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Hanggrundstück, Ja / Nein

12 Beiträge | letzte Antwort 14.3.2019 | erstellt 12.3.2019
Servus!

Wir haben vor ein Haus zu bauen, sind aber noch in der Anfangsphase der Planung.

Es ist noch überhaupt keine Entscheidung gefallen welches Haus wir bauen sollten/möchten.

Es sollte ein Stockhaus mit Keller und mind. 4 Schlafzimmer sein. Dazu haben wir diese Woche die ersten Termine mit dem Planer/Baumeister.

Wir haben aber ein Grundstück gefunden der uns zusagt. Gefälle ist von Ost nach West.

Grundstücksgrösse beträgt ca. 1000m2. Durch die Hanglage ist es um ca. 20.000€ günstiger als ein vergleichbares Grundstück in der Nähe, der aber eben ist.

Wir würden die Höhenunterschiede Stufenweise ausgleichen. Ähnlich wie auf dem letzten Bild, nur vielleicht ohne Steine. Wir haben uns vorgestellt das Grundstück in drei Stufen aufzuteilen. Die erste Stufe wo das Haus mit der Terrasse stehen sollte, die zweite, mittlere Stufe wo dann z.B. das Gemüsegarten auf der einer Seite steht und das Pool auf der anderen. Die unterste, dritte Stufe wäre ein Spielplatz für die Kinder.

Die Frage ist jetzt wie gross die Investion wäre wenn man es wirklich so machen möchte?
Braucht man vielleicht eine grössere Stutzmauer?
Wir haben einen guten Freund der Maurer ist und der uns beim Keller und beim nötigen Stutzwänden helfen könnte.

Bin für jeden Tipp dankbar.

LG

Hanggrundstück, Ja / Nein Ansicht Richtung Westen
Hanggrundstück, Ja / Nein Ansicht Richtung Süden
Hanggrundstück, Ja / Nein Längen
Hanggrundstück, Ja / Nein Höhenunterschiede, Gefälle von Osten nach Westen.
Hanggrundstück, Ja / Nein Stufen


 
12.3.2019 23:37


kajsil schrieb: Grundstücksgrösse beträgt ca. 1000m2. Durch die Hanglage ist es um ca. 20.000€ günstiger als ein vergleichbares Grundstück in der Nähe, der aber eben ist.


Gleich mal vorweg, das Hanggrundstück kommt dir sicher teurer als die € 20.000,-. Ein Hanggrundstück hat schon seinen Reiz, sollte dann aber schon passen. Ich baue selber gerade auf einen Südhang mit weiter Aussicht und kann von jedem Stockwerk direkt in den Garten. Aber bitte nicht, wenn du denkst es wird günstiger. In deinem Fall würde ich persönlich das Grundstück nicht nehmen, da mir das große Haus im Süden im Winter die Sonne nimmt.

Zu den Kosten, Steinwurfmauer kostet gleich mal € 20.000,- und andere Stützmauer mit Dränagierung ist auch nicht günstiger. Aushub wird auch teurer, erdseitige Wände benötigen eine Abdichtung und Dränagierung dadurch auch höher Kosten. Und das Haus muss individuell auf das Grundstück gefertigt werden, also FTH beispielweise eher schwierig.

13.3.2019 0:50
Wir haben auch ein Hanggrundstück mit einem ähnlich starken Gefälle.
Finde die Ausgangslage mit Straße "oben" perfekt, damit lässt sich der Zugang in den Garten besser gestalten.
Ich würde statt Stockhaus mit Keller eher bei 2 Geschoßen bleiben, eines auf Straßenniveau, dazu Nebengebäude/Garage/Carport, und ein Wohngeschoß im Keller. Dann hast von den Wohnräumen einen guten Ausgang in den Garten.

Wir haben noch nicht gebaut aber die untere Hälfte des Gartens teilweise terrassiert, ohne Stützmauern oder ähnliches sondern mit Böschungen, die wir dann bepflanzt haben. Die Kosten hierfür waren wirklich überschaubar. Ein kleiner Bagger war 2,5 Tage am Grundstück.
Ich finde ein Hang kann auch ruhig ein Hang bleiben, natürlich brauchst für gewisse Dinge Ebenen (Schaukeln, Pool, Sitzplatz, Gartenhaus, etc.), aber nur Ebenen mit Stützmauern ist auch fad. Es gibt sehr nette Beispiele für Hanggärten, kann sehr reizvoll sien.
13.3.2019 6:48


berhan schrieb: In deinem Fall würde ich persönlich das Grundstück nicht nehmen, da mir das große Haus im Süden im Winter die Sonne nimmt


Dem kann ich nicht zustimmen. Gerade im Süden steht auch im Winter die Sonne so hoch, dass das Nachbarhaus bezüglich Sonneneinstrahlung irrelevant ist.

Finde die Ausrichtung und die Topografie des Grundstücks sehr ansprechend. Wenn du den Hang Hang sein lässt und ohne viele Stützmauern baust, halten sich die Mehrkosten auch in Grenzen.
Ich bin pro Hang, allein schon wegen dem Fernblick.


