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Holz- oder Ziegelfertighaus? Erfahrungen?

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30.6. - 30.8.2022
15 Antworten | 13 Autoren 15
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Hallo zusammen :)

Ich bin noch ganz am Anfang meiner Hausbau-Reise und würde gerne mal reinhören, welche Erfahrungen ihr mit Holzfertigbauweise und welche ihr mit dem Bau eines Ziegelfertighauses gemacht habt? 

Beim Holz-Fertighaus ist Haas Fertigbau im Moment unser Favorit - wobei wir uns natürlich gerade große Gedanken machen, wie sich die Preislage im nächsten Jahr entwickeln wird..

Trotzdem wollen wir uns erste Gedanken machen und mal ein paar Erfahrungsberichte sammeln. Freue mich auf eure Antworten! LG

30.6.2022 ( #1)
Wir haben Lumar Haus in Holzriegelbauweise. Beim Bau letztes Jahr gab es keine Probleme, wir konnten bereits nach 5 Monaten einziehen.

Haas war bei uns auch im Rennen, die waren allerdings teurer und hatten teilweise schlechtere Qualität als Lumar im Standard.

4.7.2022 ( #2)
Also wir haben mit Hartl Haus gebaut und waren/sind vollauf zufrieden.

5.7.2022 ( #3)
Wir bauen gerade mit einem Architekten und lokalen Gewerken mit Ziegeln. Ich würde dir raten, unbedingt auch solche Angebote einzuholen, wie auch bei den üblichen Ziegelfertighausfirmen wie Malli usw. 

Bei uns war es sogar so, dass der Massivbau mit Ziegel deutlich günstiger war als ein FTHFTH [Fertigteilhaus] mit Holzriegelbauweise. Zusätzlich hatten alle Angebote (Ende letzten Jahres) mit FTHFTH [Fertigteilhaus] Herstellern eine Wartezeit von 12 bis 18 Monaten, was abgesehen vom Preis her uns die Entscheidung noch leichter gemacht hat.

Wie auch immer du dich entscheidest, lies dir viele Beiträge in dem Forum durch, schau dir bereits bestehende Häuser von den jeweiligen Firmen an und am besten auch noch die Werke. Bei Malli gibt es einmal im Monat den Tag der offenen Halle - super informativ. Du wirst schnell merken, welche qualitativ gut sind und welche eher am unteren Ende der Skala sind.



5.7.2022 ( #4)
Wir haben vor 12 Jahren mit Holzriegel gebaut und sind noch immer super zufrieden damit.
Baufehler können sowohl mit Holzriegel und auch mit Ziegeln passieren.
Wir haben individuell geplant und dann entsprechende Angebot Holz/Ziegel eingeholt. Holzriegel war damals günstiger.

6.7.2022 ( #5)
Wir handeln vor 5 Jahren mit Marles gebaut, Top Qualität. Haas war mit Abstand der teuerste Anbieter, und wir haben sicher bei 8 Anbieter Holz angefragt. Aber auch Ziegel, nur lockte uns das schnelle einziehen.
Mai begonnen Bodenplatte, 31. Oktober eingezogen, Top.

22.7.2022 ( #6)
Spannend, da man mal hier im Forum von Mar**s was anderes gelesen hat, aber wie aussagekräftig sowas ist, sei dahingestellt. 
Man weiß ja nicht, wer da schreibt und was damit bezweckt werden soll.
@pasch
So ist es. Ma**i ist es dann auch bei uns geworden :)


