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Verköstigung auf der Baustelle

46 Beiträge | letzte Antwort 9.2.2018 | erstellt 6.2.2018
Liebe Häuslbauer!

Wie händelt ihr das mit der Verköstigung auf der Baustelle?

Kocht ihr jeden Tag für die Arbeiter? 
Oder nur ab und an?
was kocht ihr?

Mein Mann und ich sind grad am diskutieren, weil er täglich Mittag und Abendessen bereitstellen will (natürlich sollte ich das kochen) und ich ihm sagte, dass ich doch neben Job, 2 Kids nicht 6 Monate lang täglich kochen kann... 

Also wie läuft es bei euch?

lg Catha
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6.2.2018 20:16
Wir haben unsere Arbeiter - egal welches Gewerk-mit Jause, Getränken und Kaffee versorgt, das allerdings täglich, war nicht so viel Aufwand wie kochen. Im Baucontainer war ein Kühlschrank. Hie und da- wenn ich frei hatte- hab ich sie zum Essen eingeladen.
dafür habens brav gearbeitet, den einen oder anderen Handgriff auch extra gemacht.
Als Pool, Zaun, Terasse, balkon und Zufahrt gemacht wurde, hab ich jeden Tag gekocht. Getränke, Kaffee und Mehlspeise inclusive. auch da wurde dann brav und schnell gearbeitet und auch das eine oder andere extra gemacht.
gewöhnt sind sie das ja nicht mehr, auf manchen Baustellen bekommens nicht einmal Wasser oder Kaffee.
6.2.2018 20:24
Wo wir gebaut haben (Mödling/Baden) da wird so gut wie nicht gekocht. Wir haben den Arbeitern genügend alkoholfreie Getränke zur Verfügung gestellt, ab und zu Kuchen und Kaffee und den Bauarbeitern eine Gutscheinkarte vom Spar zum Jausenholen zur Verügung gestellt. Damit waren wir aber die absolute Ausnahme - keiner hat das erwartet. Sogar Getränke sind selten dass sie bekommen.

Mittagessen kochen? Ich würde mir das nicht antun. Schon gar nicht mit zwei Kindern und Job!!! Vielleicht hast Du Eltern/Schwiegereltern denen fad ist - dann können die das übernehmen. Hausbau ist ohnehin schon stressig genug für die Familie, da muss man sich nicht noch zusätzlich Arbeit machen.

Abendessen kochen? Absolut übertrieben, finde ich. Würde ich machen, wenn Freunde freiwillig helfen, aber niemals bei Bauarbeitern die bezahlt werden. Da lieber eine Baufirma suchen und beschäftigen die ihre Mitarbeiter ordentlich behandelt.

Mit zwei Kindern und Job hast Du vielleicht mehr um die Ohren als Dein Mann. Dann soll er doch das kulinarische Programm auf Eurer Baustelle übernehmen... dann wird der Ofen in Eurer Baustellenküche bald aus sein... Sorry, das mußte sein.
6.2.2018 20:41
Seh ich genau so. Arbeiter der Firmen bekommen Getränke und hin und wieder ne Jause oder Kuchen.

Aber kochen? Dazu wär bei uns weder Zeit noch sehe ich es als unsere Aufgabe.

Bei Freunden und Familie die auf die Baustelle kommen um zu helfen ist das was anderes. Die werden voll versorgt.


6.2.2018 20:42
Bei uns gab's auch nur alk freie Getränke, Kaffee und auf ihren Wunsch hin soviel Red Bull wie möglich gg. Ab und zu waren wir mit Ihnen beim Wirten Mittagessen und das wars
6.2.2018 21:27
Bei uns gab es vormittags eine Jause, Mittags warmes Essen und abends wieder eine Jause, sowie Getränke den ganzen Tag über. Hatten aber meistens Freunde oder Verwandte da die sowieso versorgt werden mussten. 
6.2.2018 21:37


newer schrieb: Bei uns gab es vormittags eine Jause, Mittags warmes Essen und abends wieder eine Jause, sowie Getränke den ganzen Tag über. Hatten aber meistens Freunde oder Verwandte da die sowieso versorgt werden mussten.


