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5 Jahre alte Wärmepumpe - Wer trägt Kosten bei Fehlfunktion? - Seite 2 teilen

13.7. -18.7.2026    23 Antworten    10 Autoren 23 2026-07-18T08:08:36+02:00    3 Empfehlungen
       
Zusammenfassung
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  •  kennminedaus
13.07.2026
26
Hallo,
ich brauche mal eure rechtliche/technische Einschätzung zu einem Problem mit meiner Wärmepumpe (Viessmann ) und der Kostenfrage.
  • Anlage: Viessmann Wärmepumpe Vitocall 222-A OHNE externen Bufferspeicher, WP ist ca. 5 Jahre alt (somit außerhalb der regulären Gewährleistung) - auch keine erweiterte Garantie, da ich keinen Knebelwartungsvertrag unterschrieben habe.
  • Einstellung: Die WP WP [Wärmepumpe] ist aktuell so eingestellt, dass sie ausschließlich Warmwasser (WW) aufbereiten soll.
  • Das Problem: Bei der Warmwasserbereitung wird ungewollt im Abstand 1-2 Wochen zusätzlich die Fußbodenheizung (FBH) mitgeheizt.
  • Bisheriger Reparaturversuch: Vor genau einem Jahr wurde bereits das Umschaltventil getauscht. Dieser Tausch hat den Fehler allerdings nicht behoben.
Der aktuelle Vorschlag vom Viessmann-Kundendienst:
Der Kundendienst sschlägt nun 2 Möglichkeiten vor, um den Fehler zu beheben:
  • Einbau eines externen Umschaltventils (Durchführung durch Installateur).
  • Austausch des kompletten Hydroblocks (Durchführung durch Viessmann).
  • Die Streitfrage (Kosten):
    Der Kundendienst ist der Ansicht, dass ich als Kunde die Kosten für den Einbau des externen Ventils bzw. den Austausch des Hydroblocks komplett selbst tragen muss, da keine Gewährleistung mehr besteht.
    Ich sehe das aus zwei Gründen sehr kritisch:
  • Fehlgeschlagene Reparatur: Vor einem Jahr wurde das Umschaltventil schon einmal auf meine Kosten getauscht, ohne dass der Fehler behoben wurde. Es wurde damals also offensichtlich eine Fehldiagnose gestellt.
  • Konstruktionsfehler? Wenn nun ein externer Umbau oder ein ganzer Hydroblock-Tausch im Raum steht, klingt das für mich eher nach einem bekannten, tieferliegenden Serienproblem oder Konstruktionsfehler der Anlage und weniger nach Verschleiß.
  • Meine Fragen an euch:
    • Hatte jemand schon mal diesen Fehler bei einer Viessmann Vitocal Wärmepumpe (dass trotz WW WW [Warmwasser]-Modus die FBH FBH [Fußbodenheizung] heiß wird) - wie wurde das Problem gelöst?
    • Wie schätzt ihr die Kulanzchancen ein, besonders weil der erste Reparaturversuch vor einem Jahr erfolglos war?
    • Gewährleistung gibt’s ja keine, aber kann ich mir hier z.B. auf Schadenersatz bzgl. Konstruktionsfehler berufen?

      Ich befürchte es wird schwierig zu beweisen, dass es sich um einen Konstruktionsfehler etc. handelt und ohne Sachverständigen und Anwalt wird sich Viessmann nicht bewegen. Es wird halt versucht die Ursache zu verschweigen. Daher habe ich nun sachlich ein paar Fragen und technische Erklärungen zu den vorgeschlagenen Möglichkeiten beim Kundendienst eingefordert und warte auf Rückmeldung. 


     
     

    •  kennminedaus
    17.7.2026 21:52  (#21)
    @Kleinermuk:
    Zuerst mal aufrichtiges großes Danke für deine investierte Zeit und deine genauen Erklärungen. So etwas würde ich mir vom Servicetechniker oder Installateur erwarten - vermutlich heutzutage nur mehr selten an zu treffen.

    zitat..
    Kleinermuk schrieb: Bist sicher, dass du mit einem kompetenten Techniker, und nicht mit dem Empfangspersonal, bzw. mit der Werbeabteilung gesprochen hast? 😀

    Die zwei Möglichkeiten hat mir der technische Dienst schriftlich übermittelt, vermutlich habens da einen vom Marketing in den Kundendienst zwangsversetzt 🤪

    zitat..
    Squawvally schrieb: Von welcher Menge an kW reden wir da? Ich hab zwar einen anderen Hersteller aber bei der WW WW [Warmwasser] Herstellung (zeitlich festgelegt) wird der Überschuss an Wärme in die Heizung geleitet. Das sind ca. 3 kW (ca. € 0,99).

