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Betonkernaktivierung vs Fußbodenheizung

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  •  Calypso
23.11.2022
8 Antworten | 7 Autoren 8
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Liebes Forum!

Meine Freundin plant gerade ihr Haus und ihr Planer hat ihr im ganzen Wohnbereich im (unterkellerten) Erdgeschoß und im Schlafzimmer sowie in den Kinderzimmer im OG eine BKABKA [Betonkernaktivierung] in den Plan gezeichnet. Lediglich in den Bädern und in der Toilette sind FBHFBH [Fußbodenheizung] geplant. Warum? Weils billiger als eine FBHFBH [Fußbodenheizung] ist? Reicht das prinzipiell aus für eine Beheizung? Ich bin bisher davon ausgegangen dass eine BKABKA [Betonkernaktivierung] eher nur um teperieren eines Raumes verwendet wird, nicht aber um ein Haus damit wirklich zu heizen. 
Günstiger ist die BKABKA [Betonkernaktivierung] allerdings als eine FBHFBH [Fußbodenheizung]. Gibts hier fachkundige Infos/Meinungen dazu?

lg Caly.

  •  Fino
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
23.11.2022 ( #1)
Unbedingt beides machen und zwar vollflächig. Im Bad auch noch eine Wandheizung. So kannst du die Vorlauftemperatur reduzieren und das spart am ende Geld. 

  •  MalcolmX
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
23.11.2022 ( #2)
Auf jeden Fall lieber überall BKABKA [Betonkernaktivierung] und im Bad eine FBHFBH [Fußbodenheizung] als überall FBHFBH [Fußbodenheizung] und BKABKA [Betonkernaktivierung], aber dann im Bad die BKABKA [Betonkernaktivierung] weglassen, wie kürzlich wieder hier im Forum.
Würde aber auch beides vollflächig machen. Aber klar, bissl was spart man wenn man nur ein Stück FBHFBH [Fußbodenheizung] hat. Vielleicht 3000€ auf so ein Durchschnittshaus...

  •  scarpej
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
23.11.2022 ( #3)
Wenn man den Forumsexperten glauben darf, ist eine BKABKA [Betonkernaktivierung] energietechnisch und finanziell sicherlich eine sehr gute, bzw. die beste Wahl. 

Allerdings ist die BKABKA [Betonkernaktivierung] halt vergleichsweise träge wenns ums Aufheizen geht, da pulvert man schon mal 2-3 Tage rein, bis sich was tut. Durch die Tatsache, dass der Vorlauf tatsächlich niedriger gehalten werden kann, ist ein Boden auf dem man ohne Schuhe läuft eben gefühlt etwas kühler.

Wenn das einem das egal ist, sicherlich kein Problem. 

Ich habe es nur bei mir bemerkt, als ich noch nicht daran gedacht habe, die BKABKA [Betonkernaktivierung]-Deckenkühlung ins Heizsystem mitzuintegrieren (überall FBHFBH [Fußbodenheizung]).... Da war der Boden schon etwas wärmer, als jetzt, wo ich die BKABKA [Betonkernaktivierung] mitlaufen lasse. Und ja, ich fahre jetzt tatsächlich eine merkbar niedriegere VL VL [Vorlauf]-Temperatur als nur mit FBHFBH [Fußbodenheizung], wenn auch bezüglich der nötigen RT RT [Raumtemperatur] überhöht.

Das führt jetzt dazu, das ich diese eigentlich etwas zu hohe VL VL [Vorlauf] Temperatur wegen des angenehm warmen Fußbodens gar nicht reduzieren will, auch wenn ich es RT RT [Raumtemperatur]-technisch könnte :-D *duckundweg*

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  •  berhan
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
23.11.2022 ( #4)
Zu dem Thema gibt es eigentlich eine ganz gute Literatur.
https://www.zement.at/downloads/downloads_2016/PLANUNGSLeitfaden_2016_Energiespeicher_Beton.pdf

Kurz gesagt, bis zu einer Heilzlast von 25W/m² dürfte nach obigem Dokument (Seite 26ff) eine BKABKA [Betonkernaktivierung] ausreichend sein. Eine zusätzliche FBHFBH [Fußbodenheizung] (also übern Bad ist auch eine BKABKA [Betonkernaktivierung]) in den Bädern macht dazu Sinn, ein WH WH [Wandheizung] stattdessen würde aber auch gehen.

Wichtig ist somit eine geringe Heizlast, bei Passivhäusern oder passivnahen Häusern sollte das kein Problem sein. Da der Material- und Zeitaufwand bei einer BKABKA [Betonkernaktivierung] geringer als bei einer FBHFBH [Fußbodenheizung] ist, sollte diese günstiger sein.

  •  Calypso
23.11.2022 ( #5)
verstehe ich euch richtig und ihr sagt es reicht eine BKABKA [Betonkernaktivierung] aus - ausgenommen Nassräume - um ein Haus zu heizen?

  •  Puitl
  •   Silber-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und sehr viele Beiträge geschrieben.
23.11.2022 ( #6)
Bei sehr geringer Heizlast dürfte das funktionieren ja.
Die Frage ist nur: Welchen Bodenbelag nimmt man und wie geht man darauf > für mich wären nämlich Fliesen auf unbeheiztem Estrich (der wegen dem Trittschall ja meistens zur BKABKA [Betonkernaktivierung] entkoppelt wird) im Wohnbereich ein NoGo (wenn man darauf Barfuß oder mit Socken geht).

Mineralische Oberflächen mit hoher Dichte (Stein, Fliesen oder sogar auch diese "Plastikböden" (Vinyl?)) fühlen sich unbeheizt kalt an...bei Holz schauts schon wieder anders aus...

  •  scarpej
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
23.11.2022 ( #7)


Puitl schrieb: bei Holz schauts schon wieder anders aus...

Habe Weitzer-Parkett im WZ. Ja es ist natürlich besser als auf den Fliesen, aber "gut warm" ist halt auch etwas Anderes... Daher die leicht überhöhte VL VL [Vorlauf]-Temp, um eben diesen Effekt zu dämpfen... Bisher habe ich noch keine bessere Lösung dafür ... ich muss mich da mal dahinter klemmen. Aber wieder zum Topic: Das muss einem halt bewusst sein...


  •  Tomlinz
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
23.11.2022 ( #8)


berhan schrieb: Zu dem Thema gibt es eigentlich eine ganz gute Literatur.

https://www.energiesparhaus.at/forum-ausschliesslich-bka-nutzen/55512



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