Jeden Tag? Über was für einen Zeitraum?

wer kocht da? 
6.2.2018 21:40


Baumau schrieb: Seh ich genau so. Arbeiter der Firmen bekommen Getränke und hin und wieder ne Jause oder Kuchen.

Aber kochen? Dazu wär bei uns weder Zeit noch sehe ich es als unsere Aufgabe.


Dito!

Ich werd ja auch nicht von unseren Kunden bekocht...

Wenns Freunde/Familie wären ist das was anderes. Aber dann ist man wohl sowieso persönlich auch vor Ort. 
6.2.2018 21:46
Unsere Handwerker bekommen jeden Tag Essen und Getränke... 
6.2.2018 21:46


Cathaleah schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von newer: Bei uns gab es vormittags eine Jause, Mittags warmes Essen und abends wieder eine Jause, sowie Getränke den ganzen Tag über. Hatten aber meistens Freunde oder Verwandte da die sowieso versorgt werden mussten.

Jeden Tag? Über was für einen Zeitraum?

wer kocht da?


Ca. 2 Monate lang jeden Tag, MO bis SA. Schwiemu, Oma oder ich
6.2.2018 21:46
Beim Haus aufstellen hatte ich 2 Wochen Urlaub, da hab ich auch jeden Tag Mittags gekocht. Oder es gab eine kalte Hause z. B. Wurstsalat und Gebäck. Meistens wollten sie gar nix Warmes, wir hatte nämlich gerade Hitzewelle. Getränke wurden natürlich immer zur Verfügung gestellt. Das waren locker 150 Flaschen Mineralwasser und Limo. 
Später beim Innenausbau gab's meistens Schnitzelsemmerl oder wir haben Pizza bestellt.

Prinzipiell ist es für EUCH sicher besser wenn ihr die Arbeiter versorgt., weil einfach anders gearbeitet wird
6.2.2018 21:54
Beim Arbeiter würd ich auch nie sparen 
6.2.2018 21:55
Kann aktuell nur vom Hausbau des Schwagers sprechen:

Aufgrund der Tatsache, dass wir bei ihnen ein FTH "montiert" haben und sich neben den beiden Firmenmonteuren zusätzlich mind. 6-8 Familienmitglieder bzw. Freunde auf der Baustelle befanden, wurde täglich gekocht.

Vormittags Jausensemmeln, mittags warme Küche inkl. Kuchen und abends kalte Jause.
Die Frauen, welche ebenfalls zur Arbeit "eingespannt" waren, wechselten sich mit dem Kochen ab und sind dann halt 1-2h früher weg um alles vorzubereiten.

Man muss aber fairerweise dazu sagen, dass sich dies über einen Zeitraum von 4 Wochen beschränkt hat.

Bei den restlichen angefallenen Arbeiten wurde meist tageweise gearbeitet, somit war der Aufwand für die Verpflegung überschaubar.

Wir werden im Sommer mit unserem Bauprojekt starten - und dies genauso handhaben - gehört für uns einfach dazu.
Die Arbeiter sind gefühlt motivierter und erledigen ihre Aufgaben ordentlich - man hat auf der Nachbarbaustelle gesehen, wie gearbeitet wird, wenn der Bauherr weder anwesend ist, noch Verpflegung bereit stellt... 
6.2.2018 22:06
Da habt ihr ja Glück ... Ohne Großfamilie im Hintergrund ist das nicht ganz einfach. Früher hat im schlechtesten Fall die Frau allein die Arbeiter verköstigt, heute sind meist beide berufstätig. Nicht, dass wir’s den Arbeitern nicht vergönnen, aber leicht wird’s nicht, außer sie sind an den meisten Tagen mit Wurst- und (Fleisch)Kässemmeln zufrieden 
6.2.2018 22:11
Wir kochen auch nie. Ich hol angefangen von Kebap, Pizza, Wurstsemmel, Grillhühnchen, usw. Aber die Arbeiter sind mit allem zufrieden und tun sich schwer, wenn ich sie nach Wünschen frage. Die sind eigentlich nur dankbar auch wenns jeden Tag Wurstsemmeln sind
6.2.2018 22:48
Aber wenn man arbeiten muss, Kind von der Schule aholen muss und etwas weit weg von zuhause baut, wo bleibt die Zeit um die Arbeiter von der Baufirma zu versorgen😬 ich kriege langsam panik wenn ich sowas lese. 
Ich meine wenn man zuhause ist oder selbe auf der Baustelle ist , dann gehts ider Familienmitgkieder hat , die manchmal diese Aufgabe oder zumindest bei Kinderbetreuung helfen dann gehts. Aber ganz alleine und Beruf und Kind...ist zeitlich fast unmöglich.
6.2.2018 22:55
Bei uns war es so:

