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Erfahrungsaustausch Solarhaus mit Erdspeicher

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  •  mmas2006
4.1.2021 - 7.9.2022
80 Antworten | 13 Autoren 80
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An alle Solarpioniere oder welche die es noch werden wollen!

Gibt es in diesem Forum jemanden der ein Solarhaus bzw. Sonnenhaus mit Bauteilaktivierung hat? Am besten mit einer Erdwärmepumpe als Nachheizung.
Da ich selber seit 3 Jahren in einem Solchen Haus wohne, würde ich gerne meine Erfahrungen mit anderen austauschen. Meine Anlage wurde von der KPC als Demoprojekt gefördert, und ich war auch in der Begleitforschung vom AIT.

Speziell interessiert mich der sogenannte Erspeicher unterm Haus (den ich leider nicht habe).
Ich habe (nur) einen konventionellen Erdwärmeflachkollektor im Garten, den ich aber auch mit der Solaranlage ziemlich aufwärme. 30% meines Solarertrages gehen als Überschuss in den Boden. Dadurch komme ich auf einen spezifischen Ertrag von über 600 kWh/m²a
In der letzten Heizperiode habe ich mit meiner 30m² Anlage 21.000 kWh geerntet.
Mein Haus braucht ca. 12.000 Kwh zum Heizen und 3.000 kWh für Warmwasser.
Als Nachheizenergie habe ich dafür nicht mal 1.000 kWh Strom für die Wärmepumpe (inkl. Hilfsenergie für Regelung und Pumpen) gebraucht.
Meine JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] beträgt 15
Der Solare Deckungsgrad 93%

Falls jemand siene Erfahrungen mit mir teilen will würde mich folgendes interessieren:

Erdspeicher: Wie groß? Wie tief? Wieviele Kreise? Welches Rohrmaterial?
Haus: Wie groß? (beheizte Wohnfläche) Wie hoch ist der HWB (laut OIB bzw. tatsächlich)
Solaranlage: Wie groß? Wie hoch ist der Solarertrag?
Wieviel kann direkt gedeckt werden?
Wieviel geht im Sommer (als Überschuss) in den Boden?
Wie warm wird es dabei?
Wieviel wird im Winter rausgezogen?
Wie weit geht die Temperatur runter?

Ich freue mich über jeden Beitrag.

  •  New_Projekt
  •   Gold-Award
5.1.2021  (#1)

zitat..
mmas2006 schrieb: In der letzten Heizperiode habe ich mit meiner 30m² Anlage 21.000 kWh geerntet.

In welchem Land wohnst du, das so ein Ertrag wärend der Heizperiode möglich ist?



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  •  mmas2006
5.1.2021  (#2)
Mein Haus steht in Kärnten in einer durchschnittlichen Sonnenlage auf 500m Seehöhe.
Der hohe Ertrag ist natürlich nicht der nutzbare Solarertrag.
Wie gesagt habe ich letzten Sommer 6.000 kWh einfach nur im Boden vernichtet.
Dies kommt nur dadurch zustande, weil ich den Erdspeicher, der ja auch im Sommer relativ kalt ist, als dritten Speicher in meinem System nutze.
D.h. immer wenn die Sonne auch nur ein bisschen schient, gibt es eine Möglichkeit Solarenergie zu speichern. Wenn beide Speicher im Haus voll sind, wird automatisch der Erdspeicher beladen.
Meine Anlage steht im regelfall nie. -Keine Stagnation-
Sogar jetzt im Winter wird der Erspeicher beladen bei bewölktem Himmel !!!
Ab einer Strahlung von ca. 200W/m² schaltet sich die Anlage ein und regenert den Boden der jezt ca. 5°C hat. Der Kollektor hat dann eine Temperatur von 15°C und es gehen 4 KW in den Boden.
Habe jetzt gerade die Auswertung vom Dezember gemacht.
Das war der schlechtetste Dezember mit nur 160kWh direkt nutzbarer Solarenergie.
Im Durchschnitt waren es im Dezember 800
Trotzdem ha  ich 1.600 kWh Gratisenergie aus dem Boden bekommen, dazu musste ich 300 kWh Storm aufwenden.
Kein Quatsch - das geht

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  •  New_Projekt
  •   Gold-Award
5.1.2021  (#3)
Achso, die 21000 Kwh sind der Jahresertrag und nicht der Ertag während der Wintermonate (Heizperiode).

zitat..
mmas2006 schrieb: Sogar jetzt im Winter wird der Erspeicher beladen bei bewölktem Himmel !!!

