» Diskussionsforum » Bauforum

Entwässern einer L-förmigen Terrasse

8 Beiträge | 13.5. - 20.5.2019

Entwässern einer L-förmigen Terrasse
In den nächsten Wochen soll meine Terrasse (rot, 54qm) errichtet werden.

Ich mache mir Gedanken, wie ich diese mit einem Gefälle richtig entwässere.
Wäre meine Variante (Bild) eine richtige Möglichkeit oder hab ihr eine andere Idee?

Ich mache mir Sorgen, das es bei der Entwässerungsrinne durch das Gefälle zu einer Stolperfalle kommt.

 
14.5.2019 10:29
Hallo, 
ich nehme an, dass die blauen Pfeile das Gefälle der Terrasse andeuten sollen. 
1) Eine Entwässerungsrinne, wo du diese eingezeichnet hast, wird sowie nicht viel bringen, da das Wasser ja durch die Neigung der Terrasse zum Rasen hin  abfließen wird. 
2) Ausserdem wirst du dann eine Stufe haben, wenn beide Terrassenteile waagrecht in der Breite  sind. 
Wenn ich das machen würde, dann würde ich die Tiefe der beiden Terrassenteile  gleich machen und keine Rinne machen und die Gehrungslinie im Winkel von 45 Grad machen. Damit bekommt man keine Stufen.  Und wenn schon unbendingt eine Rinne,  dann auch dort  den Rinnenverlauf. 

 
Entwässern einer L-förmigen Terrasse


 

Gruß
14.5.2019 11:32
Vielen Dank für deine umfangreiche Antwort! So eine Rinne ist nicht schön und wenn wir sie vermeiden können... Noch besser! Ein paar Fliesen sind ja schnell nachbestellt. Grüße 
14.5.2019 19:50
T1 und T2 müssen aber nicht unbedingt gleich sein --> dann verschiebt man die Gehrungslinie einfach nach links, bis sie wieder im Eck liegt. Eventuell muss man dann das Gefälle des kürzern Teils etwas größer machen, da ja die Höhen am Haus (Terrassentüren an beiden Teilen?) und die Höhe am Grün gleich sein sollten.

In dem Fall hat man aber nur an einer Seite das Haus mit Türen, dann kann man sich unten zum Weg (?) eventuell in der Höhe etwas spielen.

Die dicke Mauer an der Garage / unteren Terrasse ist mir etwas rätselhaft....?

Klar geht es bei gleichen T1 und T2 leichter - aber eventuell gibt es Schwierigkeiten, das so auszulegen.

Eine Entwässerungsrinne halte ich für überflüssig (macht es nur komplizierter). Und so wie sie jetzt eingezeichnet ist, läuft da kein Wasser von allein rein.

Die entscheidene Frage ist: Was ist drunter - Betonplatte (?) - und da müssten ja dann schon die Gefälle und die Gehrung richtig angelegt sein...?


14.5.2019 21:28
@Sibelius: auch Dir danke für deine Infos!

Gehrungsline kann man verschieben...wenn das auch geht...super, den die Sonnenterrasse beim Esszimmer soll nicht so groß sein. Aufenthaltsbereich soll mehr T1 sein, wegen der Beschattung (die noch nicht am Plan ersichtlich ist und noch angedacht werden muß).
Die Sichtschutz und Windschutzmauer ist 1,80 Meter hoch und 20 cm dick. Was da etwas komisch ausschaut ist vielleicht der Schotter der da eingezeichnet ist. Ich denke auf der Terrasse T1 brauchen wir diesen Schotterstreifen dann nicht.
Bodenaufbau ist Schotter, dann kommt Betonsplitt und dann die Platten drauf geklebt.
Der Weg der zum Haus führt liegt tiefer und soll dann über eine Stufe von der Terrasse erreichbar sein. Ging leider nicht anders, wegen der tieferliegenden Garage...
14.5.2019 23:39
Wird das von einem Profi gemacht? Ich bin auch gerade dabei meine Terrasse neu anzulegen. Hatte vorher eine Betonplatte die sich gesetzt hatte --> Wasser ist zum Haus gelaufen.
Neuer Aufbau:

60...70 cm Aushub, dann wieder mit Schotter aufgefüllt (Rütteln und gut wässern zum Setzten - 3...4 Wochen Wartezeit dafür, darauf Monokorn, dann Drainagebeton und dann die Fliesen verklebt). Die neue Terrasse wird dann ca. 30 cm höher (ohne Stufen vor den Türen, wie vorher). Meine Terrasse ist noch etwas komplizierter, da drei Hauswände den Hausanschluss bilden. Zwei im 90° Winkel, wie etwa bei Dir und zusätzlich noch eine 3 Wand die 45° weg geht. Und da sind dann zwei Türen in den unterschiedlichen Wänden, wo die Platten dann jeweils bündig in der Höhe abschließen sollen. Da kann man dann schon etwas grübeln, wie man da die Gefälle, Gehrungslinien anlegt (mit T1=T2=T3) spielt sich da natürlich nichts mehr....

