KWL Nachrüstung im Neubau (Radon-Sanierung) – work in progress
21.8.
-7.9.2026
25 Antworten
11 Autoren
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Interessante lösung von unten! Habe ich noch nie gehört. Hast du ein paar Fotos für uns? 😉 Wie hast du gewusst wo du bohren kannst um keine Wasserleitung, Fußbodenheizung oder keine eingelegte Stromleitung in der Betondecke zu erwischen? Wie wird das dann mit der Öffnung der frischen Luft gemacht? Hast du ein 2 Stöckiges Haus? Was kostet dich der "Spaß" ca? |
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Hallo! Fotos kommen auf jeden Fall noch! Im Moment gibt es als Motiv allerdings wirklich nur sehr viele Bohrlöcher Haus & Verrohrung: Ja genau, wir haben ein Haus mit Keller, EG und OG. Ich versorge über die Kellerdecke sowohl das Erdgeschoss als auch das Obergeschoss. Dafür gibt es insgesamt 4 Stellen an denen wir die Durchbrüche nach oben gemacht haben. Fußbodenheizung & Leitungen: Das war bei über 20 Bohrungen im fertigen Haus der heikelste Teil:
(Zu den genauen Kosten mache ich am besten ganz am Ende des Projekts mal eine kleine Aufstellung, wenn wirklich alles fertig abgerechnet ist und die Anlage läuft!) Liebe Grüße! |
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Cooles Projekt, bin gespannt wenn du weiter berichtest und dann noch Bilder kommen |
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Wahnsinn, da braucht es einen guten Grund wie bei dir und unendlich viel Motivation um sich so eine Baustelle anzufangen. Ich muss gestehen, uns ist eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] jahrelang nicht abgegangen. Aber mit geändertem Klima und Wetter, dem groß werden der Kinder (viel mehr Duschbetrieb, Ausdünstungen in den Zimmern, Sport im Keller,...) hat sich auch die Anforderung verändert. Ich bin gerade dabei dezentrale Lüftungsgeräte zu installieren und beginne mit dem ersten im Bad. Was als nächstes folgt wird dann wohl eine Klimaanlage sein...wird echt nie langweilig mit einem Haus Bin auf deine Fotos gespannt! Habe speziell bei den Klimaanlage Überlegungen überlegt Kernbohrungen zu machen, um mir die Verschandelung der Fassade zu ersparen. Ich trau mich aber über Schmutz und Co. nicht wirklich drüber, hätte aber sehr detailierte Fotos über alle Leitungswegen, sogar der FBH FBH [Fußbodenheizung] Schläuche... |
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Wir haben gerade eine Kernbohrung in der Garage machen lassen (nass). Das Wasser bindet den Staub da wo er entsteht und lässt sich mit einem Nasssauger direkt wegsaugen (zwischendurch Pause machen und ausleeren nicht vergessen). Ich war echt erstaunt, wie wenig Dreck da geblieben ist. |
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Habe ich das richtig gelesen? Der einzige Grund für die Nachrüstung ist ein Radonproblem im Haus? Von welchem Wert reden wir hier genau der dich veranlasst so viel Geld in die Hand und so viel Arbeit auf dich zu nehmen? same here. Mit dem 1. Kind änderte sich das Leben und Lüftverhalten gewaltig und als meine Frau mit Kind 2 schwanger war wurde umgehend leitwolf kontaktiert. Unsere Nachrüstung erforderte auch einige Kernbohrungen allerdings wählten wir bei den Leitungen von EG ins OG den "einfachen" Weg an der Wand entlang bei der Podesttreppe. Nie im Leben hätte ich durch die Decke gebohrt und risikiert die FBH FBH [Fußbodenheizung] anzubohren. Bin ebenso auf Fotos gespannt und wünsche alles Gute! |
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Was ist die Ursache für Radon im Neubau? |
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Radon-belastetes Gebiet ohne geeignete Abdichtung...? |