Warum gehst du den Umweg in den Erdkollektor?
Ich hebe die Soletemperatur im Winter direkt vor der Wp mit Hilfe der Solaranlage an.
Ein Wärmetauscher im Solekreis sorgt dafür, das bereits bei minimaler Sonne die Wp eine hohere Wäremquellentemperatur sieht.

zitat..
mmas2006 schrieb: Trotzdem ha  ich 1.600 kWh Gratisenergie aus dem Boden bekommen, dazu musste ich 300 kWh Storm aufwenden.
Kein Quatsch - das geht

Arbeitszahl etwas über 5
Ist gut, aber nicht überragend.
Modulierende Wärmepumpen mit grosszügiger Quelle schaffen 6 bis 6,5



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  •  mmas2006
5.1.2021  (#4)
Da spricht mir jemand aus der Seele.
Freut mich dass ich bereits nach so kurzer Zeit im Forum schon jemanden kenne, der sich offensichtlich auskennt.
Die großtzügige Quelle hätte ich, nur zum Zeitpunkt wo ich diese anzapfen muss ist diese nicht mehr warm genug. Im Sommer bekomme ich bis zu 30°C
Im November hab ich immer noch um die 20°C  wobei dich da noch nicht nachheizen muss.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass ein Kollektor der unter dem Haus liegt besser wäre.
Die Auskühlung des Kollektors bei mir geschieht nämlich nicht aufgrund des Entzuges mit der Wärmepumpe, sondern aufgrund der Witterung. in 1,4 Meter Tiefe hat es hald im Dezember nur noch 5°C da hilft auch das Aufheizen im Sommer nicht viel.
Den direkten Weg hab ich natürlich auch angedacht und sogar ausprobiert, hat aber zu Problemen in ND-Bereich der WPWP [Wärmepumpe] geführt, da tielweise zu hohe Quelltemperaturen waren.
Ich hab die Regelung einfach nicht hinbekommen, die dies verhindern hätte können, speziell bei wechselhaften Wetter ist die Umschaltung nicht schnell genug gegangen, oder wenn die Solaranlage zuvor Warmwasser gemacht hat, hab ich die Temperaur nicht schnell genug runter bekommen. Deshalb hab ich die Sicherheitvariante gewählt über die hydraulische Weiche im Rücklauf. Die Solaranlage kann jederzeit einspeichern und die WPWP [Wärmepumpe] kann jederzeit laufen. Das gleiche hab ich auch auf der Nutzseite gemacht. Jeweils der Eintritt in die WPWP [Wärmepumpe] ist durch die BTA gedämft und relativ konstant und stabil.
Ehrlich gesagt für die paar KWH die ich mit der WPWP [Wärmepumpe] nachheize ist es ziehmlich egal ob der COP 4 oder 5 oder 6 ist. Entschiedend ist die Jahresbilanz.
15.000 kWH mit einem Aufwand von 1000 das zählt.

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  •  New_Projekt
  •   Gold-Award
5.1.2021  (#5)

zitat..
mmas2006 schrieb: Den direkten Weg hab ich natürlich auch angedacht und sogar ausprobiert, hat aber zu Problemen in ND-Bereich der WPWP [Wärmepumpe] geführt, da tielweise zu hohe Quelltemperaturen waren.

Die Steuerung muss natürlich schon passen und die Hydraulik muss schnell reagieren.
Hatte hier noch keine Probleme.

zitat..
mmas2006 schrieb: Ich hab die Regelung einfach nicht hinbekommen, die dies verhindern hätte können,

Habe ich realtiv einfach gelöst. 
Ab 18 Grad Soletemperatur fahren die Stellmotoren der Solaranlage innerhalb von 8 Sekunden in den Warmwasserbetrieb.
Bei 25 Grad würde das Hochdruckpressostat der Wp eine Hochdruckstörung ausgeben.
Das war sehr einfach über meine KNX Hausautomatisierung zu programmieren.

zitat..
mmas2006 schrieb: 15.000 kWH mit einem Aufwand von 1000 das zählt.

