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FBH Heizungswasser

48 Beiträge | letzte Antwort 14.2.2019 | erstellt 4.2.2019
Hallo,

es dauert zwar bei mir noch ein wenig, aber ich mache mir schon Gedanken über das Befüllen unserer FBH. Jetzt sollte das Wasser welches man in die FBH verbaut der ÖNORM H 5195 entsprechen. Da wir in Eigenregie verlegen, stellt sich die Frage wie man am sinnvollsten das korrekte Waser einfüllt.

Ich habe hierzu einen interessanten Artikel gefunden:
https://www.sv-haustechnik.at/wissenswertes/heizungswasseraufbereitung-verschlammung-korrosion/

Bei der EVN Abfrage der Wasserwerte meiner Gemeinde ergab die Untersuchung folgende Werte:





Abgabestelle

Datum



PH-Wert



Gesamt
härte



Carbonat
härte



Nitrat



Chlorid



Sulfat



Natrium



Kalium



Kalzium



Magne-
sium



Pesti-
zide


Brunnenfeld


 
 
 

°dH



°dH



mg/l



mg/l



mg/l



mg/l



mg/l



mg/l



mg/l



μg/l


 


 

07.11.2018



7,8



12,5 



7,9 



30,0


 

22,0


 

58,0


 

6,8


 

1,0



59,0



18,0



<



0,1


NFA Obersiebenbrunn


zulässige Höchstkonzentration
 
 
 

50



200



750



200


 
 
 
 

0,1


 


 




Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, ist unser PH-Wert zu niedrig und die Härte zu hoch. Zum Sauerstoffgehalt habe ich keine Infos.

Wie habt ihr das gemacht bzw. wie würdet ihr das angehen? Einfach an den Installateur abgeben oder habt ihr selbst das Wasser besorgt, befüllt, das Wasser proben lassen, etc.

Danke & LG Mario

 
6.2.2019 20:57


brink schrieb: zwei mal habe ich bereits frisches wasser nachgedrück


Mit was "drückst" du das Heizwasser (Destillat) rein?
6.2.2019 22:04


cacer schrieb: leitwert zwischen 400 und 500


Ist das nicht viel zu hoch, oder hab ich da was falsch im Hinterkopf?
6.2.2019 22:23


cacer schrieb: hast du dein anlagenwasser mal auf PH-wert geprüft? ist er stabil bei knapp über 8?


nein, sollte ich mal machen..
ich schätze, es liegt bei 7, denn es ist nur wasser drin.


altehuette schrieb: Mit was "drückst" du das Heizwasser (Destillat) rein?


https://www.energiesparhaus.at/forum-heizung-kollektor-selbst-befuellen/47409_1#439044
6.2.2019 23:37


rabaum schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von cacer: leitwert zwischen 400 und 500

Ist das nicht viel zu hoch, oder hab ich da was falsch im Hinterkopf?


Knv sagt laut Datenblatt von arne:Leitfähigkeit bei gelötetem Wärmetauscher ok bei Werten von 10-500 microsimens/cm ab 500 sollte das Wasser nicht verwendet werden und unter 10 müssen alle anderen Bedingungen passen. 
Mit unter 500 bin ich quasi an der Grenze. 
Deshalb die Idee etwas ve-Wasser unterzumischen.
Reines ve-wasser löst halt gern alles mögliche auf und hat niedrigen ph-Wert. 
Man muss dann kontrollieren ob die eigenalkalisierung auch nach Wochen (Jahren) bei den gewünschten ph8(laut Knv 7-9)bleibt.

Also mein ursprünglicher plan: ortswasser (gute Werte bis auf grenzwertige Leitfähigkeit) mit coracon he6 als Korrosionsschutz. 

Alternativ ortswasser mit ve-wasser verschneiden. 
Ist dann quasi salzarme Fahrweise. 

Nibe empfiehlt zwar salzarme Fahrweise, gleichzeitig geben sie aus technischer Sicht grünes Licht bei Härte unter 14°dH.
Da sind wir gut drunter.

