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Läuse!

51 Beiträge | 8.6. - 24.6.2019
Habit ihr heuer auch so eine Läuse-Invasion?

Bei uns am Kirschbaum hat sich die schwarze Kirschblattlaus breitgemacht. Mittlerweile so stark, dass ich die Poolfüllung gestern abgebrochen habe, weil unzählige Viecher im Wasser sind.
Terrasse, Wiese, alles betroffen. Auf der Terrasse kann man blofüßig nicht mehr gehen, da man die Viecher zerdrückt und die schwarzen, pickigen Batzen überall an den Füßen hat.
Ameisen sind ebenfalls zuhauf da, da die Läuse melken. Ein Kreislauf ... was jedoch nicht da ist, sind die natürlichen Fressfeinde, Marienkäfer

Habe heute mit dem Gärtner telefoniert, da wird nur mehr die Motorspitze helfen. Mit natrülichen Mitteln ist dem nicht mehr beizukommen....

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8.6.2019 11:48
kannst die von der terrasse nicht einfach mit dem schlauch runterwaschen? 
8.6.2019 11:53
Doch, kommen sofort neue. Ist echt ned lustig Katrin
8.6.2019 15:56
Dieses Jahr ists zu spät aber für nächstes Jahr würde ich vor der Brutsaison Nistkästen für Meisen vorschlagen, inkl. Vogelbad (aber kein Körnlfutter). Die essen auch diese Dinger gerne und sammeln noch mehr für die Kücken. Habe beobachten können wie sie diese Brutsaison im zwei-drei Minutentakt die Eltern ausgeflogen sind und mit Insektenzeug im Mund wieder zurück. Die Nistkistästen sind sehr pflegeleicht einmal im Jahr (im Spätsommer) mit Gummihandschuhe rein nehmen und reinigen ist alles. Vogelbad ist ein bisserl aufwendiger immer wieder zu befüllen und gelegentlich mit der Stahlbürste auszubürsten.



PS: Bei mir die beiden Kästen aus Holzbeton (vom Dehner) scheinen sehr begehrt zu sein und sind jedes Jahr ausgebucht. Wobei dieses Jahr nur eine Brut. Habe auch zwei aus einfachen Holz, sehe da schon gelegentlich Interessten diese begutachten, werden aber letztlich verschmäht, kann aber auch die Lage sein.


8.6.2019 17:06
Marienkäfer ansiedeln (für nächstes Jahr)... ich glaub da gibts sogar was zu kaufen
8.6.2019 17:52
Ein Hammer-Pestizid wäre die einfachste, aber auch die – für Mensch und Natur – bedenklichste und am wenigsten nachhaltige Variante. Dass es keine Marienkäferchen gibt, wenn man sie bräuchte, hat ja einen Grund. 

Ja, Larven von einheimischen Marienkäfern gibt es zu kaufen.
Als Alternative ein möglichst nützlingsschonendes Mittel aufbringen. Eines, das wir mit Erfolg genutzt haben – leider waren auch bei uns keine Marienkäfer weit und breit – ist ein Rapsöl-Wassergemisch im Verhältnis 3:7. Der Ölfilm scheint die Blattläuse zu ersticken, andere Kleinstlebewesen leider auch. Wir haben nach ein paar Tagen die Blätter abgewaschen aus Sorge, dass die Pflanzen sonst nicht ordentlich Photosynthese betreiben können. Läuse waren kaum noch übrig, die Pflanzen haben überlebt. 
8.6.2019 20:04
https://www.smarticular.net/gegen-dieses-oekologischen-mittel-haben-blattlaeuse-keine-chance/

schmierseife wirkt sehr gut 
8.6.2019 20:12
Ja, soll auch gut wirken, muss aber sehr sparsam dosiert werden, da die Schmierseife auch keine Gesundheitskur für die Pflanzen ist, wenn sie durch Regen etc. in den Boden gelangt. 
8.6.2019 21:03
Ich sprühe Neemöl. Hilft ganz gut. 
8.6.2019 22:20
Alex ich hab schon mal einen Faden eröffnet und ein super Rezept gegen Läuse gepostet. Probiers einfach aus,
Lg Sabine

https://www.energiesparhaus.at/forum-bitte-kein-gift-im-garten-wichtig/49221
11.6.2019 13:46
Hallo Leute,

der Kirschbaum ist schon rund 30 Jahre alt. Laut Gärtner, der sich das vor  Ort angeschaut hat, sind nur mehr Läuse und Ameisen am Baum. In diesem Stadium geht nur mehr die chemische Keule, obwohl der Gärtner biozertifiziert ist.

