Ich saniere gerade Esszimmer und Küche in einem Haus aus den 50ern und stehe beim Bodenaufbau etwas an. Bestand ist ein klassischer Holzdielenboden (Fichte, Nut/Feder, ca. 12 cm breit) auf Polsterhölzern mit Schlackeschüttung, insgesamt etwa 11 cm Aufbauhöhe. Der Boden knarrt teilweise und hat auch eine gewisse leichte Schwingung, wenn man ihn stärker belastet. Als Bodenbelag darauf ist eine Parkett-Landhausdiele geplant, idealerweise geklebt und nicht schwimmend verlegt. Das große Problem: Ich habe nur ca. 1,5 cm Spielraum in der Höhe wegen der Balkontür und Anschlüsse. Also mehr oder weniger genau die Stärke des Fußbodens. Im Netz findet man oft Lösungen mit Dielen zusätzlich verschrauben, Grundierung und faserverstärkter Nivelliermasse, teilweise mit Gewebe, direkt auf den Dielen:
Das klingt verlockend, weil es höhentechnisch gut passt und relativ einfach wäre. Mein Bauchgefühl sagt aber, dass das auf einem schwingenden Dielenboden kritisch ist – gerade bei eher „leichteren“ Fichtendielen und nicht super massiver Konstruktion wie in Gründerzeithäusern. Als Alternative überlege ich, den Dielenboden rauszunehmen und stattdessen z. B. 25 mm OSB auf die bestehenden Polsterhölzer zu schrauben, um mehr Steifigkeit reinzubekommen, und darauf dann weiter aufzubauen. Technisch sauberer wäre natürlich ein kompletter Neuaufbau, aber das ist vom Aufwand und Budget her eine andere Liga. Hat jemand von euch so eine Lösung mit Nivelliermasse direkt auf Dielen schon gemacht – funktioniert das langfristig oder ist das eher eine typische „geht schon irgendwie“-Variante? Und wie kritisch seht ihr Restschwingungen bei geklebtem Parkett? Ich tendiere aktuell eher zur steiferen Lösung mit OSB, auch wenn es mehr Arbeit ist.