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Fehlerstromschutzschalter

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  •  brtl
29.12. - 30.12.2025
7 Antworten | 5 Autoren 7
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Vermutlich blöde Frage... 😌

Aber mich beschäftigt, wie viele RCDs für folgende Anforderungen nötig/üblich sind (keine Sorge, es wird einen Elektriker geben, es beschäftigt mich dennoch):

- KNX-Komponenten (Netzteil) soll weiterlaufen, wenn jemand in die Steckdose greift
- Selbiges gilt für die Netzwerk-/Server-Komponenten
- Und für die Heizung/Wärmepumpe
- Und dann hätte ich noch gerne den Kühlschrank (Küche) und das TK-Fach (Keller) separat abgesichert
- PV 
- Habe ich noch was vergessen?

Heißt das jetzt 6 x RCD RCD [Fehlerstrom-Schutzschalter]? Oder 5 x, wenn man die beiden Steckdosen für TK und KS zusammenfasst. Oder bin ich da komplett am Holzweg und man löst das ganz anders?

Und Bonus-Dumme-Frage: Bei PV ist ja oft (?) Typ B gefordert - müssen dann alle anderen RCDs auch Typ B sein? --> Die Frage habe ich mir gerade mit dem Fronius-Manual selbst beantwortet: https://manuals.fronius.com/html/4204260315/de.html#0_m_0000019569

  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
29.12.2025  (#1)
1) Für 1x230V reichen Typ A FI Schalter aus. 
2) Für 230V Stromkreise kann man einen FI/LS mit 10A oder 13A, Charakteristik B, mit 10mA Fehlerstrom nehmen.  Mehr geht nicht. 


2025/20251229925835.png

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  •  taliesin
  •   Gold-Award
29.12.2025  (#2)
Wieviel FIs du brauchst hängt ja in erster Linie damit zusammen, was du alles gemeinsam und ohne Steckdosenkreise, versorgen kannst.

Wenn also WP WP [Wärmepumpe], Server, KNX und die beiden Kühlgeräte gemeinsam auf einem Kreis hängen können, dann brauchst du nur einen zusätzlichen. Das ist aber nicht wahrscheinlich.

Alternativ könntest du über einen Melder nachdenken, der zumindest alarmiert, wenn ein FI fällt, es gibt für alle renomierten Hersteller Hilfskontakte, die kannst du auf einen nicht FI-gesicherten Kreis hängen und z.B. eine SMS oder e-mail über GSM verschicken, alternativ reicht für Bastler ein altes Smartphone, das über ein Ladegerät am zu überwachenden Kreis hängt und bei Stromausfall die SMS schickt (siehe z.B. https://www.llamalab.com/automate/doc/block/power_source_plugged.html)

Billiger sind aber vermutlich die Kombi-Dinger von Kleinermuk.

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  •  danielherzog
29.12.2025  (#3)
Ich habe z.B. für Netzwerk und KNX Netzteil gemeinsam einen FI/LS.
Für WP WP [Wärmepumpe] und PV gemeinsam einen FI Typ B mit jeweils den notwendigen LS dahinter.
Außenbeleuchtung und Außensteckdosen hängen auf einem eigenen FI/LS.
Raffstore und Rollladen ebenfalls einen eigenen FI/LS.

Ich würde TK und KS ebenfalls auf einen gemeinsamen FI/LS hängen, wenn du das eigens absichert haben willst.

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  •  GKap
  •   Silber-Award
30.12.2025  (#4)
Also ich würde das so machen:
- Je Stockwerk 1 FI/LS für's Licht, zusätzlich einer für Licht im Außenbereich
- 1 FI für normale Steckdosen + ca. 2 LS pro Stockwerk
- 1 FI/LS für Steckdosen im Außenbereich 
- 1 FI + mehrere LS für Großgeräte wie Herd, Waschmaschine, Tockner usw.
- Eventuell 1 FI/LS für Kühlschränke 
- 1 FI/LS für die Wärmepumpe
- 1 FI/LS für die Lüftung
- 1 FI/LS für die Beschattung
- 1 FI/LS für den Netzwerkschrank
- 1 FI/LS für Netzteile im Verteiler (KNX, Motorschloss, Türkommunikation usw.) und die Alarmanlage
- PV und Wallbox nach Angaben des Herstellers

Das ist sicher eine großzügige Ausstattung, wenn du sparen möchtest, kannst du ein paar FI/LS durch einen einzigen FI + mehrere LS ersetzen.

Noch besser als eigene Stromkreise für Kühlschränke ist eine Überwachung mit einem Aktor mit Strommessung: Wenn eine bestimmte Zeit lang kein Strom fließt, kann man über KNX eine Aktion auslösen.

Gruß
GKap

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  •  taliesin
  •   Gold-Award
30.12.2025  (#5)
Für festverkabelte Einrichtungen einen separaten FI zu setzen, finde ich übertrieben. Bei Herd, WM und WT bin ich dabei, weil da ev. durch Wasser ein Schaden entsteht, Außenbereich natürlich auch.

Bei mir ist seit Jahren kein FI mehr gefallen, also ja halbjährlich, wenn ich teste.

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
30.12.2025  (#6)

zitat..
taliesin schrieb:

Für festverkabelte Einrichtungen einen separaten FI zu setzen, finde ich übertrieben. Bei Herd, WM und WT bin ich dabei, weil da ev. durch Wasser ein Schaden entsteht, Außenbereich natürlich auch.

Bei mir ist seit Jahren kein FI mehr gefallen, also ja halbjährlich, wenn ich teste.

Guter Punkt! Ehrlicherweise kenne ich niemanden, selbst unter Elektrikern, die die RCDs im eigenen Haus/Wohnung testen.
KNX Netzteil ohne RCD RCD [Fehlerstrom-Schutzschalter] ist doch zulässig und mit hätte es keine zusätzliche Schutzwirkung, oder übersehe ich da was? Habe ich in der Praxis interessanterweise noch nie gesehen. 
Hatte gerade kurz auch an den Festanschluss einer USV für Netzwerk und Co. gedacht, da wäre mir ein RCD RCD [Fehlerstrom-Schutzschalter] aber schon lieber. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, aber für den Fall, dass da Fehlerströme über das Gehäuse abgeleitet werden, scheppert es bei einem regulären LS ohne RCD RCD [Fehlerstrom-Schutzschalter] doch gewaltig im Vergleich zum RCD RCD [Fehlerstrom-Schutzschalter] + LS.


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  •  taliesin
  •   Gold-Award
30.12.2025  (#7)
Die Frage ist immer, welcher Fehlerfall kann entstehen. Bei einem SELV/PELV-Netzteil ist durch die doppelte Isolierung nicht von einem netzseitigen Gehäuseschluss auszugehen, also "one in a billion".

zitat..
TobiK schrieb: Ehrlicherweise kenne ich niemanden, selbst unter Elektrikern, die die RCDs im eigenen Haus/Wohnung testen.

Ich habe eine Wartungsliste, die über's Jahr durchzuführende Wartungsarbeiten auflistet, da stehen beim Rauchmeldertest halt auch die FIs dabei, Aufwand <1min.

Was hilft es 20 FIs zu verbauen und die nie zu testen emoji
Es wird auch gerne übersehen, dass das Erhöhen der Komplexität (viele FIs) die Fehlerwahrscheinlichkeit proportional mit erhöht (ausgehend von einer Gleichverteilung der Fehler, was vermutlich nicht ganz stimmt).

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