Biologisch geht da nix mehr. Der Läusebefall könnte dem Baum durchaus bei Nichtbehandlung das Leben kosten.

Leimring ist angebracht, Gelbtafeln kommen noch.

Im Herbst wird ein ordentlicher Schnitt gemacht, um Frühjahr darauf biologisc hgedüngt und Bodenaktivator aufgebracht.

Da die Läuse vereinzelt auf unseren Blühsträuchern sind, werde ich mir dein Rezept @Sabine mischen und mit dem Drucksprühgerät selber aufbringen.
11.6.2019 14:33
aber die läuse nicht zur gänze killen, sonst entzieht man der marienkäferpopulation die lebensgrundlage, gell.
11.6.2019 14:45


coisarica schrieb: aber die läuse nicht zur gänze killen, sonst entzieht man der marienkäferpopulation die lebensgrundlage, gell.

 Ähem, und wie machst DU das?

ICH weiß es nicht so recht. Sollte ich dazu ein paar Läuse retten und danach wieder am Baum aussetzen? Oder reicht es, wenn nur der Baum befreit wird und alles andere biologisch erledigt wird?

Marienkäfer sind derzeit nämlich noch keine vorhanden.
11.6.2019 15:17


speeeedcat schrieb: Ähem, und wie machst DU das?

frag das mal deinen zertifizierten biogärtner. ich würde überhaupt nichts machen.


speeeedcat schrieb: Sollte ich dazu ein paar Läuse retten und danach wieder am Baum aussetzen?

ne, eher nicht.


speeeedcat schrieb: Marienkäfer sind derzeit nämlich noch keine vorhanden.

und auch in zukunft nicht, wenn es keine nahrung gibt. 


11.6.2019 15:30


coisarica schrieb: frag das mal deinen zertifizierten biogärtner. ich würde überhaupt nichts machen.


Wirklich? Wenn Terrasse, Gartenmöbel, Pool, Badegewand, Handtücher alles voll ist? Nicht mal essen auf der Terrasse möglich ist, weil überall die Viecher sind?
Blofüßig gehen und massive Kleb- und Farbrückstände an den Füßen/Socken hinnehmen?
Mit den Ameisen leben, die bei diesen Zuständen Kirtag feiern und die Läuse auf Teufel komm raus melken?
Respekt ...


coisarica schrieb: ne, eher nicht.


na da sind wir ja mal einer Meinung.


coisarica schrieb: und auch in zukunft nicht, wenn es keine nahrung gibt.


Sonst gibt es keine Pflanzen im Garten, nur den Kirschbaum?

Aber wieder mal Danke für deine guten Ratschläge. Wenn du willst, kann ich dir ein paar Einpacken und du setzt sie in deinem Garten aus, gerne per PN.
11.6.2019 15:53


Biologisch geht da nix mehr. Der Läusebefall könnte dem Baum durchaus bei Nichtbehandlung das Leben kosten.

Leimring ist angebracht, Gelbtafeln kommen noch.

Leimring ist sicher eine gute Idee.. Besonders auch für nächstes Jahr, bevor die Ameisen ihre "Läuse-Farmen" rauf tragen.  Gelbtafeln.. verwendet man die nicht eher bei Zimmerpflanzen? Meiner Erfahrung nach sind die super schnell voll und gehen auf die Dauer ganz schön ins Geld.


11.6.2019 16:07
Ein Kupferband unterm Leimring hilft vielleicht auch (das dieser nicht so schnell voll wird) muss halt knapp genug sein, dass sie nicht unten durch kriechen können.

Generell habe ich gute Erfahrungen gemacht ohne "chemische Keule" die meisten Probleme im Griff zu bekommen. Aber es muss dann schon eine "Multi-Vektor-Attacke" sein mit mehren Angriffspunkten. Das eine Wundermittel gibts meist nicht. Ist wie eine geometrische Reihe. Man muss nicht alles auf einmal killen, aber die Bedingungen soweit drosseln, dass der Wachstumfaktor unter 1 geht.

