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Erfahrungen mit OC-Block bzw. Neoporfüllsteinen

8 Beiträge | letzte Antwort 16.4.2019 | erstellt 10.4.2019
Hallo zusammen,

wir sind gerade am Ende der Planungsphase für unser zukünftiges Haus und auch schon am Einholen von Angeboten. Hat jemand von euch mit der Firma OC-Block gebaut (Styropor/Neoporfüllsteine)? Uns gefällt das System sehr gut (Ecksteine, Rollladen, usw), habe allerdings mit der Suchfunktion hier im Forum nichts gefunden.

Danke im Vorraus für euren Input.

Lg

 
14.4.2019 13:51
Wie kann ich dir denn helfen? Ich hab mit deren "Vorgängersystem" gebaut - bevor sie selbst begonnen haben Steine zu produzieren.
Ich habe mir auch die neuen Steine angesehen und mir dazu eine Meinung gebildet.
14.4.2019 17:37
Wir bauen mit Wolf Thermomodulen. Ist ein sehr ähnliches System. 
Und... bin zufrieden. Könnt mir gar nicht mehr vorstellen, wie es wäre, mit normalen Ziegeln zu bauen. Würd glaub ich einen Verfolgungswahn an den dort möglichen Wärmebrücken bekommen  
Mit den Neoporschalsteinen ist es hingegen fast deppensicher Wärmebrückenfrei zu bleiben. Und es kann sehr viel in Eigenleistung gemacht werden.
14.4.2019 21:23
Hi und danke im Voraus für eure Antworten. Wir sind eigentlich vom Konzept, gerade auch wegen der Lösung des Wärmebrückeproblems, sehr angetan. Ich wundere mich nur, weil im Bekanntenkreis baut oder hat noch niemand mit so einem System gebaut. (abgesehen von Pools)

Vor allem interessiert mich aber ob es wirklich so "einfach" ist damit selbst zu bauen. Wie kann man sich das vorstellen? Bekommt man eine ausführliche Einweisung von den Verkäufern? Teile werden geliefert zur Baustelle und man bekommt einen Plan? Ist dann von den Firmen beim zb betonieren jemand dabei?

Wie funktioniert das Verputzen? Ich nehme an man muss innen und außen eine Art Haftbrücke aufbringen damit der Verputz hält?

Wie wird der Innenausbau gemacht? Also, Trockenbau usw ist mir klar, aber wie sieht es mit den tragenden Wänden aus, werden diese auch mit den Formsteinen gebaut und dann mitbetoniert?

Und zu guter letzt - Was könnt ihr preislich darüber sagen? :)



15.4.2019 7:45
Auch wenn es radikal klingt, aber so eine Sondermüllbude würde ich mir nicht hinstellen. Daher findest du hier auch nicht viel, die meisten Leute die Wert auf Energiesparen legen, legen auch bei den Rohstoffen einen gewissen Wert auf Ökologie.

Wie man ein derartig konstruiertes Gebäude am Ende des Lebenszyklus sortenrein entsorgt weiß vermutlich keiner.
15.4.2019 9:11


lobomarunga schrieb: oder hat noch niemand mit so einem System gebaut.


was der Bauer nicht kennt...

Ja, ist wirklich einfach zu bauen.
Allerdings sollte aus meiner Sicht trotzdem immer wer dabei sein, der das schonmal gemacht hat.
Speziell bei der Abschätzung wie viele Reihen gleichzeitig betoniert werden können, und bei der Ausrichtung und Abspreizung von Fensteröffnungen, Stürzen, etc. ist Erfahrung eben schon Trumpf.
Wenn die Wand oder Fensterlaibung nachher nen Bauch macht, hast verloren. Da ist dann nicht mehr viel zu richten 

Wir habens zusammen mit der Baufirma gebaut.
Polier hat die erste Schaar genau eingemessen und gelegt. Die restlichen Reihen wurden größtenteils von uns gesetzt, der Polier hats mit speziellen Richtstützen ausgerichtet, und sich um die Bewehrung gekümmert. Für Betonieren hatten wir ein Betonsilo. Das funktioniert superpraktisch.
Giebelwände-Schrägen und Dach wurde größtenteils ohne unsere Hilfe gemacht.


lobomarunga schrieb: Wie funktioniert das Verputzen?


Außen:Spachteln/Netzen/Putzen
Innen wird einfach vorm verputzen grundiert


lobomarunga schrieb: Wie wird der Innenausbau gemacht?


Tragende Innenwände kannst entweder aus Ziegel oder Neoporsteinen machen.
Nichttragende wie du willst.


lobomarunga schrieb: Was könnt ihr preislich darüber sagen?


Bei mir wars preislich unter normalem Ziegel-Bau. Ist aber schwer vergleichbar wegen dem hohen Eigenleistungs-Anteil. Wenn du wärmetechnisch gleichwertig bauen willst, sind die Neoporsteine evtl. sogar etwas im Vorteil?! Ist aber sicher auch Baufirmen- und Regional abhängig.

Nachteile sind:
- Ökologisch/Nachhaltig bauen geht sicher anders
- Späterer Abriss wird absolut nicht einfach
- Wenn Innen schwerere Sachen an den Wänden befestigt werden sollen, muss immer mit langen Schrauben/Dübeln gearbeitet werden.
15.4.2019 9:14


GeorgL schrieb: Wie man ein derartig konstruiertes Gebäude am Ende des Lebenszyklus sortenrein entsorgt weiß vermutlich keiner.


Naja. So ein Riesen Unterschied zu Ziegel mit WDVS ist das Entsorgen jetzt auch nicht.
Da ist eher der Abriss der Betonwände das mühsamere.

Schlimmer sind da Styroporbeton-Schüttungen etc.
15.4.2019 10:40


Pedaaa schrieb: o ein Riesen Unterschied zu Ziegel mit WDVS ist das Entsorgen jetzt auch nicht.
Da ist eher der Abriss der Betonwände das mühsamere.

Schlimmer sind da Styroporbeton-Schüttungen etc.


 Da bin ich ganz bei dir, alles keine Bauweisen die ich für Zukunftsträchtig im Sinne einer Gesamtlebenszykluskostenbetrachtung (kann man das so sagen?) halte.
16.4.2019 7:58
Hi und danke @Pedaaa für deine Ausführungen, ich habe bald einen Termin mit der Firma und mal sehen ob alles klappt :)

@GeorgL : Holz kommt für mich leider zum Bauen nicht in Frage. D.h. entweder diese Steine oder Ziegel mit WDVS wie Pedaaa schon gemeint hat bleiben dann am Ende übrig.



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