Meine Solaranlage schafft zwar nur knapp 10000Kwh allerdings produziert sie keinen Überschuss, den ich speichern müsste.
Bei mir wird der Pool im Sommer geheizt plus Warmwasser, in der Übergangszeit wird das Haus geheizt und im Winter die Soletemperatur der Wp deutlich im Plusbereich gehalten.
Momentan liegt meine Soletemperatur unter Last bei 6,8 Grad Sole EIN und 3,5 Grad Sole AUS.
Je nach Solevorwärmung steigt die Soletemperatur auch jetzt im Jänner sehr schnell auf 10 Grad Sole Ein.

Ich schaffe zwar nur eine JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] von 12 oder 13, finde ich aber auch ganz okay.


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  •  mmas2006
5.1.2021  (#6)
Kompliment, du bist ja ein echter Freak. Und auch sehr aktiv im Forum. 🙄 wie groß ist deine Anlage? Wann hast du gebaut? 

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  •  AntonInWien
8.1.2021  (#7)
@­mmas2006 : Ich denke, dass heutzutage kaum mehr jemand so eine Anlage baut. 
z.B. meine PV liefert den Strom direkt an die Wärmepumpe, die ich meist nur untertags laufen lasse. Die kWh kostet da keine 5 Ct nur wenn die Sonne nicht ausreicht muss eben von Netz bezogen werden.
Man muss schon ein riesen Haus haben, mit vielen Bewohnern, die viel Warmwasser benötigen, dass sich heutzutage Solarthermie noch rentiert.




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  •  mmas2006
8.1.2021  (#8)
Lieber Anton,
Da liegst du leider falsch.
Solarthermie kann viel mehr als die meisen Leute glauben.
Leider baut tatsächlich fast niemand so eine Anlage, aber nur deshalb weil viele so denken wie du, und einfach nur das nachplappern was so die allgemeine Meinung ist.

Frage1:
Wieviel Energie (Heizenergie und Warmwasser) braucht dein Haus im November, im Dezember, im Jänner und im Februar?
Ich weiß nicht wie groß dein Haus ist und wie gut es gedämmt ist, aber ich kann dir sagen dass du in diesen 4 Monaten ca. 70% von deinem Jahresbedarf brauchst.

Frage2:
Wie hoch ist dein PV-Ertrtag in diesen 4 Monaten?
Dann bitte noch die Grundlast abziehen, und dann schauen wir wieviel für die Wärmepumpe übrig bleibt.
Ich weiß nicht wie groß deine PV-Anlage ist aber ich kann dir sagen dass du ca. 25% deines Jahresertrages ernten kannst.

zitat..
AntonInWien schrieb: nur wenn die Sonne nicht ausreicht muss eben von Netz bezogen werden.

Genau das ist der Punkt.
Abgesehen davon dass die Sonne im Winter ohnehin nur wenige Stunden am Himmel steht, ist sie sehr oft von Nebel oder Wolken bedeckt. Der letzte Dezember war geprägt davon.
Es gab im ganzen Monat nur ca. 20 Sonnenstunden.
Trotzdem habe ich 75% des Bedarfes (und das waren rund 2.000 kWh) mit der Sonne decken können.
Nicht die Gewinnung der Energie ist das Problem sondern die Speicherung.

Gerne erkläre ich wie es funktioniert falls es jemanden interessiert.

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  •  New_Projekt
  •   Gold-Award
9.1.2021  (#9)

zitat..
mmas2006 schrieb: Nicht die Gewinnung der Energie ist das Problem sondern die Speicherung.

Dieses Problem konntest du lösen?

zitat..
mmas2006 schrieb: Es gab im ganzen Monat nur ca. 20 Sonnenstunden.
Trotzdem habe ich 75% des Bedarfes (und das waren rund 2.000 kWh) mit der Sonne decken können.

Das kann ich rechnerisch nicht nachvollziehen.

Weiter oben führst du aus, das du 30m² Kollektoren verwendest.
Um 2000Kwh in nur 20 Stunden ernten zu können, müsste bei euch in Kärnten die Sonne mit 3500 Watt/m² scheinen.

