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Baukosten Haus - wie günstig geht es? - Seite 2 teilen

3.8. -8.8.2026    42 Antworten    22 Autoren 42 2026-08-08T14:05:37+02:00
     
Zusammenfassung
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  •  hallo123
03.08.2026
42
Liebes Forum,
 
wir überlegen gerade, ein Grundstück für den Hausbau zu kaufen. Es liegt in einer Landeshauptstadt und würde mit stolzen 250.000 € zu Buche schlagen (600 m²) + 10% Nebenkosten. Ich möchte euch um eure Einschätzung bitten, in welchem finanziellen Rahmen der Hausbau machbar ist, um eine Entscheidungsgrundlage dafür zu haben, ob wir den Kauf und darauffolgenden Bau durchziehen sollen (wollen), oder nicht.

Die nächsten Absätze bis zur Überschrift "Kalkulation" könnt ihr euch auch sparen, da geht es nur um Hintergründe. Ab dort beginnt für mich der wichtige Teil :D

Wir haben sehr niedrige Ansprüche an die Größe, Ausstattung… und wollen möglichst einfach und günstig und auch klein, ca. 125m² Wohnfläche, bauen. Wir sind beide wohntechnisch sehr einfach aufgewachsen - ein neu gebautes Haus mitten in der Stadt wäre für uns sowieso purer Luxus. Da die Ansprüche hier im Forum tendenziell hoch sind und sich das in den Threads zu Baukosten widerspiegelt, möchte ich hier einen eigenen Thread erstellen, wo speziell die Kosten im Kontext einfacher Bauweise und Ausstattung sowie viel Eigenleistung diskutiert werden - wie "günstig" geht es? Vielleicht hatte jemand von euch beim Hausbau einen ähnlichen Zugang? Ich möchte explizit nicht diskutieren, ob sich ein Hausbau dann überhaupt lohnt (weil ich in manchen anderen Threads schon Dinge gelesen hab, wie: ein Haus ohne Keller ist wie eine Wohnung, unter 180 m² geht nix, … etc.) sondern nur eine Einschätzung, ob das, was unsere Ansprüche sind, in dem Budget machbar ist.

Kurz zu unserem finanziellen Hintergrund – damit ihr nicht glaubt, dass wir beim Bau so sparen, weil wir absolut am Limit unterwegs sind. Wir wollen einfach ein „günstiges“ Haus, weil wir uns damit Optionen freihalten wollen. Ich will nicht von meinem Vollzeit Job immer abhängen, auch wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass unser Einkommen im Lauf der Jahre weiter steigen wird. Wir haben ein ganz gutes Einkommen, zu zweit netto ca. 6.3k€ x 14. Beide 30 J. mit Kinderwunsch. Haben eine annähernd abbezahlte Wohnung, die die Eigenkapitalbasis für das Haus bilden soll (ca. 250k€ also genau das Grundstück). Diesen Betrag können wir uns auch für die nächsten ~3 Jahre bis Abschluss Hausbau zinsfrei in der Verwandtschaft borgen, dann aus dem Verkaufserlös tilgen, somit fallen keine Zwischenfinanzierungskosten an. Zu finanzieren wäre also „nur“ das Haus ausgehend von der „grünen Wiese“. Aber da wir später mit Kindern gerne Teilzeit arbeiten und nicht auf beide Vollzeit Jobs angewiesen sein wollen, möchten wir die Kreditbelastung so gering wie möglich halten. Wir sehen das im Freundeskreis, wie dann beide wieder Vollzeit arbeiten mit 14 Monate altem Kind, aber jammern, dass sie das Kind jetzt in die Krabbelstube geben müssen und diesen Druck möchten wir uns nicht geben. Wir können in den nächsten drei Jahren noch zusätzlich 100k€, im extremen Sparmodus 150k€ ansparen. Mit unseren Einkommen wäre ein Kredit (35 J) aktuell wohl in der Größenordnung von 500k€ (Rate 2500 pM., sind ca. 40% von 6300) möglich. Somit würden uns bei maximaler Anspannung theoretisch 600 – 650 k rein für den Hausbau zur Verfügung stehen, weil die Wohnung quasi das Grundstück finanziert und damit für uns ein Nullsummenspiel ist. Lieber wäre es uns aber, nur ca. 350 k für das Haus auszugeben, um am Ende des Hausbaus in 3 Jahren und zusätzlichem Sparen mit 250k€ Kredit dazustehen – monatliche Rate ca. 1250€ langfristig. Die maximale Anspannung ist uns das Haus nämlich ehrlich gesagt nicht wert, und wenn das nicht machbar ist, kaufen wir uns eher eine Gartenwohnung um 500 – 600k€ und haben dann genau diese gewünschte finanzielle Situation, aber eben ohne Haus. Unser Kompromiss wäre, super einfach und günstig und mit viel Eigenleistung zu bauen, dafür aber eben um den annährend gleichen Preis ein Haus zu haben und das möchte ich heute bei euch erfragen.

Kalkulation  

Hier vereinfacht meine Kalkulation, am Beispiel eines Massivhausanbieters (M**li) für ein Haus mit 125m² Wohnfläche, Satteldach, zweigeschossig, einfacher Aufbau. Habe das mit mehreren solchen durchgespielt, aber es kommt praktisch immer dasselbe heraus. Die Außenhaut trauen wir uns nicht zu, deshalb wäre die Vorgehensweise: Grundstück erschließen (Leitungen in der Straße davor aber noch nicht am Grundstück), „Ausbauhaus“ aufstellen lassen, von einem GU – manchmal auch als außen fertig bezeichnet. Und dann den Innenausbau soweit möglich und rechtlich OK in Eigenleistung machen und den Rest (Elektrik Stromkasten verkabeln etc.) selbst vergeben. Eigenleistung vollständig bei den Außenanlagen: Carport (Teil des Einreichplans, um auf die Dichte zu kommen), Pflasterung, Garten, … . Ziel: max. Gesamtkosten von ca. 350k€ für den Hausbau (ausgehend von grüner Wiese bis komplett fertig inkl. Außenanlagen) oder etwas darüber sind OK. Wenn wir aber deutlich bei >400k landen, sind wir raus.

Haus 125m² Wohnfläche „außen fertig“ 192k€ + Kunststoff-Alu Fenster Aufpreis 5k€ = 197k€

Bodenplatte vom gleichen Anbieter = 36 k€ (inkl. Erdarbeiten). Evtl. Fremdvergabe und vl noch etwas sparen?

