Hallo Leute,
ich bin gerade dabei, die Auslegung für die Fußbodenheizung zu machen. Ich habe bereits zahlreiche Threads gelesen, gerade zur HFrik- und Berhan-Tabelle, bin mir aber nicht sicher, ob ich dabei alles richtig verstanden bzw. alles richtig gemacht habe.
1) Energieausweis:
Beim Erstellen des Energieausweises habe ich auf die Einhaltung der richtigen Bauteile bestanden (richtige Fenster, Aufbau von Dach und Fußboden, …). Ich habe parallel zum Ersteller mit GEQ das Haus berechnet und komme auf fast idente Werte, somit gehe ich von einem „richtigen“ Energieausweis aus.
Einzig die Auskragungen (ohne Isokorb, sondern gedämmt) sind nicht berücksichtigt. Wie rechnet man diese richtig? Welchen U-Wert kann man dafür annehmen bzw. wie berechnet man diesen?
Hier der Schnitt zu einer entsprechenden Auskragung:
2) Berechnung Heizlast:
Über die HFrik-Tabelle kann man ja die Heizlast berechnen. Dazu habe ich die Bauteile wie im Energieausweis angelegt und die entsprechenden U-Werte sowie die Masse/m² eingetragen.
Dann habe ich Temperaturen von 24 °C im Bad über 22 °C im Wohnbereich bis zu 21 °C in Räumen wie Technik und Speis definiert. Ich habe im Forum schon öfter gelesen, dass ein großer Temperaturunterschied in einem Neubau nicht möglich bzw. nicht sinnvoll ist.
Beispiel Kinderzimmer:
Hier ergibt sich somit eine Heizlast von 247,13 W. Hier werden aber noch keine Lüftungsverluste berücksichtigt?
In der Übersicht werden dann die einzelnen Räume angezeigt, die Transmissionswärmeverluste und die Lüftungsverluste (Wärmeverlust Lüftung bei
KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]). Wie kann man sich hier den Unterschied zwischen
KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] und Fensterlüftung ansehen? Muss man bei Wärmerückgewinnung der Lüftung 0 eintragen (aktuell steht hier 0,85)? Oder müssen auch die Lüftungswerte (Nutzung, m³/h, …) angepasst werden?
3) Berechnung/Auslegung Heizung:
Meine Erkenntnisse, die ich durch das Forum bereits gesammelt habe:
BKA + FBH zum Heizen verwenden, Wandheizung im Bad, gleich lange Kreise, keinen Pufferspeicher, keine überdimensionierte
WP WP [Wärmepumpe] (z. B. 12 kW+).
Es wurde bereits eine
BKA BKA [Betonkernaktivierung] mit 4 Kreisen in der EG-Decke und 4 Kreisen in der OG-Decke mit jeweils 20x2 mm und 120–130 m Länge verlegt.
Für die Fußbodenheizung wären 80–90 m lange Kreise mit einem 16er-Rohr angedacht. Ich habe bereits mit LoopCAD ein bisschen probiert – ich könnte also vor der Verlegung einen Plan erstellen.
Wo ich mir aber nicht sicher bin, ist die richtige Vorgehensweise bei der Auslegung. Versuchsweise habe ich in LoopCAD probiert, die Wohnräume mit 15 cm und die Bäder mit 10 cm Verlegeabstand zu planen und Längen von 80 m anzupeilen. Hier kommt aber teilweise eine extreme Über- bzw. Unterdeckung zusammen.
Hier sehe ich das Büro am kritischsten, da es eine Heizlast von 44 W/m² (569,42 W / 12,85 m² = 44 W/m²) benötigt, die anderen Räume liegen zwischen 18–33 W/m².
Versuchsweise habe ich auch eine Wandheizung im Büro definiert.
Der gewünschte Druckverlust ist mir nicht ganz bewusst. Ich weiß nur, dass die Wärmepumpe einen maximalen Druck schafft und der Druckverlust der gesamten Anlage kleiner sein muss als dieser Wert. Für die Anbindung der HKVs habe ich testweise ungefähre Rohrlängen und Bögen definiert, die für mich sinnvoll erscheinen.
Die Positionen der HKVs sind bereits definiert:
Die Wärmepumpe sitzt am Anfang des grünen Rohrs, über dem pinken Rohr befindet sich 1× FBH-HKV OG und 1× BKA-HKV OG, türkis ist 1× BKA-HKV EG und orange ist 1× FBH-HKV EG.
Die Anbindung erfolgt laut Installateur über Kupferrohr mit 28 mm.
4) Berhan-Tabelle:
Testweise habe ich für das WC und den Technikraum jeweils einen eigenen Kreis angelegt (14,5 m und 32,8 m). Mir ist bewusst, dass dies so nicht umgesetzt werden soll.
Wie wäre hier die richtige Vorgehensweise bzw. hättet ihr Vorschläge?
Ich möchte mich nicht auf die hier bereits vielfach berichtete Auslegung des Rohrherstellers verlassen und mich dann mit nicht warmen Zimmern melden müssen
😉