Realistischer sind z.Z. etwa 300 Watt/m², was bei 30m² Kollektoren um die 180Kwh in 20 Stunden bedeuten würde.
Eventuell ist dir da ein Zahlendreher passiert.




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  •  New_Projekt
  •   Gold-Award
9.1.2021  (#10)

zitat..
mmas2006 schrieb: Frage1:
Wieviel Energie (Heizenergie und Warmwasser) braucht dein Haus im November, im Dezember, im Jänner und im Februar?

ca. 7000Kwh

zitat..
mmas2006 schrieb: Wie hoch ist dein PV-Ertrtag in diesen 4 Monaten?

ca. 25 Kwh/kwp
Also bei meiner 12Kwp PV Anlage in den oben genannten Monaten ca.1200Kwh
Wenn ich jetzt die Grundlast  (250Watt) mit 180Kwh in 4 Monaten abziehe, bleiben so gesehen 1000Kwh für die Wp.

Wenn die Wp mit einer AZ 5 7000Kwh (termisch) erzeugt braucht sie 1400 Kwh dafür.
So gesehen über 70% Deckungsgrad durch die PV Anlage.

Gut ich habe jetzt noch eine thermische Solaranlae die in der selben Zeit noch mal gut 1000Kwh erzeugt.
So komme ich ganz ohne Energiespeicherung auf über 85% solare Deckung.




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  •  mmas2006
10.1.2021  (#11)
Kein Zahlendreher,
Die besagten 2.000 kWh vom Dezember sind natürlich nicht direkt aus der Solaranlage gekommen, sondern nur ein ganz kleiner Teil davon. Der Rest kam 6 Monate zeitverzögert aus dem Erdspeicher. Mithilfe der Wärmepumpe auf Nutztemperatur gebracht.
Es ist kein Geheimnis. Jede Erdwärmepumpe arbeitet nach diesem Prinzip. Der Erdwärmekollektor ist nichts anderes als ein riesengroßer Speicher der Solarenergie vom Sommer aufnimmt und im Winter immer noch so warm ist dass man mithilfe der WPWP [Wärmepumpe] effizient heizen kann. Somit ist nach meiner Beurteilung jedes Haus mit einer Erdwärmepumpe (JAZ 4) ein Solarhaus mit einem Deckungsgrad von 75% ganz ohne Solarthermie.

Was die Sonne sowieso machen würde, mache ich unnötigerweise mit meiner thermischen Solaranlage. Doch es gibt auch Anlagen wo der Erdspeicher unterm Haus ist, und die Regeneration nur über die Solarthermieanlage erfolgen kann.
Laut Berichten eines Bekannten der das schon gemacht hat, sollte dabei die Erdtemperatur nie unter 15°C gehen, und der Wärmeverlust des erdberührten Fußbodens sollte beinahe aufgehoben werden.
In der Zeit wo mit der WPWP [Wärmepumpe] nachgeheizt werden muss sollten auch die Soletemperaturen im Bereich von 10°C bis 20°C liegen, und die WPWP [Wärmepumpe] mit COP von 6-8 laufen.
Doch genau dafür fehlen mir die Erfahrungswerte. Ich würde gerne so eine Anlage mal in laufenden Betrieb sehen.

Zum Thema Heizen mit PV-Strom:
Eine Anlage mit 12 KWp KWp [kWpeak, Spitzenleistung] ist schon außerordetlich groß und für einen normalen Häuslbauer abgesehen von den Kosten, auch physikalisch kaum realisierbar, weil einfach der Platz dafür nicht vorhanden ist.
Natürlich kann man mit einer so großen Anlage auch wärmetechnisch einiges bewegen, und auch ohne Thermie aufgrund der Eigenverbrauchsoptimierung den Deckungsgrad von normalerweise 75% auf über 80% vielleicht sogar 90% steigern.
KNV hat dazu sogar eine mudulierendes Gerät das in der Lage ist immer das Maximum abzuschöpfen. Bei einem On-Off Gerät geht das nicht so gut, da aufgrund der relativ konstanten Leistungsaufnahme erst ab einer gewissen Leistung der PV-Anlage eingeschaltet werden kann, und bei Überschreitung, was bei großen Anlage sehr schnell der Fall ist, wieder nicht alles abgeschöft werden kann.

zitat..
New_Projekt schrieb: ca. 25 Kwh/kwp
Also bei meiner 12Kwp PV Anlage in den oben genannten Monaten ca.1200Kwh
Wenn ich jetzt die Grundlast (250Watt) mit 180Kwh in 4 Monaten abziehe, bleiben so gesehen 1000Kwh für die Wp.