Baunebenkosten und kleinere Arbeiten: Bodengutachten, Anschlussgebühren Kanal, Wasser, Strom, Telekom, Versickerungsschacht, Leitungen am Grundstück bis zum Haus, Behördengebühren, Baustrom und Wasser, Baustelleneinrichtung, … = 45k€ geschätzt, oberes Ende meiner Schätzung

Innenausbau: die Stufe von Ausbauhaus auf schlüsselfertig schlägt bei dem Hausanbieter mit 125k€ zu Buche. Alles, was irgendwie möglich ist, würden wir selber machen und die anderen Dinge selbst vergeben und dafür Angebote vergleichen, um die teuren Aufschläge des GU zu umgehen – handwerkliches Geschick für die Eigenleistung und etwas Hilfe aus der Familie (Installateur) ist vorhanden. Ist der komplette Innenausbau (Wasser, Strom, Bodenaufbau, Putz und Streichen, Türen, Böden, Fliesen, Sanitär) bei diesem Level an Eigenleistung um 50k€ möglich? Ohne Einrichtung und ohne Küche. Das wäre etwas weniger als 50% dessen, was der GU verlangt

Außenanlagen: Carport und Pflasterung, Terrasse jeweils im Selbstbau um gesamt 20k Materialkosten. Zaun schon vorhanden.

Summe: 348k€ für das Haus ohne Grundstück inkl. Außenanlagen und allen notwendigen Nebenkosten, ausgehend von der grünen Wiese.

Potential eventuell bei den Baunebenkosten, Erdarbeiten und Bodenplatte (von lokalem Anbieter günstiger?). Weiteres Potential wäre die Wohnfläche auf 115 m² zu verkleinern, bringt ca. 20 k€ beim Ausbauhaus und ein paar tsd bei der Bodenplatte. Die übliche 4 Zimmer Gartenwohung hat auch unter 100qm mittlerweile...für uns also im Vergleich auch OK, wenn man bedenkt, dass diese typischerweise 550 - 600k€ kostet.

Das wären dann – ausgehend von der grünen Wiese – für Haus schlüsselfertig inkl. Außenanlagen 348 k€ / 125 m² Wohnfläche = ca. 2,8 k€ pro m². Ist diese Planung im Groben realistisch? Hat jemand von euch ähnliche Werte erreicht, im Jahr 2025 oder 2026? Habe ich irgendwas Grobes übersehen oder total falsch abgeschätzt?

Danke für euren Input!
Liebe Grüße

  •  HeimNavi
5.8.2026  (#21)
Da würde ich christoph1703 widersprechen – zumindest wenn jemand wie hallo123 wirklich einen Installateur in der Familie hat und selbst handwerklich fit ist, das ist ein anderes Ausgangspunkt als ein Büroменsch mit zwei linken Händen. Ich hab meinen Innenausbau damals selbst gemacht und allein beim Fliesen und Streichen locker 15k€ gespart. Die 50k€ für den kompletten Innenausbau klingen sportlich, aber mit echtem Einsatz und der Sanitär-Unterstützung aus der Familie halte ich das für machbar.

1
  •  Sparfratz
  •   Silber-Award
5.8.2026  (#22)
Ich würd eine möglichst ehrliche Auflistung aller Gewerke/Kosten machen, einen Puffer von 20% drauf packen und dann schauen ob ich mir diesen Kredit leicht leisten kann. 

Teurer wirds dann sowieso noch und die Ansprüche steigen mit Haus, Kindern und Alter.



1
  •  Ebe95
5.8.2026  (#23)

zitat..
Lu1994 schrieb:

──────..
Ebe95 schrieb:

Ob es für 350k möglich ist weiß ich nicht.
wenn dann muss man wirklich viel selber machen und ich rede nicht von Bauherrenmithilfe.

Bei 120m2 würde ich einen Bungalow mit 12x12m und 50er Ziegel bauen, flaches Satteldach 10 Grad und Trapezblech machen. 
Streifenfundamente ohne Xps unter der Platte, Fundamentplatte 20cm über Erdniveau. Im Aufbau dämmen (20cm EPS)
Direkt auf die Platte bündig mit 50er Ziegel anfangen. 50er Ziegel nur Netzen und Spachteln, Winddichtfolie, eine Senkrechte Latte und Lärchenrhombus Waagrecht bis zur Fundamentplatte. Fundamentplatte auf Sicht lassen als Sockel.
Kann man Super selber machen und man braucht sich um die Abdichtung keine Sorgen machen.

Bei Fensteröffungen darauf achten, dass es Keine Größeren Breiten gibt als 2m damit man mit Überlager arbeiten kann.
Auf Hebeschiebetüren verzichten, Einfache 1 Flügelige Terrassentür dafür eine größere Fixverglasung.
Fenster darauf schauen das sie nur 1 Flügelig sind.

Pv Würde ich nicht darauf verzichten, bei so einen Dach würden ca 35kw rauf gehen.
Bei Trapezblech mit Unterkonstruktion schafft man das um 6000€
Wechselrichter, Speicher und Abnahme über eine Firma ca 10000€. 

Heizung würd ich mir selber eine Monoblockwärmepumpe besorgen, ca 2500€ und selber anschließen, gibt in anderen Foren genug Informationen das man das selber schafft.
Keinen Puffer, keine Einzerraumregelung und ein Umschaltventil von Heizung auf Warmwasser.
Würde schauen das ich die Wärmepumpe direkt neben den Technikraum hab, dann kannst du von innen einfach mit Fleckschläuche die Wärmepumpe anschließen.

Würde Trotzdem eine Betondecke machen, da kannst du die ganzen Elektroleitungengleich einlegen und Betonkernaktivierung machen, könntest theoretisch auf die Fußbodenheizung verzichten, aber darauf Schauen das es im Haus keine Großen Spannweitein gibt.

Sind nur einige Ideen die vielleicht Denkanstöße geben können, ich hab einige Sachen umgesetzt einige auch nicht, manche Ideen sind mir auch erst während den Bau eingefallen wie es Günstiger geworden wäre.

lg Ebe95
───────────────

Auf 144 qm Dachfläche bekommst du 35kwp nur wenn du die teuren leistungsfähigen Module nimmst, wennst die Fläche hast nimmst eher schwächerr Platten, ich hab auch "nur" 455 Watt weil's Wurscht ist 

Allgemein ist in deinem Beitrag viel im Argen, ich mein Flexschläuche durch die Außenwand, Pfusch, die Dinger verschleißen, ganz zu Schweigen von der Wärmebrücke, Unterzüge sparen ja

Man macht auch normal einen Dachvorsprung von 1m, aber ja.
Hab nur kurz mit 410W Modulen gerechnet und ich würde knapp unter 35kwp bleiben, damit man noch was von der Steuerfreiheit hat.


