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Neubau mit Keller, Traufenpflaster und Terrasse sackt ab teilen

29.7. -31.7.2026    13 Antworten    7 Autoren 13 2026-07-31T14:51:31+02:00
  
Zusammenfassung
  •  wuschel
29.07.2026
13
Hallo zusammen,
ich würde mich über eure Erfahrungen und Meinungen freuen.
Wir haben einen Neubau mit Keller. Das Haus ist jetzt etwa 3 Jahre alt. Bereits relativ kurz nach der Fertigstellung hat sich das Traufenpflaster rund ums Haus gesetzt. Es betrifft nicht nur einzelne Stellen, sondern mehr oder weniger den gesamten Bereich rund ums Haus. Seitdem scheint es aber weitgehend stabil zu sein.
Leider gibt es die Baufirma nicht mehr, da sie inzwischen insolvent ist. Deshalb müssen wir die weitere Vorgehensweise selbst entscheiden.
Jetzt stellen wir uns die Frage:
  • Ist eine Betonplatte in unserem Fall wirklich die beste Lösung?
  • Oder würde ein fachgerecht aufgebauter und gut verdichteter Schotterunterbau ebenfalls ausreichen?
  • Kann eine Betonplatte überhaupt verhindern, dass später wieder Setzungen auftreten, oder ist letztendlich der Unterbau entscheidend?
  • Hat jemand von euch eine ähnliche Situation nach einem Neubau erlebt und wie habt ihr das gelöst?
Uns geht es nicht darum, an der falschen Stelle zu sparen, sondern eine technisch sinnvolle und langfristige Lösung zu finden. Gleichzeitig möchten wir natürlich vermeiden, unnötig viel Geld auszugeben, wenn es eine gleichwertige Alternative gibt.
Ich freue mich über eure Erfahrungen und Empfehlungen. Vielen Dank!

  •  Lu1994
  •   Silber-Award
29.7.2026  (#1)
Ist hald die Frage wieso es abgesackt ist, wenn das nicht geklärt ist und du betonierst bricht dir irgendwann die Platte 

Wenn's damals einfach nicht verdichtet haben würde ich mir einen Stampfer leihen, alles verdichten und Schotter nachfüllen und mittels Rüttelplatte alles verdichten 

Sollte aber dein Boden das Problem sein wird's komplizierter 

Mit schwerem Gerät wirst du die Bereiche ja nicht befahren oder?

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  •  wuschel
29.7.2026  (#2)

zitat..
Lu1994 schrieb:

Ist hald die Frage wieso es abgesackt ist, wenn das nicht geklärt ist und du betonierst bricht dir irgendwann die Platte 

Wenn's damals einfach nicht verdichtet haben würde ich mir einen Stampfer leihen, alles verdichten und Schotter nachfüllen und mittels Rüttelplatte alles verdichten 

Sollte aber dein Boden das Problem sein wird's komplizierter 

Mit schwerem Gerät wirst du die Bereiche ja nicht befahren oder?

Danke für deine Antwort. Ich weiß tatsächlich nicht warum es abgesackt ist. Denke allerdings, dass sie das Loch einfach zu geschüttet haben ohne zu verdichten und zwar mit dem Aushub. 
Welches Problem könnte der Boden haben? 
Nein wir werden nichts mehr mit schweren Geräten befahren. 


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  •  wuschel
29.7.2026  (#3)


2026/20260729761362.jpg

hier mal ein Foto des Grauens 


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  •  christoph1703
29.7.2026  (#4)
Nachdem ihr einen Keller habt, gehts da wohl mindestens 3m runter? Das wird man in einem Gang nicht maschinell verdichten können. Die Setzungen können je nach Material auch einige Jahre dauern, also kann durchaus noch weiter absacken, auch wenn sich jetzt gefühlt schon länger nichts mehr getan hat.

Beton verteilt das Problem und kaschiert lokale Setzungen (entsprechende Bewehrung vorausgesetzt), aber ist auch keine dauerhafte Lösung und vor allem teuer.

Die garantierte Lösung ist auch teuer: Alles aufgraben und lageweise verdichtet (evtl mit anderem Material) wieder auffüllen. 

Ich würde mit Schotter (ordentlich verdichtet) nacharbeiten und damit rechnen, dass das schlimmstenfalls in den nächsten 10 Jahren noch 2-3x notwendig sein wird.

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  •  bautech
  •   Gold-Award
29.7.2026  (#5)
Hier wäre wichtig zu wissen was im Untergrund bereits gemacht wurde...
Materialwahl - irgendwas wie Aushub oder setzungsfreies Kantkorn?
Wenn Aushub - verdichtet (bestenfalls lageweise) oder nicht?
Ohne das wirklich zu wissen ist es schwierig, eine Empfehlung abzugeben...

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  •  hellsayer
  •   Gold-Award
29.7.2026  (#6)
Bei uns ist das gesamte Haus von Terrassen und / oder Traufen auf Beton umgeben. Bisher (6 Jahre) 0 Setzungen. Es wurde alles mit Schotter hinterfüllt und alle paar Meter wurde eine Säule von der Sauberkeitsschicht bis UK Beton Platte ausgeführt, die die Platte abstützt. Wie man das jetzt saniert bin ich überfragt - runtergraben und Unterfangen der Platte wird nun wohl schwer.