    Ich rede davon, dass wenn das 3-Wegeventil nicht richtig schaltet jetzt im April/Mai der Durchfluss in beiden Heizkreisverteilern zu sehen war und dann im Rücklauf beim Fußboden ca. 26° zu sehen waren. Wegen dem Stromverbrauch wärs mir egal, aber erstens heizt es im Sommer und zweitens läuft vermutlich auch die Wärmepumpe länger.

    zitat..
    Kleinermuk schrieb: Bei einem "undichten" 3-Wegeventil (3-Zonenventil) kommt es zu 2 Problemen.
    a) Bei der Warmwasserbereitung wird ungewollt Wärme in die Heizung geleitet.
    b) Im Heizbetrieb wird der WW WW [Warmwasser]-Speicher entladen (Boiler-Temperatur fällt ohne Warmwasserentnahme stark ab).

    Einen Abfall bei der Boiler-Temperatur habe ich allgemein nie bemerkt. Es hat nur immer bei der Warmwasserbereitung ungewollt die Wärme in den Fußboden geleitet.

    zitat..
    Kleinermuk schrieb: Du schreibst "Einbau eines externen Umschaltventils (Durchführung durch Installateur)"
    Das ist meiner Meinung so nicht richtig. Es geht nicht um ein Umschalteventil (3-Zonen Ventil) zwischen Speicher und Heizung, sondern um ein 2-Zonenventil, dass in den Rücklauf des WT vom Speicher eingebaut wird. Punkt b ist viel lästiger, da die Warmwassertemperatur absinkt. Punkt a wird auch passieren, aber nicht so auffallen.

    Dies war der exakte Wortlaut des Kundendienstes per E-Mail - danke für die Richtigstellung und Zusatzerklärung. wie gesagt bei uns tritt nur punkt a aber nicht punkt b auf. 


    zitat..
    Kleinermuk schrieb: Dies wird nur garantiert, wenn man ein Filtersystem (max. 100 um Filtermaschenweite) mit Eisenpartikelabscheider (Magnetit) im Rücklauf der Heizung einbaut

    Das Wollte ich eigentlich nicht, werde aber nicht umhin kommen.
    1. Habe ich das richtig verstanden, dass es auch nicht Eisenpartikel filtert?
    2. Wie füllst du das aufbereitete Wasser genau nach? 
    3. Wenn der Kundendienst die Reparatur durchführt, müsste der dann ja den Zustand des Heizkreislaufs widerherstellen/befüllen oder?

    zitat..
    Kleinermuk schrieb: Im Antwortschreiben von Viessmann geht es wahrscheinlich nur um den Einbau eines 2-Wegeventil im Rücklauf des Wärmetauschers vom WW WW [Warmwasser]-Speicher. Damit wird aber das Problem mit der Heizung bei der Warmwasserbereitung nicht gelöst. Dafür braucht es auch ein 2-Wegeventil im Heizungsrücklauf.

    Das ist die nächste Sauerei, dass der Vorschlag das Problem anscheinend nicht behebt und hier die Antwort auf die Frage ob garantiert werden kann, dass die Reparatur das Problem belegt.
    O-Ton Kundendienst:
    ...Eine Garantie im technischen Sinne kann für kein mechanisches Bauteil gegeben werden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen basieren jedoch auf den durch den Hersteller identifizierten Ursachenbildern und den daraus entwickelten technischen Abhilfemaßnahmen. Sowohl der Einsatz des externen Umschaltventils als auch der Austausch gegen einen überarbeiteten Hydroblock adressieren die festgestellte Ursache der erhöhten Leckagetoleranzen direkt und entsprechen den vom Hersteller freigegebenen Korrekturmaßnahme.....


    zitat..
    Kleinermuk schrieb: Und die wichtigste Frage, die nur du beantworten kannst:
    War das Problem nach dem Tausch des 3-Wegeventil im Hydroblock für eine zeitlang behoben oder nicht, bzw., hat die WP WP [Wärmepumpe] nach der Inbetriebnahme für eine gewisse Zeit ohne Probleme funktioniert?
    Das ist eine geschlosse Frage. Darauf aktzeptiere ich nur eine geschlossene Antwort Ja/Nein. 😀