Flexschläuche sind gängig, auch nicht zuletzt damit man keine Schwingungen überträgt, und die eine Wärmebrücke ist wohl zu vernachlässigen, wenn man die Leitungen dämmt.

Was liegt denn in meiner Beitrag noch alles im Argen, ich sag auch nicht das man das alles so machen muss, aber vielleicht hilft es ja jemanden auch mal nicht nach Schema f zu denken.


1
  •  christoph1703
5.8.2026  (#24)

zitat..
HeimNavi schrieb: Da würde ich christoph1703 widersprechen

Wo genau? Bei meinen Materialkosten? Oder dass Eigenleistung (auch aus der Familie) unerwartet ausfallen kann?
Dass 50k€ ambitioniert sind, darüber sind wir uns ja einig. 

1
  •  Lu1994
  •   Silber-Award
5.8.2026  (#25)

zitat..
Ebe95 schrieb:

──────..
Lu1994 schrieb:

──────..
Ebe95 schrieb:

Ob es für 350k möglich ist weiß ich nicht.
wenn dann muss man wirklich viel selber machen und ich rede nicht von Bauherrenmithilfe.

Bei 120m2 würde ich einen Bungalow mit 12x12m und 50er Ziegel bauen, flaches Satteldach 10 Grad und Trapezblech machen. 
Streifenfundamente ohne Xps unter der Platte, Fundamentplatte 20cm über Erdniveau. Im Aufbau dämmen (20cm EPS)
Direkt auf die Platte bündig mit 50er Ziegel anfangen. 50er Ziegel nur Netzen und Spachteln, Winddichtfolie, eine Senkrechte Latte und Lärchenrhombus Waagrecht bis zur Fundamentplatte. Fundamentplatte auf Sicht lassen als Sockel.
Kann man Super selber machen und man braucht sich um die Abdichtung keine Sorgen machen.

Bei Fensteröffungen darauf achten, dass es Keine Größeren Breiten gibt als 2m damit man mit Überlager arbeiten kann.
Auf Hebeschiebetüren verzichten, Einfache 1 Flügelige Terrassentür dafür eine größere Fixverglasung.
Fenster darauf schauen das sie nur 1 Flügelig sind.

Pv Würde ich nicht darauf verzichten, bei so einen Dach würden ca 35kw rauf gehen.
Bei Trapezblech mit Unterkonstruktion schafft man das um 6000€
Wechselrichter, Speicher und Abnahme über eine Firma ca 10000€. 

Heizung würd ich mir selber eine Monoblockwärmepumpe besorgen, ca 2500€ und selber anschließen, gibt in anderen Foren genug Informationen das man das selber schafft.
Keinen Puffer, keine Einzerraumregelung und ein Umschaltventil von Heizung auf Warmwasser.
Würde schauen das ich die Wärmepumpe direkt neben den Technikraum hab, dann kannst du von innen einfach mit Fleckschläuche die Wärmepumpe anschließen.

Würde Trotzdem eine Betondecke machen, da kannst du die ganzen Elektroleitungengleich einlegen und Betonkernaktivierung machen, könntest theoretisch auf die Fußbodenheizung verzichten, aber darauf Schauen das es im Haus keine Großen Spannweitein gibt.

Sind nur einige Ideen die vielleicht Denkanstöße geben können, ich hab einige Sachen umgesetzt einige auch nicht, manche Ideen sind mir auch erst während den Bau eingefallen wie es Günstiger geworden wäre.

lg Ebe95
───────────────

Auf 144 qm Dachfläche bekommst du 35kwp nur wenn du die teuren leistungsfähigen Module nimmst, wennst die Fläche hast nimmst eher schwächerr Platten, ich hab auch "nur" 455 Watt weil's Wurscht ist 

Allgemein ist in deinem Beitrag viel im Argen, ich mein Flexschläuche durch die Außenwand, Pfusch, die Dinger verschleißen, ganz zu Schweigen von der Wärmebrücke, Unterzüge sparen ja
───────────────

Man macht auch normal einen Dachvorsprung von 1m, aber ja.
Hab nur kurz mit 410W Modulen gerechnet und ich würde knapp unter 35kwp bleiben, damit man noch was von der Steuerfreiheit hat.

Flexschläuche sind gängig, auch nicht zuletzt damit man keine Schwingungen überträgt, und die eine Wärmebrücke ist wohl zu vernachlässigen, wenn man die Leitungen dämmt.

Was liegt denn in meiner Beitrag noch alles im Argen, ich sag auch nicht das man das alles so machen muss, aber vielleicht hilft es ja jemanden auch mal nicht nach Schema f zu denken.

Keine Dämmung unter der Bopla und diese dann noch auf Sicht lassen, statt XPS zu kleben, da hast praktisch garantiert Schimmel im Haus

Dachfläche kannst vergessen, du kannst sie quasi nie voll belegen, irgendwo sitzt schonmal mindestens eine Strangbelüftung, dann hast noch ne Schneefangstange und idealerweise legst die Platten so, dass man zwischen ihnen gehen kann, wenn man mal eine tauschen muss

Nur BKA BKA [Betonkernaktivierung] allein wird auch nicht klappen, da müsste der Dämmstandard sehr hoch sein

Und nochmal, Flexschläuche sind Verschleißteile und welche Schwingungen sollen übertragen werden? über das Rohr kommt eine Dämmung, wie beim Kanal auch, somit ist es entkoppelt, RDS entkoppelt ebenfalls

Und bevor man depat EPS im Wohnraum auf die ganzen Leitungen legt und zurechtschneidet gießt man besser Schaumbeton, dann hat man keine Hohlräume und das kann man auch selbst machen


1
  •  schurlmaster
  •   Bronze-Award
5.8.2026  (#26)
Ich finde, gerade auf einem teuren Grundstück macht ein eher günstiges Haus Sinn. Wenn die Erben die Immobilie in etwa 40 Jahren übernehmen, entspricht das Gebäude wahrscheinlich ohnehin nicht mehr dem Stand der Technik und wird in den meisten Fällen abgerissen. Bei uns, wo der Quadratmeter Grundstück zwischen 600 und 1.000 Euro kostet, wird fast alles abgerissen – außer es handelt sich um einen Jugendstilbau oder ein anderes historisch wertvolles Gebäude.
Fertiges Haus kaufen ist keine Option?