Wir haben die Arbeiter immer mit Getränke versorgt, dabei auch nach persönlichen Vorlieben gefragt - das ist schon mal sehr gut angekommen. Mittags haben wir oft auch Capuccino aus dem Kühlregal oder Eis besorgt. Die Arbeiter haben mittags entweder gar nichts gegessen oder Jause mitgehabt oder manchmal sich eine Jause geholt. Vereinzelt haben wir mal (mit Vorankündigung) eine Jause (Kebap/Pizza/Leberkässemmel) springen lassen. Die Arbeiter wollten keine große Mittagspause machen, lediglich 30 min oder gar nicht, und waren um 16:00/30 herum auch gleich dahin. Gekochtes Essen mittags oder am Schluss wäre da gar nicht sonderlich gut angekommen. 

Wir bzw. unsere Helfer haben uns recht schnell an den Rhythmus der Arbeiter angepasst und haben auf der Baustelle eine Mittagspause mit der gleichen Verpflegung wie die Arbeiter gemacht, ggf. halt etwas länger. Nach Ende gab es dann je nach Interesse schon noch eine Jause, allerdings nicht mehr auf der Baustelle, sondern in meiner Wohnung (nur ein paar hundert Meter vom Bauplatz entfernt).

Wenn wir am Samstag () Arbeiter da hatten, dann haben wir sie genauso verköstigt wie Helfer aus Familie oder Freundeskreis. Bei längeren Arbeitstagen gab es Mittagessen, am Nachmittag eine Kaffeejause und am Abend eben eine Jause. An kürzeren ist manchmal eines der letzten beiden entfallen. Es stand dann auch immer was parat für den kleinen Hunger zwischen durch - Obst, Kuchen, Knabberzeug etc.

Mein Rat: Keep it simple! Bezahlte Arbeiter erwarten keine Verpflegung. Alles, was sie trotzdem bekommen, darf als eine Motivationsspritze verstanden werden, aber auch als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung. Unbezahlte Helfer dürfen sich natürlich zurecht kostenlose Verpflegung als Minimum erwarten. Den Aufwand rund um die Verpflegung würde ich keinesfalls unterschätzen, da hängt eine Menge dran. Angefangen über das Abklären, was benötigt wird und was wo vorhanden ist, übers besorgen und zusammenrichten bis hin zum Transport und Herrichten im Pausenraum. Wir haben es auch sehr geschätzt, wenn uns Freunde mit dem Hinweis darauf, dass sie sich für handwerkliche Aufgaben nicht geeignet fühlen oder dafür keine Zeit haben, dabei geholfen haben. Sei es jetzt die Leberkässemmeln holen oder für uns kochen oder einen Kuchen backen.
6.2.2018 22:55


Cathaleah schrieb: Jeden Tag? Über was für einen Zeitraum?

wer kocht da? 