26.7.2022 ( #7)
Bei Massiv bist du halt sehr flexibel auch während der Bauphase was du bei FTHFTH [Fertigteilhaus] Holzriegel nicht bist, da musst du schon alles genau wissen weil das Haus dann genau so in die Produktion geht. Gerade die Flexibilität bei Massiv könnte für Neulinge von Vorteil sein. Ich bin auch ein Fan von Massivhäusern, habe mich aber für ein FTHFTH [Fertigteilhaus] entschieden da ich aktuell einfach besser kalkulieren kann. Hab übrigens bei Haas unterschrieben, starte nächste Woche mit dem Keller und im Jänner kommt das Haus. Somit habe ich ein "halbes-Massivhaus" :D! Da du aber noch am Anfang bist könnte es schon möglich sein das die Preise nächstes Jahr für Massivhäuser wieder leistbar sind. Viele Firmen werden die aktuellen Zinsen für Häuslbauer auch spüren und die Auftragslage wird einbrechen. Wenn du also keinen Stress hast würde ich mal ein gutes Jahr abwarten, und dann mal schaun was sich so tut. Fertigteilhäuser sind ja aktuell glaube ich sehr sehr teuer, unser Haus hätte vor ein paar Monaten schon ca. 60k mehr gekostet als beim Vertragsabschluss 2021. Will gar nicht wissen wie die ganz aktuellen Preise aussehen..

27.7.2022 ( #8)


PS86 schrieb:

Bei Massiv bist du halt sehr flexibel auch während der Bauphase was du bei FTHFTH [Fertigteilhaus] Holzriegel nicht bist, da musst du schon alles genau wissen weil das Haus dann genau so in die Produktion geht. Gerade die Flexibilität bei Massiv könnte für Neulinge von Vorteil sein. Ich bin auch ein Fan von Massivhäusern, habe mich aber für ein FTHFTH [Fertigteilhaus] entschieden da ich aktuell einfach besser kalkulieren kann. Hab übrigens bei Haas unterschrieben, starte nächste Woche mit dem Keller und im Jänner kommt das Haus. Somit habe ich ein "halbes-Massivhaus" :D! Da du aber noch am Anfang bist könnte es schon möglich sein das die Preise nächstes Jahr für Massivhäuser wieder leistbar sind. Viele Firmen werden die aktuellen Zinsen für Häuslbauer auch spüren und die Auftragslage wird einbrechen. Wenn du also keinen Stress hast würde ich mal ein gutes Jahr abwarten, und dann mal schaun was sich so tut. Fertigteilhäuser sind ja aktuell glaube ich sehr sehr teuer, unser Haus hätte vor ein paar Monaten schon ca. 60k mehr gekostet als beim Vertragsabschluss 2021. Will gar nicht wissen wie die ganz aktuellen Preise aussehen..

Danke für die super ausführliche Antwort! Für uns wird wahrscheinlich ein Holzfertighaus in Frage kommen. Warum hast du dich dann letztendlich für Haas entschieden? Wie ist deine Erfahrung mit ihnen bis jetzt? Find ich super spannend, dass du da grad mittendrinnen bist!


27.7.2022 ( #9)
Fa. Haas ist ein regionales Unternehmen mit guten Bewertungen. Ist auch von meinem Standort nur 30 Min. entfernt. Bis jetzt läuft alles reibungslos ab. 

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5.8.2022 ( #10)
Wir haben mit Haas belagsfertig gebaut und den Innenausbau selbst gemacht. Uns war eine "gstandene Firma" aus der Region die Mehrkosten wert. Sind jz im Herbst zwei Jahre im Haus und es hat alles gepasst. Kleinigkeiten wurden während des Baus zügig behoben, größere Probleme hatten wir zum Glück nicht. 

23.8.2022 ( #11)
Wir haben mit Elk ein Holzriegel FTHFTH [Fertigteilhaus] gebaut.
Würde ich nie wieder machen...Elk war sehr professionell, hat alles gepasst.

Nachteil vom FTHFTH [Fertigteilhaus] ist m.E. die Speichermasse, d.h. man bekommt die Temperaturschwankungen in beide Richtungen sehr schnell mit, was vor allem im Sommer ein Problem sein kann.
Zweiter Nachteil, es ist lärmanfällig (nach aussen und auch innen).

24.8.2022 ( #12)


gdfde schrieb:

Wir haben mit Elk ein Holzriegel FTHFTH [Fertigteilhaus] gebaut.
Würde ich nie wieder machen...Elk war sehr professionell, hat alles gepasst.