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Hallo hallo123,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Baukosten Haus - wie günstig geht es?

  •  hallo123
5.8.2026  (#27)

zitat..
geld26 schrieb: man muss hier halt stark unterscheiden, was alles vom Elektriker kommt und was nicht. Es macht einen großen Unterschied, ob man 100 Deckenspots hat, oder ob man eher mit Auslässen arbeitet und später selber Lampen besorgt und montiert. Das macht schnell schon einmal ein paar Tausender aus.

ja, Elektrik heißt für mich, ich stemme und verlege Leitungen, Dosen dann Schalter und Steckdosen und Elektriker macht die Verkabelung und die notwendige Abnahme. Das wird wohl keine 20k Kosten? Lampen montiere ich danach im Zuge des Innenausbaus natürlich selbst.


zitat..
Akani schrieb: Wenn ma aufm Boden bleibt, haben auch nicht viel Luxus oder Automatisation.

Genau das ist die Idee :)


zitat..
prich schrieb: Man braucht extrem viel Geld für Kleinigikeiten.
Ohne Terassen- und Einfahrtbelag und Gartengestaltung kommt unser Haus mit Doppelgarage und Terasse auf ~3000€/m²Wfl, hatten aber auch Rohbau mit Helfer für ~5 Wochen, bis auf kleine Ausnahmen ist in jedem Gewerk Eigenleistung, und bis auf kleine Ausnahmen ist der gesamte Urlaub von ~2 Arbeitsjahren ins Haus gegangen sowie 3 bis 4 Abende die Woche und die meisten Samstage.

Danke für deine Einschätzung, genau das war/ist meine Befürchtung, deshalb möchte ich mir hier Erfahrungswerte einholen. Deine Zahlen geben mir schon einen guten Einblick, wie viel bei mir fehlen könnte.


zitat..
geld26 schrieb: Versichern kann ich dir nur eins: Vergleichswerte würde ich mit Vorsicht genießen. Nicht jeder erfasst die Kosten tatsächlich so genau wie man es vielleicht benötigen würde, ich kenne zumindest keinen in meinem Umfeld der es so genau wie ich gemacht hat.

Danke für die Warnung, ja das kenne ich aus anderen weniger teuren Bereichen im Leben. Auto zB wird sehr schlampig dokumentiert und sind die wahren Kosten viel höher. 


zitat..
MalcolmX schrieb: Und Hand aufs Herz, auf einem teuren Grundstück ein billig gebautes und ausgestattetes Haus zu errichten macht irgendwie selten Sinn.

Mit der Familiengröße wächst der Platzbedarf, und mit 2 Kindern sind 125m² schnell einmal eher eng. Dann noch Homeoffice, Stauraum, Technikraum... ich weiß nicht.

Ohne Kinder sind 110-120m² völlig realistisch, mit würde ich schon erwarten dass 140-150m² eher ein sinnvolles Maß sein.

Ein Minihaus auf einem teuren Grundstück ist auch für den Wiederverkauf eher schwierig würde ich meinen.

Das finde ich zB überhaupt nicht. Grund ist so teuer geworden, dass es anders oft gar nicht geht, gerade um die Landeshauptstädte. Da bringt es auch nix, in den Speckgürtel zu gehen. Gut erschlossene Gebiete (Öffis - Zug) kosten auch gleich 250 € / qm statt 400 in der Stadt. Dafür fahr ich aber 20 min pro Strecke länger. Das sind 40 min am Tag bei zwei berufstätigen Personen. Das entspricht 12 h pro Monat, wenn ich das in Üst mach zahlt sich der "Stadt Aufschlag" von selbst. Was die Wohnfläche angeht, sind das was du nennst sehr gehobene Ansprüche, auch wenn es in der Hausbauer Bubble nicht so wirken mag. Die durchschnittliche Familie wohnt definitv nicht auf 150m², die meisten arbeitskollegen mit 1 oder 2 Kindern haben Wohnungen mit 90m² oder max. 110m². Da ist ein 125m² Haus mit 3 Schlafzimmer der pure Luxus. Ich bin mit einem Geschwisterkind auf etwas über 70m² groß geworden und das ohne Garten, in einer Wohnung ;)


zitat..
Ebe95 schrieb: wenn dann muss man wirklich viel selber machen und ich rede nicht von Bauherrenmithilfe.

Ja, das ist klar, da muss man dauerhaft dabei sein und Dinge auch komplett selbst machen. 


zitat..
Akani schrieb: Es ist machbar, haben 22/23 unser Haus für 350k mit 10x14 mtr gebaut, wP, FBH Wandheizung keine ERR ERR [Einzelraumregelung], leider ohne KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung], PV. Kommt halt auch immer auf die Ausstattung an, Elektro und Sanitär.
Außenanlagen nicht mitgerechnet.
Planung bis Fertigstellung ohne Möbel aber Küche inklusive (25k)

Danke, ist da auch so was wie Erschließung und andere Nebenkosten dabei?


zitat..
HeimNavi schrieb: Da würde ich christoph1703 widersprechen – zumindest wenn jemand wie hallo123 wirklich einen Installateur in der Familie hat und selbst handwerklich fit ist, das ist ein anderes Ausgangspunkt als ein Büroменsch mit zwei linken Händen. Ich hab meinen Innenausbau damals selbst gemacht und allein beim Fliesen und Streichen locker 15k€ gespart. Die 50k€ für den kompletten Innenausbau klingen sportlich, aber mit echtem Einsatz und der Sanitär-Unterstützung aus der Familie halte ich das für machbar.

Ja, das denke ich auch, war mir aber trotzdem unsicher, ob dieses Ausmaß an Einsparung, das ich da einrechne, wirklich realistisch ist. Trotz handerklichem Geschicks habe ich etwas Respekt vor der Aussenhülle weil ich denke, dass dort am meisten zu verpfuschen ist.




1
  •  Ebe95
5.8.2026  (#28)
Wo Soll die Wärmebrücke sein damit Schimmel entsteht? Zwischen EPS und 50er Ziegel?

Vollbelegung hab ich auch umgesetzt, hab die Strangentlüftung unter einem Modul.
Ich hoffe du hast bei jeder zweiten Reihe einen Gang frei gelassen damit man die Platten einfach tauschen kann. 
Danke, das mit der Betonkernakivierung hatte ich nicht am Schirm, wieder was gelernt.