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Hallo zusammen, vielen Dank für euer Feedback und das rege Interesse! @hofimax & @christoph1703: Zum Thema Schmutz und Kernbohrungen Ich kann dir die Angst vor dem Schmutz wirklich nehmen! Ich habe mir für dieses Projekt extra ein Kernbohrgerät gekauft (eine Duss DIA 303s). Das ist ein Gerät zum Trockenbohren inkl. Softschlag. Eine absolut tolle Maschine! Die Bohrungen gingen super voran und mit der entsprechenden Absaugung macht das wirklich absolut keinen Dreck. Der riesige Vorteil gegenüber dem Nassbohren: Man bekommt kein Wasser in den Fußbodenaufbau ... außer natürlich, man bohrt die FBH FBH [Fußbodenheizung] an :D ! Staub ist also überhaupt kein Problem, man darf sich halt nur vor der eigentlichen Arbeit nicht fürchten. @Ziegelrot, @Puitl & @Landei: Ursache für Radon im Neubau Das ist tatsächlich eine sehr berechtigte Frage. Wir liegen hier in keinem ausgewiesenen Risikogebiet, sondern lediglich in einem Vorsorgegebiet (wir stehen auf Schotteruntergrund entlang des Inns). In unserer Gegend haben sehr viele dieses Problem. Ich hatte das Thema bei der Bauplanung sogar extra angesprochen, wurde aber von den verschiedenen Gewerken beruhigt ("Haben wir noch nie gehabt, so ein Problem"). Ich vermute, dass viele Baufirmen das Thema einfach noch nicht richtig auf dem Schirm haben. Wir haben nach dem Einzug eine offizielle AGES-Messung gemacht und gesehen, dass wir deutlich über dem Referenzwert liegen. Da diese Langzeitmessungen zwar zeigen, dass man ein Problem hat, aber nicht verraten, woher es kommt, habe ich mit meiner Plattform RadonTrack viele orientierende Messungen gemacht. Das Ergebnis war aufschlussreich: Bei uns zieht das Radon beim Sprung vom 38er auf den 50er Ziegel ins Mauerwerk und verbreitet sich dann durch die Hohlräume im ganzen Haus. Deshalb ist bei uns der Keller auch weniger belastet als das EG und OG! Das Problem ist somit zwar gefunden, aber ein nachträgliches Abdichten ist extrem schwierig. Wir müssten die Fassade neu machen und kommen an viele Stellen wegen einer Terrassenanlage und der Garage gar nicht mehr ran. @Landei: Zur Behebung und warum der Aufwand mit der KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] Du hast völlig recht, der Aufwand und die Kosten sind hoch. Im Prinzip hätte man die Sache auch mit einer Unterbodenabsaugung (UBA, der Standardmethode) lösen können. Ich habe mir wirklich lange den Kopf zerbrochen und abgewogen. Die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] ist aufwendiger und teurer als eine UBA, aber sie bringt eben entscheidende Zusatzvorteile: immer frische Luft, sowie die Möglichkeit zum Kühlen und Entfeuchten. Mein Plan sieht jetzt so aus: Wir bauen die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] ein und regulieren sie erst einmal ganz normal ein. Wenn das Problem allein durch den erhöhten Luftaustausch behoben ist (ich sehe das ja durch RadonTrack laufend), dann ist das super! Falls nicht, stellen wir die Anlage auf einen leichten Überdruck im Gebäude ein, um das Eindringen des Radons zu stoppen. Ich habe diese Abwägung auch sehr intensiv mit @leitwolf besprochen. Er hat mich in dieser Entscheidung voll bestätigt und die Zusatzvorteile der KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] haben letztlich einfach überwogen. Für dieses Ergebnis nehme ich die zusätzliche Arbeit und die Kosten jetzt gerne in Kauf! |
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Hallo matthiasg, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: KWL Nachrüstung im Neubau (Radon-Sanierung) – work in progress |
