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Flachdachfolie EPDM Diffusion

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14.6. - 15.6.2022
6 Antworten | 5 Autoren 6
0
Hallo,
durch einen Riss in der EPDM-Plane (Sturmschaden) unseres Flachdachs ist Feuchtigkeit in die Dämmschicht (EPS) eingedrungen. Der Riss wurde vom Dachdecker mittlerweile repariert, die Frage nach der Trocknung der Dämmung mit "Selbsttrocknung durch Diffusion" beantwortet.
Kann mir das nicht so recht vorstellen und möchte deshalb hier nochmals nachfragen, ob eine EPDM-Plane wirklich so diffusionsoffen ist dass darunter eingeschlossene Feuchtigkeit abtrocknen kann.

Aufbau ist wie folgt:
- Stahlbetondecke
- Flämmbahn
- EPS-Dämmung
- EPDM-Plane
- Schutzvilies
- Kiesschicht

Danke,
Karl

14.6.2022 ( #1)
Ja, so eine Folie ist total dampfduffusionsoffen 😀😂.    
In 50 Jahren wird es vielleicht ein wenig trockener werden. 
Die Antwort gibt der SD Wert.  Und dieser ist sehr hoch. 
Bei dieser EPDM Folie ist der SD -Wert 186 je mm. 
Bei 1.5mm ist der sd-wert dann 279. 
Je nach Folie, kann der sd-wert auch 200 und mehr aufweisen. 
Bei 2mm ca. 77.   Dampfdiffusionsoffen ist ein Baustoff mit einem sd-wert <0.5. 

 




14.6.2022 ( #2)
Sofern sich keine Flämmbahn mit Alu-Einlage auf der Betondecke befindet hast du ohnehin einen gravierenden Baumangel.
EPS als Dämmung bei Flachdächern ist in jedem Fall schadensträchtig und risikobehaftet-
zudem sehr weich und nachgiebig, sodass Beschädigungen viel leichter möglich sind als bei härterem Untergrund.

EPS kann erhebliche  Feuchtigkeitsmengen  aufnehmen, die in absehbarer Zeit niemals durch eine geschlossene EPDM-Bahn ausdiffundieren.

Gibts eine Kiesschicht zur Beschwerung oder wie wurde das EPDM sonst fixiert?



14.6.2022 ( #3)
Naja, kommt drauf an wie abgesoffen die Dämung ist. Dass wird er wohl hoffentlich kontrolliert haben. Diffusion passiert ja "relativ" langsam und viele Faktoren hängen da drann. Wasserdampfdiffusionswiderstand von EPDM ist bekannt und je nach Menge wird sich das bis zum Winter nicht ausgehen und sowas geht über Jahre.😬 Ist hier halbwegs gut erklärt auch wenn die Feuchte nicht von einer Leckage im Innenraum kommt.
https://www.forum-holzbau.com/pdf/32_HBS17_Unterholzner.pdf

Also je nach Menge würde ich das Dach nie zu machen ohne vorher zu trocknen. Vlt war aber eben die eingebrachte Feuchtigkeit minimal.... Selbst bei einer professionellen Trockung kriegst ja auch nicht alles 100% weg. Nur die lapidare Aussage dass "dampft" weg ist halt höchst unprofessionell.



14.6.2022 ( #4)
Vermutlich wird sich noch etwas auf der Folie befinden, was die Diffusion weiter behindert.
Bei einer Wasserschicht oder Pfützenbildung liegt in diesen Bereichen eine dampfundurchlässige Schicht vor.
Woher soll überhaupt der Antrieb zur Diffusion kommen?

Du solltest das weitere Vorgehen auch mit deiner Versicherung abklären und
den Dachdecker zur Nachbesserung auffordern,
d.h. Dach öffnen, Feuchtigkeitsgehalt untersuchen, trocknen, Feuchtigkeit messen und Dach wieder abdichten.
Hat der Dachdecker auch den ursprünglichen Aufbau hergestellt? Welche Bitumenbahn wurde auf der Betondecke aufgebracht?


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14.6.2022 ( #5)
Hallo,
danke für die raschen Antworten, hier wird einem echt geholfen 😀.

Ja, der Aufbau wurde gesamtheitlich vom Dachdecker gemacht. Die genaue Bezeichnung der Flämmbahn (Dampfsperre) müsste ich mir heraussuchen, ist aber jedenfalls alukaschiert.

Als Auflast dient eine Kiesschicht, darunter liegt ein Schutzvlies.

LG
Karl

15.6.2022 ( #6)
Es gibt auch Luftungshauben - Fachausdruck habe ich jetzt nicht - damit kann die Feuchtigkeit entweichen.



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