25kWh/kWp?
Da hast du glaub ich einen Zahlensturz gehabt.
Ich würde eher sagen es sollten 250KWh pro KWp KWp [kWpeak, Spitzenleistung] in den besagten 4 Monaten sein, wobei das sicher die Obergrenze des möglichen ist.
Oder du meintest nur den Wert vom Dezmeber bzw. von einem Monat im Winter, was bei einer flachen Neigung wie es bei PV-Anlage üblich ist, realistisch wäre.
Dann stimmt deine Rechnung wieder mit 1000 kWh Strom für die WPWP [Wärmepumpe]
Doch selbst, wenn du eine Wärmepumpe hättest die den gesamten Überschuss 100% abschöften könnte, hättest du in diesen 4 Monaten mit deiner außerordentlich große PV-Anlage ganze 5.000 kWh Wärme kostenlos bekommen. (bei einer durchschnittlichen Arbeitszahl von 5,0) Ein einfacher Häuslbauer mit einer kleinen 5 KWp KWp [kWpeak, Spitzenleistung]-Anlage kann im Winter nicht mal seine Grundlast vernünftig abdecken.

zitat..
New_Projekt schrieb: Wenn die Wp mit einer AZ 5 7000Kwh (termisch) erzeugt braucht sie 1400 Kwh dafür.
So gesehen über 70% Deckungsgrad durch die PV Anlage.

Bitte entschuldige wenn ich jetzt hart mit der Kritik werde.
Das glaubst du ja selber nicht.
Ich wage zu behaupten dass dies nicht der Falls ist.
Das ist die rechnerische Irreführung, die viele glauben und sich deshab eine große PV-Anlage anschaffen wollen. Praktisch geht das nicht Punkt.
Bitte sag mir, mit welcher Wärmepumpe du in genau der Zeit wo die Sonne schient, diese  Wärme produzierst, und wie bzw. wo du diese speicherst damit du diese an die Zeit verteilen kannst wo keine Sonne scheint. 

Fakt ist, das zwar die Grundlast über 24 Stunden relativ konstat ist, doch der Ertrag an sehr unterschielichen Zeiten stattfindet. Oft nur an wenigen Tagen für wenige Stunden dafür dann sehr sprunghaft.  Eine 12 KWp KWp [kWpeak, Spitzenleistung]-Anlage kann auch im Winter theoretisch 12 KW Spitzenleistung bringen.
Welche Wärmepumpe kann das aufnehmen?
Aber selbst wenn es nur  8 oder 10 KW sind, müsste die Wärmepumpe ca. 40KW Wärmeleistung haben.
Und wenn die Anlage in der Früh nur 1 KW Überschuss bringt dann müsst das gleiche Gerät nur 4 KW Heizleistung haben.

Bin gespannt wie die Eppisode ausgeht.
Würde mich freuen wenn auch andere Forumsteilnehmer ihren Senf dazu abgeben.

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  •  berhan
  •   Gold-Award
11.1.2021  (#12)

zitat..
mmas2006 schrieb: Würde mich freuen wenn auch andere Forumsteilnehmer ihren Senf dazu abgeben.

Nachdem du ja mit der Kritik nicht zimperlich bist😉. Ich stell mir die Frage warum der ganze Aufwand, den

zitat..
mmas2006 schrieb: In der letzten Heizperiode habe ich mit meiner 30m² Anlage 21.000 kWh geerntet.
Mein Haus braucht ca. 12.000 Kwh zum Heizen und 3.000 kWh für Warmwasser.
Als Nachheizenergie habe ich dafür nicht mal 1.000 kWh Strom für die Wärmepumpe (inkl. Hilfsenergie für Regelung und Pumpen) gebraucht.

