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Bodenplatte: Abdichtung Frostschürze zu Erde

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1.4. - 4.4.2021
10 Beiträge | 3 Autoren 10
Hallo liebes Forum,

ich bin etwas verunsichert, da ich immer wieder Bodenplatten sehe die rundherum geflämmt werden.

Bei uns wurde damals die Bodenplatte unter unserem Holzriegel-Fertigteilhaus nicht geflämmt.
Die Abdichtung gegen Bodenfeuchte wurde von E_K nach deren Standard gemacht:

Da kommt die Abdichtung von der Außenwand runter und geht unter der Holzschwelle ins Innere und wird nach aufstellen des Hauses dann auch noch innen vollflächig verklebt.
Abschließend wird auch außen noch ein Abdichtungsband von der Außenwand runter auf die Strinseite der Bodenplatte geklebt - ca 10cm runter.

Danach kam XPS darüber und dann Sockelputz

Ich frage mich:
Hätte die Frostschürze seitlich zum Erdreich hin auch geflämmt werden sollen?
Macht die Feuchtigkeit des Erdreichs dieser etwas aus?

Hoffe ihr könnt mich beruhigen dass das so passt

lg


Bodenplatte: Abdichtung Frostschürze zu Erde

Bodenplatte: Abdichtung Frostschürze zu Erde

 
 
02.04.2021 (#1)
Könntest mal eine kleine Skizze machen, wo man sieht wo die Bodenschwelle liegt wo der fertige Fußboden und wo das anstehende Gelände ist.
03.04.2021 (#2)


Bodenplatte: Abdichtung Frostschürze zu Erde
die Bodenplatte schaut jetzt bei fertig angeglichenem Garten zwischen 30cm und 80cm über Geländeoberkante raus
04.04.2021 (#3)


ringfreak111 schrieb: Hätte die Frostschürze seitlich zum Erdreich hin auch geflämmt werden sollen?

Nein Frostschürzen und Fundamente sind grundsätzlich nicht abzudichten.
Was man sich genauer anschauen müsste ist die Bodenplatte, wenn diese kein WU-Beton ist kätte diese komplett abgedichtet werden müssen und nach unten hin ein Tiefzug hergestellt werden müssen.
Wurde das gemacht bzw. wurde die BPL nach Richtlinie Wasserundurlässige Betonbauteile bemessen?


ringfreak111 schrieb: die Bodenplatte schaut jetzt bei fertig angeglichenem Garten zwischen 30cm und 80cm über Geländeoberkante raus

Uk oder OK Bodenplatte?
wie stark ist die Bodenplatte?


ringfreak111 schrieb: ich bin etwas verunsichert, da ich immer wieder Bodenplatten sehe die rundherum geflämmt werden.

Die sind dann aber erdberührt oder?
Ist bei die ja nicht der Fall,
hier könnte man nur über den fehlenden Tiefzug diskutieren wenn es kein WU Beton ist.

Wenn du die30-80cm hast kann ich hier kein Problem erkennen.
Alles im grünen Bereich würde ich mal sagen.
(zumindest mit den Information welche ich habe.)


04.04.2021 (#4)
danke für die ausführliche Antwort.

30-80cm ist OK Bodenplatte

Der Beton der Bodenplatte ist C25/30 B2 GK32 F45 PB CEM II 42,5N laut Lieferschein

Bodenplatte ist 25cm dick

die Bodenplatte wurde von der Hausfirma mit einer Katja-Folie ausgelegt und auf Stirnseite Bodenplatte ca 10cm runter mit Bodenplatte verklebt.

Die Hausfirma hat extra darauf hingewiesen dass von OK Bodenplatte 30 runter der nackte Beton sein muss damit sie ihre Folie direkt mit dem Beton verkleben können.

müsste also passen oder?
04.04.2021 (#5)


ringfreak111 schrieb: die Bodenplatte wurde von der Hausfirma mit einer Katja-Folie ausgelegt und auf Stirnseite Bodenplatte ca 10cm runter mit Bodenplatte verklebt.

