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Bankangebote EFH Neubau

19 Beiträge | letzte Antwort 18.1.2018 | erstellt 13.1.2018
Hallo zusammen :) 

Wir hatten gestern unseren ersten Banktermin, und der hat, nachdem ich mich schon ein bisschen ins Finanzierungsforum eingelesen hab, doch die ein oder andere Frage aufgeworfen. 

Zu allererst aber mal zu unseren Eckdaten:

Wir (26 und 28 Jahre, keine Kinder) planen einen Neubau eines EFHs.
Grund: vorhanden / Wert: ca. 45.000.
Gesamtprojektkosten: 380.000
reine Eigenmittel: 140.000
Benötigtes FK: 240.000, davon WBF OÖ: 50.000 (20 Jahre fix, 1%, € 231/M)
d.h. Fremdfinanzierung BANK: 190.000,-

Der Bankberater (Rai**) hat uns folgendes Angebot gemacht bzw. empfohlen.

SPLIT der Finanzierung in Bausparfinanzierung und Bankfinanzierung

Bauspardarlehen auf 30 Jahre
67.000
2,65% fix auf 20 Jahre, danach 1,6 % auf den 12 ME
Rate: 280 € / Monat (lt. ihm inkl. aller Nebengebühren?)

Bankfinanzierung auf 30 Jahre
123.000
1,375 variabel auf den 3ME
Zinsobergrenze und pönalfreie Sondertilgungen möglich – dazu noch keine konkreteren Infos
Kontoführungsentgelt: 35,73
BGA: 800

Auf meine Frage hin, warum bei die Bank direkt keinen Fixzinskredit (anstelle des Bauspardarlehens) angeboten hat, da ich gelesen habe das hier oft ein besserer Prozentsatz möglich ist bzw. die Nebengebühren (Eintragung, BAG) nicht so hoch sind, meinte der Berater, dass dieser nicht auf 20 sondern nur auf 15 Jahre möglich wäre, der Prozentsatz zwar besser, die quartalsmäßigen Kontogebühren den Kredit ggü. einem Bauspardarlehen teurer machen würden.

Da ich im Forum aber ganz was anderes gelesen habe, wollte ich fragen, inwiefern das eurer Meinung nach zutrifft?

Ende dieser Woche haben wir wieder Termine bei zwei Banken. Nun sind wir sehr unschlüssig, was wir uns anbieten lassen sollten - ursprünglich hatten wir ja eigenlich einen Fixzinskredit über die gesamten 190.000 im Auge (aufgrund meines großen Sicherheitsbedürnisses)… 
Unser Nettoeinkommens ist ja nicht zu üppig, daher wär uns wichtig dass die Gesamtrückzahlung ca.  1.000 Euro nicht übersteigt. 

Gerne will ich in diesem Thread dann auch die anderen Angebote noch reinstellen und eure Meinung hören.

Für eine erste Meinung oder Tipps wäre ich allerdings sehr dankbar.

Vielen lieben Dank im Voraus!
13.1.2018 17:10
Das verstehe ich auch nur so, dass er damit zwei Produkte verkaufen kann. 
Alles auf Fixzins, 15 Jahre, und gut ist’s!
13.1.2018 22:35
Ich schließe mich speedcat an: Wenn du ein großes Sicherheitsbedürfnis hast, geh auf 15 Jahre Fixzins. 20 Jahre fix hast du eh bei der Wohnbauförderung. 

Und auch wenn der Berater ein Bausparangebot macht, kann er euch als Alternative ein Fixzinsangebot geben. Dann könnt ihr vergleichen.
13.1.2018 23:31
Bin neu aber möchte meine Erfahrung dazu beitragen.

Such dir einen seriösen Berater, zb. Vermögensberater. Dieser hat Kontakte zu Banken wo dieser Konditionen bekommt und euch weitergeben kann welche du als Privatperson einfach nicht so ohne weiteres von einem Schalter Mitarbeiter bekommst. 

