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Energiekostenzuschlag

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30.6. - 26.7.2022
24 Antworten | 11 Autoren 24
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Servus ;)

Das Thema betrifft mich nicht selbst, sondern ich schildere den bisherigen Verlauf von einem sehr guten Freund (Thomas). Da es ein Fertigteilhaus ist, wusste ich nicht wohin mit den Thema - also kann auch gerne in die richtige Kategorie verschoben werden.

Thomas hat mit seiner Freundin 2021 einen Vertrag mit Festpreisgarantie unterschrieben. Nach mehreren Verzögerungen wurde das Haus Anfang dieses Jahres aufgestellt.

Aktuell wird immer noch am Innenausbau gearbeitet.

Nun ist die FTHFTH [Fertigteilhaus] Firma an ihn heran getreten und verlangt von ihm trotz Festpreisgarantie einen Energiekostenzuschlag von Rund 5000 €. Nachdem er auf den Vertrag hingewiesen hat der die Festpreisgarantie beeinhaltet bekam er folgende Antwort:

Es wird auf § 1447 ABGB, insbesondere auf die nachträgliche auf Zufall beruhende Unmöglichkeit der Leistung verwiesen. Als Grund sind Corona und Russland Krieg angegeben.

"Die Voraussetzungen des Tatbestandes des § 1447 ABGB sind erfüllt, da die Unmöglichkeit auf ein zufälliges Ereignis, hier höhere Gewalt, zurückzuführen ist. Weiters wurde diese von uns nicht verschuldet noch war die Unerschwinglichkeit zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses für uns vorhersehbar."

Ist sowas rechtlich bei FTHFTH [Fertigteilhaus] Firmen möglich? Schließlich soll ihn diese Festpreisgarantie ja genau vor solchen Sachen schützen.

Eigentlich findet er es eine Frechheit da die Firma mittlerweile Monate in Verzug ist und er auf Grund dessen die Energiekosten zahlen soll. Normalerweiße war der geplante Einzugstermin bereits 2021! Der Russlandkonflikt war nach der Hausaufstellung, ich denke erst im März - sein Haus kam früher.

Was sind hier die Möglichkeiten ? Soll er es einfach zahlen - er hat keinen Rechtschutz oder dergleichen.

Meine Meinung: Das es der Firma bei einen Auftragswert von 300.000€ aufeinmal auf 5000€ ankommt finde ich lächerlich. Einseitige Vertragsänderungen können nicht möglich sein bzw. bedarf es hier doch der Einwilligung des jeweilig anderen - oder?

Bekannte von Ihnen haben aus diesen Grund die Gespräche bei dieser Firma gestoppt, und bauen mittlerweile (bzw. haben den Vertrag unterschrieben) mit einer anderen Firma. Festpreisgarantie gibt es sowieso nichtmehr - aber das Vertrauen ist gerade in Zeiten wie diesen wichtiger den je. Also statt 5000 € mehr, haben Sie ein Haus weniger verkauft.

Ich hoffe hier hat jemand eine Idee, bzw. sogar einen Erfahrungsbericht.

Ich leite ihn gerne weiter, und halte euch auf den laufenden!

Liebe Grüße

 

22.7.2022 ( #21)


Pixel schrieb: Momentan ist man bei den Firmen Bittsteller ... es kommen aber wieder andere Zeiten, ...

Schneller als so manchen Firmen lieb ist.

Vor allem die neuen Kreditvergaberegeln werden viele treffen, und somit auch die Auftragslage der Baufirmen. Die die's überleben werden sich dann Kunden suchen müssen, nicht mehr umgekehrt..


22.7.2022 ( #22)
@Pixel 
Bis der erste sich das wirklich antut und das "Force Majeure" mal auf die Probe stellt - vor Gericht.
;)


26.7.2022 ( #23)
Ich kann nur von einem anderen internationalem Konzern (hat nix mit bauen zu tun) berichten. Die haben es von ihren Anwälten prüfen lassen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass höhere Gewalt wahrscheinlich rechtlich nicht halten wird.

26.7.2022 ( #24)


Stoffal02 schrieb:

Ich kann nur von einem anderen internationalem Konzern (hat nix mit bauen zu tun) berichten. Die haben es von ihren Anwälten prüfen lassen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass höhere Gewalt wahrscheinlich rechtlich nicht halten wird.

Zu diesem Schluss kamen auch Anwälte in unserer Firma.

Es ist wohl einfach ein klarer Fall von ausnutzen der Marktmacht in diesem und ähnlichen Fällen.

Wird interessant wie Gerichte hier urteilen werden.


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