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Noch ein ganz wichtiger Nachtrag zum Thema Kernbohrungen: Wenn man – so wie ich – mehrere Bohrungen relativ nah beieinander in einer Reihe macht, unbedingt vorher den Deckenplan ganz genau studieren und das mit einem Statiker abklären! Das habe ich im Vorfeld natürlich gemacht, damit man die Statik der Decke nicht gefährdet. Sicher ist sicher! |
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Weil vorhin auch die Frage zum genauen Ablauf und den Leitungen kam, hier noch eine kurze Beschreibung, wie so eine Bohrung bei mir in der Praxis Schritt für Schritt ausgesehen hat: Wie versprochen: Fotos von der Aktion anbei! 😉 ![]() ![]() ![]() |
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| Hallo matthiasg, kostenlos und unverbildlich kann man das auf durchblicker.at vergleichen, geht schnell und spart viel Geld. | ||
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Der Übergang 50er/38er liegt i.d.R. über Geländeniveau. Damit müsste das Radon an den Kellerwänden im Bereich der Dämmung/Wandschotter hoch steigen. Andererseits zeigen die Messungen im Keller, aufgrund der niedrigeren Messwerte, dass die Betonplatte des Kellers ohne Radonabdichtung eine Radonbarriere darstellt. |
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Da stimme ich dir absolut zu! Das Radon steigt tatsächlich außen an der Kellerwand (im Bereich der Perimeterdämmung) nach oben. Die Kellerwand selbst ist dicht, genauso wie die Bodenplatte, was auch die niedrigeren Messwerte im Keller erklärt. Das eigentliche Einfallstor ist genau dieser Sprung. Zum Thema über Geländeniveau: Auch da hast du recht, der Übergang liegt grundsätzlich über dem Gelände. Das große Problem bei uns aber, dass er trotzdem nicht überall zugänglich ist. Wir haben an den entsprechenden Stellen unsere Terrassenanlage und direkt angrenzend die Garage. Dort komme ich kam mehr ran. Den restlichen, frei zugänglichen Teil der Fassade aufwendig abzudichten, macht leider wenig Sinn, wenn genau diese unzugänglichen Schwachstellen ohnehin bleiben. Deshalb fiel die Entscheidung am Ende auf die innere Lösung per KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]. |
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Wie kann man das messen? Nur eine Frage: Könnte es sein, dass die höheren Werte im EG/OG durch den Tonziegel erklärbar wären. Aus dem Beton kommt normalerweise weniger Radon. |
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Zu deiner ersten Frage: Ich messe mit meiner Plattform RadonTrack gleichzeitig an 12 verschiedenen Positionen im Haus. Durch dieses engmaschige Monitoring kann man gut nachvollziehen, wo das Radon ins Gebäude eindringt und wie es sich von Raum zu Raum verteilt. Meine Theorie mit dem Sprung im Mauerwerk habe ich im Anschluss dann noch mit "Radon Sniffing" (also dem direkten, punktuellen Absuchen und Messen z.B. an Steckdosen) verifiziert. Zu deinem letzten Satz ("Könnte es sein, dass die höheren Werte im EG/OG durch den Tonziegel erklärbar wären. Aus dem Beton kommt normalerweise weniger Radon"): Da stehe ich ehrlicherweise gerade etwas auf dem Schlauch und weiß nicht genau, wie du das meinst. Kannst du das bitte kurz klarstellen? |
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https://radon-info.de/index.php?show=baumaterialien_radon Andererseits habe ich gefunden das Baumaterialien keine wesentliche Quelle für Radon darstellen: https://radontec.de/radon/radon-in-baumaterialien Ich denke einmal gehört zu haben, dass beim Ziegel das Tonabbaugebiet entscheidend ist. |
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Baumaterialien gehen im Rauschen unter das spielt keine Rolle. |
