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Haus nicht im rechten Winkel

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8.9. - 10.9.2020
17 Beiträge | 12 Autoren
Hallo!
Wir sind jetzt bei der EG Decke und sind drauf gekommen dass unser Haus scheinbar nicht ganz im rechten Winkel ist. Die Diagonalen sind um 5 cm zirka unterschiedlich lang. Was darauf schließen lässt dass der Winkel nicht passt. Dies ist schon im Keller so. Gibt es da eine Toleranz wie viel da zulässig ist?

Danke & LG

 
 
08.09.2020
Tja das ist Hausbau - da Tischler wird das ganze dann schon richten 😀
Auch wenns ne "zulässige" Toleranz gibt, willst du Geld zurück fordern?
Ich warne dich nur: Der Bauträger wird wahrsch. ins schmunzeln kommen.

Wir haben ein eher komplexes Gebilde mit 18m Länge, halb Betonwände und daran "angeflanscht" eine Holz-Kontruktion.
Haben alles selber gemacht und so gut es geht und sind bei 2,5cm bei der Diagonale.
Hätten sicher unter 1cm kommen können, aber mit welchem zeitlichem Aufwand...

Auf welche Länge hast du die 5cm?
08.09.2020
Also ist das eher normal dass das Haus nicht im rechten Winkel ist?

Genau gesagt hat die Diagonale eine Länge von 16,15 m und die andere Diagonale 16,20.  Ist das normal?
08.09.2020
Rechne dir doch einfach mal die Abweichungen von 90° mit den gemessenen Längen aus .. da wird auf die Länge nicht viel rauskommen.


08.09.2020
Wir haben bei unserer Bodenplatte auch mit dem Maurerdreieck gearbeitet, das hilft ein bissl :D

https://www.strippenstrolch.de/1-5-2-der-rechte-winkel.html
08.09.2020


Hans123 schrieb: Also ist das eher normal dass das Haus nicht im rechten Winkel ist?

Was ist schon normal 😂 Nein ernsthaft, dafür gibt es Normen, die die max. Toleranzen vorgeben. Kurze Suche hat die DIN 18202 für Toleranzen im Hochbau geliefert, die wohl direkt auch in Österreich übernommen wurde. Da stehen die Grenzwerte für die Winkelabweichung drinnen.

Hier eine Erläuterung, wie man das messen muss: https://www.bauredakteur.de/masstoleranzen-im-hochbau-so-messen-sie-richtig/
08.09.2020
Bei uns ist auch nicht alles im rechten Winkel. Wichtig war das aber vor allem, dass der Dachstuhl dann zumindest so ausgeführt wird, damit man kein Problem mit bspw. Blechbahnen bekommt.
Beim Dachstuhl mussten wir korrigieren und damit wars schlussendlich erledigt. Probleme bekamen wir sonst nirgends. 

Ob es eine Norm für die Abweichung gibt weiß ich nicht. Wir habens nicht hinterfragt, da es für uns im Rahmen geblieben ist weil es schlussendlich keine negative Auswirkung gibt.
08.09.2020
Keller haben wir selber gemacht: 2,5cm Abweichung.
Die Blockwand darüber wurde dann eigens ausgerichtet: 1cm Abweichung
Die unterschiedlichen Überstände von ca. 1,5cm muss ich halt "vertuschen".
Der Giebel wurde dann wieder eigens ausgerichtet: Keine Abweichung messbar.

@Hans123 Wo wird dir die Abweichung denn nun zum Problem?
Wenn du sie bis zum Dachstuhl "mitziehst" wirst spätestens bei der Dacheindeckung "pfuschen" müssen.
Je früher du sie los wirst oder verminderst, desto besser :)
08.09.2020
Jeder der schon mal eine Küchenanrichte oder eine Duschkabine selbst an einer Wand montiert hat, kann berichten, das alles einfach nicht 100%ig passt, weil die Wand nicht 100% rechtwinkelig ist.

Ich kann einen, der hatte im Haus eine Ecke Orange mit Farbe angemahlt. Auf die Bemerkung was das für ein künstlerischer Ausdruck wäre, meinte er stolz er musste den einzigen wirklich rechten Winkel irgendwie feiern...
08.09.2020


Hans123 schrieb: Genau gesagt hat die Diagonale eine Länge von 16,15 m und die andere Diagonale 16,20.  Ist das normal?

5cm Differenz halte ich für zu groß,  auch wenn es innerhalb der Norm sein sollte. 


08.09.2020
Wenn ich ein Parallogramm als Verformung annehme, und einen (fast) quadratischen Raum (das Verhältnis der Seiten wäre auch von Belang) damit 11.44m, komme ich bei den gegebenen Diagonalen auf 89.82° am spitzen Winkel und  90.17° am stumpfen Winkel des Parallogramms.
09.09.2020
Die Winkel selbst sind jetzt nicht so gravierend... Die Auswirkungen davon sind halt das Problem. Das Stiegenhaus steht wieder im 90 Grad winkel zur schiefen Wand. Dadurch ist zB ein Raum auf der einen Seite 8 cm breiter als auf der anderen.
09.09.2020
5cm bei einer Diagonale von mehr als 16m ist ein "Lecherlschaß" ausser du baust ein Uhrwerk ....
09.09.2020


Hans123 schrieb: Die Winkel selbst sind jetzt nicht so gravierend... Die Auswirkungen davon sind halt das Problem. Das Stiegenhaus steht wieder im 90 Grad winkel zur schiefen Wand. Dadurch ist zB ein Raum auf der einen Seite 8 cm breiter als auf der anderen.

Da steig ich jetzt nicht durch.
Du hast 5cm Differenz bei den Diagonalen des gesamten Stockwerks aber 8cm innerhalb eines Raums nach setzen der Stiege?

Ersteres wäre mMn wirklich vernachlässigbar, 8cm innerhalb eines Raumes (wie auch immer das jetzt passiert ist) ist eine andere Liga.
09.09.2020
Vielleicht könnte man das mal mit einer Planansicht verdeutlichen :)
09.09.2020
5cm bei einer Diagonale von mehr als 16m ist ein "Lecherlschaß" ausser du baust ein Uhrwerk ....
09.09.2020
Ergänzend zu chrismo DIN 18202:
https://www.energiesparhaus.at/forum-optimierung-der-fbh-und-waermepumpe-1255-6-mit-tiefenbohrung-130m/56478_1#540637
10.09.2020
Vermessungskosten für eine Hausabsteckung auf vorhandene Schnurbänke ca.800€.
kann ich nur wärmstens empfehlen.

Bei quatratischer Form 10x10 m ergeben eine 5cm längere Diagonalein 
3,53cm auf 10m
Beim Ziegel anlegen der ersten Reihe, auf einer Seite 1,7cm hinaus und auf der anderen 1,7cm hinein fertig. 



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