Wenn dir/euch von diesem Berater mehrere Angebot vorgelegt werden sondiert das beste raus und geht mit dem Wissen dieser Konditionen zu eurer Hausbank, keinesfalls fremde Unterlagen mitnehmen!!! Bestenfalls hat eure Familie dort bereits Konten.
Kann Wunder wirken und ihr kennt den Spruch, man geht da zum Schmied, nicht zum Schmiedl. Schließlich geht's da nicht nur um viel Geld sondern um eure Zukunft.
Banken verdienen Geld wenn sie es euch leihen, also, ihr zahlt, ihr seid Kunden! Nicht Bittsteller wie manche das Gefühl geben.

Wir haben es so gemacht und auch aufgrund Absicherung auf 15 Jahre Fixzins gesetzt. Dank unseres Beraters Top Konditionen bei der Hausbank bekommen. Berater ist in diesem Fall Lehr ausgegangen aber er hat aufgrund dessen andere Geschäfte mit uns abgeschlossen. Win-Win.

Hatten ein Top Angebot einer sehr großen BAnk jedoch muss man sich genau die Nebenkosten ansehen welche noch auf einen einbrasseln. Und wirklich alle! Notar, blablabla. Da kommen "versteckt" gleich Mal zwischen ein paar und 10k -noch mehr zusammen. Das müsst ihr unbedingt noch in eure Finanzierung beachten und ggfs. einrechnen!

Genug gelabert aber die Zeit die ihr bei Verkaufsgesprächen bei einer Bank, vielleicht noch mit Fußball Spezi Schmiedl (Sarkastisch und nicht beleidigend oder diskriminierend gemeint) verbringt, könnt ihr bestimmt für andere Dinge nutzen ;)

Btw. haben annähernd die selbe Summe finanziert.

Gruß,
HP

Aufgrund der Uhrzeit und der Länge hab ich den Text nicht Korrektur gelesen. :)


14.1.2018 15:24


speeeedcat schrieb: Alles auf Fixzins, 15 Jahre, und gut ist’s!



mirabell schrieb:
Und auch wenn der Berater ein Bausparangebot macht, kann er euch als Alternative ein Fixzinsangebot geben. Dann könnt ihr vergleichen.


Danke für eure Beiträge!
Ich werde den Berater nochmals kontaktieren und mir auch dort noch 15 Jahre fix anbieten lassen, damit wir dann auch mit den anderen Banken gut vergleichen können.




hapan schrieb:
Wenn dir/euch von diesem Berater mehrere Angebot vorgelegt werden sondiert das beste raus und geht mit dem Wissen dieser Konditionen zu eurer Hausbank, keinesfalls fremde Unterlagen mitnehmen!!! Bestenfalls hat eure Familie dort bereits Konten.
Kann Wunder wirken und ihr kennt den Spruch, man geht da zum Schmied, nicht zum Schmiedl. Schließlich geht's da nicht nur um viel Geld sondern um eure Zukunft.
Banken verdienen Geld wenn sie es euch leihen, also, ihr zahlt, ihr seid Kunden! Nicht Bittsteller wie manche das Gefühl geben.


Da hast du natürlich recht. Wir sind aber auch mit dieser Einstellung hingegangen, dass wir die Kunden sind. Es war der erste Termin, und wir haben uns leider etwas "überrennen lassen". Möchten natürlich, das wir da bei den nächsten Terminen einfach schon besser aufgestellt sind und versuchen uns vorallem auch über die von dir angesprochenen "Nebenkosten" vermehrt ein klares Bild zu machen.



hapan schrieb: Wir haben es so gemacht und auch aufgrund Absicherung auf 15 Jahre Fixzins gesetzt. Dank unseres Beraters Top Konditionen bei der Hausbank bekommen



hapan schrieb: Btw. haben annähernd die selbe Summe finanziert.


Darf ich fragen wann ihr finanziert habt, bzw. welche Konditionen in eurem Fall möglich waren?





14.1.2018 16:14


AuenOoe schrieb: Darf ich fragen wann ihr finanziert habt, bzw. welche Konditionen in eurem Fall möglich waren?


