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Erfahrung mit KWL von KNV

21 Beiträge | letzte Antwort 6.8.2018 | erstellt 31.7.2018
Hallo Leute,

hätte da mal eine Frage hat jemand vielleicht schon Erfahrung mit der KWL von KNV?
Ich plane als Heizung eine KNV TopLine 1155-12 PCM mit Greenwater 300/200 FM Warmwasserspeicher. Die 1155-12 ist im Augenblick im Angebot vom Installateur, was ich aber bis jetzt hier so gelesen habe wird die 1155-06 wahrscheinlich auch aussreichen.

Würdet ihr jetzt zur KWL von KNV greifen, weil diese kombinierbar mit der WP ist und man die Luft vorerwärmen/abkühlen kann, oder würdet ihr weiterhin die Systeme getrennt lassen und auf einen Hersteller setzen der schon lange in diesen Bereich tätig ist?
3.8.2018 9:12
Ich würde immer auf die Firmen setzen, die bei der jeweiligen Technologie kompetent und spezialisiert sind.
3.8.2018 13:36
ich stimme dem Wolfgang ausdrücklich zu, sehe ja selber bei wärmepumpen den großen unterschied zwischen echten spezialisten, umlablern und kesselherstellern...

hier ist die sache so, das nibe im eigenen konzern einen lüftungsspezialisten hat, die dänische firma Genvex, die machen seit über 40 jahren nichts anderes als lüftungen...
http://www.genvex.dk/de/produkte/

neu ist jetzt daß deren produkte integriert mit den wärmepumpen entwickelt werden, sodaß sie wie bei d&w oder nilan über eine gemeinsame regelung laufen.

damit hängen sie auch im uplink, sind updatefähig und können gemonitored und - bei bedarf - ferngesteuert werden.

dennoch bleiben beide komponenten auch ohne die jeweils andere funktionsfähig...


so sieht das im uplink aus...


Erfahrung mit KWL von KNV
Erfahrung mit KWL von KNV
3.8.2018 15:48
Sehr sehr schade, dass es das letztes Jahr noch nicht gab
Meine KWL ist leider nur super mühsam aus der Ferne zu steuern, hätte sehr gern alles aus einer Hand mit einer einfachen Einsicht und Steuerung über Uplink.
Wäre so ein Gerät auch später einbaubar?
Wie sieht es denn mit der Größe und Leistung aus?


3.8.2018 21:30


leitwolf schrieb: Ich würde immer auf die Firmen setzen, die bei der jeweiligen Technologie kompetent und spezialisiert sind.


Wie kann ich diese Firmen finden?

https://database.passivehouse.com/de/components/list/ventilation_small

Hier ist eine Auflistung von Geräten zu finden.
Eine Selektion nach der Leistungsaufnahme bringt die Geräte von Zehnder Q450 Comfoair an die Spitze (0,21Wh/m³).

Durch Anklicken der Gerätenummer werden die interen und externen Leckageraten sowie die Schallabstrahlung  angezeit.

Vielleicht sind das Werte welchen einen Rückschluss auf die Qualität und die Technologiekometenz zulassen.

Alleine auf den Wärmebereitstellungsgrad zu achten dürfte nicht ausreichen.

4.8.2018 11:10
Soweit ich das gelesen habe gibt es bei der KNV/Nibe Lüftung nur einen Kreuzstromwärmetauscher. Ist das korrekt?
4.8.2018 12:09
das weiß ich nicht.

ist aber im efh ohnehin aus hygienischen, wartungs-, haltbarkeits- und kostengründen die erste wahl...
4.8.2018 13:44
Da ich selber gerade am Vergleichen bin:

Wir haben nach Aussortierung eigentlich 2 Geräte zur Auswahl:
KNV ERS10-400 und die D&W Stratos, kombiniert wird mit einer 1255-06 EM PC.
Daher haben die meisten Installateure die ERS angeboten, nur aus einem sehr bekannten Haus (Stichwort: RGK) kam sofort das Angebot mit der Stratos.

Folgende Unterschiede habe ich bisher herausgefunden:

   •  ERS: Steuerung über WP, Uplink-fähig, dafür keine Feuchterückgewinnung möglich
   •  Stratos: extra Steuerung (logisch), Feuchterückgewinnung möglich, diese auch nachrüstbar.

Aufgrund der Nachrüstbarkeit bei D&W tendiere ich momentan eher zu dieser.
Gibt es sonst noch relevante Unterschiede? Top-Produkte werden ja beide sein.

Wie schaut die von heinzi00 erwähnte Vorwärmung aus? Von der hab ich noch nichts mitbekommen . Brächte ich da quasi einen 2. RGK oder kann man das kombinieren?

