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Hausbau Finanzierung Einschätzung unserer Situation

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  •  Florin88
12.4.2026
7 Antworten | 5 Autoren 7
7
Hallo zusammen,
ich lese hier schon seit längerer Zeit mit und möchte nun selbst eure Einschätzung zu unserer Situation hören.
Wir sind eine Familie mit zwei Kindern (13 und 10 Jahre alt). Wir arbeiten beide Vollzeit. Mein Einkommen beträgt ca. 1.900 € monatlich und alle zwei Monate 2.700 € (also 6 Monate 1.900 € und 6 Monate 2.700 €). Meine Frau verdient ca. 2.300 € monatlich und alle drei Monate etwa 3.300 €.
Letztes Jahr haben wir ein Baugrundstück in der Nähe von Krems gekauft (ca. 750 m² für etwa 60.000 €). Wir haben bereits den Einreichplan für einen Bungalow mit 143 m² erstellen lassen (Kosten ca. 5.000 €). Die Aufschließungskosten (ca. 18.000 €) sind ebenfalls bezahlt. Außerdem haben wir die Bodenplatte bereits fertiggestellt  größtenteils in Eigenleistung. Mein Vater ist seit über 30 Jahren Polier im Bau und hat uns dabei geholfen. Rechnungen haben wir hauptsächlich nur für Material (Beton, XPS, Schotter, Eisen usw.).
Derzeit haben wir noch einige Konsumkredite:
  • Ich: ca. 13.000 € Restschuld, Laufzeit ca. 5 Jahre, Rate 250 €/Monat
  • Meine Frau: 3 Kredite (Auto, Konsum, Möbel): 9.000 €, 15.000 € und 13.000 €, Gesamtbelastung ca. 750 €/Monat
Momentan zahlen wir keine Miete, da wir bei meinen Eltern im Eigenheim wohnen.
Unsere Fragen:
  • Wie würdet ihr unsere finanzielle Situation einschätzen, insbesondere im Hinblick auf eine Baufinanzierung?
  • Wir würden für den Hausbau noch etwa 300.000 € benötigen (ohne Außenanlagen). Ist das realistisch?
  • Finanziert die Bank auch Eigenleistungen (Selberbauen) und zahlt nach Baufortschritt aus, oder muss zwingend eine Baufirma beauftragt werden?
  • Wie bewertet die Bank bereits erbrachte Eigenleistungen wie die Bodenplatte? Wird diese als Eigenmittel anerkannt, auch wenn hauptsächlich nur Materialrechnungen vorhanden sind?
  • Vielen Dank für eure Meinungen und Erfahrungen!

    •  Lu1994
    •   Silber-Award
    12.4.2026 13:12  (#1)
    Servus, ich würde mal sagen das wird nix, ihr habt 25% eures HH Einkommens durch Konsumkredite belastet, damit bleiben euch nichtmal 1k monatlich für den Hauskredit, ich mein was wollt ihr zurückzahlen bzw in welchem Zeitraum, da müsste der Kredit ja 60 Jahre laufen

    Dass euch jetzt quasi das Geld ausgegangen ist und einen Kredit braucht stärkt eure Verhandlungsposition auch nicht...

    Die Wohnbauförderung werdets bekommen das werden bei euch so 60-70k sein, die bekommt ihr aber erst nach erfolgtem Baufortschritt ausgezahlt, 90% mit Errichtung von Dach, die restlichen 10% bei Fertigstellung, sprich das hilft euch auch nicht

    Wer ist überhaupt Bauführer, nachdem ihr schon begonnen habt zu bauen müsst ihr binnen 5 Jahren fertig sein, sonst müsst ihr neu einreichen nach neuer Bauordnung

    Sorry aber sehr durchdacht wirkt das Unterfangen nicht und ich meine das werden sich die Banken auch denken und mit entsprechendem Risiko bewerten

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    •  Florin88
    12.4.2026 13:29  (#2)
    Ok, danke erstmal für die Antwort.
    Wäre es möglich, dass die Bank diese kleineren Kredite mitfinanziert bzw. ablöst?
    Unser Bauführer ist eine Firma, aber mein Vater arbeitet dort.
    Die Wohnbauförderung möchten wir nicht beantragen.
    Also bewertet die Bank unsere Eigenmittel jetzt minus die ca. 40k offenen Kredite, die wir haben?