Nachteil vom FTHFTH [Fertigteilhaus] ist m.E. die Speichermasse, d.h. man bekommt die Temperaturschwankungen in beide Richtungen sehr schnell mit, was vor allem im Sommer ein Problem sein kann.
Zweiter Nachteil, es ist lärmanfällig (nach aussen und auch innen).

Welchen U-Wert hat deine Wand?


24.8.2022 ( #13)


Deep schrieb: Welchen U-Wert hat deine Wand?

puhh, weiss ich nicht mehr so genau.
Ich denke, so 0,12-0,15 W/m2K...was halt damals standard war.

24.8.2022 ( #14)
Wir haben ein Holzriegelhaus gebaut und sind an sich zufrieden.
Da wir zudem einen Betonkeller und die Garage in Ziegel haben, welche beide integrativer und statischer Bestandteil des Hauses sind, kenne ich somit alle Welten beim Bau.
Die Fehleranfälligkeit ist sicherlich bei Massiv genauso gegeben, nur verzeihen tut Holz leider weniger. Und jeder Vorteil hat auch immer einen Gegenspieler.
Lärm und Temperaturschwankungen spielen bei uns eigentlich keine Rolle:
Ganzes Haus hat eine Hinterlüftung, eine sehr dicke Zellusolsedämmung und auch noch eine ausgedämmte Installationsebene innen.
Die große Gkasfront im Süden ist im Sommer durch die Architektur verschattet.
Aber: Hätte ich einen Wasserschaden, würde ich es erst in Jahren bemerken wenn alles zu spät ist. Beim Ziegel bemerkt man es meist recht schnell, korrigiert, trocknet und gut ists.
Zudem reagiert Holz auf Feuchtigkeitsunterschiede sichtbar im Sommer/Winter sehr stark. 

Energietechnisch sehe ich sehr große Unterschiede zu den Nachbarn und mein Wärmepumpeninverter läuft auch im Winter mit selten mehr als 500W bei ca 300qm beheizter Fläche.

Würde ich es trotz der Vorteile in gewissen Bereichen nochmal so machen? Wer weiss, vielleicht würds doch der Ziegel werden...?!
die wenigsten Häuslbauer sind zu sich und vorallem anderen ehrlich (viele wissen es wahrscheinlich auch gar nicht besser) und daher tu ich mir beim Vergleich sehr schwer. Zudem auch die Baufirmen neue Kunden meistens zu den Leuten schicken, welche gefühlt null Plan haben und sich ihr Haus einfach hinstellen haben lassen - rein von den Erzählungen her, haben scheinbar alle anderen sehr viel besser gebaut als ich ;)

30.8.2022 ( #15)
Ich kann nur aus dem bekannten Häuslebauer-Bereich berichten (haben selber aufgrund Hanglage und einigen Spezialitäten Massiv gebaut). Haas war im Burgenland ok, Probleme gab es nur beim Keller (extern) und Garage sowie Terrasse (...extern...). Ich hatte alles vom BM aus einer Hand und daher kaum Probleme. Würde wenn dann nur wieder Massiv bauen - in allen FTHs in denen ich bisher war (Haas und Wolf Haus, bitte fragt nicht nach den U-Werten aber ich nehme an Standard...), war das hier beschriebene Problem massiv zu spüren - heisst: man hat Temperatursteigungen aussen im Inneren fast unmittelbar wahrgenommen, die Häuster waren hellhörig und im Sommer haben alle mittlwerweile eine Klimaanlage nachgerüstet. Ich habe eine mitgemacht beim Bau und hatte sie in 2 Sommern 2 mal insgesamt in Betrieb trotz reiner Südlage. Höchsttemperatur WZ bisher bei 25 Grad nach 4 Wochen Hitzewelle (da haben wir dann einmal aufgedreht...). Fehlerverzeihender ist Massiv aus meiner Sicht auch, wobei die großen das nach Meiner Erfahrung gut im Griff haben mit Dampfsperren und Co. Unsere Mitarbeiterin wollte Massiv-Holz bauen und ist jetzt auf Massiv umgewschwenkt, da mittlerweile günstiger zu haben.

LG



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