Ich kann dir in 10 Jahren nochmal Bescheid geben wie oft ich die Panzerschläuche tauschen musste, ich wüsste auch nicht warum sie porös werden sollten, die sind keiner UV Strahlung ausgesetzt und sind gut gedämmt.




1
  •  hallo123
5.8.2026  (#29)

zitat..
Sparfratz schrieb: Ich würd eine möglichst ehrliche Auflistung aller Gewerke/Kosten machen, einen Puffer von 20% drauf packen und dann schauen ob ich mir diesen Kredit leicht leisten kann.

Teurer wirds dann sowieso noch und die Ansprüche steigen mit Haus, Kindern und Alter.

Da hab ich mir eben schwer getan, weil die Varianz der Angaben im Internet so unglaublich hoch ist, und Angebote aller Gewerke einholen in einer Phase, wo es nur um die Entscheidung für das Grundstück und Projekt geht - das ist sowieso bei so unkonkreten Vorgaben ohne Detailplanung wohl nicht möglich, dass ich da sinnvolle Angebote bekomme. Deshalb die Frage hier, ob es schon mal jemand mit dieser Summe geschafft hat, als erster Anhaltspunkt :)


zitat..
schurlmaster schrieb: Ich finde, gerade auf einem teuren Grundstück macht ein eher günstiges Haus Sinn. Wenn die Erben die Immobilie in etwa 40 Jahren übernehmen, entspricht das Gebäude wahrscheinlich ohnehin nicht mehr dem Stand der Technik und wird in den meisten Fällen abgerissen. Bei uns, wo der Quadratmeter Grundstück zwischen 600 und 1.000 Euro kostet, wird fast alles abgerissen – außer es handelt sich um einen Jugendstilbau oder ein anderes historisch wertvolles Gebäude.
Fertiges Haus kaufen ist keine Option?

Bei den fertigen Häusern ist es so, dass eigentlich nur Altbestand aus den 60ern verkauft wird - wenn halt mal wieder wer erbt - und die Grundstücke meistens eher groß sind beim Altbestand - 800 - 1200 m². Dadurch steigt auch der Preis extrem an und muss dann erst recht kernsaniert werden, weil seit Jahrzehten nix gemacht. Die werden meistens eh zum Grundpreis verkauft. Jetzt wird mal ein kleineres Grundstück ohne Bestand verkauft - so kam die Idee, das "klein" und "günstige" Grundstück zu kaufen und dann ein bewusst einfaches Haus hinzustellen und in Summe günstiger zu kommen, als einen Altbestand auf 1000m² zu >400€/m² zu kaufen, der dann aufwändig und wieder teuer saniert werden muss. Aber so kleine Grundstücke werden selten verkauft, weil es wenige gibt. Die 1000m² Dinger krallen sich meistens Bauträger, die dann 8 Wohnungen drauf bauen, durch die große Dichte im neunen Flächenwidmungsplan möglich.




1
  •  Blumenbau
5.8.2026  (#30)

zitat..
hallo123 schrieb: Da ist ein 125m² Haus mit 3 Schlafzimmer der pure Luxus. Ich bin mit einem Geschwisterkind auf etwas über 70m² groß geworden und das ohne Garten, in einer Wohnung ;)

Sind vergleichbar.
Bei 70m2 Wohnung bekommst du normalerweise dazu
Keller, Technikraum, Fahrradraum, Treppe/Lift, Eingangsbereich, Außenwände, usw..
Und du brauchst die.
Also 125m2 ist definitiv zu klein. Du wirst mindestens 150 Netto brauchen.

Die Fläche ist auf alle Fälle nicht der Preistreiber, es gibt keinen Preis pro m2, alles hängt vom
1. Grundstück
2. Plan
3. Ausstattung 

Mein Vorschlag: fang mit Bodengutachten und Bebauungsplan an, dann sollst du deine Räume planen und endlich kannst du über Ausstattung überlegen. Du kannst mit der Eigentümer vereinbaren dass du kaufst nur nach Bodengutachten. 

1
  •  Ebe95
5.8.2026  (#31)
@hallo123 
Mir gefällt deine Einstellung, brich einfach alles runter auf das was du wirklich brauchst, wenn ich mir die Wohnungen/ Reihenhäuser ansehe werden die aufs billigste gebaut und es stört auch keinen.

Aber sobald es ums Eigenheim geht muss alles Perfekt sein und man darf keine Kompromisse eingehen. Bevor ich nicht bauen würde, würde ich aufs einfachste bauen mit einfachen Standard. 


1
  •  Akani
5.8.2026  (#32)

zitat..
hallo123 schrieb: Danke, ist da auch so was wie Erschließung und andere Nebenkosten dabei?

Grundstück waren bei uns knapp 95k und die Anschlusskosten waren 10k für Wasser, Kanal und Gas. Strom mit Telefon waren nochmal 3k
Die Leitungen für Wasser und Abwasser waren dann schon bei den Hauskosten dabei


1
  •  Lu1994
  •   Silber-Award
5.8.2026  (#33)

zitat..
Ebe95 schrieb:

Wo Soll die Wärmebrücke sein damit Schimmel entsteht? Zwischen EPS und 50er Ziegel?

Vollbelegung hab ich auch umgesetzt, hab die Strangentlüftung unter einem Modul.
Ich hoffe du hast bei jeder zweiten Reihe einen Gang frei gelassen damit man die Platten einfach tauschen kann. 

Danke, das mit der Betonkernakivierung hatte ich nicht am Schirm, wieder was gelernt.

Ich kann dir in 10 Jahren nochmal Bescheid geben wie oft ich die Panzerschläuche tauschen musste, ich wüsste auch nicht warum sie porös werden sollten, die sind keiner UV Strahlung ausgesetzt und sind gut gedämmt.