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    •  MalcolmX
    •   Gold-Award
    12.4.2026 13:32  (#3)
    Ich sehe das ähnlich, ihr habt jährlich ca 60k€ was nach den Regeln (40% Schuldendienst) ca 2000€ Kreditrate ermöglicht.
    1000€ davon sind monatlich weg, und vom Rest kriegt ihr ca 200k€ Kredit. Das reicht für den Rohbau und dann ist es ziemlich vorbei. 
    143m² Bungalow schätze ich bezugsfertig unter 500k€ schwer umsetzbar,  und Außenanlagen braucht man irgendwann nunmal ebenso.

    Ihr müsst also eure restlichen Schulden loswerden (Autos verkaufen und erstmal eine alte Mühle,...) und dann wird es vielleicht realistischer.

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    Hallo Florin88,
    hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Hausbau Finanzierung Einschätzung unserer Situation



    •  Florin88
    12.4.2026 14:05  (#4)
    Ok, und wenn wir eine Umschuldung machen würden, also alle bestehenden Kredite in einen zusammenlegen wäre das aus Sicht der Bank besser?
    Zum Beispiel, wenn wir die monatliche Belastung von ca. 1.000 € auf etwa 500 € reduzieren könnten?
    Und ich hätte noch zwei Fragen:
  • Wie bewertet die Bank unsere bereits gemachte Bodenplatte als Eigenmittel?
    Wird hier eher der Wert laut Angebot einer Baufirma angesetzt oder nur die tatsächlichen Materialrechnungen berücksichtigt?
  • Wie erfolgt die Auszahlung des Kredits beim Hausbau?
    Zahlt die Bank nur gegen Rechnungen von Baufirmen (nach Einreichen der Rechnungen), oder ist auch eine Auszahlung an mich möglich z. B. nach Baufortschritt bei Eigenleistung?
  • Vielen Dank für eure Antworten!


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    •  Designo
    12.4.2026 16:46  (#5)
    Ich finde es durchaus schräg, daß ihr offenkundig so auf den letzten Cent hin kalkuliert... also das absolute Maximum ausreizen möchtet. Im Leben gibt's halt ständig Unvorhergesehenes: Auto kaputt, Zahnimplantat notwendig, Job verloren... und mit zwei Kindern im Teenageralter wird's noch spannender, weil die werden in Zukunft tendenziell eher mehr Geld verbraten als weniger. Also ich könnte nicht mehr ruhig schlafen, wenn ich dann noch durch maximal ausgereizte Kreditraten immer am Rand der Privatinsolvenz dahinschlitterte, jetzt mal pessimitisch formuliert. Überlegt euch das echt gut, das ist ein Haus wirklich nicht wert.

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    •  Florin88
    12.4.2026 17:53  (#6)

    zitat..
    Designo schrieb: Überlegt euch das echt gut, das ist ein Haus wirklich nicht wert.

    Danke für deine Antwort. Ich weiß nicht, ob du meinen gesamten Beitrag gelesen hast, aber wir haben mit dem Bau bereits begonnen und die Bodenplatte inkl. Erdarbeiten ist schon fertig.

    Mir würden konkrete Antworten auf meine Fragen mehr weiterhelfen.


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    •  Sparfratz
    •   Silber-Award
    12.4.2026 18:38  (#7)
    Sowas wie die Bodenplatte wird meines Wissens schon angerechnet zu den Eigenmitteln.  Grundsätzlich gilt halt ein gewisser Abschlagsbetrag (also etwa 20% weniger als es wert ist wird angesetzt von der Bank). 

    Würde hier aber einfach mal bei einer Bank nachfragen. 

    Es muss nicht zwingend eine Baufirma beauftragt werden, und es zahlt auch nicht jede Bank erst nach erfolgten Baufortschritt aus. Wichtig ist sich gut auf die Banktermine vorzubereiten und eine realistische Kalkulation vorzubereiten ... hier durchaus die Eiegenleistung berücksichtigen und einen vernünftigen Sicherheitspuffer.


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