Vor gut 1,5 Jahren. Konditionen per PN
15.1.2018 12:12
ich würd hier gar nix splitten.
entweder ich bin der sicherheitsbewusste mensch und setz somit auf fixzins, oder ich nehm den momentan günstigen indikator mit und setz auf variabel.
persönlich bin ich da eher auf 2ter linie.
16.1.2018 8:32


hapan schrieb:
Vor gut 1,5 Jahren. Konditionen per PN


Danke!




rk515 schrieb: ich würd hier gar nix splitten.
entweder ich bin der sicherheitsbewusste mensch und setz somit auf fixzins, oder ich nehm den momentan günstigen indikator mit und setz auf variabel.
persönlich bin ich da eher auf 2ter linie.


Das mit der Empfehlung zum variablem Zins liest man hier ja sehr oft und die Entscheidung von vielen dazu ist mir auch logisch. Aber ich kenn mich, und die schlaflosen Nächte, die kommen würden. ;)

Danke für deinen Beitrag :)
16.1.2018 11:11
Variabler Zinssatz heisst nicht gleich steigende Rate bei anstieg des Zinssatzes.
Wir vergeben auch variable Kredite mit fixer Rate. sollte der Zinssatz steigen, kann man den daraus resultierenden offenen Betrag einfach hinten anhänge.Also laufzeitverlängernd.
Somit kenn ich meine monatliche fixe Belastung auf die Dauer des Vertrages und kann somit kalkulieren.
Durch fallweise Sondertilgungen kann sowas wett gemacht werden.
Beide Varianten sind legitim und haben beide ihre Vor- und Nachteile.

Wenn du jetzt schon sagst, du hast unruhige Nächte wegen des Zinssatzes, ist in jedem Fall ein Fixzinssatz legitim, oder man wählst so eine Variante mit fixer Rate.
16.1.2018 12:50


rk515 schrieb: Wir vergeben auch variable Kredite mit fixer Rate. sollte der Zinssatz steigen, kann man den daraus resultierenden offenen Betrag einfach hinten anhänge.Also laufzeitverlängernd.


Würd ich auf keinen Fall machen. Hatte erst gerade eine Umschuldung eines solchen Darlehens.

Der Kunde kann somit in 25 Jahren fertig sein (Laufzeitwunsch zu Beginn, exemplarisch), oder aber erst in 40 Jahren, sollte der Zinssatz in x...Jahren dann dementsprechend hoch sein .... Das ist meiner Meinung nach ein reiner Verkaufsschmäh!
So kann der Kunde überhaupt nicht kalkulieren, wann er fertig ist. Blöd, wenn sich so der Kredit bis ins Pensionsalter hineinzieht, da er keine oder wenig SoTi's machen kann/wird/konnte.

Wenn sicherheitsbewusst, dann Fixzins, ganz klar.

Bei Splitvariante ist halt meist der Aufschlag um 1/8 schlechter als alles Fixzins oder alles variabel.
16.1.2018 14:44
Dann würden wir diesen "Verkaufsschmäh" schon seit 50 Jahren machen.. komisch, dass sich der Konsumentenschutz noch nicht gemeldet hat.
jetzt rechne dir mal aus um das wievielfache der zins steigen muss, um 15 jahre mehr laufzeit zu haben
du würdest das auf keinen fall machen, weil du gerade eins umgeschuldet hast? oder was meinst.. vesteh die werthaltigkeit dieser aussage grad ned.