Dir ist schon klar, dass die ersten beiden Reihen 38er Ziegel sind, damit man eben XPS über Bopla und Ziegel kleben kann und so bündig mim 50er ist?
Wenn du da nix dämmst hast eine Wärmebrücke 

Ich hab tatsächlich immer einen Gang gelassen für Wartungszwecke, ja es wären noch 7 Platten möglich gewesen, aber es kommt noch ein Kamin und ich wollte mir ein wenig Dachfläche übrig lassen, falls ich wirklich mal ein Starlink Backup installiere etc, zumal mein WR WR [Wechselrichter] 25 kVA hat und ich die mit den 30 kwp kwp [kWpeak, Spitzenleistung] Süd locker bediene, ich warte mal 1-2 Winter ab und investier dann lieber in eine Zaun PV, im Sommer hat man eh Strom zum Sau füttern und im Winter machen Zaun und Fassade mehr Sinn


2026/2026080598726.png

Das Metallgewebe beim Panzerschlauch ist nur eine Schutzschicht, darin ist der Gummischlauch, der altert nunmal deutlich schneller als Rohre bzw ist fehleranfälliger, ich wüsste nicht welchen Vorteil der Pfusch mim Flexschlauch ggü starren Röhren haben sollte, steckst 2 Aluverbund durch die Wand, verpresst die und fertig, der Konstruktion traue ich zu mich zu überdauern, einem Flexschlauch definitiv nicht 


1
  •  Ebe95
5.8.2026  (#34)
Ist tatsächlich gut gelöst, man muss aber sagen, dass die meisten Anlagen maximal jede 6 Reihe einen Gang haben.

Hab vor 2 Jahren nach einen Hagel bei einigen Anlagen einzelne Module tauschen müssen, ich muss sagen bis ca 20 grad Dachneigung hab ich den Gang nicht vermisst, aber wenn du bei 45 grad genau die mittlere tauschen musst, da gibts schöneres. 😅

Ich wollte Panzerschläuche mit EPDM nehmen, aber ich werd mich nochmal informieren, vielleicht schließe ich sie direkt an. Ich bin wirklich immer froh über Konstruktive Kritik.

Und 1 bis 2 Punkte hast du auch nicht kritisiert, wenn die Punkte jemanden was Nutzen war es die Zeit wert. 😉

1
  •  melly210
  •   Gold-Award
6.8.2026  (#35)
Wenn es günstig sein soll: ggf überhaupt auf wassergeführte Systeme verzichten und einfach eine Splitklima zum heizen + kühlen einbauen. Wesentlich günstiger als eine Luft/Wasser oder Sole/Wasser Wärmepumpen. Dieses Vorgehen ist in vielen Weltregionen üblich.

1
  •  Panorama
  •   Silber-Award
7.8.2026 7:40  (#36)

zitat..
──────..
MalcolmX schrieb: Und Hand aufs Herz, auf einem teuren Grundstück ein billig gebautes und ausgestattetes Haus zu errichten macht irgendwie selten Sinn.

Mit der Familiengröße wächst der Platzbedarf, und mit 2 Kindern sind 125m² schnell einmal eher eng. Dann noch Homeoffice, Stauraum, Technikraum... ich weiß nicht.

Ohne Kinder sind 110-120m² völlig realistisch, mit würde ich schon erwarten dass 140-150m² eher ein sinnvolles Maß sein.

Ein Minihaus auf einem teuren Grundstück ist auch für den Wiederverkauf eher schwierig würde ich meinen.
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Das finde ich zB überhaupt nicht. Grund ist so teuer geworden, dass es anders oft gar nicht geht, gerade um die Landeshauptstädte. Da bringt es auch nix, in den Speckgürtel zu gehen. Gut erschlossene Gebiete (Öffis - Zug) kosten auch gleich 250 € / qm statt 400 in der Stadt. Dafür fahr ich aber 20 min pro Strecke länger. Das sind 40 min am Tag bei zwei berufstätigen Personen. Das entspricht 12 h pro Monat, wenn ich das in Üst mach zahlt sich der "Stadt Aufschlag" von selbst. Was die Wohnfläche angeht, sind das was du nennst sehr gehobene Ansprüche, auch wenn es in der Hausbauer Bubble nicht so wirken mag. Die durchschnittliche Familie wohnt definitv nicht auf 150m², die meisten arbeitskollegen mit 1 oder 2 Kindern haben Wohnungen mit 90m² oder max. 110m². Da ist ein 125m² Haus mit 3 Schlafzimmer der pure Luxus. Ich bin mit einem Geschwisterkind auf etwas über 70m² groß geworden und das ohne Garten, in einer Wohnung ;)

Ganz meine Meinung. Bin ebenfalls mit einem Geschwisterkind in vergleichbaren Wohnverhältnissen aufgewachsen. Als ich gebaut habe war für mich klar, dass ich nicht auf 150/160m2 wohnen möchte bzw. das ich das für übertriebenen Luxus halte. Ich habe dann ein Haus mit zwei Wohnungen gebaut. Unsere Wohnung hat ca. 128 m2, die zweite 108 m2. Und ja, manchmal wünschte ich mir auch ein Einfamilienhaus mit etwas mehr Platz. Aber die Kinder sind schneller aus dem Haus, als man denkt und dann sitzt man zu zweit auf 150 m2.

Die optimale Lösung ist vermutlich ein variables Haus. 150 m2 solange dies gewünscht/benötigt wird und eine Reduzierung der Wohnfläche (ein Teil wird zur Einliegerwohnung), wenn man älter wird.

Die von dir angedachte Wohnfläche halte ich für vollkommen ausreichend.

Während der Planungsphase haben mir die Architekten ständig erklärt und und mit Kostenkalkulationen vorgerechnet, dass ich die von mir geplante Größenordnung nicht in mein Budget passt. Ich sollte die Wohnfläche unbedingt reduzieren. Am Ende habe ich mir die Baufirma u. die übrigen Handwerker selber zusammengesucht und lag deutlich unter dem kalkulierten Budget. Dafür habe ich aber auch weder eine Lüftungsanlage, keine Fussbodenheizung, keinen Pool, nur eine Garage (Fertiggarage), einfache Elektrik. An der Bausubstanz selbst habe ich jedoch nicht gespart (gute Dämmwerte, Passivhausfenster). Seine Ansprüche zu reduzieren, spart häufig am meisten.




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  •  neubau2021
7.8.2026 8:17  (#37)
Wir sind gerade in der Kernsanierung eines Gebäudes (139m2 + 35m2 Garage) - wobei wir das Untergeschoss im Großen und Ganzen so belassen wie es ist.
Eventuell helfen dir unsere Zahlen etwas...