Florfliegenlarven sind vielleicht auch eine Idee. Aber diese direkt zu bestellen finde ich sie auch relativ teuer. Dafür dass sie sich zwar den Bauch voll schlemmen, aber dann wohl weg gezogen sind. Da ist Katzenminze + Florfliegen-Kasten wohl eine längerfristige Investition.
11.6.2019 16:25


speeeedcat schrieb: Aber wieder mal Danke für deine guten Ratschläge. Wenn du willst, kann ich dir ein paar Einpacken und du setzt sie in deinem Garten aus, gerne per PN.

hä!? laus über die leber gelaufen, was?
11.6.2019 16:31


homecu schrieb: Gelbtafeln.. verwendet man die nicht eher bei Zimmerpflanzen?

Kenn die eigentlich auch nur für die Zimmerpflanzen, aber ich bin guter Hoffnung, dass der Gärnter weiß, was er tut.

Wie gesagt, ich wäre gerne bereit, es konventionell zu versuchen. Aber wie oben beschrieben, ist der Befall leider sehr massiv.


coisarica schrieb: hä!? laus über die leber gelaufen, was?

Nö, über den Kirschbaum, wie beschrieben
11.6.2019 17:10


speeeedcat schrieb: Wenn du willst, kann ich dir ein paar Einpacken und du setzt sie in deinem Garten aus, gerne per PN.



Wir haben einen Steiner-Schüler kennengelernt, der in seinem nach anthroposophischen Grundprinzipien gestalteten Garten Läuse züchtete – für die Marienkäfer 


speeeedcat schrieb: konventionell


= mit Gift, siehe konventioneller Landbau  , leider: es wäre zu schön, wenn das konventionelle Gärtnern ein mit, und nicht ein gegen die Natur arbeiten wäre. 

Zum Gifteinsatz:
➜ schnelle, effiziente Problemlösung; 
➜ zugleich Teil des Problems, weil das Gift ja auch den Nützlingen schadet; damit ist das nächste Problem-Szenario eigentlich schon vorprogrammiert, es sei denn, es gelingt dir, deinen Garten mittelfristig so umzustellen, dass sich darin ein gutes Gleichgewicht einstellt.
11.6.2019 17:41


speeeedcat schrieb:
__________________
Wie gesagt, ich wäre gerne bereit, es konventionell zu versuchen. Aber wie oben beschrieben, ist der Befall leider sehr massiv.

Ich finde Gelbtafeln an sich nicht so unkonventionell... zumindest bei Zimmerpflanzen, natürlich gehen die im freien auch, aber ich denke eben, dass sie sehr schnell voll sind für was du für sie zahlst.

Wie wäre es mit sowohl als auch? Jetzt mal mit (mittel)harten Mitteln ran, aber gleichzeitig auch langzeit investitionen, damit es nicht nochmal soweit kommt?
11.6.2019 17:52
Ich würde es mathematisch so ausdrücken:

n_(t+1) = n_t ^ ( f / (m1+m2+m3...) )

n: ist die Menge an Schädlingen (ganzzahlige Zahl)
n_(t+1): ist die Menge an Schädlingen der nächsten Generation
n_t: ist die Menge an Schädlingen dieser Generation
f: ist potenzfaktor abhängig vom futter angebot.
m1/m2/m3...: sind alles an potenzielle Gegenmaßnahmen um das Leben ungemütlicher zu machen (Vögel zur Brutzeit ansiedeln ansiedeln, Kupfer/Leimband, Florfliegen ansiedeln, usw.)

Was die meisten intuativ machen, und auch die Landwirtschaft im großen Stil, ist versuchen, das n einer Generation mit einem massiven Eingriff auf null zu drücken. Wenn das gelingt funktioniert es ja an sich, weil 0 ^ irgendwas bleibt 0, egal wir groß der Potenzfaktor ist. Aber es muss wirklich null sein, wenn nur 2 überleben ist man dann einige Generationen später wieder am Maximum, was das Futterangebot bereit stellt... Oder man muss diese Eingriffe aben für immer regelmäßig wieder und wieder für immer fort machen, um das n unten zu halten (klassische Landwirtschaft heutzutage). Es wird so halt zu einer "Sägezahnfunktion".

Wenn f / (m1+m2+m3...) aber kleiner als 1 wird. Dann werden es im Laufe der Generationen weniger.

Also jetzt als Maßnahme einen Eingriff um das n zu drücken (auch abspülen tut das ja mal) nicht verkehrt. Ich würde aber dennoch trotzdem überlegen, wie man die Wachstumsfunktion langfristig durch veränderung der Umwelt eher zu einer "Dämpfungsfunktion" runter drückt (mir fällt kein besserer Begriff dafür ein) eben damit es nicht wieder so weit kommt.
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