Ich brauche keine 1000 kWh Strom (insgesammt, also PV +Netzbezug) per Anno für die Wärmepumpe ohne Klimbim und es ist nur eine Luftwärmepumpe. Ca. 50% davon kommen von der PV, war zumindest im Dezember so und außerhalb der Heizperiode erwirtschaftet die PV einen Gewinn von € 1.500 - € 2.000 per Anno. Es ist geschickter man baut Häuser mit einem geringen Heizenergiebedarf, dann brauchst dich um die Reduzierung des Primärenergiebedarfs nicht abmühen, der stellt sich automatisch ein und die PV ist dann eigentlich nur mehr zum Geldverdienen da.

Das einzige was mich an Solaranlage reizen würde, wäre eine Anlage mit ein paar hundert m³ Wasserspeicher und meterdicker Dämmung. So eine Anlage ist aufgrund des Flächen/Volumenverhältnis des WW WW [Warmwasser]-Speichers für EFH von den Kosten nicht rentabel aber für Wohnhausanlagen bzw. kleine Siedlungen vielleicht interessant.

1
  •  AntonInWien
11.1.2021  (#13)

zitat..
mmas2006 schrieb:
[ref]mmas2006:60307_1#585796[/ref].... weil viele so denken wie du, und einfach nur das nachplappern was so die allgemeine Meinung ist.

Im Gegenteil ich habe lange gerechnet, und auch meine aktuellen Zahlen belegen - wie berhan auch schreibt - dass eine Luft-Wp mit PV mit Abstand am kostengünstigsten ist.

zitat..
mmas2006 schrieb:
Frage: Wieviel Energie (Heizenergie und Warmwasser) braucht dein Haus im November, im Dezember, im Jänner und im Februar? .. ich kann dir sagen dass du in diesen 4 Monaten ca. 70% von deinem Jahresbedarf brauchst.

Interessant, dass du besser weißt als ich, wieviel Energie ich brauche. Da ich normalerweise nur von November bis Mitte Februar heizen muss, brauche ich in den 4 Monaten auch z.B. 100% der Heizenergie, und mit Warmwasser gehe ich sparsam um (habe auch eine Wärmerückgewinnung). 
Laut EA EA [Energieausweis] habe ich z.B. im PV-schwächsten Monat Dezember cà 1100kWh Heizenergiebedarf. 2020 war Dezember einer der schlechtesten Monate überhaupt bei uns (nur 2 Sonnentage ohne Wolken oder Nebel), was nur 17,4 kWh/kWp PV-Ertrag ergaben. Da die Durchschnittstemperatur aber knapp 4° war, arbeitete die Luft-Luft WPWP [Wärmepumpe] mit COP von fast 6, was bedeutet, dass mindestens 11 kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] PV notwendig sind, um 100% Deckung zu haben (vorausgesetzt man lässt die WPWP [Wärmepumpe] nur untertags laufen, so wie ich). Da ich derzeit noch eine ganz kleine PV Anlage habe musste ich cà 150 kWh Strom vom Netz um ~ 18€ct/kWh beziehen, was unter 30 Euro Heizkosten im Dezember bedeuten. Die anderen Heizmonate kosten normalerweise weniger... 
Der Gesamtinvest für Heizung und WW WW [Warmwasser] war cà 5000€ + cà 300€ je kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] PV, da ich die PV selbst montiert habe, und relativ günstig einkaufen kann.
Mit dem Überschußertrag der PV außerhalb der Heizsaison kann ich fast gratis mit dem E-Auto fahren...

Wieviel hast du insgesamt investiert?

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  •  New_Projekt
  •   Gold-Award
11.1.2021  (#14)

zitat..
mmas2006 schrieb: 25kWh/kWp?

25Kwh/Kwp pro Monat stimmt schon....


zitat..
mmas2006 schrieb: Eine 12 KWp KWp [kWpeak, Spitzenleistung]-Anlage kann auch im Winter theoretisch 12 KW Spitzenleistung bringen.

Nö, kann sie nicht, der Grund ist die tief stehende Sonne...


zitat..
mmas2006 schrieb: Bitte sag mir, mit welcher Wärmepumpe du in genau der Zeit wo die Sonne schient, diese  Wärme produzierst, und wie bzw. wo du diese speicherst damit du diese an die Zeit verteilen kannst wo keine Sonne scheint. 