Fertig:
Dach € 39.000,- (~ 320m2)
Sanitär (Wasser und Abwasser) € 7.000 - großteils Eigenleistung
Fußbodenheizung € 5.500,- - großteils Eigenleistung
E-Strich € 5.200,-
Fenster € 25.000 - aus dem nahen Ausland (19 Fenster, 3 Balkontüren, 1 Haustüre, 2 Nebeneingangstüren)
Innenputz €13.000,- (incl. Decke)

In Arbeit:
KWL € 13.000,- -großteils Eigenleistung

Elektrik kann ich noch nicht sagen - wird aber großteils auch selbst gemacht - geschätzt sind mal € 25.000,-
Bad rechnen wir mit € 12.500,- jedoch ohne Fliesen und Heizung mit ~ € 40.000,-
Wobei Heitung und Elektrik sicher um einiges günstiger möglich wäre...

Was mich am meisten überrascht hat waren die Preise vom Parkett (nur Material € 100,- /m2) - oder meine Frau hat einen teuren Geschmack :)



1
  •  Lu1994
  •   Silber-Award
7.8.2026 8:17  (#38)

zitat..
Panorama schrieb:

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MalcolmX schrieb: Und Hand aufs Herz, auf einem teuren Grundstück ein billig gebautes und ausgestattetes Haus zu errichten macht irgendwie selten Sinn.

Mit der Familiengröße wächst der Platzbedarf, und mit 2 Kindern sind 125m² schnell einmal eher eng. Dann noch Homeoffice, Stauraum, Technikraum... ich weiß nicht.

Ohne Kinder sind 110-120m² völlig realistisch, mit würde ich schon erwarten dass 140-150m² eher ein sinnvolles Maß sein.

Ein Minihaus auf einem teuren Grundstück ist auch für den Wiederverkauf eher schwierig würde ich meinen.
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Das finde ich zB überhaupt nicht. Grund ist so teuer geworden, dass es anders oft gar nicht geht, gerade um die Landeshauptstädte. Da bringt es auch nix, in den Speckgürtel zu gehen. Gut erschlossene Gebiete (Öffis - Zug) kosten auch gleich 250 € / qm statt 400 in der Stadt. Dafür fahr ich aber 20 min pro Strecke länger. Das sind 40 min am Tag bei zwei berufstätigen Personen. Das entspricht 12 h pro Monat, wenn ich das in Üst mach zahlt sich der "Stadt Aufschlag" von selbst. Was die Wohnfläche angeht, sind das was du nennst sehr gehobene Ansprüche, auch wenn es in der Hausbauer Bubble nicht so wirken mag. Die durchschnittliche Familie wohnt definitv nicht auf 150m², die meisten arbeitskollegen mit 1 oder 2 Kindern haben Wohnungen mit 90m² oder max. 110m². Da ist ein 125m² Haus mit 3 Schlafzimmer der pure Luxus. Ich bin mit einem Geschwisterkind auf etwas über 70m² groß geworden und das ohne Garten, in einer Wohnung ;)

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Ganz meine Meinung. Bin ebenfalls mit einem Geschwisterkind in vergleichbaren Wohnverhältnissen aufgewachsen. Als ich gebaut habe war für mich klar, dass ich nicht auf 150/160m2 wohnen möchte bzw. das ich das für übertriebenen Luxus halte. Ich habe dann ein Haus mit zwei Wohnungen gebaut. Unsere Wohnung hat ca. 128 m2, die zweite 108 m2. Und ja, manchmal wünschte ich mir auch ein Einfamilienhaus mit etwas mehr Platz. Aber die Kinder sind schneller aus dem Haus, als man denkt und dann sitzt man zu zweit auf 150 m2.

Die optimale Lösung ist vermutlich ein variables Haus. 150 m2 solange dies gewünscht/benötigt wird und eine Reduzierung der Wohnfläche (ein Teil wird zur Einliegerwohnung), wenn man älter wird.

Die von dir angedachte Wohnfläche halte ich für vollkommen ausreichend.

Während der Planungsphase haben mir die Architekten ständig erklärt und und mit Kostenkalkulationen vorgerechnet, dass ich die von mir geplante Größenordnung nicht in mein Budget passt. Ich sollte die Wohnfläche unbedingt reduzieren. Am Ende habe ich mir die Baufirma u. die übrigen Handwerker selber zusammengesucht und lag deutlich unter dem kalkulierten Budget. Dafür habe ich aber auch weder eine Lüftungsanlage, keine Fussbodenheizung, keinen Pool, nur eine Garage (Fertiggarage), einfache Elektrik. An der Bausubstanz selbst habe ich jedoch nicht gespart (gute Dämmwerte, Passivhausfenster). Seine Ansprüche zu reduzieren, spart häufig am meisten.

Man kann auch groß bauen und wenn die Kinder dann soweit sind übergeben und dann verkleinern

Bevor ich mir eine Garage baue investiere ich lieber in FBH FBH [Fußbodenheizung] etc, ich werde nie verstehen, wieso die heilige Kuh im Stall stehen muss


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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
7.8.2026 8:45  (#39)
Garage ist auch mein erster Streichposten.
Unsere Autos stehen am Schotterparkplatz, reicht und ist weniger Versiegelung.

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  •  Thuata
  •   Bronze-Award
7.8.2026 9:12  (#40)
Ich denke in diesem ganzen sparsam-Thread sollte man verschiedene Dinge unterscheiden: 
- was braucht man (4 Wände und ein Dach zB)
- welche Investition spart langfristig Geld (Dämmung,PV)
- was will man (Pool)

Ich persönlich bin auch jemand der sein Auto auf dem Schotterparkplatz stehen hat und Pool kommt mir keiner in den Garten. Wenn ich dann allerdings hier les: "Ich hab im Neubau keine FBH FBH [Fußbodenheizung]" schüttelt sich mir alles. 

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  •  hallo123
8.8.2026 13:38  (#41)

zitat..
Blumenbau schrieb: Sind vergleichbar.
Bei 70m2 Wohnung bekommst du normalerweise dazu
Keller, Technikraum, Fahrradraum, Treppe/Lift, Eingangsbereich, Außenwände, usw..
Und du brauchst die.
Also 125m2 ist definitiv zu klein. Du wirst mindestens 150 Netto brauchen.