Bin da jetzt etwas irritiert diese Abdichtung hat 0,9mm?
Stimmt das?

Das wäre als Bauwerksabdichtung (Bituminöse Abdichtungen min.4mm)
nicht zulässig.

Hab garnicht gewusst dass Knauf sich auf Abdichtungen spezialisiert hat,
aber nach kurzer Internetrecherche wird mit dieser Abdichtung anscheinend fröhlich drauf los abgedichtet.

Wenn deine Bodenplatte eine WU-Bodenplatte ist dann wäre das zu ignorieren, ansonsten sollte man sich diese Abdichtungsbahn nochmals genauer anschauen.
04.04.2021 (#6)
Wenn ich das richtig verstanden habe ist unter den Wänden etwas dickeres schwarzes und auf der Fläche diese Katja Folie verklebt.

ist der von mir angegebene Beton WU Beton?
C25/30 B2 GK32 F45 PB CEM II 42,5N
oder wie kann man das feststellen?
04.04.2021 (#7)


ringfreak111 schrieb: ist der von mir angegebene Beton WU Beton? oder wie kann man das feststellen?

Nein für einen WU-Beton gehört mehr dazu wie die Betonqualität, nachgewiese Rissbreitenbeschrenkung durch gezielte Bewehrungsfühfrung z.b.

Aber ich sehe hier nicht das große Problem auch wenn die Bodenplatte unter Umständen nicht Normgerecht wäre.
Da die Bodenplatte ja aus dem Erdreich heraussteht würde ich den Lastfall Bodenfeuchte eventuell gar nicht ansetzten, und dann würde es schon passen.

Wenn deine BPL wie du geschrieben hast 30cm raussteht und es kein Hangwasser oder sonstiges Wasser gibt welches eventuell mal kurz anstauen kann, dann wird das so passen.

Man könnte jetzt noch prüfen ob das ganze Normgerecht ist, ist aber garnicht so einfach,
weil es in der dazugehörigen Norm kein Detail oder irgendeinen Text zu einer Bodenplatte welche 30cm über dem Gelände liegt gibt.

 
04.04.2021 (#8)
ok, danke für deine infos!

mir ging es hauptsächlich darum dass die Frostschürze usw seitlich nicht abgedichtet werden muss - hatte Angst da kann der Beton mit den Jahren mürb werden oder auffrieren durch die Erdfeuchte oder so, bin jetzt beruhigt.

die Abdichtung auf der Platte ist der Standard bei ELK und wird schon so passen denk ich

lg
04.04.2021 (#9)


ringfreak111 schrieb: mir ging es hauptsächlich darum dass die Frostschürze usw seitlich nicht abgedichtet werden muss - hatte Angst da kann der Beton mit den Jahren mürb werden oder auffrieren durch die Erdfeuchte oder so, bin jetzt beruhigt.

Nein da brauchst dir keine Sorgen machen, gegen Frost würde die Abdichtung sowieso nix bringen, das muss der Beton schon selbst können(Frosstbeständig wird er ja wohl sein).
Und mürbe darf er auch nicht werden wie schon geschrieben kein Fundament oder Frostschürze wird Abgedichtet.
04.04.2021 (#10)


ringfreak111 schrieb: ist der von mir angegebene Beton WU Beton?
C25/30 B2 GK32 F45 PB CEM II 42,5N
oder wie kann man das feststellen? 


An der Kurzbezeichnung (B2) ist zu erkennen, dass es sich um frostsicheren(XF1) WU-Beton(XW1) handelt. Das WU bezieht sich ausschließlich auf die Betonqualität. 

Nur durch die Verwendung von WU-Beton erhält man noch lange kein wasserundurchlässiges Bauwerk = Weiße Wanne. Dazu müssten weitere Kriterien, wie z.B. die vom BAULEItEr erwähnte Rissbreitenbeschränkung u.a. erfüllt werden.



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