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EFH PP (GEQ Heizlast bis FBH Auslegung)

73 Beiträge | 3.9.2019 - 18.5.2020
Hallo,

ich würde gerne die raumweise Heizlast für die anschließende FBH Auslegung selbst erstellen.

Fragen bisher:

1) Ist GEQ dafür geeignet?
solare Gewinne sind wohl nicht möglich und generell sollen die aktuellen Berechnungsnormen allesamt nicht optimal sein. Wie geht man damit um?

Wir haben 25 cm Ziegel und 20 cm EPS.
Wandaufbau in GEQ Putz, Ziegel, EPS, Außenputz.
2) wird der Mauermörtel bzw. EPS Kleber vernachlässigt?

3) lässt sich ein ungleichseitiges Dach modellieren?
Im linken Teil sind Schlafzimmer bis zum Dach. Das Dach ist die thermische Hülle und schließt den Spitzboden mit ein. Im rechten Teil ist eine Holz-Zwischendecke zum Spitzboden, welche ich einmal mit und ohne Dämmung rechnen möchte.
(Bitte kurze Stichworte wie)

EFH PP (GEQ Heizlast bis FBH Auslegung)

4) wie geht man man mit auskragenden Stockwerken um, bei denen darunter kein Geschoß ist?
(Bitte kurze Stichworte wie)

Danke

 
7.5.2020 19:14
inspiriert von berhan's plots in
https://www.energiesparhaus.at/redirect.cshtml?q=https://www.energiesparhaus.at/forum-halbwissen-fbh-auslegung/54968_4#553571 habe ich eigene erstellt.

für die aktuelle Auslegung:
KG: 3 Kreise mit 80m (nur Technik und Stiegenhaus, ohne großen Abstellraum)
EG: 9 Kreise mit 90m
OG: 11 Kreise mit 55m und einer Anbindeleitung mit 12m

EFH PP (GEQ Heizlast bis FBH Auslegung)
EFH PP (GEQ Heizlast bis FBH Auslegung)
EFH PP (GEQ Heizlast bis FBH Auslegung)
von der Durchlaufzeit ist das OG schneller als EG und KG. Hier könnte das OG noch etwas länger gemacht werden, bzw. wurde die lange Anbindeleitung durch die kurzen Kreislängen überkompensiert.
7.5.2020 19:46


dyarne schrieb: der vereinfachte ansatz geht wie oben von klima2020 beschrieben übers messen der rl-temperaturen im betrieb - die heißeren rl-e drosseln, die kühlen entdrosseln, die kältesten ganz aufdrehen.

wenn man es noch exakter haben will, dann macht man das über den rücklaufkick.

wie du oben siehst kommt ja das wasser bei unabgeglichenen anlagen extrem zeitversetzt aus den kreisen zurück. das kann man sehr gut am verteiler an den rl messen. am besten mit einem infrarothermometer.

man macht sich dazu eine liste der kreise, schaut daß die heizung ein/zwei stunden gestanden ist und löst einen heiztakt aus.

dann wartet man an den rl-en und mißt alle minuten die temperaturen. die überversorgten kreise kommen schnell in die höhe, bei den langen kann es ewig dauern.

dann die schnellen drosseln, die langsamsten ganz öffnen und das ganze nochmals.

für das system haus&heizung am effizientesten ist es wenn alle rl-e gleichzeitig hochkommen.

 so wie ich das verstehe gibt es zwei Arten des Abgleiches:

1) auf gleiche Durchlaufzeit (rücklaufkick)
2) auf gleiche Rücklauftemperatur (Spreizung)

was für die Einzelkreise eines Verteilers gilt, müsste auch für die Verteiler untereinander gelten.  Ich werde also noch versuchen die Kreislängen im OG noch etwas zu verlängern um die Durchlaufzeiten anzuheben.
7.5.2020 19:55
1) empfiehlt sich für on/off systeme

