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Flächenkollektoren + Warmwasser-LWP - bewusste Überlegung

4 Beiträge | 11.4. - 12.4.2019
Hallo Leute!
 
Bitte um euren Rat. Habe meine Fragestellung hier im Forum noch nicht gefunden.
Folgende Idee schwebt mir vor….
 
Heizung via Flächenkollektoren
Warmwasser mit LW-Brauchwasserpumpe
 
Kurze Erklärung warum ich dazu tendiere:
Wir planen ohne Keller. Meine Holde möchte gerne einen kühleren Raum für ihre Gemüse, Obst etc. Sammlung - damit wir ja den Weltuntergang überleben
Jetzt hätte mir mein Installateur zusätzlich zur Pufferlösung die LW-Brauchwasserpumpe angeboten, da ich die (kühlere) Ablauft ja in meinen Abstellraum (unter der Stiege) leiten könnte. Unterdruckproblem mit einem zweiten Rohr lösen wurde bedacht.
Produkt: AustraiEmail - WPA 302 ECO
Zusätzlich könnten ich dann die Heizung-WP ja außerhalb der Heizzeit abdrehen um Erdreich regenerieren zu können.
 
Jetzt stellt sich halt die Frage ob diese Lösung auch wirklich sinnvoll ist.
   •  Denke da an Geräuschentwicklung da eine kleine LWP im Erdgeschoss (wobei im Technikraum im Standard einen Schallschutztüre geplant ist) bzw. dies ja mit Zeitschaltuhren auf Großteiles auf optimale Tageszeiten gelegt werden kann
   •  Stromkosten – werde ich da irgendwelche gravierende Nachteile haben – anstatt alles ganzjährig über die WP zu ziehen. Plane zusätzlich einen PV-Anlage

Bin um jeden Input dankbar.
 
LG
 Campino
 
 
 
 

 
11.4.2019 22:49
Hallo Campino,

statt Flächenkollektor würde ich den Ringgrabenkollektor ansehen (optimierte Variante vom Flächenkollektor).
Eine zweite Wärmepumpe nur um einen Raum zu temperieren ist ja extrem viel Aufwand für den geringen Mehrwert.
Ist der kühlere Raum auch getrennt bzw. isoliert von den restlichen Räumen im Haus?
Unterschätze nicht bei neuen Häusern die äußere Dämmung, dadurch hast du verhältnismässig extrem hohen Wärmetransport zwischen den Räumen und würdest dir durch einen kalten Raum nichts gutes tun....
Neben Schall (LWP sind einfach lauter - müssen ja viel Luft umwälzen) hast du vor allem ein zweites Gerät das 1. teuer in der Anschaffung ist 2. Irgendwann ersetzt werden muss 3. Die dir im Winter mühsam von der Haupt-WP erarbeitete Heizungswärme wieder rausbläst für Warmwasser.

Durch die PV hast du sowieso 3/4 vom Jahr gratis Warmwasser - da ist ja egal welche WP das macht (oder sogar der Heizstab...).

Für das Geld der zweiten Wärmepumpe könntest du dir auch gleich einen Kühlraum bauen - wär wahrscheinlich die bessere Lösung ;).
12.4.2019 11:50
Hallo Campino,

wir haben genau so eine Lösung: Flächenkollektor mit einer seperaten kleinen Luftwärmepumpe im Keller fürs Warmwasser und PV am Dach.

   •  Geräuschentwicklung ist bei uns kein Thema, da im Keller. Im EG wärs schon zu laut meiner Meinung nach.
   •  Stromkosten: kann ich jetzt nicht soviel sagen - bin mit unserem Verbrauch bzw. unseren Kosten zufrieden
   •  Würde es mit dem heutigen Wissen sicher nicht mehr machen - aus den von helyx angeführten Gründen
LG
12.4.2019 12:04
Es gibt im westlichen Weinviertel einen Installateur der vielen Kunden in den letzten 10 Jahren diese Lösung verkauft hat. Ich würde gerne verstehen warum er das so macht. Erdwärme war meist eine Direktverdampfer-Ausführung. Mein Verdacht ist ja, dass er das nur wegen seinem Umsatz macht...

Kann man eigentlich bei der Erdwäremepumpe nibe 1255 mit PV zur Warmwasserbereitung ausserhalb der Heizsaison die Stillstandsheizung deaktivieren und das WW mit einem Heizstab erzeugen? 

Wenn man die 1255 PC (passive cooling) zur Kühlung verwendet, werden ja beide Zirku-Pumpen benötigt - sollte eigentlich auch ohne Stillstandsheizung möglich sein. Falls dann der Verdichter doch einmal benötigt wird, sollte er erst Anlaufen, wenn das Öl warm genug ist. D.h. die Stillstandsheizung zum Beispiel etwa eine Stunde früher anwerfen.


12.4.2019 16:35
@campino
Die Idee mit der L/W Wärmepumpe solltest Du fallen lassen. Gründe dagegen wurden schon genannt.
Ich denke:
- Solar für WW passt gut, PV auch!
- Erdwärme ist perfekt
- Eine S/W Wärmepumpe mit Kühlfunktion passt da auch dazu und die Kühlung kannst Du auch für andere Räume nutzen. Das wird in Zukunft - dem Klimawandel sei es gedankt - immer mehr ein Thema sein. 
Gruss HDE


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