    Ja es hat ziemlich sicher eine Zeit lang funktioniert. Das 3-Wegeventil im Hydroblock wurde  exakt vor einem Jahr im April ausgtauscht. Im Sommer hat es sicher funktioniert, sonst hätten wir das mit der Fußbodenheizung bemerkt und ich hatte auch nicht abgesperrt. Im Winter habe ich es nicht wahrgenommen, natürlich erst wieder wie ich heute im Frühjahr von Heizung + Warmwasser auf nur Warmwasser umgeschalten habe.


    zitat..
    Dirm schrieb: Es ist diese "mir wurscht, weil klagst eh nicht und wenn doch, dann kümmert sich die Rechtsschutzversicherung" Mentalität, die mich ärgert und zu langatmigen rant Texten verleitet... Sicher nicht alle Betriebe, aber leider viele.

    Ja genau das!!! Ich werde nächste Woche nochmal über den Rechtsschutz versuchen :(


    zitat..
    Kleinermuk schrieb: Wenn man sich das integrierte 3-Wege-Ventil ansieht, dann ist das ja aus Messing gefertigt, also kein billiges Plastikteil. Und wenn ich mir die Schleifspuren an dem getauschten Ventil ansehe, dann kommt bei mir schon der Verdacht auf, dass die Ursache in einem verschmutzen Heizungswasser liegt. Woher die Schmutzpartikel kommen, weiß ich nicht. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ein anständiger Filter im Rücklauf das Problem zu 90% behebt.

    Das Heizungskreislauf wurde bei Inbetriebnahme auf unsere Forderung/Sachverständinger hin nochmals gespült. Meine Annahme ist, das der Heizkreislauf sowas von rein sein sollte. Ausschließen kann man Partikel natürlich nie.
    Würde der Einbau eines Filters mir vielleicht auch den Einbau/Austausch der Ventile ersparen? 


    zitat..
    Kleinermuk schrieb: Jetzt musst wieder 450€ bezahlen? Dann hattest ja schon wieder einen netten Besuch vom Techniker. Oder ist das ein Kostenvoranschlag?

    Das war der heurige Besuch des Technikers (Anfahrt und entscheidung von Viessmann, dass sie das Ventil vorerst nicht tauschen und intern die weiteren Schritte klären). Also 450€ für Anfahr 1 Std. an der Wärmepumpe herumfummeln = 450€.  Ich habe mir allerdings vorab vom Kundendienst die Zusage geholt, dass wenn der gleiche Fehler auftritt es Gewährleistung ist, aber jetzt haben sie wieder eine Rechnung geschickt. Ich kämpfe aktuell an zwei Fronten. Kundendienstler A -> diese Rechnung 450€ stornieren. Kundendienstler B -> Reparatur der Fehlfunktion. Habe schon von 3 verschiedenen Kundendienstlern eine Rückmeldung erhalten von verschiedenen Standorten. 😡
    Der Installateur/Erbauer der Heizung hat sich schon bei der ersten Anfrage geweigert irgendwelche Reparaturen durchzuführen und hat auf Viessman verwiesen. Das übliche Spiel und gegenseitige Zuweisung.
     
    Anmerkung zur Autodiskussion: Bei Autos gibt es zumindest hin und wieder Rückrufaktionen (früher Abgasskandal und heuer die Airbags) - bei Wärmepumpen offensichtlich nicht.


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    •  christoph1703
    17.7.2026 22:16  (#22)

    zitat..
    kennminedaus schrieb: Das 3-Wegeventil im Hydroblock wurde exakt vor einem Jahr im April ausgtauscht.

    Dann ist das eh ganz klar eine Gewährleistungssache. Beweislast läge zwar nach einem Jahr bei dir, aber nachdem sie den Fehler eingestanden haben, ist das auch kein Problem mehr. 

    Also schriftlich Frist zur Behebung setzen mit Verweis auf Anwalt. Ich würde da nicht mehr lange fackeln und vor allem nur noch schriftlich kommunizieren. Wenn du eh eine Rechtsschutzversicherung hast, kannst du ja durchaus Ernst machen.


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    •  Kleinermuk
    •   Gold-Award
    18.7.2026 8:08  (#23)

    zitat..
    kennminedaus schrieb: 2. Wie füllst du das aufbereitete Wasser genau nach?

    Na, ganz einfach 😉


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