2) empfiehlt sich für modulierende systeme

on/off bedeutet lade/entladezyklen
modulierend bedeutet eingeschwungener zustand
9.5.2020 10:30
update Auslegung:
OG Kreise von 55m auf 70m verlägert und die Anbindeleitungen nochmal genauer ausgemessen.

https://drive.google.com/file/d/1L6wKTOSlGRRxfL1P5CmWq2YMR_TCVD7X/view?usp=drivesdk

EFH PP (GEQ Heizlast bis FBH Auslegung)

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heribert schrieb: 2) auf gleiche Rücklauftemperatur (Spreizung)


dyarne schrieb: 2) empfiehlt sich für modulierende systeme


Pedaaa schrieb: Ich hab bei meiner Auslegung versucht beides zu Treffen...


so sind die Durchlaufzeiten und die Spreizung noch näher beisammen, zumindest von EG und OG und die Kreislängeverhältnisse sind jetzt auch unter < 1.5

Habe mir auch die Entwicklung der Über/Unterdeckung raumweise geplottet:

EFH PP (GEQ Heizlast bis FBH Auslegung)

Dort gibt es Räume (z.B: E3_Küche/Essen/Wohnen), die eine höhere Steigung der Über/Unterdeckung haben als andere. Ist auch nachvollziehbar, weil die gleiche Über/Unterdeckung pro m2 sich für große Räume in Summe stärker auswirkt, oder wie seht ihr das?

Welche Kriterien nimmt man an für die Beurteilung einer zu großen Über-/Unterdeckung, diese müsste ja auch irgendwie raumgrößenabhängig sein:
1) 100 W/Raum, weil das einer Person enstpricht
2) eine prozentuale Abweichung für große Räume, diese würde die Raumgröße berücksichtigen (für kleine Räume schlägt prozentual zu stark aus)

Wie geht man da vor?
9.5.2020 10:40
Wie "man" das üblicherweise macht, weiß ich nicht.
Da für mich Werte der Über/Unterdeckung nicht greifbar sind bzw. keinen Eindruck geben, wie sich das auf Nachbarräume auswirkt, hab ich den Spieß umgedreht:

Ich hab die einzelnen Raumtemperaturen so lange angepasst, bis überall ca. Überdeckung 0W rauskommt.
Das geht aber natürlich nur, wenn die Heizungsauslegung mit der Heizlastberechnung komplett verknüpft sind. Das eine greift ja ins andere.
So sehe ich immer die Raumtemperaturen die sich abhängig voneinander ergeben.
Das hat für mich viel mehr Aussagekraft bzw. ist viel leichter greifbar als irgendwelche Überdeckungen, die weggedrosselt werden müssen
10.5.2020 9:52


Pedaaa schrieb: Da für mich Werte der Über/Unterdeckung nicht greifbar


ja dein Weg hört sich super an aber ich muss bald zu einer Entscheidung kommen, die Zeit läuft mir davon.

EFH PP (GEQ Heizlast bis FBH Auslegung)

Habe jetzt die raumweise Unter/Überdeckung pro m2 Heizfläche umgerechnet, jetzt schlagen die großen Räume nicht mehr so überproportional stark aus. Ich würde das für die bessere Darstellungweise halten, weil die Raumgröße kompensiert ist oder mach ich hier eine Fehler?
10.5.2020 10:05
Mach es doch so wie Pedaaa vorgeschlagen hat. Stell 3500 Pa ein und ändere die Raumtemperatur der so lange bis alle Räume bei dir auf 100 Prozent liegen. Dann siehst du ja eh ob die Werte für dich akzeptabel sind.
10.5.2020 10:14
Das geht als Schätzung  glaub ich so halbwegs brauchbar, ja. Es sind ja ohnehin nur Schätzungen, wo viele Randbedingungen nicht berücksichtigt werden.