Danke, Thomas
4.8.2018 14:20
Mein Installateur hat mal gemeint, Enthalpie-Tauscher gibts bald auch von Nibe... obs stimmt... keine Ahnung
4.8.2018 14:59
EnthalpieWT kommt laut KNV Vertrieb Ende Sommer/Herbst..

steh aber auch grad vor der Entscheidung ERS100-400 mit neuem EnthalpieWT die mit meiner 1155-6 PC gut zusammenspielt.
oder
Zehnder Q350 die ich in KNX schöner einbinden kann und die schon seit x Jahren KWL bauen.

der Vorteil der KNV beim Platz den du immer erwähnst @dyarne muss ich nochmal prüfen. Ich hab 280cm Raumhöhe aber laut aktueller Insi-Planung geht sich das trotzdem nicht aus übereinander weil die Luftleitungen oben rausgehen. Hast du das schon wo gesehen?
4.8.2018 16:46


sc_th schrieb: Brächte ich da quasi einen 2. RGK oder kann man das kombinieren?

es geht hier um die frostfreihaltung des wärmetauschers wenn die angesaugte luft deutlich unter 0° liegt. das kann man über eine lufterdtauscher, über einen soletauscher oder direktelektrisch machen. einen soletauscher kann man natürlich mit dem RGK kombinieren...


Kneissi schrieb: Ich hab 280cm Raumhöhe aber laut aktueller Insi-Planung geht sich das trotzdem nicht aus übereinander weil die Luftleitungen oben rausgehen. Hast du das schon wo gesehen?

das hatte ich mit dem fortluftmodul flm verwechselt, das genauso aussieht aber niedriger baut. direkt auf die wp setzen geht also nur bei altbauraumhöhen...

und nochmals zum enthalpietauscher: aus technischer sicht ist der kreuzstromtauscher im efh-bereich die bessere wahl...


aber feuchterückgewinnung setzt an ein ähnlicher - technisch nicht begründbarer - hype zu werden wie einzelraumregelung ...

4.8.2018 17:14
@sc_th: rein aus interesse, wie gibt es da preislich einen ernsthaften unterschied?
4.8.2018 19:47


und nochmals zum enthalpietauscher: aus technischer sicht ist der kreuzstromtauscher im efh-bereich die bessere wahl...

aber feuchterückgewinnung setzt an ein ähnlicher - technisch nicht begründbarer - hype zu werden wie einzelraumregelung ...


Das würde mich interessieren warum. Ich denke dass die Feuchterückgewinnung technisch sehr wohl begründbar ist, oder willst du sagen dass die feutchterückgewinnung nicht funktioniert?

Weiters habe ich schon von vielen KWL-Besitzern, insbesondere auch in Passivhäusern klagen über trockene Luft im Winter gehört. Ist das deiner Meinung nach ein Problem dass mit der Feuchtigkeitsrückgewinnung nicht lösbar ist, oder das anders besser lösbar wäre?
4.8.2018 20:15


dyarne schrieb: und nochmals zum enthalpietauscher: aus technischer sicht ist der kreuzstromtauscher im efh-bereich die bessere wahl.


Begründung?

Ich sehe als Nachteil beim Rotationstauscher nur das es ein Drehendes Teil mehr gibt als bei kreuztauscher.
Dafür die Vorteile: keine ansaugluftvorwärmung notwendig, kein kondensatablauf, in jeder Lage montierbar, Luftfeuchtigkeit wird reguliert. 
4.8.2018 21:00
waren in einem Reihenhaus mit nilan Luft-Luft WP in Kombiantion mit WRL und Holzriegelbauweise. Da gab es im Winter Luftfeuchtigkeit von unter 20%. Wir hatten einen Luftbefeuchter aufgestellt. Der war auch nicht optimal.

Im neuen Haus haben wir mit Liatop Ziegeln gebaut und als Lüftung die D&W aerosilent stratos. Also ohne WRG. Die Bypässe sind schön für Sommer und Winter einstellbar. Feuchteproblem gibt es gar keines. Manchmal im Sommer zu feucht. Gestern mal über 70%. Im ersten Winter meist 50-60%. Bei trockener Kälte mal 43%.    Feuchterückgewinnung wird in wenigen Fällen notwendig sein.  Z.B. eine Josko-Holztür und der Parkett wollen unter 60% LF.
4.8.2018 21:11
Mein schwiegerpapa hat einen systemair rotationswärmetauscher. No problem. Funkt super. A mit da feuchte
5.8.2018 10:52


dyarne schrieb: und nochmals zum enthalpietauscher: aus technischer sicht ist der kreuzstromtauscher im efh-bereich die bessere wahl...

aber feuchterückgewinnung setzt an ein ähnlicher - technisch nicht begründbarer - hype zu werden wie einzelraumregelung ...


echt jetzt? Ich finde eindeutig, das der Trend begründbar ist.

