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Ersatz Viessmann Vitocal 300 durch Stiebel Eltron WPE-I xx H 230 Premi - Seite 2

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  •  camueller28
27.11. - 30.11.2025
23 Antworten | 7 Autoren 23
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In meinem 2004 fertiggestellten Haus (Holzständer-Bauweise) habe ich seitdem eine problemlos laufende Sole-WP Viessmann Vitocal 300 BW 116 mit 16 kW Heizleistung. Sie hat einen 800 Liter Pufferspeicher mit Mischer. Im gesamten Haus (auch Keller) existiert FBH FBH [Fußbodenheizung]. Im Wohnbereich von 210 qm haben wir meist 23 Grad, im Keller von 100 qm ca. 15 Grad.
Für Warmwasserbereitung exitsiert ein 300 Liter Speicher mit Heizstab, der aber noch nie benutzt wurde.
Wärmequelle sind 3 Sonden mit jeweils 75m.
Das Haus hat eine PV-Anlage mit 9.3 kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] ohne Speicher aber mit E-Auto, in das meist die PV-Überschüsse geladen werden. Ein Stromspeicher für das Haus ist aktuell nicht geplant.

Im Laufe der Jahre habe ich die Kennlinien optimiert. Dadurch taktet die WP WP [Wärmepumpe] nur sehr wenig, d.h. max. 3 Kompressorstarts für das Heizen täglich plus 2 weitere für Warmwasser. Basierend auf der Gesamtzahl der Kompressor-Starts und Betriebsstunden könnte die WP WP [Wärmepumpe] nochmal 20 Jahre halten, aber das Risiko eines WP WP [Wärmepumpe]-Ausfalls im Winter möchte ich nicht eingehen und plane deshalb, die WP WP [Wärmepumpe] zu ersetzen.

Ich nutze Tibber mit dynamischem Stromtarif. Meine WP WP [Wärmepumpe] darf derzeit nur 8 Stunden täglich laufen (realisiert als inverse EVU-Abschaltung), wobei dafür die preisgünstigsten Stunden verwendet werden. Die Bestimmung erfolgt auf Basis der Day-Ahead-Strompreise und der PV-Prognose. Ich war bisher ein "Fan" von Pufferspeichern, weil ich damit die Stunden mit teurem Strom überbrücken kann. Möglicherweise würde aber auch der Estrich als Puffer reichen.

Als WP WP [Wärmepumpe] möchte ich die Stiebel Eltron WPE-I xx H 230 Premium einsetzen, wobei sich natürlich die Frage nach der Dimensionierung stellt.

Die aktuelle WP WP [Wärmepumpe] wurde auf Basis der Wärmebedarfsberechnung nach EnEV 2002 gewählt:

Jahres-Heizwärmebedarf Qh = 19797 kWh
Flächenbezogener Jahres-Heizwärmebedarf Qh = 57,7 kWn
Flächenbezogener Jahres-Primärenegeriebedarf Qp (inkl. Warmwasser) = 67,6 kWh

Hier noch die detaillierten Zahlen für die drei kältesten Monate (das Haus hat bodentiefe Fenster auf der Südseite):

Monat | Heizwärmebedarf | Wärmeverlust | solare Wärmegewinne | Ausnutzungsgrad der Wärmegewinne
Dezember | 3942 | 5401 | 1472 | 0,99
Januar | 4542 | 6133 | 1604 | 0,99
Februar | 3521 | 5019 | 1517 | 0,99

Wie genau daraus die Entscheidung für eine WP WP [Wärmepumpe] mit 16 kW Heizleistung abgeleitet wurde, kann ich nicht mehr sagen.

Vemutlich ist der tatsächliche Heizenergiebedarf besser geeigent, um die Dimensionierung der neuen WP WP [Wärmepumpe] zu ermitteln. Die Wärmepumpen-Rechner gehen leider eigentlich immer von einer fossilen Heizung aus und nicht von einem WP WP [Wärmepumpe]-Wechsel.

In einem Forum habe ich einen Ansatz gefunden, der mir plausibel erscheint: Man sammelt tägliche Paare von mittlerer Außerntemperatur und von der Heizung gelieferter Wärmemenge. Die historischen Werte der mittleren Außerntemperatur habe ich von einer Wetterstation auf dem Hausdach.

