» Diskussionsforum » Energie- und Haustechnik-Forum

RGK in leichter Hanglage - Leistungsminderung durch Beschattung?

5 Beiträge | letzte Antwort 18.4.2018 | erstellt 16.4.2018
Hallo Leute,
als alternative zu einer LWP habe bin ich nun auf die Möglichkeit der Erdwärme mit RGK gestoßen.
Auf Grund der auf meinem Grundstück vorherschenden Umstände, wie Abwasserrohre, Bäume, und Brunnen ..., um hier nur einige zu nennen, ist jedoch noch eine genaue Beurteilung ob machbar,ausständig! Den Idealfall, das Verlegen an der Grundstücksgrenze im flachen Gelände habe ich somit nicht vorliegen!

Was zusätzlich als erschwerden dazukommt, ist eine mögliche Leistungsminderung durch der nach erfolgten Hausbau projezierten Schattenfläche. - Wieviel an KW gehen hier in etwa verloren?

Weiters habe ich vorgesehen, am hinteren Teil vom Aushubgraben den Kollektor vertikal zu verlegen.

Was die Tiefe ansonst anbelang, habe ich zunächst mal im freien Gelände 1,3m eingegeben => das würde ~6.3KW ergeben.

Was meint Ihr, wäre dies so machbar?

Link:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=xB3c9WiIWB16B6MuMAV3

und...


RGK in leichter Hanglage - Leistungsminderung durch Beschattung?

Wäre toll wenn Ihr mir ein paar Tipps zur Optimierung/Umsetzung geben könntet!






 
16.4.2018 22:33
Bin keiner der hier im Forum vertretenen Profis, kann also nur weitergeben, was ich bisher dazu gelesehn habe:
- Schatten ist eher egal, weil sich das Erdreich auch über Oberflächenwasser regeniertiert, Bebauung vermeiden ist daher wichtiger.
- Tiefe wird eher etwas mehr, also 1,8m emfpohlen
- Verlegung sollte auch in Hanglage kein Problem sein - hab auch Hanglage und mein RGK sollte in 1-2 Monaten verlegt werden 
17.4.2018 6:48
Hi Hektor!

Der Hausschatten ist egal. Das Haus wirf ja bei jedem Projekt einen Schatten. Mal mehr mal weniger. Je nach Jahreszeit und Sonnenstand....

Und Sonnenenergie geht ja in Beschatteten Bereichen nicht so einfach verloren...

Hanglage ist kein Problem. Hier muss nur die finale Rohrüberdeckung - sprich Tiefe - passen. Also wenn du Böschungen usw. planst muss das berücksichtigt werden.
Jeder Meter Rohr muss im Echtbetrieb mindestens in der geplanten Tiefe liegen.
Und wenn es durch die Hanglage auch mal tiefer wird (weil aufgeschüttet wird), ist es auch gut.

Kreuzende Rohre sind meistens nur lästig aber keine großes Tragik

Wenn es sich um Wasserleitungen handelt, muss man schauen das man die nicht einfriert
Ich mach da gerne eine Gerade Verlegung (also keine Schleifen - sprich weniger Entzug), gebe einen Schutzschlauch drüber und sicherheitshalber noch etwas XPS zwischen die verschiedenen Schichten.
Abwasserleitungen sind warm. Da ist nicht ganz so viel Aufwand zu betreiben.

Wobei ich eine so lange parallele Leitungsführung wie auf deinem Entwurf eher vermeiden würde...
Da du - sobald du die Tiefe des Kollis erhöhst - sowieso genug Leistung haben wirst, kannst du in dem Bereich auch noch etwas weiter weg rücken...

Wo gehen die Leitungen deiner Brunnen hin? Solltest vielleicht noch einzeichnen.

Deine Tiefen im Entwurf sin mMn sind viel zu seicht...
Wir gehen normalerweise von ca. 1,5-1,6m am kalten Ende aus und erhöhen das bis zum Warmen Ende auf 1,8-2,0m... Je nachdem was benötigt wird und was der Rohrverteilung und dem Gewichten von Kalt nach Warm zugute kommt.

