Kräuterrasen - Seite 2
3.8.
-3.9.2026
43 Antworten
22 Autoren
2 Empfehlungen
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+1 Das waren genau die die wir uns als "mitteleuropäischen Garten" angeguckt haben. Für unser mediterran-Projekt haben wir uns entschieden für: - 6 Olivenbäume verteilt im Garten (2 Terrassenseitig, nicht ganz so top geschützt - 100 Jahre alt, 2 gut geschützt 25 Jahre alt, 2 50 Jahre alt, die lassen wir eingesetzt aufwachsen und im Winter bekommen Sie ein Abdeckvlies - damit sind -15 - -20 Grad eigentlich kein Problem (und so oft haben wir das ja nicht) - Zürgelbaum als Hauptschattenspender südseitig - Maulbeerbaum - Ölweide (eventuell) Feige und Granatapfel passen auch super dazu, brauchen aber schon eher mehr Wasser. Jeder der sich damit beschäftigt wird auch noch die passenden Bäume für sich finden. |
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Unsere (kaum) gegossene Feige möchte dem widersprechen 😂 ![]() Ich wollte ja eine Müllinsel bauen, aber die hatte was dagegen. Im Herbst dann, wenn sie gestutzt wird. |
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Wir haben einen Maulbeerbaum. Unserer wächst extrem langsam. In knapp über 30 Jahren ist er vielleicht 2m höher geworden und jetzt ist er ca. 5m hoch. Keine Ahnung wie alt der schon war als wir hergezogen sind. Dafür trägt er extrem stark. Aber wenn man nicht alles verarbeiten will oder kann, muss man sich im Klaren darüber sein, dass man wochenlang "Obstgatsch" im Garten hat, der hauptsächlich Wespen anlockt und hässliche Flecken auf der Fußsohle oder auf den Schuhen hinterlässt. |
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Mein Nachbar hat einen Maulbeerbaum. Dieser wuchs sehr schnell, hat er doch mit seinen dicken Wurzeln die Tropfschläuche meiner Bewässerung gefunden. Und ja, er macht viel Mist. Was am meisten nervt, die Vögel schnappen sich die Beeren, fliegen zu mir auf die Terrasse unter Tisch, Sessel, Sonnenliege, fressen sie nur halb auf oder lassen sie einfach dort liegen, weil ihnen was besseres einfällt. Und dann habe ich den roten Gatsch auf meinen weißen Betonsteinen. Vögel kacken dann auch bunt, nervt auch. |
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Paulownia fortunai fast Blue. Einer der schnellstwachsenden Bäumen überhaupt. Friert zwar die ersten zwei, drei Jahre zurück, muss also in dieser Zeit geschützt werden, dann aber ein Traum von einem Schattenspender mit hübscher blau-violetter Blütenpracht. Ein Fest für Hummel, Bienen und Co. https://www.pflanzmich.de/produkt/39649/blauglockenbaum-fast-blue.html Ein kleiner Stamm reicht, weil der so schnell ist. |
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Hat jemand auch Erfahrung mit der Teppichverbene ("Summer Pearls")? Würde mich vor allem für unsere Böschung interessieren, dann brauch ich dort nicht mehr mähen und bewässern sowieso auch nicht |
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Ja, genau das habe ich bei meinen Erfahrungen mit dem Maulbeerbaum noch vergessen. Rotviolette Vogelkacke...😝 |
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Ich würde hier noch eine Alternative zu klassischem Kräuterrasen ins Rennen werfen: einen normalen Rasen mit hohem Rohrschwingel-Anteil. Ich habe mich gerade intensiver mit dem Thema beschäftigt und bin dabei beim Barenbrug WaterSaver gelandet. Der besteht zu einem großen Teil aus Rohrschwingel (Festuca arundinacea), der deutlich tiefer wurzelt und dadurch mit Trockenperioden wesentlich besser zurechtkommt als z.B. reiner Spiel-/Zierrasen. Der Vorteil wäre für mich: Man bekommt trotzdem noch einen „normalen“ Rasen, den man regelmäßig mähen und auch benutzen kann – ohne gleich in Richtung Kräuterrasen gehen zu müssen. Gerade wenn es primär darum geht, den Bewässerungsbedarf im Sommer zu reduzieren, könnte so eine Mischung vielleicht ein interessanter Mittelweg sein. Mich würde interessieren, ob jemand hier mit solchen Rohrschwingel-Mischungen schon länger Erfahrung hat – insbesondere wie sie sich nach mehreren trockenen Sommern tatsächlich entwickeln. |
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Ich gebe zu bedenken: alles was so arg schnell wächst, hat invasives Potential, dh kann heimische Arten leicht verdrängen und stark schädigen. Siehe Kirschlorbeer. In der Schweiz ist das Setzen von Blauglockenbäumen genau wie von Kirschlorbeer bereits verboten, Deutschland überlegt diesen Schritt zu gehen. |
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Rohrschwingel ist sehr trockenbeständig, das ist richtig. Bis Dato gibt es aber noch keine feinere Züchtungen, man erkennt ihn an dem typischen breitbrättligen Erscheinungsbild, wächst etwas büschelig. Das Erscheinungsbild muss einem gefallen. Auch will er etwas länger gehalten werden als Lolium oder Pratensis. Wenn du einen Rasen siehst der allmählich den Geist aufgibt, ist das letzte Grün immer der Rohrschwingel. Als Reinsaat ist er mir nicht bekannt, muss man also eine Mischung suchen wo ein hoher Anteil drin ist. Festuca arundinacea ist wenig konkurrenzstark und sollte schon mit anderen Sorten gemischt werden. Hier gibts eine Mischung mit immehrin 70%: https://www.plantura.garden/rasen/sorten/festuca-arundinacea |