Weil bei meiner WP WP [Wärmepumpe] damals kein Wärmemengenzähler verbaut wurde, muss ich die Wärmemenge anders bestimmen: Mein EMS protokolliert den Stromverbauch der WP WP [Wärmepumpe] (inkl. der Heizungspumpen, aber das sind Hocheffizienzpumpen - die fallen bei 4 kW Leistungsaufnahme der WP WP [Wärmepumpe] nicht ins Gewicht). Von diesem Stromverbauch ziehe ich Anteil für WW WW [Warmwasser] ab - ermittelt aus den Sommermonaten, wo nur WW WW [Warmwasser]-Bereitung aktiv ist (2 kWh täglich). Bei mir zeigt also das Diagramm auf der Y-Achse nicht die gelieferte Wärmemenge, sondern die aufgenommene Leistungsmenge (eigentlich "Arbeit", aber das klingt komisch). Für das Diagram ist das erstmal egal, da ja nur der Schnittpukt der Gerade durch die Punktwolke mit der Normaussentemperatur (bei mir: -10,8 Grad) bestimmt werden soll. Diese aufgenommene Leistungsmenge bei Normaussentemperatur kann dann mit Jahresarbeitszahl meiner WP WP [Wärmepumpe] von 4,53 multipliziert werden und man erhält die von der WP WP [Wärmepumpe] gelieferte Wärmemenge bei Normaussentemperatur.

Ich habe das Diagram von Gemini generieren lassen und dabei die kältesten Monate verwendet. 


2025/2025112770987.png

Wie oben erwähnt soll die neue WP WP [Wärmepumpe] an 90% der Tage max. 10 Stunden am Tag laufen, um die Stunden mit hohen Strompreisen zu vermeiden. Entsprechend berechnet sich:

Tagesstromverbauch bei Normaussentemperatur * JAZ / Tagesheizstunden = Benötigte Heizleistung
bzw.
35 kWh * 4,53 / 10 = 13.5 kW

Wenn man die gleiche Rechnung mit 22 Stunden macht (2 Stunden für WW WW [Warmwasser]) ergibt sich:

35 kWh * 4,53 / 22 = 6,1 kW

Wenig überraschend hat die Anzahl der Heizstunden eine signifikanten Einfluss auf die benötigte Heizleistung.

Meine Fragen an das Forum:
1. Pufferspeicher behalten oder weg?
2. Wäre die WPE-I 12 H mit 12,7 kW eine gute Wahl angesichts der Rahmenbedingungen?
3. Übersehe ich Aspekte, die für die Auslegung der neuen WP WP [Wärmepumpe] relvant sind?

  •  christoph1703
29.11.2025  (#21)

zitat..
ds50 schrieb:

Oh, ERR auch noch. 😬😞

Bingo komplett 🙈

zitat..
camueller28 schrieb: Andererseits habe ich sowieso 2 Heizkreise, die keinen Stellantrieb haben, d.h. immer offen sind. Reichen die aus für den Mindestvolumenstrom?

Unbedingt alle Stellantriebe abschrauben und für vollen Durchfluss sorgen. Das ist so, als würdest du beim Auto einen Ziegelstein aufs Gaspedal legen und die Geschwindigkeit nur mit der Handbremse regeln. Wenn du alles aufmachst, brauchst du auch das Überströmventil nicht, weil du dann garantiert immer genug Durchfluss hast.


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  •  Akani
29.11.2025  (#22)
@ camueller, meine Meinung zu deinem jetzigen Setup, deine Wärmemenge die du mit deiner WP WP [Wärmepumpe] dem Puffer und der Überhöhung fährst verschleudert du wie oben schon errechnet deine 25% , wenn ich rechnen kann musst du demnach nur 16k Kwh produzieren, somit kommt die 8er Maschine gut hin.
Zudem hättest für die 2 Wochen Angst im Jahr noch die Möglichkeit 9 KW Heizstab dazu zu nehmen.
Warmwasser ist Nebensache, in den 1-2 Stunden kühlt dein Haus nicht aus. 
Die Leistung für dein Haus ist eine DIN Berechnung, d.h. es muss von deiner NAT  von null auf aufgeheizt werden.
Die WP WP [Wärmepumpe] rennt aber schon und muss nur Wärme nachliefern um deine Gebäudeverluste zu decken.
Auch aus diesem Grund hab ich dir weiter oben die Nibe/ KNV vorgeschlagen, wäre etwas mehr Luft nach oben und für deine Bohrungen hydraulisch ausreichend. 
Wäre ich dein HB würdest von mir keine 12er eingebaut bekommen

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  •  camueller28
30.11.2025  (#23)
An meiner Viessmann-WP war 2005 das letzte Mal ein Techniker bzw. der HB. Seitdem habe ich alles selbst gemacht (MAG-Wartung, Sole-Kontrolle und Nachfüllung, WP-Steuerung, normale Pumpen durch Hocheffizienzpumpen ersetzt). Aktuell plane ich, die WP WP [Wärmepumpe] ohne einen Heizungsbauer selbst zu ersetzen. Ja, ich weiß, dass ich dann keine Garantie habe (Gewährleistung aber schon).

Jetzt plane ich erstmal das optionale Abklemmen des Puffers und Einbau eines Wärmemengenzählers, damit ich das im April nach Ende der Heizsaison direkt angehen kann.
Dazu kommt noch der Ersatz der Heizkreisverteiler mit hydraulischem und thermischem Abgleich.

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