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Einschätzung zur Kreditfinanzierbarkeit für EFH benötigt

7 Beiträge | 9.10. - 10.10.2019
Hallo Forum,
bevor ich einen der Finanzierungsprofi direkt kontaktiere wollte ich eine erste Einschätzung haben, inwieweit die  Finanzierbarkeit meines Bauvorhabens überhaupt realistisch ist. Bitte um nüchterne Ehrlichkeit. Wenn es sich nicht ausgeht ist es auch kein Beinburch. Bin ja Realist . Ich habe mir vor einem Jahr ein Baugrundstück (980 m²) in einem kleinen Ort ca. 10 km außerhalb von Ried im Innkreis (OÖ) gekauft und habe dort auch keinen Bauzwang drauf, nur Kanalerhaltungsbeiträge von ca. € 230,- pro Jahr da es schon seit ca. 7 Jahren voll aufgeschlossen ist.
Für den Grund habe ich bis dato ca. 58 TEUR inkl. Nebenkosten (Aufschließungsbeiträge + Grunderwerbsteuer + Wasseranschluss) bezahlt. Das erste Regieangebot mit Bauherrnmithilfe vom lokalen Baumeister bekomme ich in den nächsten 2 Wochen. Geplant ist ein EFH mit EG + OG, kein Keller aber mit Schuppen + Carport. Schlichter Grundriss mit Satteldach. Wohnfläche ca. 147 m². Man kann zwar erst mit den Angeboten von allen Gewerken sagen wo man aufschlägt aber ich rechne mit ca. € 350.000,- , da erstens Eigenleistung beim Rohbau + Low-Tech-Haus ohne BUS-System, etc.
Meine Frau und ich haben ein Einkommen von ca. 4.000,- monatlich x 14. Wenn wir es überhaupt durchziehen, dann möchte ich im Juli 2020 starten. Bis dahin schaffen wir in Summe ca. € 40.000,- Eigenkapital, was natürlich mehr sein könnte. Aber so ist es halt. Kinder haben wir noch keine.
Somit ein Kreditauszahlungsbetrag von € 310.000,- Als Laie denke ich mir, dass eine monatliche Ratenbelastung von € 1.100,- für uns die Obergrenze darstellen sollte, damit man noch gut leben kann.

 
9.10.2019 11:05
Von der Laufzeit her rechne ich mit 30 Jahren, sprich 360 Raten
9.10.2019 11:19
Hallo Lukas,

das schaut auf jeden Fall darstellbar aus.

Lg, Alex
9.10.2019 13:41
Hi Lukas,

ich denke auch, dass dein Projekt gut realisierbar ist. Mit dann knapp 100k Eigenkapital (Grundstück  + liquides Eigenkapital) bezogen auf den gewünschten Kreditbetrag sollte da auch ein ordentliches Konditionenpaket herausspringen.
lg
Thomas


9.10.2019 14:06
hmmm.
wenn man die herstellungskosten als wert des hauses hernimmt, den grundwert dazuzählt und eine belehnungsgrenze von 80 % nimmt, wären bei 100% eintragung ins GB ca. 327k möglich.

darstellbar isses schon (irgendwie), ich finde aber, die 40k EM sind ein tropfen auf den (ziegel)stein. top kondis werdens wohl nicht werden
9.10.2019 15:31


LukasH schrieb: Somit ein Kreditauszahlungsbetrag von € 310.000,-



rk515 schrieb: wären bei 100% eintragung ins GB ca. 327k möglich


Sollte also eine Top-Kondi rausschauen
10.10.2019 11:32
Hallo Forum,
und wann startet man das Finanzierungsgesuch wenn der geplante Baubeginn erst Mitte nächsten Jahres stattfindet und mit diesem Zeitpunkt auch erst meine geplante Eigenmittelbasis erreicht sein wird. Diese angepeilte EK-Basis schaffen wir ohne Probleme, aber eine Bank kann ja schlecht mit den Eigenmitteln rechnen die ich bis dahin noch aufbauen werde, oder? Allerdings kann ich auch nicht bei einer Baufirma unterschreiben wenn ich noch keine Finanzierungszusage bzw. ein verbindliches Angebot am Tisch habe. Ich hoffe meine Frage klingt nicht doof aber wie gehe ich das an, ohne dass sich die Katze in den Schwanz beisst. Lg LUKAS
10.10.2019 11:40
Klingt nicht doof.

Wenn die Darlegung der zukünftig zu erwarteten Eigenmittel für die Bank plausibel ist, dann wird das passen. Kommt drauf an wie die kommen. Verkauf einer Wohnung oder "nur" ansparen.
Denn das mit der Wohnung zB ist auf jedenfall belegbar.
Zu früh, um sich bei Banken zwecks einer Finanzierung zu erkundigen ist es in jedem Fall nicht.
Je mehr Wissen du dir ansammelst, desto besser bist aufgestellt bei den Kreditgesprächen.



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