@pensionsalter: du vermittelst mit gutem gewissen kredite, mit 40 jährige laufzeit um damit die monatliche rate klein zuhalten. so what. das argument von dir hinkt.

der kunde kann schon kalkulieren wann er fertig ist... einfach sondertilgen.
was bei fixzins nicht immer möglich ist.

wenn nur das zur debatte steht, dann ist natürlich auch meine meinung der fixzins is das richtige. aber es gibt auch die andere variante un sehr viele leute denens darauf ankommt eine stabile monatlich kalkulierbare belastung zu haben.
und das hat nix mit verkaufsschmäh zu tun.

wär das selbe wenn man sagt, der fixzins is a verkaufsschmäh, ist zwar fixer zins, aber im grunde teurer als der variable und somit schenkt der kunde unnötig geld her. denn solange der indikator so niedrig ist und bleibt zahlt man beim fixzins drauf. (im vergleich zum variablen)

sorry alex, so ganz kann ich das mitm verkaufsschmöh ned stehen lassen.

fakt ist.. beide varianten, ob fix oder variabel haben ihre berechtigung... je nachdem wie sich der kunde besser fühlt.. entweder er nützt da bessere zinsniveau aus oder ist er ist der sicherheitstyp und kann mit einem fixen besser mützeln.beides legitim
16.1.2018 15:14
Bei 40 Jahren ist aber am Ende des Tages das Obligo auf null.
Des weiteren ist das auch altersabhänig, ein 40jähriger wird selten auf 40 Jahre finanzieren, dann auch, wenn fix SoTi's geplant und auch umsetzbar sind (höheres Einkommen, erwartetes Erbe usw.)

Ansonsten bin ich trotzdem der Meinung, siehe oben ;).
16.1.2018 15:26
auch ein 30 jähriger ist mit einer 40 jährigen finanzierung laut heutigen gegebenheiten in pension.
das wär dann dein "verkaufsschmäh" oder wie?
bei deinen posts die sich auf die laufzeit bezieht komm vorwiegend die geringere leistbare monatliche rate zum argument.
aber darüber haben wir eh auc schon des öfteren diskutiert.

bin auch der meinung, dass der von dir bezeichnete verkaufsschmäh sehr weit überzogen ist.

beide haben wir a meinung und das ist a gut so
16.1.2018 15:34
Ist gut ;)

Lg, Alex
16.1.2018 16:08
isses

Lg,Simon
17.1.2018 6:53
wie man die Rückzahlung in der variablen Phase gestaltet ist neutral zu sehen, es ist und bleibt ein variabler Kredit

eine Rate NICHT zu erhöhen heißt das sich die Kreditlaufzeit verlängert, gefällt natürlich der Bank weil man länger höhere Schulden hat und damit natürlich länger Kunde ist der mehr Zinsen zahlt

Es ist und bleibt die Frage welch ein Typ ist man selbst, will man sich ruhigen Schlaf und sichere Zukunft "kaufen" oder geht man lieber variabel um zu gambeln und vielleicht weniger, vielleicht mehr zu zahlen
17.1.2018 20:07
Die "Diskussion" da oben erinnert mich an die Zeit wo CHF Kredite vergeben wurden. 
"DAS IST DAS BESTE, EVER!" 

Was die Leute davon haben, sieht man heute. ;)

Würde im Traum nicht so finanzieren (das sich die Rate nicht anpasst)
Hab ich auch in meinen 12 Jahren Bankwesen noch nie so gehört. Zumindest nicht in unserem Haus.
18.1.2018 8:26
im nebenthreat hast eh gesagt... was für bank A gilt, muss nicht für bank B gelten.

Ich verstehs zwar nicht, warum man da so dagegen sein kann (bin ja auch offen für beide varianten), aber gut.
manche machens so und manche so.. beides legitim
18.1.2018 11:25


Cathaleah schrieb: Würde im Traum nicht so finanzieren (das sich die Rate nicht anpasst)


Das ist so aber ziemlich unverständlich.
Die Lauzeitverlängerung bei steigenden Zinsen ist doch die weit bessere Variante als die Ratenerhöhung!!!!
Ich als Kunde kann (dann wenn irgendwann einmal die Zinsen steigen) alleine entscheiden ob ich die Rate gleich lassen will, und dafür eine Laufzeitverlangerung in kauf nehme, oder ob ich mit Hilfe einer Sondertilgung die Verlängerung der Laufzeit verhindere.
Oder verstehe ich da etwas nicht richtig?
18.1.2018 11:33
Nein, das verstehst du vollkommen richtig!!!!!
So ist unser ansatz zumindest.



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