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Bewässerungsanlage...noch zeitgemäß?

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  •  querty
  •   Gold-Award
29.5.2026
6 Antworten | 5 Autoren 6
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Hallo,
nachdem es jetzt wieder heißt wird und wenig Regnet, muss man Blumen und Sträucher gießen...oder verdorren lassen, das selbige mit Gras. Bisher habe ich 2 Stunden min. jeden 3. Tag im Garten alles manuell gegossen, also Schlauch herumziehen, gießen und wichtig: Schlauch auch wieder weg, damit der Mährobotter fahren kann.

Spannend ist das nicht, deshalb spiele ich mit dem Geanken einer automatischen Bewässerungsanlage. Andrerseits denke ich mir, in Zeiten wo man Wasser sparen soll, ist das noch sinnvoll? Oder sollte man zuvor eine Zisterne machen mit k.A. 5000l - leider in der Bauphase nicht gemacht - dort irgendwie das Regenwasser sammeln (wird auch aufwändig) und dann dieses zum gießen mit der Beregnungsanlage verwenden?

Also meine Überlegungen sind:
- Überhaupt eine automatische Bewässerung?
- Wenn ja, davor unbedingt eine Zisterne machen?

Alles verdorren lassen ist halt auch nichts so schön, besonders wenn Pflanzen dann wirklich eingehen, Gras wäre noch verkfraftbar, toll ists natürlich auch nicht, wenn die Kinder statt am Rasen auf verdorrtem Boden spielen dürfen. Gießen mit Wasser von der Leitung ist auf Dauer sehr kostenintensiv...und auch fraglich, ob das überhaupt noch erlaubt sein wird in Zukunft, wenn man Wasser sparen muss.

Was sind eure Gedanken dazu?

  •  Benji
  •   Gold-Award
29.5.2026 14:54  (#1)
Danke für dein Beitrag! Diese Gedanken beschäftigen mich auch schon seit einiger Zeit...

Bei mir sind die Sträucher / Bäume gsd einigermaßen robust, denen macht die Trockenheit bisher wenig aus. Das Hochbeet muss so oder so gegossen werden, und das möchte ich auch nicht missen, hat was von Meditation und "Freude am Wachsen" für mich.

Der Rasen leidet halt... bzw. in meinem Fall die paar Gräser zwischen dem Unkraut emoji

Wenn ich Zeit und Lust habe, stelle ich den Viereck-Regner auf, Wasser kommt aus meinem Schlagbrunnen (was bin ich froh dass ich mir die Arbeit vor 15 Jahren angetan habe!) und der Strom für die Pumpe von der PV. Konkurriert halt (wie bei dir) mit dem Robert emoji

(automatische) Bewässerung habe ich keine (bis auf mein Tomatenbeet an der Hauswand), und möchte ich eigentlich auch keine haben.

Ich denke man sollte zur Kenntnis nehmen, dass ein Garten heute (und in den nächsten Jahrzehnten) einfach anders funktionieren wird müssen als ein Garten vor 20 Jahren. Klimawandel ist Fakt, und Bewässerung ist meiner Meinung nach der falsche Weg (Bekämpfung von Symtomen). Ich versuche meinen (kleinen) Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten; und was den Garten betrifft, setze ich auf Pflanzen die damit klarkommen. Wenn etwas eingeht, weil es mit der Trockenheit nciht klar kommt, wird es durch etwas ersetzt, das mit der Trockenheit besser zurechtkommt.

Das ist aber mein ganz persönlicher Zugang, YMMV.

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  •  ds50
  •   Gold-Award
29.5.2026 16:03  (#2)
Ich hab eine 17m³ Zisterne, welche mir ungefähr die Hälfte meines Wasserbedarfs spart - nur für WC und WaMa wohlgemerkt. Rasen gegossen hab ich damit quasi noch nie, höchstens der Hochbehälter fürs Hochbeet wird damit nachgefüllt (Tröpfchenbewässerung).

Bei der diesjährigen Frühjahrstrockenheit bringen aber auch 30m³ Zisterne nix, wenn es halt nie (nennenswert) regnet. So war auch meine Zisterne im April für einen Monat leer - damit dann den Rasen zu bewässern ist unmöglich.

Ich achte halt auf das, was ich beeinflussen kann: Vor Hitzeperioden lass ich das Gras vom Rasenrobi höher stehen, damit es nicht so leicht austrocknet. Unkraut hilft anscheinend auch. 🤪

Wie gesagt, ich hatte heuer nie gegossen, mein Nachbar oft - merke aber nicht wirklich einen Unterschied.

