» Diskussionsforum » Hausbau-, Sanierung

Energieausweis - Einschätzung mit bitte um Hilfe und Übersetzung

Teilen: facebook    whatsapp    email
11.1. - 12.1.2022
18 Antworten | 10 Autoren 18
1
1
Hallo Leute,

ich habe den Energieausweis bekommen und finde die Werte für ein neues Haus nicht gerade beraschend im Jahr 2022.

Ich hätte mit einem Wert von ca. 30 kWh/m2a gerechnet.

der HWB,SK sind 46,5 kWh/m2a!!!!!

Und weiß ich auch nicht wie die Werte einzuschätzen sind.
Ich nehme an, der Keller vermiest mir die Energiekennzahl :-/ 

 • Haus mit 137m2 WNF, 25er Ziegel+20cm WDVS
 • Keller mit 75m2, davon 54m2 beheizt gerechnet (wird aber sicher nicht durchgehend beheitzt werden, wenn dann nur ein Raum mit 26m2 oder 18m2)
 • 22 Grad Innenraumtemperatur
 • Keller nur mit 10cm Perimeterdämmung und keine Dämmung im Kellerboden, nur 16cm Wärmedämmschüttung.
 • keine KWL gerechnet, wird jedoch kommen
 • Standort: Umgebung Linz OÖ

Mit welchem Stromverbrauch bei einer LWP mit ca. 7 KW und einer COP von 3-4,5 ist hier zu rechnen???


Energieausweis - Einschätzung mit bitte um Hilfe und Übersetzung


Energieausweis - Einschätzung mit bitte um Hilfe und Übersetzung

11.1.2022 ( #1)
10cm Perimeterdämmung sind nicht viel, dann noch Wärmebrücken bei den Kellerwänden... 16cm Schüttung zum Fußboden sind auch nicht der Renner.
Wie schaut das Dach aus?

So tragisch finde ich es letztlich aber nicht. 
Wenn die Flächenheizung gut ausgelegt ist, wird sich schon ein JAZ über 4 ausgehen denke ich...
Wird so 3000kWh Strom ergeben plusminus, plus Warmwasser halt.
Der Energieausweis ist da pessimistischer und schreibt selber 4387kWh/a rein, aber das wird schon incl. Warmwasser sein. Letztlich wirst du dich etwa an der Zahl orientieren können. Bei den steigenden Strompreisen halt relativ bitter.

11.1.2022 ( #2)


blockon schrieb: Keller mit 75m2, davon 54m2 beheizt gerechnet (wird aber sicher nicht durchgehend beheitzt werden, wenn dann nur ein Raum mit 26m2 oder 18m2)

Also wenn die Räume nicht termisch getrennt sind wird das nicht so leicht sein, weil dein beheizter Raum die nicht beheizten mitheizen wird und du deshalb viel Energie in den beheizten Raum reinstecken musst. Wurde hier aber eh schon öfters diskutiert.
Ich würde auf jedenfall die FBH im ganzen Keller installieren und dann kannst du noch immer die Kreise abdrehen/drosseln.


11.1.2022 ( #3)
Dein HWB ist halbwegs akzeptabel, niedriger wäre natürlich besser.

Es gibt Testversionen von Energieausweisprogrammen, z.B. GEQ, da kannst Du die Auswirkung verschiedener Bauteile gut austesten. 

Gut wäre es jedenfalls, eine umlaufende Dämmung, also auch unter der Bodenplatte, zu haben.



11.1.2022 ( #4)


heinzi00 schrieb: Ich würde auf jedenfall die FBH im ganzen Keller installieren und dann kannst du noch immer die Kreise abdrehen/drosseln

Habe ich auch so und im Keller seit vorigem Jahr abgedreht, hat jetzt im Keller 18°C, weil das OG diesen natürlich "mittemperiert". Einreichplan hast du hier keinen angehängt, nur so als Info, falls du die Garage im Keller hast (habe ich), solltes du hier auch über eine Innendämmung nachdenken. Ich bin froh, dass wir diese gemacht haben, weil Garagentor hat nicht gerade die beste Dämmung und die Garage ist unbeheizt und darüber das Wohnzimmer - jedoch gibts i.d. Garage an der Decke und zu allen anderen Räumen hin eine Innendämmung, das nur so als Hinweis. (ja, ist nicht ganz zum Thema, aber ev. hilfreich für dich)

KWL bringt dir wohl 10 Punkte im Energieausweis - das ist aber nicht der Grund, warum man diese machen sollte.


11.1.2022 ( #5)
Stimmt die bringt auch noch was...

11.1.2022 ( #6)


querty schrieb: Einreichplan hast du hier keinen angehängt, nur so als Info, falls du die Garage im Keller hast (habe ich), solltes du hier auch über eine Innendämmung nachdenken. Ich bin froh, dass wir diese gemacht haben, weil Garagentor hat nicht gerade die beste Dämmung und die Garage ist unbeheizt und darüber das Wohnzimmer - jedoch gibts i.d. Garage an der Decke und zu allen anderen Räumen hin eine Innendämmung, das nur so als Hinweis.