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hab den barenbrug water saver mittlerweile zuhause und kann folgende sorten bestätigen:
der hat somit einen sehr hohen anteil von 85% festuca. mir ist klar dass das ein marketing foto ist aber ich gehe davon aus dass es der mischung enspricht da es ja sonst schon irreführend wäre... Bildquelle: https://www.barenbrug.de/images/335ffe88-0506-4990-a354-450278493471/water-saver-3.jpg Bildquelle: https://www.barenbrug.de/images/3d4802b6-d737-467e-8cd3-256f3d2488db/water-saver-1.jpg ich kann euch hoffentlich nächsten frühling mehr berichten nach meiner heurigen sanierung. vlt. säe ich sogar etwas in einen topf um es fotografieren zu können. |
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Hast du zufälligerweise ein Foto von Mispel und Quitte? Überlege der japanischen Wollmispel und/oder einem Kaki-Baum eine Chance zu geben. |
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Ich probiere dieses Jahr mal etwas aus, was ich ziemlich spannend finde: Festuca arundinacea „Regenerate“. Rohrschwingel ist ja nicht gerade dafür bekannt, besonders feine Halme zu haben. Die Sorte „Regenerate“ soll hier aber deutlich feiner unterwegs sein als der klassische Rohrschwingel und gehört zu den neueren „Turf-Type Tall Fescues“. Ich habe deshalb bei mir im Südbereich 100 % Regenerate ausgesät und bin jetzt echt gespannt, wie sich das Ganze entwickelt. 6 Tage -> Die ersten Halme sind da - jetzt ist Tag 13 und die Auflaufgeschwindikeit hat deutlich abgenommen, es ist gerade etwas zäh.. Interessant wird vor allem: Wie fein wird das Rasenbild tatsächlich? Wie gut steckt er Hitze und Trockenheit weg? Und wie sieht es mit der Krankheitstoleranz aus? Gerade für einen sonnigen, trockenen Bereich könnte das eine ziemlich interessante Kombination sein – robust, aber trotzdem optisch ansprechend. Jetzt heißt es erstmal: wachsen lassen, beobachten und nicht jeden Tag dran rumdoktern. Wenn alles läuft, gibt’s nächstes Jahr das erste Fazit. Bin gespannt, ob „Regenerate“ seinem Namen gerecht wird. |
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Hi
Und wöchentlich ein Fortschritts Foto? Biiittteeeeeee...... LG |
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Quitte (vor etwa 4 Jahren gesetzt): Mispel (1 Jahr): |
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Es gibt auch sterile Sorten, ich hab mir zb 4 Paulownia geholt welche alle steril sind, somit keine Gefahr für die Natur Das Problem bei den heimischen Pflanzen ist oftmals der Zeithorizont, Man nehme nur mal eine Eibe, im Grunde eine perfekte Hecke, immergrün, kann sehr schlank gehalten werden beliebig in der Höhe und Tiefwurzler, aber bis die Hecke fertig ist vergehen Jahre, oder man zahlt ein Vermögen, hab deswegen auch noch Survival of the fittest im Garten, Liguster neu eingesetzt ist heuer quasi vollkommen verbrannt, Buche, Hainbuche ca 50% Ausfall, Hollunder als eigentliches Unkraut auch Totalausfall, aber der Feldahorn und die Grünerle habens gut weggesteckt, die fehlenden hat glaub ich der Rasenmäher und nicht die Sonne gekillt 😂 |
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Bei Buche, Heinbuche und Hollunder muss die Wurzeltiefe passen, d.h. die ersten 5 Jahre muss man die gießen, danach sollten sie funktionieren, wenn der Boden halbwegs bindig ist. |
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Bei uns ist letztes Jahr ein Holunder wild aufgegangen, mittlerweile an die 3m hoch und lässt sich die Dürre gar nicht anmerken. Gegossen wird bei uns nicht. Sind gekaufte Pflanzen empfindlicher? |
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Hallo Cleudi, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Kräuterrasen |
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Falsch, es sind auch sehr alte Holler verdorrt, weil die umliegenden Bäume das Wasser gezogen haben und das sind Wildlinge, die sind relativ zeitgleich mit den Bäumen eingezogen Ich hab Pflanzen bisher immer Wasser im ersten Jahr gegeben, danach müssen sie durchkommen, mittlerweile funktioniert das aber so nicht mehr 2 Birken und eine Hainbuche sind heuer wohl dem Exodus entronnen bzw mal das Frühjahr abwarten, wie es ihnen tatsächlich geht, es widerstrebt mir zu gießen, da mMn besonders heimische Pflanzen zurechtkommen, aber die Zeiten sind wohl vorbei, Werd mir wohl eine effiziente Lösung basteln damit die mit wenig Aufwand ihr Wasser bekommen, das heißt dann wohl auch Brunnen nachgraben 😫 |
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Ist bei uns auch so. Heingbuchenhecke ist letztes Jahr im Herbst noch gesetzt worden, dieses Jahr 1x im Monat bei der dürre ordentlich gegossen. Staudensellerie haben 1x die Woche ordentlich Wasser bekommen. Nächstes Jahr bleiben die auf sich allein gestellt. Was bei uns echt Wahnsinn ist, wennst auch am Waldrand unterwegs bist, dass hier wirklich stattliche gesunde Bäume einfach abbrechen Tiefwurzler und umkippen Flachwurzler. Die Trockenheit wird immer schlimmer ist schon erschreckend |
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Wöchentlich sicher nicht :D Das ist jetzt mal das Ergebnis nach 16 Tagen und dem ersten Mal Mähen. Nach dem Urlaub muss noch mal nachgesät werden, aber es hält sich in Grenzen. ![]() ![]() |
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