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Gedanken zur raumweisen Heizlast und Wandheizung

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  •  Fadergeschmack
11.1. - 12.1.2026
3 Antworten | 3 Autoren 3
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Ich hab eine richtig blöde Frage zur raumweisen Heizlastberechnung im Bezug auf Wandheizung.

Ich hab bei mir im zu sanierenden Altbau einen geometrisch sehr ungünstigen Raum als Badezimmer ausgewählt und versuche gerade, dort genügend Heizleistung reinzubringen. Geometrisch ungünstig weil es ein nicht unterkellerter Anbau mit Dach ist. Also in 5 Richtungen einen nicht zu verhindernden Wärmeverlust. Die U-werte der Bauteile sind bereits ausgereizt. Obendrauf ist der Anbau am nördlichen/östlichen Ende des Hauses. Deshalb hab ich mir folgendes Gedankenkonstrukt zusammengereimt:

Nehmen wir an, ein Teil der Außenwände verliert ohne Wandheizung rund 105 W nach draußen.
Wird diese Teil mit einer Wandheizung belegt, dann geht dieser Wärmeverlust weiterhin nach außen... aber er kommt nicht mehr aus der Raumluft, sondern direkt aus dem warmen Wasser in der Wand.

Deshalb mach aus meiner Sicht die Wandheizung zwei Dinge gleichzeitig:
-) Sie ersetzt den Wärmeverlust der Wand nach draußen
-) Und sie gibt zusätzlich Wärme an den Raum ab

Für den Raum zählt nur die Wärme, die wirklich im Raum ankommt.
Weiterführend muss sich der Raum nicht mehr um diesen Teil der Wand kümmern, da er bereits von der Wandheiung kompensiert wird.

Beispiel:
-) Raum braucht insgesamt 550 W
-) Wand verliert 105 W nach außen
-) Wandheizung gibt z. B. 220 W in den Raum ab
-) also muss der Boden nur noch 330 W liefern

Somit wird die Heizlast des Raumes wird nicht kleiner, aber die Wärme für den Wandverlust kommt bei einer Wandheizung direkt aus der Wand und nicht mehr aus der Raumluft. 

Ein vernachlässigter Punkt wäre der effektive U-Wert laut Ubakus (Durch die Wandheizung an einer Außenwand verliert man zusätzlich circa 20W). Um es einfach zu halten hab ich das nicht mit einberechnet. 

Seht ihr das auch so oder habe ich hier einen Denkfehler?
Gibt es Punkte, die man anders sehen oder genauer betrachten sollte?

  •  tempo85
  •   Bronze-Award
11.1.2026 21:44  (#1)
Zwei Effekt hast noch nicht berücksichtigt. Die Oberflächen Temperatur der Wand wird deutlich höher, man verliert mehr Wärme weil das delta T größer wird. Und durch die wärmere Oberfläche kühlt man selbst nicht so schnell aus was dazu führt das sich die selbe Raumlufttemperatur wärmer anfühlt.

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  •  christoph1703
12.1.2026 0:07  (#2)
Hast du richtig gedacht. Dadurch dass die WH WH [Wandheizung] an der Außenwand direkt die Verluste verhindert und nicht indirekt über die Innenluft, bringt sie bei gleicher Vorlauftemperatur ein Stück mehr Heizleistung ein. Nachteilig ist eben der schlechtere effektive U-Wert, der dir die Heizlast erhöht. Kannst du ruhig einrechnen, aber wenns eh nur 20W sind, wirds keinen Unterschied machen. Und bei dir ist es wohl eh alternativlos, wenn ich deine Beschreibung richtig interpretiere. Komfortabel wirds sicher 🙂

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  •  dyarne
  •   Gold-Award
12.1.2026 8:57  (#3)
deine gedanken sind - wie die kollegen geschrieben haben - völlig richtig. wir nutzen diesen trick bei historischen denkmalgeschützten bauten die nicht gedämmt werden dürfen. damit können auch schlößer mit weniger als 30° vl-temperatur laufen. man braucht keine übertemperatur wie bei der fbh, sondern die wandoberfläche braucht 'nur' raumtemperatur...

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