An die Garage habe ich garnicht gedacht... das ist natürlich ein guter Hinweis! Also falls du eine Garage im Keller hast, dort natürlich keine FBH machen und wie querty geschrieben hat auf eine sehr gute Innendämmung achten, weil in der Garage wird es echt kalt.

Also wenn du eine KWL machst, was sicher eine gute Entscheidung ist, solltest du das im Energieausweis ausbessern lassen, weil er sonst nicht viel Aussagekraft hat.


11.1.2022 ( #7)


blockon schrieb: keine KWL gerechnet, wird jedoch kommen

dann unbedingt neu rechnen lassen. Aktuell wird ja mit Fensterlüftung und unrealistisch hohen Luftwechselraten gerechnet.
Und ja... ich würd auch gleich noch über bessere Dämmung nachdenken. Kosten nicht viel Aufpreis, bringt aber auf lange Sicht viel. Wie du sicher mitbekommst, wird Energie teurer und teurer...

12.1.2022 ( #8)
Deine Werte sind eigentlich ähnlich den unseren (25er Ziegel + 16er WDVS). 
Auch Keller, Luft-Wasser-WP
Haus 137 qm + 58 qm Keller

Vielleicht hilft es dir ein wenig:


Energieausweis - Einschätzung mit bitte um Hilfe und Übersetzung




12.1.2022 ( #9)
Danke für eure Einschätzungen!

@­MalcolmX Dach ist Walmdach mit 32cm Dämmung, U-Wert 0,12.

@Pedaaa  Natürlich hätte gerne noch mehr Dämmung im Keller und genrell unter der Platte, aber das geht sich Budgetmäßig vorne und hinten nicht mehr aus.

@­Gemeinderat : ist schon sehr seltsam. Ich habe mehr Dämmung an den Außenwänden und trotzdem schlechtere Gesamtenergiebilanz? Gibts doch gar nicht, außer dein Keller ist besser gedämmt? Habe gerade gesehen, dass bei dir "nur" 230 Heiztage gerechnet wurden, bei mir 251!?! Wie gibts dass denn???

Ja KWL reißt sicher nochmal 10 Punkte runter, aber mir geht es hauptsächlich um den tats. Energieverbrauch, den ich haben werde.

Garage habe ich auch keine im Keller.

Hier der Schnitt vom Haus und die Bauteilbeschreibung der Wände. Bin mir mittlerweile sicher, dass der Keller der Übeltäter ist.

Wäre für, wenn möglich, kostenneutrale Verbesserungsvorschläge dankbar.


Energieausweis - Einschätzung mit bitte um Hilfe und Übersetzung


Energieausweis - Einschätzung mit bitte um Hilfe und Übersetzung

12.1.2022 ( #10)
Das weiß ich auch nicht. Berechnung für Kärnten. Mein Keller ist gedämmt da er wir ein normales Geschoß (Wohnkeller) ausgeführt ist. 
Ansonsten bin ich da ein Laie... 

Nordhang, Südseitig ausgerichtetes Haus, Satteldach Ost/West... 


12.1.2022 ( #11)
Bei dir ist der Referenzwert und der Istwert gleich hoch.
Kann es sein, dass der EA-Ersteller vergessen hat, das Standortklima bzw den Standort einzugeben?
Bei uns (Bezirk Mattersburg) ist der IST Wert 30% tiefer als der Referenzwert.

12.1.2022 ( #12)
Auf der Seite "Heizlastabschätzung" solltest du die Verluste der einzelnen Bauteile (bspw. Außenwand oder Fenster) aufgelistet sehen. Diese Seite könntest du auch noch herzeigen, dann ist zunindest klar, wo die größten Verluste herkommen. 
Ich denke EC01 und EW01 werden flächenmäßig einiges ausmachen und schön zum Gesamtverlust beitragen.

1
12.1.2022 ( #13)
@Rapiatler: hier die Werte

Energieausweis - Einschätzung mit bitte um Hilfe und Übersetzung

Energieausweis - Einschätzung mit bitte um Hilfe und Übersetzung

Energieausweis - Einschätzung mit bitte um Hilfe und Übersetzung

Energieausweis - Einschätzung mit bitte um Hilfe und Übersetzung

Energieausweis - Einschätzung mit bitte um Hilfe und Übersetzung



12.1.2022 ( #14)
Mal eine leihenhafte Frage zwischendurch. Ist es denn derart wichtig, dass der Energieausweis auf Punkt und Komma bei einem privaten Eigenheim, welches die nächsten Jahre veräußert werden soll, stimmt?
Dieser läuft doch ohnehin nach 10 Jahren ab?

In meinem steht ebenfalls Fensterlüftung drinnen, obwohl eine KWL installiert wird.

12.1.2022 ( #15)
Vor dem Verkauf würde ich den schon neu rechnen lassen,  denn das steigert ja auch den Verkaufswert.

