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EFH in Kärnten mit Ringgrabenkollektor

3 Beiträge | letzte Antwort 8.10.2018 | erstellt 7.10.2018
Hallo Leute,

nach langem Mitlesen habe ich mich angemeldet, um mein Projekt vorzustellen. Gleich vorweg vielen Dank für die unzähligen Inputs, die ich aus den schon bestehenden threads erhalten habe!

Nach langer Planungsphase wird es bei uns noch im Oktober Ernst. Gebaut wird ein EFH in Hanglage (ca. 17 %) in Kärnten mit Ringgrabenkollektor. Die rund 260 qm Wohnfläche werden durch eine Klimadecke beheizt und gekühlt (abgehängte, wasserführende Gipskartonplatten). FBH gibt es nur in den mit Fliesen belegten Räumen, also Badezimmer (2x), WC und Eingang. In die Bäder kommt zudem ein Handtuchtrockner. Brauchwasser sollte über ein FriWa Modul bereit gestellt werden.

Heizlastabschätzung liegt laut EA unter Berücksichtigung der KWL bei 8,9 kW, laut EnEV Tool bei 7,8 kW. Die typische Frage also: Geht sich das mit der KNV 1155-06 noch aus (bei Freischaltung auf 7,5 kW) oder ist die 1155-12 da doch schon die bessere Wahl? Der Installateur würde lieber die ebenfalls vollmodulierende iDM TERRA SWM 3-13 verkaufen, würde aber auch KNV einbauen. Bei iDM habe ich aber nur noch das Anschluss-Schema mit Kombi-Schichtspeicher gesehen. Frage: Funktioniert die Heißgas-Geschichte von iDM für die WW-Bereitung bei direktem Anschluss der Heizung + extra WW-Speicher überhaupt? Die relativ große PV (ca. 11 kWP) sollte natürlich am Tag etwas zu tun haben, also erscheint mir eine getaktete WW-Bereitung am Tag sinnvoller zu sein, als die ständige bei der Heißgas-Technik. Ach ja, wir sind Lang- und Warmduscher, also würde ich min. mit einem 300L WW-Speicher rechnen. Kinder gibt es noch keine, sind aber in Planung.

Planung des RGK wird der Installteur an Arne vergeben, ich hab mich aber schon mit den Planer gespielt und bin zuversichtlich, dass das etwas wird. Der Grund ist mit ca. 1800 qm auch groß genug. Knapp wird die Sache beim Pool, da müssten wir ev. den Technik-Schacht auf der anderen Seite bauen oder das Pool etwas nach Osten schieben. Eingezeichnet ist auch eine Zisterne mit Überlauf in eine Versickerungskünette. Vielleicht wäre es sinnvoller, den Graber weiter nördlich und damit durch die Künette verlaufen zu lassen. Generell ist mir für die Auslegung die passive Kühlleistung auch sehr wichtig, da wir keinen konstruktiven Sonnenschutz haben (Raffstores natürlich schon). Das ist auch ein Grund für die Klimadecke.

Zu den Bodenverhältnissen Auszug aus einem Mail vom Landes-Geologen:
"Aus Erdwärmebohrungen in der Umgebung ist bekannt, dass 80 m nordöstlich ihres Grundstücks ca. 1 m kiesiger Schluff, darunter zerlegter Fels, etwa 80 m südlich 1,2 m Anschüttung bzw. kiesiger Sand und darunter zerklüfteter Fels, etwa 140 m südlich 2 m sandiger Lehm und darunter 4 m feinsandiger Mittelkies angetroffen wurde. Aufgrund der Entfernung zu Ihrem Grundstück kann der Untergrund allerdings abweichen."
Anbei ist auch ein Foto der Baugrube der Nachbarn. Für die Planung habe ich defensiv lehmiger Sand angenommen.

Ich freue mich über jede Rückmeldung und über jeden Verbesserungsvorschlag. Vielen Dank!

LG Stefan

Trench-Planer: https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=gNSYwhIYLMinUlxjNlrJ

Baugrube der nörldlichen Nachbarn:
EFH in Kärnten mit Ringgrabenkollektor

Grundriss EG (=Wohnkeller nördich erdberührt) plus Übersicht Grundstück: EFH in Kärnten mit Ringgrabenkollektor

Schitt Süd-West: EFH in Kärnten mit Ringgrabenkollektor

Renderings: EFH in Kärnten mit Ringgrabenkollektor

7.10.2018 22:28
Hallo cobrito,
Willkommen im Forum!

Schon mal gut, wenn du einen Installateur gefunden hast, der sagt, das machen wir und das lassen wir von jemandem planen, der das kann. Groß genug ist dein Grundstück ganz gewiss 

Wie du offenbar ja bereits entdeckt hast, liebt der RGK Wasser. Du könntest die Versickerung dem Kollektorverlauf anpassen statt umgekehrt, so haben wir es jedenfalls gemacht. 

Den größten Teil des Jahres wirst du weder an den 8,9 noch an den 7,8kW kratzen. Was deine WP an den kältesten Tagen im Jahr zu leisten imstande sein muss, können dir andere hier besser sagen. 

Womit hast du denn deine Heizlast nach ENEV berechnet? Wir haben die Heizlastabschätzung des EA mit der des Trenchplanners verglichen – das Ergebnis war sehr ähnlich (Heizlast EA = Heizlast Trenchplanner inkl. WW). 

Zu deinem Kollektor nur eine Sache, die uns sofort aufgefallen ist: einen Dreirohrkollektor würden wir sehr ungern verlegen. Für Geübte sicher kein Problem, wir aber waren von Herzen dankbar für unseren einfachen Einrohrkollektor. Vielleicht stellt dich dein Planer ja um auf zwei mal Da40...

Alles Gute für die weiteren Schritte,

Vardi
8.10.2018 7:23
Lade mal den EA hoch. Dann können wir wegen der Heizlast bessere Auskünfte geben.
Aber auf den ersten Blick müsste die kleine sich schon ausgehen. Ich hatte jetzt letztens den Fall wo der EA 9.7kW sagte und wir trotzdem die kleine verbauen. Je größer die Heizlast desto mehr übertreibt der EA

Platztechnisch geht sich ein RGK auf jeden Fall aus.
Mit lehmigen Sand bist auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Wie Vardi schon schreibt ist ein DreiRöhrler etwas anspruchsvoller in der Verlegung.
Das gehört dann angeschaut wenn die Gebäudeheizlast steht.
8.10.2018 9:26
Danke für eure Rückmeldungen.
Energieausweis zum Download: http://familie-wagner.co.at/downloads/hausbau/Energieausweis.pdf

Die 7,8 kW stammen aus der Heizlastabschätzung des Trenchplanners mit den Gebäude-Kenndaten aus dem EA:
EFH in Kärnten mit Ringgrabenkollektor

Mit dem Tool von u-wert.net komme ich auf 8,2 kW, dort ist allerdings die Außentemperatur fix auf -16° vorgegeben (20° innen).

Danke für die Anmerkung mit dem 3-Rohr-Kollektor. Damit habe ich mich noch nicht näher auseinander gesetzt, es war die erste Variante, bei der das Planungstool keinen Fehler ausgegben hat Hab aber grad nochmal geschaut, 2-Rohr geht eh auch. Sowohl in 32 mm, wie auch in 40 mm.



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