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Effizienz Grundwasser Wärmepumpe in EFH

8 Beiträge | letzte Antwort 28.11.2018 | erstellt 6.11.2018
Guten Abend!

Wir planen den Bau eines EFH mit 151m² WNF. Da auf unsrerem Grundstück weder Flächen- noch Ringgrabenkollektor in Frage kommen, spiele ich mit dem Gedanken eine Grundwasserwärmepumpe zu installieren. Dazu habe ich zwei Fragen:

-) Wie effizient ist eine GW-WP wenn sie nur für WW und Heizung für vier Personen und 151m² WNF in einem (relativ) sparsamen Haus (den Plan gibt's hier: energiesparhaus.at/forum-kostenvoranschlag-efh-rohbau-150m-keller/51885_1 ) verwendet wird, und das Grundwasser zwischen 10 und 12 °C hat? Dabei meine ich in erster Linie nicht wann sie sich amortisieren wird, sondern in wie weit eine Wärmepumpe unter diesen Voraussetzungen ihre optimale Auslastung erreicht. Sprich: Gibt es so kleine GW-WP?

-) Ich kann in keinem Datenblatt einer Wärmepumpe finden, welchen Härtegrad das Grundwasser bei Direktverdampfung maximal haben darf. Gibt's da einen Tipp woran wir uns orientieren können?

Vielen Dank schon jetzt! Ich hoffe meine Fragen sind nicht zu trivial...

 
7.11.2018 6:56
Ich hab mich auch eingehend in Richtung WWWP erkundigt.
Das „Problem“ ist das Hochpumpen des Wassers aus dem Brunnen. Die Pumpen brauchen so viel Strom, dass dir die Effizienz flöten geht.
Aber es gibt eine Lösung und die heißt Saugheberanlage.
Hier kannst du dich einlesen: https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/208957/Grundwasser-Waermepumpe-mit-Saugheber-Sammelfaden

Ich warte noch auf den Kostenunterschied bevor ich mich entscheide.
Ich schließ den RGK auf jeden Fall nicht aus, da viel einfacher zu realisieren und keine Folgeprobleme falls sich der Wasserstand mal verändert (in 20Jahren?)...
7.11.2018 7:34
Wie gesagt, das "Problem" ist das fördern des Grundwassers, Je tiefer der Grundwasserstand, umso höher muss das Wasser raufgepumpt werden, was Leistung benötigt. Ausgenommen Saug-Heber-Lösung, die funktioniert aber nur bis ca max. 8m Förderhöhe, außer bei Sonderlösungen.
Es gibt aber auch extra Unterwasserpumpen die für Geothermie ausgelegt sind und auch nich übermäßig viel Strom verbrauchen. Theoretisch kann jede Sole-Wärmepumpe auch als Grundwasser-Wärmepumpe verwendet werden, mit Trennwärmetauscher.
Ich z.B. baue die Nibe 1155 mit 6kW ein mit Grundwasser-Quelle (Saugheber)
7.11.2018 13:12


mak_fin schrieb: Da auf unsrerem Grundstück weder Flächen- noch Ringgrabenkollektor in Frage kommen,


darf man fragen warum?

wwwp braucht halt viele gute voraussetzungen. ein kollektor ist da einfach "robuster". auch bei hohem grundwasserspiegel kann ein rgk gemacht werden.


7.11.2018 15:37


brink schrieb: darf man fragen warum?


Gerne! Die Nachbarn haben Gebäude direkt an den Garten angrenzend. Wenn ich die nicht unterfangen will und hineinrücke, bleibt nicht mehr viel Fläche über...
7.11.2018 15:54
an der stelle kannst zb nur einen schlitzgraben machen und gerade ziehen.

ca. 1,5 m wären für schleifen gut. vielleicht geht's bei guten aussentemperaturen auch enger.
bei min. 3 m zwischen 2 gebäuden sollte das gehen.

hast du ein lageplan?
7.11.2018 20:51
Mach mal einen Plan im Trenchplaner (Auslegungstool des RGK) dann können dir die Profis hier alle notwendigen Tipps geben.
27.11.2018 21:47
Zuerst: Vielen Dank für die Informationen. Die Sache mit der senkrechten Verlegung des Kollektors war mir neu. Auch den Trenchplanner kannte ich noch nicht. Ich habe mich jetzt ein bisserl damit gespielt und so sieht's aus wenn ich drei Meter Abstand zu den Nachbarn halte (im Norden eine Mauer und eine Einfahrt, im Süden eine Mauer und eine Garage): https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=7O2xybKzrbDG7x5DYKvG

Ein paar Fragen habe ich noch:
Bei der Hüllfläche zählen die Außenwände des Kellers nicht dazu, oder?
Wie nahe können Bäume zum Kollektor gepflanzt werden?
Welche Verbesserungsmöglichkeiten gibt's allgemein?

Schon jetzt vielen Dank für die Hilfe!
28.11.2018 6:16


mak_fin schrieb: Bei der Hüllfläche zählen die Außenwände des Kellers nicht dazu, oder?


Fragst du wegen der Heizlastabschätzung im Trenchplanner?
Es ist wichtig, dass du die Heizlast deines Gebäudes kennst, ansonsten kann man keine Heizung und keine Wärmequelle sinnvoll auslegen. Energieausweis schon vorhanden?


mak_fin schrieb: Wie nahe können Bäume zum Kollektor gepflanzt werden?


Vegetation und Ringgrabenkollektor vertragen sich sehr gut. Das verwendete Rohr ist ja sehr robust, das Rohr liegt im Allgemeinen relativ tief und die Temperaturen gleichen sich in der Vegetationsperiode ganz rasch wieder der ungestörten Erdreichtemperatur an.

Dazu ein Zitat aus dem RGK-Faden:
dyarne schrieb: Bepflanzung, ob mit Sträuchern oder Obstbäumen ist kein Problem. Im Sommer wachsen die Pflanzen, der Kollektor ruht; im Winter ruhen die Pflanzen und der Kollektor liefert dem Haus Wärme.

Siehe dazu auch:
https://www.energiesparhaus.at/forum-heizsystem-erdwaerme-ringgrabenkollektor-vs-luftwaerme/47394_1#437782



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