Sobald du die Tiefe erhöhst, steigt deine Leistung und dann kannst du den senkrechten Kollektor weglassen.
Der ist zwar eine tolle Ergänzung und bietet uns planerisch noch ein paar Asse.
Aber wenn ich soviel Platz wie du hab, würde ich auf eine waagrechte Verlegung setzen.
Diese ist einfacher und schneller umzusetzen.
17.4.2018 8:53
Hallo und vorerst danke für die Antworten!



mike82 schrieb: Wenn es sich um Wasserleitungen handelt, muss man schauen das man die nicht einfriert


Ja, Wasserleitungen sollten meines Wissens nicht in unmittelbarer nähe sein, - Abwasserleitungen jedoch schon!


mike82 schrieb: Wobei ich eine so lange parallele Leitungsführung wie auf deinem Entwurf eher vermeiden würde...


... würdest du eher die Fläche dazu benutzen? Mir persönlich wäre es am liebsten entlang der Grenze, aber dass ist jetzt wohl eher nicht mehr möglich (Aufwand, mögl. Beschädigung der bestehenden Leitungen und so....)



mike82 schrieb: Da du - sobald du die Tiefe des Kollis erhöhst - sowieso genug Leistung haben wirst, kannst du in dem Bereich auch noch etwas weiter weg rücken...


Dami hast du Recht! Ich habe mal probehalber von 1,3 auf 1,5 erhöht und dass hat ein + von 1,5KW ergeben, also ~8KW.



mike82 schrieb: Wo gehen die Leitungen deiner Brunnen hin? Solltest vielleicht noch einzeichnen.


Die Brunnen sind nicht leitungsmäßig erschlossen, - Wasser gibts jedoch in jeden!
Ich habe auch schon die Möglichkeit einer WW - WP in Betracht gezogen; - ich bekomm das Wasser nicht weg!



mike82 schrieb: Der ist zwar eine tolle Ergänzung und bietet uns planerisch noch ein paar Asse.


Also von vertikaler Verlegung ratest du eher ab, seh ich das richtig?!
Ich werd mal probehalber eine gerade Leitung einsetzen!







17.4.2018 21:55
Hab mal a bissal dürber gerichtet

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=Ki0VH3S6dkLAxkFvBWnf

Tiefe angepasst - verlaufend von kalt nach warm
Breite angepasst - hier rechnen wir immer mit einer mindestens 1,8m breiten Baggerschaufel eines 20Tonnen Baggers (minimum )
Abstände zu den Leitungen angepasst
den langen Abschnitt wegen Gewichtung geteilt
Die kurzen Stücke am Anfang/Ende etwas optimiert



hektor schrieb: Also von vertikaler Verlegung ratest du eher ab, seh ich das richtig?!


Naja nicht direkt abraten... Aber wenns ohne geht wie bei dir, würde ich es weglassen...
Wie gesagt es ist halt im Gegensatz zum waagrechten Kolla a bissal aufwendiger zu verlegen...
18.4.2018 9:09
@ mike82
danke!
Aktuell habe ich noch keinen Energieausweis, aber über 8KW sollten es wohl nicht werden!
Du hast entlang vom oberen Bereich den Kollektor grafisch getrennt(E + F), - dafür gibt es sicher einen bestimmten Grund, - oder?

An der Rückseite des Hauses besteht auch die Möglichkeit, das dieser im Bereich zum Hang über eine Breite von 1,5m freibleiben würde, - die Aufschüttung zur Rückseite würde dann entfallen (wäre ungefähr vom Urgelände bis OK EG). Laut Planer sind das Fertigbetonelemente (L-Form) die aneinandergereiht würden.

Wäre dann dies mit dem geraden Teilstück (A) dennoch so zu realisieren?



Beitrag hinzufügen oder Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]

« Energie- und Haustechnik-Forum