@brink: ja teste mal  Ich tippe auf 8

Gruß 
9.2.2019 14:11
apropos, hofer verkauft gerade 5l kanister für 1,29€!
hab wieder zugeschlagen, bald sollte endlich mein projekt starten https://www.energiesparhaus.at/forum-solare-gewinne-in-keller-einlagern/48478
dafür brauche ich noch ein paar liter.. kann dann gleich ph test miterledigen..
13.2.2019 13:02
Insti hat meine Heizung mit normalen Leitungswasser befüllt und möchte es nachdem Ausheizen bzw. nach der Installation der Enthärtungsanlage mit Wasser aus dieser Spülen. Ist das eine gängige Praxis? Hat jemand eine Tabelle mit den Wärten die Eingehalten werden müssen? 
13.2.2019 13:25


Grundriss schrieb: Enthärtungsanlage mit Wasser aus dieser Spülen


Ohne Untersuchung des Wassers ist das auch kein Garant dafür, dass es passt.
pH und µS Werte müssen am Ende passen. Ich hab das gemeinsam mit dem Installateur fotodokumentiert.

siehe hier:
https://www.energiesparhaus.at/forum-ringgrabenkollektor-projekt-muehlviertel/43419_4#435968
13.2.2019 16:18
@Grundriss: Ausheizen mit unaufbereitetem Leitungswasser ist sicher nicht gängige Praxis. Ich finde das außerordentlich ungeschickt: Wenn sich das Wasser verfärbt, kommt es auch in die Durchflussanzeigen und von dort bringst Du es nicht mehr raus. Soll heißen: Auch wenn Du dann das Wasser tauschst, bleibt der Dreck in den DFA und wird immer dunkler. Da hilft dann nur mehr ein Tausch der DFA oder des ganzen Balkens. 

Wie schon von rabaum geschrieben: Entkalken ist zu wenig. pH-Wert und Leitfähigkeit müssen auch passen, dazu gibt es auch konkrete Vorgaben in der ÖNORM, die ich Dir aber leider nicht nennen kann. Schon mal über Google oder Suchfunktion im Forum probiert?
13.2.2019 16:55
Hab auch mit unaufbereiteten Wasser den Estrich ausgeheizt... so schnell verfärbt sich das Wasser nicht. 
Im Zuge des hydr. Abgleich wurde dann das Wasser enthärtet mit so einem ähnlichen Gerät wie auf den Fotos von rabaum. Zeit zwischen Aufbereitung und Inbetriebnahme ca 4 Monate.
13.2.2019 20:48
Ich finde es trotzdem sinnlos. Wozu macht man sich unnütz die Arbeit die FBH zwei Mal befüllen zu müssen, wenn ein Mal ordentlich völlig reicht?
14.2.2019 9:45


MissT schrieb: Ich finde es trotzdem sinnlos. Wozu macht man sich unnütz die Arbeit die FBH zwei Mal befüllen zu müssen, wenn ein Mal ordentlich völlig reicht?


 
Das Wasser wird ja nicht neu befüllt sondern gespült und mit Zusätzen auf die richtigen Werte gebracht.

Hab jetzt bei uns in der Firma mal nachgefragt, da wir bei unseren Anlagen auch Kühler/Heizungen verbauen. Ein Arbeitskollegen meint, dass er Kesselhäuser auch machen kann. Verwendet werden Hydex Zusätze (pH-Wert stabilisieren und Sauerstoffbindung) und eine Harzflasche.


14.2.2019 9:48


MissT schrieb: Ich finde es trotzdem sinnlos. Wozu macht man sich unnütz die Arbeit die FBH zwei Mal befüllen zu müssen, wenn ein Mal ordentlich völlig reicht?


 befüllt muss sowieso werden....

das Gerät ist eine Art Bypass dass parallel zur FBH geschalten wird und das Wasser durchpumpt/aufbereitet.... das läuft ein paar Tage.


