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Analyse Heizungswasser alarmierend: Maßnahmen?

10 Beiträge | 26.4. - 13.5.2019
Hallo,

mir ist aufgefallen, dass sich unser Heizungswasser (bei Errichtung der Anlage 2015 mit reinem Leitungswasser befüllt, weil die Werte laut Installateur ok waren) kontinuierlich eintrübt und einige Taco-Setter nur mehr schlecht bis gar nicht abzulesen sind. Im Heizkreis wurde bisher kein Filter, Schlammabscheider oder dergleichen verbaut.

Daraufhin hab ich unseren Installateur eine Analyse des Heizungswassers durchführen lassen, das Ergebnis ist alarmierend:

Analyse Heizungswasser alarmierend: Maßnahmen?

Als Sofortmaßnahme schlägt der Installateur vor, die Anlage komplett zu spülen und mit aufbereitetem Wasser (vollentsalzt) wieder zu befüllen. Kostenpunkt dafür: ca. € 460 inkl. UST.

Darüber hinaus wird mir der Einbau eines Geräts zur dauerhaften Heizungswasserbehandlung empfohlen, mit folgenden Funktionen:

   •  Opferanodeansystem
   •  Magnetfilter
   •  Schlammabscheidung
   •  Wasserbelebung

Das Teil kostet mich exakt € 686,88 exkl. UST. Abgesehen davon, dass der Preis horrend ist, schreckt mich vor allem die "Funktion" Wasserbelebung ab, das klingt für mich stark nach Scharlatanerie aka Grander-Wasser und Geldmacherei.

Hier das Ding im Detail: http://shorturl.at/ftI05

Bitte um Anregungen, was ich tun soll - danke!

LG
Michi

 
26.4.2019 12:05
Ihn darauf hinweisen das er es damals schon mit passendem Wasser befüllen hätte müssen und gemäss Önorm auch eine Analyse danach notwendig ist (ob das im EFH gilt sei dahin gestellt)...
26.4.2019 13:11
Oder Ihn drum bitten die "kostengünstigste" Sanierung durchzuführen die möglich ist. Wenn alles erledigt die Diskussion aufmachen wieso es nciht ÖNorm gemäß von Anfang an gemacht wurde ... (so muss er was einklagen und net du im extrem fall ...)
26.4.2019 14:47
Bin zwar nicht vom Fach, aber eine Opferanode bei einem luftdichten FBH-System sollte eigentlich nicht benötigt werden. Für WW auf der Brauchwasserseite je nach Speicher natürlich OK, die haben das dann aber eh eingebaut. Magnetfilter und Schlammabscheider ist sicher sinnvoll.

Ansonsten würde ich es wie Brink mit destilliertem Wasser machen, siehe "FBH Heizungswasser". Vielleicht noch Fernox F1 als PH Puffer dazu geben. Und bei dir mit Fernox F3 vorher spülen.


26.4.2019 15:45


helyx schrieb: das er es damals schon mit passendem Wasser befüllen hätte müssen...



BGR schrieb: wieso es nciht ÖNorm gemäß von Anfang an gemacht wurde...


 die Önorm schreibt eine prüfung vor, keine 'blinde' aufbereitung...


Zeichi1984 schrieb: mit reinem Leitungswasser befüllt, weil die Werte laut Installateur ok waren...

 
26.4.2019 15:45
was kostet so eine Analyse? Meins riecht auch "stechend".

Habe nach 1 Jahr schwarze Ablagerungen in den Tacosettern gehabt.
Darauf hin habe ich einen Spirotrab eingebaut und alle Kreise gespült (Leitungswasser wieder).
Alle Tacosetter ausgebaut und gereinigt (man war das ne Arbeit!).
Anschließend noch Fernox F1 zwei Flaschen rein gespritzt.

Werde das Gefühl nicht los dass ich noch Luft im System habe. Es blubberte beim Befüllen. Aus den Entlüftern an den HKV kommt aber keine Luft.

Automatische Entlüfter habe ich keine (haben irgendwie alle anderen verbaut).

Nach dem 2. Winter sind die Tacosetter schon wieder leicht eingefärbt, bräunlich, aber man kann noch alles lesen.