Pro Kreuzgegenstrom: höhere Wärmerückgewinnung, günstiger (je nach Modell 200 bis 400€), hält sicher länger
Nachteil: keine Feuchterückgewinnung im Winter, bei Minusgraden wird aus Frostschutzgründen teilweise abgestellt oder runtergeregelt, bzw. Vorheizregister notwendig
Pro Enthalpie: Feuchterückgewinnung im Winter und gleichzeitig Frostschutzstrategie und damit eindeutig besseres Verhalten im Winter; 
Nachteil: höhere Luftfeuchte im Sommer, Risiko von herstellbedingter Geruchsbelästigung

Ich hatte am Anfang überlegt mir beide zuzulegen und je nach Jahreszeit zu wechseln. Im Sommer kann man ja aber auch über freie Lüftung die Luftfeuchte beeinflussen.

Entschieden habe ich mich für Enthalpie und einen zusätzlichen SEWT (der nur im Sommer läuft), der nicht vor die KWL geschaltet wird sondern in die Zuluft. Damit hat er im Winter keinen Enfluss. Im Sommer kann ich aber die Zuluft kühlen und gleichzeitig entfeuchten. Bin gespannt, wie es funktioniert. 

Und bitte beachten, dass Enthalpietauscher nicht Rotationswärmetauscher bedeutet
5.8.2018 16:03


DeepB schrieb: Das würde mich interessieren warum. Ich denke dass die Feuchterückgewinnung technisch sehr wohl begründbar ist...


rocco81 schrieb: Begründung?


alpenzell schrieb: echt jetzt?


moef schrieb: Feuchterückgewinnung wird in wenigen Fällen notwendig sein....


probleme mit zu geringer luftfeuchte treten auf wenn planung und einregelung nicht passen, wenn nicht bedarfsgerecht gelüftet wird.

früher wurden häufig zu hohe luftwechselraten gefahren, am gebäude orientiert nicht an den nutzern und viel zu viele zu-/abluftöffnungen, zuwenig kaskadiert...

ich zitiere dazu den profi...


leitwolf schrieb:Feuchterückgewinnung ist bei Nutzungen mit geringerer Feuchtefreisetzung als in Wohnungen (Büros, Schulklassen, Kindergärten) eine zu bevorzugende Strategie. In der Wohnungslüftung bei normaler Belegung und Bedarfssteuerung nicht unbedingt erforderlich. Da eine Feuchterückgewinnung und vor allem eine Befeuchtung höhere Kosten in der Anschaffung und bei der Wartung verursachen (auch kürzere Lebensdauer), plane ich diese nur ein, wenn es nicht anders möglich ist...



leitwolf schrieb:meine Meinung dazu:

Var. 1: Enthalpietauscher nur, wenn >40m³/h.Pers und niedrige Feuchtelasten (große EFH, geringe Belegung, Büro- oder Schulbereich)
Enthalpietauscher haben begrenzte Lebensdauer (max. 10-15 Jahre laut Hersteller)
Luftfeuchteminima 40..45%

Var. 2: CO2-Regelung ohne Feuchterückgewinnung:
erwartete Luftfeuchtenminima 30%...35% bei 21°C
Mehrfachnutzung der Luft mit Wohnzimmer als Überströmbereich ist zu bevorzugen
Stromeinsparung von über 50% gegenüber Var. 1
längere Filterwechselintervalle möglich, geringerer Geräuschpegel durch niedrigere durchschnittliche Luftmenge...


https://www.energiesparhaus.at/forum-oenorm-h6038/34001_1#252994
https://www.energiesparhaus.at/forum-co2-sonsor-oder-enthalpiewaermetauscher/32626_1#238258

6.8.2018 7:00

Das sind ja nur Gründe warum man es normalerweise nicht brauchen sollte.



dyarne schrieb: und nochmals zum enthalpietauscher: aus technischer sicht ist der kreuzstromtauscher im efh-bereich die bessere wahl...


Die technischen Vorteile wären dann? Billiger in Anschaffung und Unterhalt ist kein technischer Vorteil.

Beziehst du dich jetzt auf Entahlpietauscher die man statt einem normalen WT in das selbe Gerät steckt oder Geräte mit RotationsWT?
Erstere sind für mich nur ein Marketinggag.
6.8.2018 9:38
technische Vorteile Kreuzstromtauscher ggü Rotationstauscher sind, dass Zuluft und Abluft wirklich komplett voneinander getrennt sind, weniger Stromverbauch und keine beweglichen Teile.

Nachteil Enthalpietauscher:
Haltbarkeit/Lebensdauer
noch zu wenig Langzeiterfahrung bzgl. Hygiene. (muss jetzt aber nicht wirklich ein Nachteil sein bzw. werden)
6.8.2018 13:36
wie pedaaa schreibt spricht technisch für den kreuzstromtauscher
-> bester wirkungsgrad
-> langlebigkeit
-> keine mechanischen teile
-> perfekte hygiene
6.8.2018 13:37


rocco81 schrieb: Erstere sind für mich nur ein Marketinggag...

aber aktuell der große hype ...



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