Genaugenommen müsste aber die Heizlastberechnung dann wieder erneuert werden, weil durch die neuen Raumtemperaturen, ändert sich ja auch wieder alles. Das greift ja alles ineinander. Daher ists schön wenn das gleich miteinander verknüpft ist.
10.5.2020 11:53


Pedaaa schrieb: Da für mich Werte der Über/Unterdeckung nicht greifbar sind bzw. keinen Eindruck geben, wie sich das auf Nachbarräume auswirkt, hab ich den Spieß umgedreht:

Ich hab die einzelnen Raumtemperaturen so lange angepasst, bis überall ca. Überdeckung 0W rauskommt.

das ist auch mein ansatz.

der schlechteste raum wird wegoptimiert,
die überversorgten räume werden 'weggespart' also reduziert belegt...

sogar ein rein geometrischer ansatz funktioniert. in die hochlasträume soviel heizleistung einbauen wie sinnvoll umsetzbar, in die niederlasträume sowenig wie sinnvoll vertretbar.
resultierende raumheizleistungen und temperaturen auf plausibiltät prüfen,
fertig...

letztendlich benötigt man dem grunde nach eine relative auslegung der heizflächen.

die anpassung an das reale klima, die reale bauausführung und die real gewünschten temperaturen passiert dann ohnehin iterativ per anpassung der heizkurve für das gebäude gesamthaft.
13.5.2020 0:37
stimmt die Überlegung so:

wenn ein Raum überversorgt ist und ich die Heizleistung verringern möchte gibt es drei Möglichkeiten:

1) Kreislänge kürzer machen und den Durchfluss zurückdrehen damit die Durchlaufzeit die gleiche bleibt sons Kurzschluss. (Längenverkürzung und Durchflussminderung wirken bei der Heizleistungsminderung in die gleiche Richtung)

2) Kreislänge gleich lassen und den Kreis in einen anderen Raum weiterführen. (nur in diesem Fall gibt es weiterhin den vollen Durchfluss aber die Räume sind nicht mehr getrennt regelbar)

3) Kreislänge im Raum gleich lassen und nur den Durchfluss vermindern. (hier muss der Durchfluss noch stärker gedrosselt werden als im Fall 1 oder? und die Pumpe bekommt einen höheren Gegendruck)
13.5.2020 0:43
Bei mir laufen viele Anbindeleitungen durch den Gang (Garderobe zu Gang), der eh schon überversorgt ist, weiß jemand wie viel Leistung man wegrechnen kann, wenn man dort einen Elektroschlauch drüberzieht über die gesamte Länge?

Sollte man die Anbindeleitungen nur den Vorlauf dämmen oder auch gleich den Rücklauf und wirds dort dann kalt wo die isolierten Leitungen liegen?

Oder nur den Vorlauf und diesen dann ganz an den unisolierten Rücklauf dranlegen?

EFH PP (GEQ Heizlast bis FBH Auslegung)
17.5.2020 19:26
zur Dämmung von FBH Rohren gibt es hier eine Info: http://news.purmo.com/de/2018/08/fbh-rohrdaemmung/

http://news.purmo.com/de/wp-content/uploads/2018/08/Diagramm_Purmo_isojet-768x411.png
Bildquelle:http://news.purmo.com/de/wp-content/uploads/2018/08/Diagramm_Purmo_isojet-768x411.png

Zusammengefasst: 4 mm Dämmung oberhalb der Rohre halbiert die Heizleistung
18.5.2020 23:22
@uzi10 du hast eine FBH in der Garage habe ich gelesen, gibts da was zu beachten? Hast du die Kreise bis ganz ans Garagentor gelegt? Läuft die Garagenheizung immer mit? In einem Bild habe ich gesehen, dass du in der Garage ziemlich weite Verlegeabstände hast, warum?

a bissl off topic: wenn man eine Beschichtung machen möchte,braucht man einen anderen Estrich in der Garage? E300 statt E225 hast du geschrieben. Um was gehts da beim E300?



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