Ich werde langsam verrückt.

Das einzige was rosten kann ist das MAG.
Da kommt (wenn ich es entleere) auch eine Rostsuppe raus. An den HKV kommt immer sauberes Wasser raus. Ganz ohne MAG geht es wohl nicht oder? War schon am überlegen mir einen Plastik Ausgleichsbehälter ähnlich wie die Vase vom Solekreis da rein zu bauen... Aber leider geht das wohl nicht da es nicht der höchste Punkt ist (WP steht im EG).
26.4.2019 20:07
@Becker : welche werte hat denn dein ortswasser?
hast du ein normalen brauchwasserspeicher? ist der rohrwärmetauscher von innen roh, oder emailliert?
hab aktuell auch ortswasser drin, weil "ER" meinte, das wäre hier super geeignet.

@TE: der ph wird dein problem sein. zu sauer.
spüle , befülle , prüfe nach einigen wochen und passe den ph an.
26.4.2019 20:13
hatte die Trinkwasseranalyse mal hier rein gestellt, die Werte waren alle im "+" Bereich zum KNV Blatt.

Die F1255 hat einen integrierten Speicher, ob der WT von innen aus Stahl ist oder emailliert weiß ich allerdings nicht.
27.4.2019 10:47


Zeichi1984 schrieb: mir ist aufgefallen, dass sich unser Heizungswasser (bei Errichtung der Anlage 2015 mit reinem Leitungswasser befüllt, weil die Werte laut Installateur ok waren) kontinuierlich eintrübt und einige Taco-Setter nur mehr schlecht bis gar nicht abzulesen sind. Im Heizkreis wurde bisher kein Filter, Schlammabscheider oder dergleichen verbaut.

Du musst den Heizungsbauer schriftlich zur Spülung der Heizung mit deminaralisiertem Wasser und den Austausch der Kontrollgläsere bei den Taco-Settern auffordern. Frist setzen, abschliessende Laboranalyse verlangen und für mögliche Folgeschäden, etwa bei der Wärmepumpe, verantwortlich machen. 
Gruss HDE
P.S. Das hätttest Du schon langen machen müssen!
4.5.2019 20:34
ich persönlich halte nichts von diesen aufbereitungs-kartuschen und auch das voll enthärtete wasser ist zu aggressiv, aber das ist ja eine eigene wissenschaft.

ganz praktisch betrachtet: wo ist der schwachpunkt in der installation, was bringt eisen ins wasser? der kunsstoff der FBH ist es nicht, evtl. wurde das ganze nicht ordentlich gespült. ganz verdächtig ist ja auch der wärmetauscher vom warmwasserspeicher, immerhin vermischt sich das wasser von speicherlade-heizkreis und normalen heizkreis.

evtl. kann man den VL oder RL vom warmwasserspeicher mal rausnehmen und mit rohrkamera da in diese wäremetausch-spirale reinschauen. weiß aber nicht wie einfach sowas bei dir geht (verpressung, überwurf-verschraubung, zugänglichkeit, rohrisolierung...)
13.5.2019 12:11


cc9966 schrieb: auch das voll enthärtete wasser ist zu aggressiv

klar kommt es immer auf die anlage drauf an, welche materialien zum einsatz kommen etc.
solange das heizungswasser keinen zugang zu sauerstoff hat, kommt es damit nicht zur korrosion.
ich habe einen mikroblasenabscheider (spirovent), der die restluft entfernt. sonst ist die anlage dicht. laut monteuren roch das wasser direkt auch der rohrleitung entnommen auch "streng". ein fläschchen wurde abgefüllt. als ich am wasser im fläschchen roch, war der geruch nicht mehr wahrnehmbar.
installateur machte eine wasseranalyse - war im gegenseitigen interesse, da üblicherweise kein VE wasser befüllt wird. wir waren gespannt auf die ergebnisse.
-> https://www.energiesparhaus.at/forum-fbh-heizungswasser/52782_3#505576
ich bin mal zufrieden.
man sieht nach bald 3 jahren nirgend eine verfärbung.



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