Die Wp liefert bei Sole=10 Grad 10Kw, diese werden in Estich und BKA BKA [Betonkernaktivierung] gespeichert.
Zusätzlich kann ich 6Kw via Heizstab direkt in meinen 2000Liter Puffer als Warmwasser speichern.
Also 8 Kw kann ich problemlos nach Bedarf direkt von der PV abnehmen.
Was ich natürlich nur im Notfall mache, den auch meine E Auto will geladen werden.
Zusätzlich habe ich noch einen 20Kwh Stromspeicher, der im Winter aber eher nicht in Betrieb ist (kein Überschussstrom dafür vorhanden).




1
  •  New_Projekt
  •   Gold-Award
11.1.2021  (#15)

zitat..
AntonInWien schrieb: Wieviel hast du insgesamt investiert?

Ich denke das der Invest gar nicht so ausschlaggebend ist.
Ich habe jetzt zwar keine Ahnung, wann er seine Anlage gebaut hat.

Bei mir wurde 2009 fast 100% der thermischen Solaranlage mittels nicht rückzahlbarem Zuschuss gefördert.
War der einzige Grund warum ich das damals gemacht habe.
Jetzt, Jahre später passt die thermische Anlage natürlich perfekt zum Heizen meines Pool`s.

1
  •  mmas2006
11.1.2021  (#16)

zitat..
berhan schrieb: Ich brauche keine 1000 kWh Strom (insgesammt, also PV +Netzbezug) per Anno für die Wärmepumpe ohne Klimbim und es ist nur eine Luftwärmepumpe.

Die Zahlen sind relativ.
Dein Haus ist warscheinlich auch nur halb so groß wie meines.
Im UG meines Hauses sind Büro und eine kleine Gästewohnung.
Ich beheize 240m² und meine Frau hat gerne warm (im Wohnbereich 23-24°C)
Mir ist auch bewusst dass bei einem höheren HWB (auzgrund der Größe) ein guter Deckungsgrad noch schwieriger zu erreichen ist. Das erhöht den Aufwand.
Ich weiß nicht wie groß dein Haus ist, und wie gut es gebaut/gedämmt ist, aber für ein Haus mit rund 150m² in einer habwegs guten Lage reichen in der Regel 20-25m² Kollektorfläche um das Gleiche zu schaffen.


zitat..
AntonInWien schrieb: Interessant, dass du besser weißt als ich, wieviel Energie ich brauche. Da ich normalerweise nur von November bis Mitte Februar heizen muss, brauche ich in den 4 Monaten auch z.B. 100% der Heizenergie,

@AntonInWien 
Wenn ich das so rechne wie du dann brauche ich nur im Dezember und im Jänner 100% der Heizenergie. Denn nur in diesen zwei Monaten läuft meine Wärmepumpe.
Ich meine natürlich den 70% des HWB egal ob du eine Solaranlage, eine Pelletheizung oder eine Stromheizung oder sonstwas hast.
Bei einem HWB von 10.000 kWh brachst du ca. 7.000 kWh in diesen 4 Monaten.
Das passt zufällig genau mit den Werten von New_Projekt zusammen.
Er ist auch sehr ehrlich und fair was die Zahlen betrifft.
Er hat nur das Glück dass er eine außergewöhnlich große Anlage hat und in Kombination mit der thermischen Anlage und der Solevorwärmung tatsächlich auf sehr gute Werte kommt.
Den Beschreibungen zufolge dürfte es sich jedoch auch um eine sehr komplexe Anlage handeln, die normalerweise viele Euros kostet.
Vermutlich ist er aber auch vom Fach und kann so wie ich, viel Technik sehr günstig kaufen.
Wenn man dann noch alles selber bauen kann und viellicht sogar noch die Regelung selber im Griff hat, dann ist es mit dem Invest nicht so schlimm.

@New_Projekt 
Du hast mir immer noch nicht verraten wann du deine Anlage gebaut hast.
Du bist nicht zufällig ein Häuslbauer die in den letzten 5 Jahren ein "Solarhaus" bzw. "Sonnenhaus" gebaut haben?
Ich bin ja erst seit kurzem im Forum dabei, aber irgendwie finde ich es blöd, dass man sich nicht outen soll.
Mich würde interssieren ob sich einige User persönlich kennen?
Immerhin gibt es eine handvoll Leute die scheinbar nichts anderes machen als Beiträge zu schreiben.




