter verlegter RGK...

15.1.2022 ( #18)


dyarne schrieb: size matters...


Äpfel mit Birnen, die rechteste Panasonic ist die 3 kW-Klasse, die Lambda gibt es erst ab 8 kW und die abgebildete KNV ist in der Leistungsklasse 14-24 kW und der Schalleistungspegel der KNV ist mit 56 - 62 dB jetzt ja auch keine Glanzleistung.

15.1.2022 ( #19)
äpfel mit birnen vergleichen wäre ja ganz blöd.

das wäre ja fast so als ob man einen webshoppreis bei selbstinstallation mit einem installateurspaket vergleicht.
oder gar ein passivhaus mit bauteilaktivierung mit einem standardhaus.

danke daß du uns vor so einem unfug bewahrst ...

15.1.2022 ( #20)
Da bei mir auch ein Tausch Gasbrennwert gegen LWP ansteht habe ich mich versucht im Netz schlau zu machen und mich auch in der Nachbarschaft umgesehen und gehört. 
Das bei weitem lauteste Ding ist da bei mir um die Ecke so ein Tischverdampfer von Ochsner, gefolgt vom Vertikalmodell Buderus (Doppellüfter), dann Rotex/Daikin. Am leistesten eine Aero SLM von IDM. Letztere geht bei mir nicht wegen R410A (keine Förderung). Alles bei gleicher Außentemperatur. 

Bei mir wird es wohl eine Daikin Altherma 3 R W (plus Schallschutzhaube) werden. Klimamittel mit förderungswürdigem GWP, wird von vielen Instis verbaut (also kein Exot), und der bei weitem günstigste Preis. 
Der SCOP von knapp 4,5 liegt zwar ein wenig schlechter als jener der Premiummarken. Bei einem Jahresverbrauch von weniger als 6000kWh (Wärmeenergie) ist das aber egal. 

15.1.2022 ( #21)


dyarne schrieb:

äpfel mit birnen vergleichen wäre ja ganz blöd.

das wäre ja fast so als ob man einen webshoppreis bei selbstinstallation mit einem installateurspaket vergleicht.
oder gar ein passivhaus mit bauteilaktivierung mit einem standardhaus.

danke daß du uns vor so einem unfug bewahrst ...

Warum sind das Äpfel mit Birnen? 
IIch hab hier einfach nur meine Ausgangssituation geschildert und nirgends einen Webshoppreis mit einem "Installateurspaket" verglichen. Mir wurde telefonisch vom Installateur als Richterwert mitgeteilt, das SWP etwa 10.000 € über der LWP liegt. Das scheint wohl nicht zu stimmen, oder? In welchem Preisbereich liegt denn eine KNV 1155-6? 
 
Die Frage ist halt auch, ob sich in einem Sanierungsprojekt eine KNV SWP lohnt, wenn sich die Förderung damit um 2500 € verringert. Daher war die Frage ja, ob es empfehlenswerte SWP gibt, die einen GWP < 1500 haben.

Grundsätzlich stört mich im ganzen Baubereich, dass es ganz unabhängig vom Gewerk ein reines Glückspiel ist, ob man ein kompetentes Gegenüber erwischt oder nicht. Ich habe bisher mit 5 Installateuren telefoniert, 3 Besuche auf der Baustelle, jeder sagt was anderes und einiges davon scheint wirklich Unfug zu sein:
- Einer meinte er installiert immer getrennt eine LWP fürs Heizen und eine für Warmwasser.
- Einer meinte, dass die LWP sowieso gleich effizient sind wie die SWP und in der Nähe des RGK auf keinen Fall ein (Obst)Baum stehen darf. 
- Einer wollte mir wieder mindestens eine 10kW Anlage einreden..

Für mich ist das jetzt halt so, dass ich diese Arbeiten, die ich selber machen kann auch selber mache. Und lieber in aller Ruhe ein passendes Gerät auswähle und das nicht blind den (häufig scheinbar wenig motivierten oder nicht immer richtig informierenden) Profis zu überlassen. Da gehts wohl oft auch darum, dass Gerät/ den Hersteller mit der besten Marge zu verkaufen.


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Hallo michi21, schau mal hier im Shop nach, da siehst du Preise und wirst sicher auch fündig.
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