Lass Dich nicht wahnsinnig machen. Gute Stimmung auf der Baustelle und Wertschätzung den Arbeitern gegenüber ist wichtig. Aber, alles mit Maß und Ziel. Kühlschrank mit PET-Getränkeflaschen - ja. Eventuell eine Kaffeemaschine mit Einwegbechern und Kuchen aus dem Supermarkt zur Selbstbedienung - ja. Anfangs, zwischendurch und am Ende in Wirtshaus einladen. Auch gut. Aber täglich kochen? Nein, wirklich nicht. Unsere Bauarbeiter hätten das gar nichts wollen. Die sehen dass wir uns abrackern mit Jobs, Pendeln, Kind um die Rechnungen und damit ihre Löhne zu zahlen und hätten gar nicht gewollt dass wir für die auch noch kochen. Und wenn jemand nicht g'scheit arbeitet nur weil er nicht bekocht wird, dann soll er sich schleichen. Meine Meinung.
6.2.2018 23:00
Es kommt drauf an, wie die ganze Baustelle organisiert ist. Wenn ich jetzt 4 Leute privat stelle und sowieso Verpflegung brauche kann ich die Arbeiter der Baufirma auch mitreißen. Aber extra zu kochen noch dazu 2x täglich finde ich komplett übertrieben. Das hat für mich noch den Charme der ländlichen Baustelle aus den 80ern wo die ganze Familie mitgeholfen hat und die Frauen waren für die Versorgung der Arbeiter verantwortlich.

Was wir als kleinen Service gemacht haben: Seitdem wir Strom haben und außen zu sind haben wir eine Kapselkaffeemaschine (what else) hingestellt mit ein paar Süßigkeiten wie Wafferl oder Lebkuchen. Das ist sehr gut angenommen worden. Mineral und Cola war auch immer auf Lager.

Jause für Mittag hatte jedes Gewerk selber mit. Die meisten Handwerker mit denen ich gesprochen habe wollen gar nicht groß was essen, weil das Pausieren sie eher müde macht. Schnell ein Weckerl und weiter gehts.
7.2.2018 0:16


newer schrieb: Bei uns gab es vormittags eine Jause, Mittags warmes Essen und abends wieder eine Jause, sowie Getränke den ganzen Tag über. Hatten aber meistens Freunde oder Verwandte da die sowieso versorgt werden mussten.


bei uns genauso. 
da eh immer familie da war zum helfen musste sowieso immer gekocht werden. 
und das auch für alle gewerke. 
gekocht hat meine frau. vormittags jause und mittagessen, abends dann wieder kalte jause. 
nachmittags kam der junior zu meiner mama, das meine frau auf der baustelle helfen kann :)
darauf bin ich auch stolz, jeder hat voll angepackt
anti und bier war sowieso immer eingekühlt und zur freien entnahme. 

wie du in wald rein schreisst, so kommts zurück. die jungs liesen sich dann halt auch ned lumpen wenn ich mal den einen oder anderen gefallen gebraucht hab. 
und ich werd auch heute noch mit nehm lächeln begrüsst wenn man sich wo übern weg läuft.
7.2.2018 8:12


zhh2016 schrieb: Aber wenn man arbeiten muss, Kind von der Schule aholen muss und etwas weit weg von zuhause baut, wo bleibt die Zeit um die Arbeiter von der Baufirma zu versorgen😬 ich kriege langsam panik wenn ich sowas lese. 


dont panic ;) Im Baucontainer gibts einen Kühlschrank- hoffentlich. zu dem hatten wir Zutritt, also getränke und Jause kann man auch abends hinbringen. Ich hab dann Geld für Gebäck und Mehlspeise dortgelassen, das konnten sie sich selber holen .Wenn ich frei hatte dann hab ich sie auch mal zum Essen eingeladen.
7.2.2018 9:21


rabaum schrieb: Wenn ich jetzt 4 Leute privat stelle und sowieso Verpflegung brauche kann ich die Arbeiter der Baufirma auch mitreißen.


So wars auch bei uns! Prinzipiell wenn Ich bzw. Verwandte (meist 3-4) mitgeholfen haben wurde ja für uns gekocht da sind die 2 Mittagessen mehr kein Aufwand.
vormittag und Nachmittag wurde nach kaffee gefragt und ev. Keckserl oder Kuchen mitgegeben. war aber mehr so 5 min. Stehkaffe und weitergings.
Abends Jause wurde nur am Wochenende Angeboten wo die Verwandschaft da waren bzw. steuerschondne gearbeitet wurde ;)
Wenn nicht mitgeholfen wurde (Installateur, Innenputzer, Estrich,... usw) hat meine Frau nur öfters mal nach Kaffee u Kuchen gefragt.
muss aber auch dazusagen wir wohnen direkt neben der Baustelle!
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