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Zur Lage: Kombi-Turm (unterer Teil) steht - die beiden Bohrungen durch 30cm Beton (200mm) habe ich dann nass gebohrt. Das schafft die DUSS trocken nicht Die Deckendurchbrueche sind zw. EG und OG und KG und EG fertig. In den kommenden Tagen kommend dann die Spiro Rohre inkl. Schalldaempfer an die Kellerdecke (bei mir haengt alles an der Kellerdecke). |
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Hallo zusammen, Die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] ist in Betrieb! Die Installation ist damit (nahezu) abgeschlossen und – was mich nach dem ganzen Vorlauf mit den Kernbohrungen am meisten freut – es ist beim Einbau wirklich alles problemfrei gelaufen. Die ersten Radon-Ergebnisse: Ich habe die Anlage jetzt mal für einen Tag mit einer Abluftdifferenz von -5 m³/h laufen lassen (das erzeugt den geplanten leichten Überdruck im Haus, gemessen: 1-2 hPa). Ein Blick auf meine Graphen bei RadonTrack zeigt das gewünschte Ergebnis: Alle Messwerte sind sofort runtergegangen und bleiben konstant bei < 50 Bq/m³! Wenn das so bleibt, dann ist die Sanierung ein voller Erfolg! 😎 Zu den Bildern bzw. wie wir es letztlich gelöst haben: Die komplette zentrale Verteilung an der Kellerdecke wurde mit Wickelfalzrohren umgesetzt. Von dort aus gehen dann die Pichler Komflex Schläuche durch die Bohrungen direkt nach oben in die Wohnräume. Das Verstecken der Schläuche hat genau so funktioniert, wie wir uns das erhofft hatten. Sie verlaufen jetzt im fertigen Wohnraum unsichtbar hinter der Einbauküche oder beispielsweise hinter dem Kleiderschrank (da kommt einfach noch ein letztes Kastenelement genau vor die Schläuche, dann sind sie auch dort komplett verschwunden). Was jetzt noch fehlt, ist etwas Trockenbau und die Dämmung: Ich muss noch die 4 Trockenbau-Verkleidungen in den Ecken machen. Und bei Zu/Abluft fehlt noch die Armaflex-Isolierung. Dazu hätte ich gleich eine Frage: Hat jemand von euch schon mal Armaflex selbst verklebt und weiß, wie man das am besten und saubersten macht? Gibt es da Tricks, worauf man beim Aufkleben besonders achten muss? Liebe Grüße! |
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Schaut sauber aus 👍 Armaflex kleben ist keine Wissenschaft, das kriegt man schnell hin. Wichtigste Regel: Den Kleber lang genug ablüften lassen. Länger ist kein Problem, zu kurz schon - dann klebt er nicht. Beim Zusammenfügen dann von innen nach außen zusammendrücken, damit die Verbindung vollflächig ist. Der Kleber ist ein Kontaktkleber, also klebt sofort. Wenn du nicht alles auf einmal machst, besorg dir mehrere Pinsel, die kannst du nachher nämlich schmeißen. Für den Zuschnitt von Bögen gibts Tutorials auf YT, da hab ich mir eine Schablone aus Karton gemacht. |
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Schaut super aus! 👏 Zum Thema Armaflex hätt ich auch noch einen Tipp, auch wenn die Profis das vermutlich anders sehen - bei Zuluft/Abluft hab ich 25mm klebend verwendet. Egal ob K-Flex oder original Armaflex, es hat sich gut verarbeiten lassen. über den Stoß dann zusätzlich noch das 50mm breite Klebeband, hält super und ist flächig verklebt. Bei uns im Betrieb hab ich den Profis über die Schultern geschaut - die arbeiten großteils mit Kautschukmatten ohne Kleber, und verkleben dann nur die stumpfen Stöße, das heißt die Isolierung ist wie ein loser Schlauch über dem Wickelfalzrohr. Egal welche Option du wählst - bestell das Zeug online, ChatGPT helfen die Rohrlängen und Bögen in m² Bedarf umzurechnen, und nimm dir Zeit, arbeite penibelst lückenlos, dann passt das schon. 😉 |
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