14.2.2019 10:12
Es lief bei uns genau so wie Grundriss und massiv50er es beschreiben. Daher ist die Arbeit auch nicht doppelt. Gerade bei der Erstfüllung haben wir auf viele Dinge aufpassen müssen, vielleicht ist es den Installateuren ganz recht, nicht noch ein Detail beachten zu müssen.
14.2.2019 12:48


massiv50er schrieb:
das Gerät ist eine Art Bypass dass parallel zur FBH geschalten wird und das Wasser durchpumpt/aufbereitet.... das läuft ein paar Tage.


 Okay, dann bin ich wohl von einem falschen Ablauf ausgegangen. Bei Dir lief das wirklich Tage? Bei mir hat das der Installateur in ein paar Stunden erledigt gehabt. Ich hoffe, der hat das ordentlich gemacht ...
14.2.2019 13:12
Ja ca. 2,5 Tage produktiv.

Es misst immer wieder die Werte.. und wenn  die Werte dann stimmen, schaltet es den Vorgang ab.

Aufgestellt wurde es am Freitag. Abgeholt am Montag. Fertig war es irgendwann am Sonntag.


14.2.2019 13:25
Die Dauer hängt vermutlich vom Rohwasser ab, bis es fertig "bearbeitet" ist. Bei uns lief es im niedrigen Stundenbereich. @MissT habt ihr am Ende noch eine Messung der beiden Werte gemacht?
14.2.2019 14:07
sagt, findet ihr das nicht ein wenig zu aufwändig, das wasser aufzubereiten anstatt gleich garantiert das richtige reinzugeben 
14.2.2019 14:39
also ganz verstehe ich eure disskusionen hier nicht? es wird leitungswasser eingefüllt, gespült, das magische gerät angeschlossen und gewartet bis es passt.
und jakub, warum destilliertes wassser aus kanistern nehmen bei dem du nicht mal sicher bist ob der PH-wert dann überhaupt stimmt? weil es vl. 100 euro billiger ist?
14.2.2019 14:41
Aufwändig? Naja...

Bei mir wurde auch mit Leitungswasser gefüllt und vom Installateur hab ich eine Patrone bekommen mit der das Wasser dann aufbereitet wurde. Die Patrone hat allerdings ~150€ gekostet. 

FBH Heizungswasser    
FBH Heizungswasser


Muss zugeben war auch etwas skeptisch. Soweit ich weiß hat die Anzeige auch nur den Leitwert und Durchfluss ausgegeben.

Bis heute (über 16Monate) habe ich noch keine Verfärbungen.
14.2.2019 14:54


gsilly schrieb: und jakub, warum destilliertes wassser aus kanistern nehmen bei dem du nicht mal sicher bist ob der PH-wert dann überhaupt stimmt? weil es vl. 100 euro billiger ist?


gut, ich kann nur 2,5j erfahrungen vorweisen, und ich habe glasklares wasser in den schaugläsern und glasklares wasser bei filterreinigung.

alle meinungen gegen destilliertes wasser hier gehen davon aus, dass das destillierte wasser trotzdem leitend wird und zur korrosion führt - zeigt sich dann in verfärbtem wasser.
in allen durch fakten belegten argumentationen ist es ein offenes system mit luft/sauerstoff kontakt. mein heizungssystem ist luft/sauerstoffdicht.

wenn es bei mir nach 2,5j nicht detektierbar ist, ist meine annahme, dass das wasser passt.
ich kann mich auch täuschen. wie kann ich das widerlegen, dass das wasser nicht passt?

neben deutlichen kostenvorteil, weiß ich, dass das destillierte wasser eindeutig keine mineralien und sonstige chemische elemente ausser h2o beinhaltet und sich nichts irgendwo ablagern kann.
14.2.2019 15:04
ja sicher wird das bei dir passen, spricht zumindest nichts dagegen. aber ist destilliertes wassser gleich destilliertem wassser? sind alle am markt verfügbaren ident? und der PH-wert wäre ja mit rund 7 dann eigentlich zu niedrig, scheint aber kein problem zu sein.


brink schrieb: dass das destillierte wasser eindeutig keine mineralien und sonstige chemische elemente ausser h2o beinhaltet und sich nichts irgendwo ablagern kann


ist das nicht nach behandlung/filterung mit diesen patronen/geräten auch der fall? wenn ja bleibt nur die kostenseite als plus.



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