Grundsätzlich stimme ich zu, Wohungen haben meist einen 5-10m² Keller und meistens keine Treppe in der Wohnung, und die Technik ist auch irgendwo anders untergebracht. Und Platz für ein Rad etc in irgendeinem Fahrradraum. Aber ich hätte hier beim Haus ein Carport plus kleiner Hütte für Fahrräder und Dinge, die in der Wohnung im Keller stehen würden und halt die kalten Temperaturen aushalten. Das Beispielhaus hat im OG 3 Zimmer die größer sind, als die zwei Zimmer, die wir damals zur Verfügung hatten. Zusätzlich zum größeren Wohn Ess Raum ist auch noch ein Büro/Gästezimmer im EG vorhanden. Ich würde sagen trotz Technik hat man in einem 125m² Haus mit Carport und Gartenhütte mehr Wohn- und Staufläche, als in einer 70m2 Wohnung.

zitat..
Blumenbau schrieb: Mein Vorschlag: fang mit Bodengutachten und Bebauungsplan an, dann sollst du deine Räume planen und endlich kannst du über Ausstattung überlegen. Du kannst mit der Eigentümer vereinbaren dass du kaufst nur nach Bodengutachten.

Vorbehalte im Kaufanbot/Vertrag sind eine gute Idee.

zitat..
Ebe95 schrieb: Aber sobald es ums Eigenheim geht muss alles Perfekt sein und man darf keine Kompromisse eingehen. Bevor ich nicht bauen würde, würde ich aufs einfachste bauen mit einfachen Standard.

Ja genau diese Denkweise stört mich auch. Vor allem im Vergleich mit der Alternative: man bekommt im Preisbereich 500-600k€ gerade mal eine 90-100m² Wohnung mit 50-100m² Garten im Wohnungseigentum(!) im Neubau. Stellplatz 20k extra (im Freien! Garage oft schon 25-30k). Da hab ich direkte Wand an Wand Nachbarn und einen Balkon der direkt in meinen Garten schaut. Und da ist auch nicht alles pipifein gebaut und die Klimaanlage und andere bauliche Änderungen kann ich mir nur halb illegal dazuschustern, weil WEG mit 60 Eigentümern... . Da ist mir ein einfaches Haus zum fast gleichen Preis lieber, als die genannten Einschränkungen. Da hab ich meine Ruhe und ehrlicherweise keine bis kaum Abschläge bei der Ausstattung im Vergleich zu einem Neubau. Dafür Alleineigentum und Entscheidungsfreiheit.

zitat..
melly210 schrieb: Wenn es günstig sein soll: ggf überhaupt auf wassergeführte Systeme verzichten und einfach eine Splitklima zum heizen + kühlen einbauen. Wesentlich günstiger als eine Luft/Wasser oder Sole/Wasser Wärmepumpen. Dieses Vorgehen ist in vielen Weltregionen üblich.

Da ist die Frage ob das die massive Einsparung bringt. Ich will nicht "billig" bauen, aber nur das, was ich wirklich unbedingt brauche und technisch beständig (zB würde ich den Aufpreis von Alu Fenster in Kauf nehmen). Aber dafür eben keine 180m² Wohnfläche.

zitat..
Panorama schrieb: Dafür habe ich aber auch weder eine Lüftungsanlage, keine Fussbodenheizung, keinen Pool, nur eine Garage (Fertiggarage), einfache Elektrik. An der Bausubstanz selbst habe ich jedoch nicht gespart (gute Dämmwerte, Passivhausfenster). Seine Ansprüche zu reduzieren, spart häufig am meisten.

Das wäre auch mein Zugang (außer bei der FBH FBH [Fußbodenheizung] weil das halt die Art Heizung ist, mit der man mit niedrigsten Vorlauf-Temp arbeiten kann).

zitat..
Panorama schrieb: Die optimale Lösung ist vermutlich ein variables Haus. 150 m2 solange dies gewünscht/benötigt wird und eine Reduzierung der Wohnfläche (ein Teil wird zur Einliegerwohnung), wenn man älter wird.

Da stimm ich voll zu, nur wird das heute im Neubau für viele auch schon eng, die 150m² zu erreichen. Die m² Preise sinken natürlich je mehr m² man baut, aber jeder m² wird absolut trotzdem teurer. Klar sind die 125m² ein bisschen ein Kompromiss, aber absolut kein schlimmer, wie ich finde.

zitat..
neubau2021 schrieb: Wir sind gerade in der Kernsanierung eines Gebäudes (139m2 + 35m2 Garage) - wobei wir das Untergeschoss im Großen und Ganzen so belassen wie es ist.
Eventuell helfen dir unsere Zahlen etwas...

Vielen Dank, das hilft mir sehr! Ich werde mal meine Berechnung mit deinen Zahlen durchspielen.

zitat..
Lu1994 schrieb: Bevor ich mir eine Garage baue investiere ich lieber in FBH FBH [Fußbodenheizung] etc, ich werde nie verstehen, wieso die heilige Kuh im Stall stehen muss

Denke ich auch, Selbstbau Carport tuts auch - besser noch, gar kein Auto :D in der Stad ehrlicherweise eh nicht notwendig. Würde auch eher in eine langlebige Haustechnik investieren, die die laufenden Kosten gering hält. 

zitat..
Thuata schrieb: Ich denke in diesem ganzen sparsam-Thread sollte man verschiedene Dinge unterscheiden:
- was braucht man (4 Wände und ein Dach zB)
- welche Investition spart langfristig Geld (Dämmung,PV)
- was will man (Pool)

Ich persönlich bin auch jemand der sein Auto auf dem Schotterparkplatz stehen hat und Pool kommt mir keiner in den Garten. Wenn ich dann allerdings hier les: "Ich hab im Neubau keine FBH FBH [Fußbodenheizung]" schüttelt sich mir alles.

Der Meinung bin ich auch und vielleicht ist die Formulierung meiner Frage etwas unglücklich. Es soll günstig sein, nicht billig - bewusst nicht mit maximaler Ausstattung und das besten vom besten - so wie es im Hausbau als auch im Konsum allgemein gelebt wird -  sondern bewusst gewählte, hochwertige Haustechnik für hohe Haltbarkeit und niedrige Betriebskosten, aber kein Schnick Schnack, den ich (zumindest für das Leben, das ich führe) nicht brauche. Naturgemäß gehen die Meinungen, was man wirklich braucht, stark auseinander. Aber das ist bei mir jetzt schon wenig, wenn ich meine Lebensweise und meinen Konsum mit meinem Umfeld vergleiche.

Heißt für mich: einfache Elektrik, allgemein klein bauen, einfacher Grundriss, keine Garage, keine Hebeschiebetüren (der Garten ist mir wichtig, wie ich dort hinkomme ist mir egal ... ) usw.

Ich glaube, ich würde mehr zum Punkt "was will man" dazusortieren als viele andere. Vor allem in Richtung teure Küche, große Wohnfläche, Smart Home, .... 

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