« Heizung, Lüftung, Klima

KWL Nachrüstung im Neubau (Radon-Sanierung) – work in progress teilen

21.8.2026     3 Antworten    3 Autoren 3 2026-08-21T22:09:12+02:00
  •  matthiasg
21.08.2026
3
Hallo zusammen,
ich möchte euch hier gerne mein aktuelles KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]-Projekt vorstellen, da mir die Berichte hier im Forum im Vorfeld auch sehr geholfen haben.
Kurz zur Ausgangssituation: Unser Hauptgrund für den Einbau der KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] war ein Radon-Problem in unserem EFH. Nachdem ich mich intensiv mit der Thematik beschäftigt und für die kontinuierliche Überwachung meine eigene Messplattform (RadonTrack) entwickelt habe, stand nach vielen Datenanalysen fest: Der absolut beste Weg, um das Radon-Problem dauerhaft zu beheben, ist eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung].
Die Anforderungen an das Projekt hatten es allerdings in sich: Wir haben einen Neubau, in dem die Lüftung nun nachgerüstet wird – sie soll aber am Ende trotzdem nahezu unsichtbar sein. Außerdem wollten wir eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] mit so wenig Kompromissen wie möglich, also die absolut bestmögliche Ausführung.

Zur Leitungsführung: Wir nutzen den Keller bzw. die Kellerdecke als zentrale Verteilung. Von dort aus gehen wir dann mit den einzelnen Strängen durch die Kernbohrungen direkt nach oben in die jeweiligen Wohnräume. So vermeiden wir abgehängte Decken in den Wohnbereichen und die Installation bleibt wie gewünscht unsichtbar.
Die Planung hat @leitwolf übernommen, den ich an dieser Stelle uneingeschränkt weiterempfehlen möchte. Die fachliche Kompetenz und die Qualität der Beratung überzeugen auf ganzer Linie. Er hat sich bei uns vor Ort extrem viel Zeit genommen, um sich jedes Detail anzusehen. Auch bei späteren Rückfragen am Telefon erlebt man ihn immer als absolut kompetenten, freundlichen und lösungsorientierten Ansprechpartner.
Wir setzen das Ganze zur Selbstinstallation um, strikt nach seiner Planung. Als Gerät kommt eine Anlage von Pichler zum Einsatz, und im Außenbereich haben wir uns für den Combi-Turm entschieden.
Zum aktuellen Status: Die Kernbohrungen sind frisch abgeschlossen. Ich muss sagen, das war extrem aufwendig und belastend. Ich habeim Wohnraum in den Ecken mehr als 20 Bohrungen gemacht – trockene (gottseidank) Kernbohrung. Und ja, trotz genauer Planung habe ich die FBH FBH [Fußbodenheizung] angebohrt emoji
In den kommenden Tagen starte ich mit der eigentlichen Installation.
Ich werde euch hier auf dem Laufenden halten, wie der Einbau voranschreitet. Falls sich jemand zu Radon (und dem Monitoring) austauschen will, meldet euch gerne!

  •  aefigg
21.8.2026 20:23  (#1)
Interessante lösung von unten!
Habe ich noch nie gehört.
Hast du ein paar Fotos für uns? 😉

Wie hast du gewusst wo du bohren kannst um keine Wasserleitung, Fußbodenheizung oder keine eingelegte Stromleitung in der Betondecke zu erwischen?
Wie wird das dann mit der Öffnung der frischen Luft gemacht?
Hast du ein 2 Stöckiges Haus?
Was kostet dich der "Spaß" ca?

1
  •  matthiasg
21.8.2026 21:13  (#2)
Hallo!
Fotos kommen auf jeden Fall noch! Im Moment gibt es als Motiv allerdings wirklich nur sehr viele Bohrlöcher emoji
Haus & Verrohrung: Ja genau, wir haben ein Haus mit Keller, EG und OG. Ich versorge über die Kellerdecke sowohl das Erdgeschoss als auch das Obergeschoss. Dafür gibt es insgesamt 4 Stellen an denen wir die Durchbrüche nach oben gemacht haben.
Fußbodenheizung & Leitungen: Das war bei über 20 Bohrungen im fertigen Haus der heikelste Teil:
  • FBH: Ich habe die Randbereiche vorab mit einer Wärmebildkamera abgesucht. Dann habe ich ganz vorsichtig durch den Estrich vorgestemmt. Trotz aller Vorsicht haben wir an einer  Stelle die FBH FBH [Fußbodenheizung] "getroffen". Ist leider so - das wird geflickt und die Sache sollte dann zur Heizsaison wieder erledigt sein.
  • Strom/Wasser: Hier hatte ich sehr detaillierte Baufotos. Bis jetzt habe ich zum Glück auch nichts getroffen. Die sichere Vorgehensweise war: Nach dem Aufstemmen des Estrichs habe ich in der Schüttungsebene mit einem langen Schraubendreher vorsichtig alles herausgekratzt, bis ich ganz unten auf dem nackten Beton war. Erst als man wirklich freie Sicht auf die Betondecke hatte, wurde die eigentliche Kernbohrung angesetzt.
Öffnung nach außen: Hier kommt die Lösung von @leitwolf zum Einsatz: Wir bekommen den COMBI-Turm. Der vereint Zu- und Abluft in einem und wird bei uns draußen im Garten stehen. Die Baugrube dafür ist auch schon ausgehoben und wartet nur noch auf den Einbau.
(Zu den genauen Kosten mache ich am besten ganz am Ende des Projekts mal eine kleine Aufstellung, wenn wirklich alles fertig abgerechnet ist und die Anlage läuft!)
Liebe Grüße!


1
  •  Akani
21.8.2026 22:09  (#3)
Cooles Projekt, bin gespannt wenn du weiter berichtest und dann noch Bilder kommen

1



Beitrag schreiben / Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]