13.3.2019 12:49
wurde eigentlich eh schon alles gesagt.
wir haben anfangs nach ebenen grundstücken gesucht (wegen der baukosten), aber dann nach und nach hanglagen ins auge gefasst. speziell bei dichteren siedlungen hatte ich in der ebene ein beengtes, eingekessltes gefühl (kA wie ich es beschreiben soll).

wichtig ist, dass man am hang auch tatsächlich ein hanghaus baut (also kein stockhaus mit keller) und ein gewisses gesamtkonzept mit dem hang eingeht. die anzahl der ebenen (auch garten) sollte auf ein minimum reduziert werden.

der klassiker bei hangseitiger zufahrt ist, ein EG für wohnräume und ein UG für schlafräume. daneben garage (unterkellert). im EG eine große terrasse mit stiege zum garten.
13.3.2019 17:16
Schau dir auch die Höhenunterschiede von den Nachbargrundstücken an. Vielleicht kannst du dich beim Nachbarn "anpassen" und somit diese Böschungen ersparen.
13.3.2019 20:56
Was du beim Grundstück sparst, gibst beim Bauen dann doppelt aus.

Also - was mich betrifft - klares Nein zu Hanggrundstücken
14.3.2019 7:38
Seh ich auch so! Hanggrundstücke sind extreme Preistreiber.
14.3.2019 9:47
wie schon erklärt das komplette Hanghaus kommt dir teurer, Vorteil bei dem Hang ist halt es wird dir keiner den Westblick von der Terasse verbauen können da das alles tiefer liegt

sonst muss man sich bei einem Hang von einem Flachhauskonzept verabschieden, bei dem Hang würde ich 2-3 Ebenen machen, als Fixum
1. Garage oben - ebenerdig rein von der Straße
2. Wohnräume unten - ebenerdig raus in den Garten
3. Kellerräume hinten

hängt jetzt davon ab ob ich 2 oder 3 Ebenen mache wo und wie ich die Schlafräume unterbringe, man muss halt mit dem vorhandenen Gelände bauen und das Leben planen und kann kein Flachstandardhaus hinstellen, können schon nur teuer und unpraktisch
14.3.2019 11:06


Monolith schrieb: Dem kann ich nicht zustimmen. Gerade im Süden steht auch im Winter die Sonne so hoch, dass das Nachbarhaus bezüglich Sonneneinstrahlung irrelevant ist. [ref]Monolith:53214#500374[/ref]


 Nicht falsch verstehen aber da ist null Sonne im Winter. Das Nachbarhaus ist eigentlich sehr hoch. Der Abstand zum Nachbarn beträgt höchsten 15 Meter (wenn das Haus ganz am Rand steht und nur 6 Meter breit ist), eher weniger. Die Sonne steht im tiefsten Winter höchstens bei 18,5°. Bei 15 Meter sind das 5 Meter. Und nachbars Hütte hat vermutlich mehr als 8 Meter, wären ca. 29°. Also vom 1.11 - 15.2 keine Sonne. Wenn das Gebäude weniger als 15 Meter entfernt ist oder höher ist entsprechend weniger.

Aber die meisten Planungstools können die Sonneneinstrahlung auf den Standort über die Jahreszeit eh simulieren. Würde einfach euren Planer/Baumeister fragen.


14.3.2019 13:04


berhan schrieb: Nicht falsch verstehen aber da ist null Sonne im Winter. Das Nachbarhaus ist eigentlich sehr hoch.


 jein, vormittags hast du klar recht, aber gegen 11:45 geht die Sonne vom SO Quadranten in den SW Quadranten über und man dürfte Sonne abbekommen

wie in jeder Siedlung wenn wer vor dir steht und blöderweise höher in SW Richtung hat man das Schattenthema, nur Luxusplätze gibt es halt nicht

das was wirklich störend sein könnte ist der große Baum in Nachbarsgarten, der dürfte sauviel Schatten werfen, solange das nur ein Feld ist ist es ziemlich egal, wenn da wer ein Haus baut ja weiß nicht wie das rechtlich aussieht

wenn ich da bauen würde dann würde ich mit 3 Ebenen bauen mit großen Raumhöhen und das Haus nicht ganz an den Rand schieben, vielmehr auf einer Linie mit beiden Nachbarn, das man etwas weiter westlich steht als der südliche Nachbar und man schon gegen 11:00 Sonne abkriegt
Ebene 3 von Osten in die Garage (=572m grob)
Ebene 1 wohnen ebenerdig in den Garten (=565m) grob
14.3.2019 14:05


ChristianIV schrieb: Ebene 3 von Osten in die Garage (=572m grob)
Ebene 1 wohnen ebenerdig in den Garten (=565m) grob


viel spaß mit den einkäufen - über 2 stockwerke!?


14.3.2019 19:09
Vielen Dank für Ihre Antworten,

die Bilder wurden vor kurzem am spätem Nachmittag gemacht. Wir müssten das Haus halt so weit wie möglich nördlich bauen. Am Nachmittag ist genug Sonne da.

Ich gehe morgen zu einem Planer dem das Grundstück bekannt sein sollte. Dann weiss ich bisschen mehr.

Lt. dem Verkäufer waren schon 4 Kunden interessiert. Wegen der Hanglage hat es aber keiner gekauft.



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