Ziemlich intelligenzbefreit finde ich auch die Rasengießaktionen am brütend heißen Nachmittag. Denn dann verdunstet sowieso gleich mal die Hälfte.
Die beste Zeit zum Gießen wäre so um 04-05:00 früh, da ist der Boden noch am kühlsten.

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  •  Thuata
  •   Bronze-Award
29.5.2026 16:27  (#3)
Das Gute ist: wenn man auf den "perfekten Rasen" verzichtet dann ist es kein (wirkliches) Problem und die Kinder spielen auch nicht auf verdorrtem irgendwas. 

Meine Rasen ist nicht existent (sowas nennt man hierzulande Wiese ;)) und einmal täglich fährt der Roboter (auf 5 cm) drüber. Die schönste/Grünste Stelle ist da, wo der Klee sich angesiedelt hat. Und das einzige was von mir radikal umgebracht wird sind dinge die pieksen (Disteln/Brennesseln). Ist aber den ganzen Sommer über grün. Und abgesehen von irgendwelchen unregelmäßigen Wasserspielerein der Kinder auch ungegossen. 
Bei mir wird nur das Hochbeet gegossen (hier denk ich über automatisierung nach aber das liegt noch in der Zukunft - mit Ollas, Perlschlauch und Co kann man durchaus auch hier Wasser sparen. Und im Zweifelsfall Bäume/Büsche in ihrem ersten Sommer.

Ich glaube, dass das die einzige Zukunftsfähige Version eines Gartens ist, Zisterne hin oder her.


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  •  Benji
  •   Gold-Award
29.5.2026 16:37  (#4)

zitat..
ds50 schrieb: Vor Hitzeperioden lass ich das Gras vom Rasenrobi höher stehen

mach ich nicht nur vor Hitzeperioden, sondern generell im Sommer - "der Rasen beschattet sich selbst"

zitat..
ds50 schrieb: Die beste Zeit zum Gießen wäre so um 04-05:00

korrekt, aber: Rasen sollte selten (1x pro Woche) dann aber gründlich bewässert werden (Spatenprobe - Wasser sollte mindestens 10 cm "einsickern") und das erreichst du halt in einer Stunde nicht, bei mir 3-4 Stunden.

Die eine Stunde in der Früh ist sogar kontraproduktiv: Rasen stellt fest "oh, ganz oben ist es feucht" und bildet keine tiefen Wurzeln aus.


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
29.5.2026 17:17  (#5)
Ich versteh den Sinn einer Bewässerungsanlage nicht

Ja ich hab einen Ring mim RGK RGK [Ringgrabenkollektor] verlegt, damit ich überall Wassersteckdosen hab bzw wir mim Elternhaus eine Verbindung für Wasser haben (haben 2 Schachtbrunnen, falls einer leer läuft, oder falls mal eine Zuleitung abgerissen wird kann inzwischen Wasser vom anderen Haus kommen)

Ich brauch aktuell viel Wasser, weil die Bagger den Baustellengarten planiert haben und ich Gras anbaue auf 2500qm, das liefern die Brunnen großteils, Leitung nehm ich nur, damit ich 4 Beregner statt 3 laufen lassen kann, sonst dauert es ewig

Ansonsten gießen wir nur Topfpflanzen, oder wenn was im selben Jahr gepflanzt wurde und das Hochbeet, alles andere muss selbst zurechtkommen, ansonsten stirbt es und wird ersetzt

Rasen hab ich letztes Jahr schon stellenweise erneuert, das Zeug wurzelt zum Teil 1m tief, hab ich gemerkt als ich ein paar größere Bäume gepflanzt hab, das wächst auch bei der aktuellen Trockenheit wie blöd und will mindestens wöchentlich gemäht werden, davor wars ne Unkrautwiese, die war im Sommer immer sehr knusprig 
Flachwurzler bei den Bäumen gibt's keine mehr, die haben die Wiese klarerweise auch getrocknet
Liguster wurde im Frühjahr gepflanzt gemeinsam mit Buche und Feldahorn als Hecke, joa survival of the fittest heißts, Liguster tot da Flachwurzler und keine extra Portion Wasser, die anderen beiden Arten haben überlebt, also werde ich umsatteln 

Man muss sich selbst und den Garten der Zeit anpassen sonst verschwindet beides mit der Zeit

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  •  Akani
29.5.2026 17:44  (#6)
Bin ich froh keine Zistern sondern nen Tiefbrunnen mit 20mtr.
Der trocknet nicht aus, regen egal und war günstiger wie Zisterne.
Wir bewässert aber auchalles mit der Hand. 1x die Woche Rasen weilder schon arg trocken ist aktuell.
Ansonsten nur Hochbeete täglich und Büsche auch nur 1x die Woche

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