Als Bemerkung noch: Quadratische Platten sind für außen am besten. Bei den modernen, großformatigen, rechteckigen Platten wird man leicht verleitet, versetzt zu verlegen,weil das natürlich besser aussieht. Hat aber außen den Nachteil, dass die Sonne (unterschiedlich) drauf scheint und schnell mechanische Spannungen entstehen können. Wenn man rechtwinklige Platten nimmt, dann würde ich außen nur in Kreuzfuge verlegen, mit elastischen Dehnungsfugen (horizontal und vertikal) ca. alle 3 m. Mit versetzter Verlegung bekommt man in einer Richtung halt Probleme die Dehnungsfugen einzubauen (Zick-Zack...?).

Ich nehme mal an, dass Du bei Deinem Aufbau mit Schotter einen Profi beauftragst...? Der hat dann auch hoffentlich genug Erfahrung mit dem Unterbau, Gefälle anlegen (mit dem Monokorn), wo die Gehrung, Höhen, etc.

Wenn es Dich interessiert - hab schon in einem anderen Terrassen-Thread (hier) Bilder vom "Fortschritt" reingestellt. Im Moment rastet mein Schotter seit 3 Wochen und es hat sehr ausgiebig geregnet - gut, damit sich alles perfekt setzt.

Gibt natürlich immer verschiedene Ansichten und Vorlieben, habe aber lange überlegt, was ich bei meiner Terrasse machen kann / muss und nicht machen sollte. Gibt eigentlich folgende Themen:

1. Wasser und Frost --> bei porösen, versickerbaren Unterbau OK, wenn das Wasser nicht zum Haus geleitet wird. Bei einer Betonplatte ist die Ausführung (Gefälle, Stabilität) das kritische.
2. Thermisch (unterschiedliche) Belastungen - mechanische Ausdehnung
3. Schnee angeweht im Winter (teilweise auch an überdachten Bereichen, wo sonst kein Wasser hinkommt) und taut und friert dann wieder

Wenn Du da noch mehr diskutieren möchtest (Tipp für guten Profi - ich denke mal?) - Du wohnst ja offensichtlich auch in OÖ... 
15.5.2019 20:49
Sibelius01: Vielen Dank für deine umfangreiche Anwort.
Da bist du ja auch gerade am Arbeiten, sehr schön

Der Schotter bzw. der Frostkoffer Begradigung mit dem Rüttler wurde bei uns schon im Februar gemacht. Da sollte alles passen.


Wir haben 60x60 cm Kreamikfliesen mit 2 cm Stärke sie nicht versetzt, sondern im Raster positionieren. Gefällt uns so besser....Fliesenleger wollte sie versetzen, aber das kam uns zu unruhig vor.
Deine Bilder werde ich mir gleich raussuchen...interessiert mich auf jeden Fall.

Ich treffe mich am Freitag mit dem Fliesenleger und bespreche die ganze Sache noch mal. Auch möchte ich einen Plan haben, oder Handskizze.

Danke Dir, hilfe kann man nie genug haben!
16.5.2019 22:10


riedl schrieb: Danke Dir, hilfe kann man nie genug haben!


Danke für die freundlichen Worte - eventuell mal ein Sternchen wert  ?????
Eventuell komme ich ja dann etwas von meinem Image hier als "Troll" etwas weg...

Bei mir geht es am Montag / Dienstag weiter, mit dem Schalen für die genaue "Kontur" und das Einbringen des Monokorns.

Werde das dann in dem anderen Thread mit Bildern mal reinstellen.

Mein Fliesenleger, der das auch alles koordiniert hat (vom Abriß der Bodenplatte / Aushub / Schotter...andere Firmen), war jetzt schon 4 mal bei mir, um die Details immer wieder zu diskutieren. Bei jedem Schritt kommt man ja drauf, dass man irgendetwas anpassen muss. Aber meine Terrassenform / Hausschnitt ist mit den 90 / 45° Winkeln auch nicht so 08/15. Und zusätzlich habe ich noch die Terrasse um das halbe Haus ("Grät" - Weg am Haus) herum gezogen. Und auch den Eingangsbereich an der Haustür mit einbezogen --> sozusagen, "alles aus einem Guß".

Beim Abriß der Betonplatte hat es den Oberbau zweier Lichtschächte zum Keller ruiniert - auch da hat er eine gute Lösung angeboten, das zu richten (Lichtschächte waren 20 Jahre alt und keine Ersatzteile mehr zu bekommen).

Wo bist Du ungefähr in OÖ daheim?

Gruß S.
20.5.2019 20:44
servus, bin im ausland und mit handy schreib ich mir schwer...ich habe euch beiden orden verliehen...scheint nicht funktioniert haben...jetzt? bei mir soll es in der ersten juniwoche so weit sein. ich bin im salzkammergut zu hause.



Beitrag hinzufügen oder Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]

« Bauforum