Ich glaub ich lass den auch für mich privat nach dem Bauen nochmal neu rechnen weil sich doch einige Kleinigkeiten (zum Besseren) verbessert haben seit der Einreichung.  Da haben wir mal das Minimum definiert,  aber letztendlich machen wir bessere Ziegel, bessere Flachdachdämmung, die Fenster haben einen viel besseren Uf Wert als 1.0 wie gerechnet, Haustüre ebenso deutlich besser als die 1,4 aus dem Energieausweis usw...

12.1.2022 ( #16)


KM1988 schrieb: Ist es denn derart wichtig, dass der Energieausweis auf Punkt und Komma bei einem privaten Eigenheim, welches die nächsten Jahre veräußert werden soll, stimmt?


blockon schrieb: aber mir geht es hauptsächlich um den tats. Energieverbrauch, den ich haben werde.

Wir haben ebenfalls den Energieausweis "ernst" genommen. Nicht weil ich eine Aufgabe mit "sehr gut" erfüllen wollte, sondern weil es richtig verwendet ein gutes Planungstool ist.
Und so wie blockon sagt: wir wollten wissen was wir da eigentlich bauen und wieviel Energieverbrauch€€€ da daherkommen (Strompreisverdopplung).

Wenn man sich mit der 30Tage Gratisversion (GEQ, oder ECOTECH) spielt, bekommt man für sein eigenes Haus ein gutes Gefühl an welcher Stelle es viel ausmacht noch ein paar cm mehr Dämmung zu verwenden und wo es nur um die Zahlen nach dem Komma geht... Ich will mein Geld möglichst sinnvoll einsetzen.
Die Dämmstärke auf der obersten Geschoßdecke macht z.b. einen riesigen Unterschied.
Die ist aber bei euch eh schon gut mit 0,12. Aussenwände mit 0,15 auch gut. Kellerwände und Kellerboden... wie du selbst schon schreibst...

Dämmung unter dem Haus war für mich fix, nach jahrelanger Lektüre dieses Forums und den Schilderungen der Probleme+Nachteile bei Innendämmung.


12.1.2022 ( #17)


blockon schrieb:

Wäre für, wenn möglich, kostenneutrale Verbesserungsvorschläge dankbar.

Langfristig kostenneutral, je nachdem wie wir die Energiepreisentwicklung ansetzen? :)

Nehmen wir die größten Positionen:
AD01: Ich würde auf jeden Fall EPS-F PLUS einsetzen, dadurch sollte der U-Wert bei ca. 0,13 landen.
FE/TU: Gibt es schon Angebote dazu? Ich vermute, dass die tatsächlich gelieferten Fenster bessere Werte haben werden. Unbedingt aber im Angebot genau schauen.
EW01: Die höchsten Verluste neben den Fenstern, diese bringen aber zumindest solare Gewinne! Also unbedingt besser dämmen. Ja, 20cm kosten das doppelte von 10cm, der Arbeitsaufwand bleibt aber gleich.
EC01: Es wurde schon gesagt, unter der Bodenplatte sollte gedämmt werden. Man kommt nie wieder dazu!
Zusätzlich steht "<= 1,5m unter Erdreich", es sollte aber ">=1,5m unter Erdreich sein", da der Keller ja 2,4m hoch ist.


12.1.2022 ( #18)


blockon schrieb: Habe gerade gesehen, dass bei dir "nur" 230 Heiztage gerechnet wurden, bei mir 251!?! Wie gibts dass denn???


dyarne schrieb:
eggerhau schrieb: Da kann was nicht stimmen. 365 HT hast Du am Nordpol...
../ressources/1x1.png
Ramhard schrieb: doch das kann schon stimmen wenn sehr schlecht gedämmt ist...
ich würde sagen ihr habt beide recht...

die tabelle von hde spricht von HT20/12, dh einer heizgrenze von 12°
das bedeutet, jeder tag mit einer mitteltemperatur unter 12° ist ein heiztag.

die gilt für neubauten, für unsanierte altbauten natürlich nicht, die müssen oft schon bei knapp unter 20° heizen...

mit der sanierung des gebäudes sinkt die heizgrenze und damit die anzahl der heiztage. der EA berücksichtigt das...

hier als beispiel unsere sanierung, wir haben mehrere varianten und EA's:

unsaniert -> hwb 121 -> 270 heiztage
teilsaniert -> hwb 38 -> 210 heiztage
saniert -> hwb 22 -> 180 heiztage

die heizgradtage sind rein standortbezogen und immer gleich: 3638 Kd

apropos vielgescholtener EA,
seit 2 tagen ist unsere heizung im sommermodus. die automatik der wp steht auf 11° heizgrenze ... ../ressources/1x1.png

https://www.geq.at/pdf/Heiztage%20und%20HGT.pdf




Beitrag schreiben oder Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]


Voriges Thema: schadhafter Dachstuhl?
Nächstes Thema: Poroton Dryfix vs. Dünnbettmörtel
« Hausbau-, Sanierung- & Bauforum