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  •  berhan
  •   Gold-Award
11.1.2021  (#17)

zitat..
mmas2006 schrieb: Die Zahlen sind relativ.
Dein Haus ist warscheinlich auch nur halb so groß wie meines.
Im UG meines Hauses sind Büro und eine kleine Gästewohnung.
Ich beheize 240m² und meine Frau hat gerne warm (im Wohnbereich 23-24°C)
Mir ist auch bewusst dass bei einem höheren HWB (auzgrund der Größe) ein guter Deckungsgrad noch schwieriger zu erreichen ist. Das erhöht den Aufwand.
Ich weiß nicht wie groß dein Haus ist, und wie gut es gebaut/gedämmt ist, aber für ein Haus mit rund 150m² in einer habwegs guten Lage reichen in der Regel 20-25m² Kollektorfläche um das Gleiche zu schaffen.

Ca. 240 m² bei 23-24°C bei mir auch. Sehr gut gedämmt, HWB siehe unten.

2021/20210111801734.png
Die AZ meiner LWP LWP [Luftwärmepumpe] liegt ca. um die 5 würde dann Stromkosten von ca. € 75,- p. Anno ausmachen, so was rentiert sich für Häuser mit geringem HWB einfach nicht. Eine SWP ist bei mir schon nicht rentabel, da ist das Geld besser in einer PV aufgehoben, diese lukriert sogar einen finanziellen Gewinn. 




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  •  taliesin
12.1.2021  (#18)
Tja so läuft das, wenn es nichts zu verdienen gibt, gibt es nichts zu amortisieren, folglich darf es nichts mehr kosten emoji

Bei so niedrigen Verbrauchszahlen muss man sich alles überlegen. Bei einer JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] von 5 und 75€/a würde direkt-elektrik 375€/Jahr ausmachen ... Tja die Wärmepumpe amortisierte sich dann in 30 Jahren (nein, keine Selbstinstallation), wenn sie denn solange hielte.

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  •  berhan
  •   Gold-Award
12.1.2021  (#19)

zitat..
taliesin schrieb: Bei so niedrigen Verbrauchszahlen muss man sich alles überlegen. Bei einer JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] von 5 und 75€/a würde direkt-elektrik 375€/Jahr ausmachen ... Tja die Wärmepumpe amortisierte sich dann in 30 Jahren (nein, keine Selbstinstallation), wenn sie denn solange hielte.

Volle Zustimmung und mit selbstinstallation so wie bei mir würde der ROI gegenüber DE bei 10 Jahren liegen, aber nur wenn halt das WW WW [Warmwasser] nicht wäre. Den das macht ja mehr aus als die Heizung, wobei das bisserl Strom muss halt dann die PV liefern. Würde mit Solar natürlich auch gehen, nur gibt es dafür keine Förderung und einspeisen kann ich auch nicht. Die PV wirft halt in kürzester Zeit einen Gewinn ab und das geht halt mit Solar nicht. 

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  •  AntonInWien
12.1.2021  (#20)
@­mmas2006 Wenn deine WPWP [Wärmepumpe] nur im Dez u. Jän läuft, womit heizt du dann im Nov o. Feb? Das passt irgendwie nicht zu den 12000 kWh Heizbedarf deines Hauses. 

@berhan : mein EA EA [Energieausweis] ist sehr ähnlich deinem, nur bei den inneren Gewinnen sehe ich zwar annähernd die gleiche Jahressumme, aber stark unterschiedliche Monatswerte. Weshalb hast du in den Wintermonaten sehr hohe innere Gewinne? Bei mir sind sie gleich übers Jahr verteilt...

2021/20210112248718.jpg


1
  •  berhan
  •   Gold-Award
12.1.2021  (#21)

zitat..
AntonInWien schrieb: Weshalb hast du in den Wintermonaten sehr hohe innere Gewinne? Bei mir sind sie gleich übers Jahr verteilt...

Ausschlaggebend ist das Wort "nutzbare". Die täglichen inneren Gewinne liegen bei mir bei 21,93 kWh, jedoch sind diese zwischen März und Oktober nicht mehr voll nutzbar, da der Heizwärmebedarf in diesen Monaten zu gering ausfällt. 


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