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
30.7.2026  (#7)
Die Betonplatten scheinen ja lose zu liegen.

Ich würde die wegnehmen, mit Splitt neu nivelieren und mal schauen ob da überhaupt noch weitere Setzungen dazukommen. So erschreckend viel ist es ja nicht für eine Verfüllung mit Aushub.

Ich glaub das wird die wirtschaftlichste Variante sein.

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  •  wuschel
30.7.2026  (#8)

zitat..
MalcolmX schrieb:

Die Betonplatten scheinen ja lose zu liegen.

Ich würde die wegnehmen, mit Splitt neu nivelieren und mal schauen ob da überhaupt noch weitere Setzungen dazukommen. So erschreckend viel ist es ja nicht für eine Verfüllung mit Aushub.

Ich glaub das wird die wirtschaftlichste Variante sein.

Danke für deinen Beitrag. Ich weiß nicht ob du es erkennst, aber sogar die betonierten Rasenkantensteine sind abgesackt. Das Rigol vor der Haustüre sollte eigentlich gleich der Türe sein. Hat sich aber um 10cm nach unten verabschiedet.
Das ist nur ein kleiner Auszug. Hinten gibt's 35qm Terrasse mit Betonplatten die sich gesetzt haben.

2026/20260730690155.png


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  •  wuschel
30.7.2026  (#9)

zitat..
bautech schrieb:

Hier wäre wichtig zu wissen was im Untergrund bereits gemacht wurde...
Materialwahl - irgendwas wie Aushub oder setzungsfreies Kantkorn?
Wenn Aushub - verdichtet (bestenfalls lageweise) oder nicht?
Ohne das wirklich zu wissen ist es schwierig, eine Empfehlung abzugeben...

Auch dir danke für deinen Beitrag. Wir können es nicht genau sagen. Diese Baustelle hat uns viel Zeit und Nerven gekostet. 2 Jahre war Baustopp. Dann sind wir auch nicht mehr täglich hin gefahren um dann wieder enttäuscht zu sein, dass nichts passiert ist. Das ist der Grund warum wir hier auch nicht wissen wie zugeschüttet, ob verdichtet und wenn ja mit welchem Material?!...


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  •  wuschel
30.7.2026  (#10)

zitat..
christoph1703 schrieb:

Nachdem ihr einen Keller habt, gehts da wohl mindestens 3m runter? Das wird man in einem Gang nicht maschinell verdichten können. Die Setzungen können je nach Material auch einige Jahre dauern, also kann durchaus noch weiter absacken, auch wenn sich jetzt gefühlt schon länger nichts mehr getan hat.

Beton verteilt das Problem und kaschiert lokale Setzungen (entsprechende Bewehrung vorausgesetzt), aber ist auch keine dauerhafte Lösung und vor allem teuer.

Die garantierte Lösung ist auch teuer: Alles aufgraben und lageweise verdichtet (evtl mit anderem Material) wieder auffüllen. 

Ich würde mit Schotter (ordentlich verdichtet) nacharbeiten und damit rechnen, dass das schlimmstenfalls in den nächsten 10 Jahren noch 2-3x notwendig sein wird.

Puh, danke dir. Das klingt nicht so wie ich es mir gewünscht habe. Aber ja, selbst schuld sich auf windige Bauträger einzulassen 🫠


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
30.7.2026  (#11)
Und wennst rundherum verdichtest mim Stampfer und bei den Türen eine Betonplatte gießt + Pfähle? Dann würds dir dort wo die meiste Belastung anfällt zumindest nicht mehr nachsacken 

Überall wo es nur Traufe ist könntest Gitter statt Platten auflegen, irgendwer hat das hier im Forum für sein Holzhaus gemacht, quasi ein Burggraben, dann kanns dir relativ egal sein, wenn sich da was setzt, weil das Gitter auf einem Streifenfundament aufliegt

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
30.7.2026  (#12)
Ich würde wie gesagt trotzdem alles erstmal lose lassen, wieder einrichten und dann warten wie die Setzungen weitergehen.

Das ist natürlich nicht wenig, den Randstein hab ich erst nachher gesehen...

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  •  precision
  •   Bronze-Award
31.7.2026  (#13)

zitat..
hellsayer schrieb:

Bei uns ist das gesamte Haus von Terrassen und / oder Traufen auf Beton umgeben. Bisher (6 Jahre) 0 Setzungen. Es wurde alles mit Schotter hinterfüllt und alle paar Meter wurde eine Säule von der Sauberkeitsschicht bis UK Beton Platte ausgeführt, die die Platte abstützt.

Wenn man eine Platte betoniert, dann ist das die korrekte Vorgangsweise.

Trotzdem würde ich im EFH-Bereich immer möglichst ungebundenen verlegen.
Grund ist, dass man noch so gut schichtweise verdichten kann, aber minimale Setzungen wird es im Bereich des Arbeitsgraben immer geben (je tiefer, desto mehr).
Was die Schwerkraft über tausende von Jahren erledigt, schafft man nicht mit einem Vibrationsstampfer innerhalb von ein paar Stunden. Das ist einfach Tatsache.

Setzungen sind in den ersten Jahren am höchsten und können je nach Vorverdichtung ein paar Zentimeter ausmachen. Aber nach ein paar Jahren werden sie immer kleiner und kleiner und gehen dann gegen unendlich.
Wenn du also die Platten jetzt rausnimmst, nochmal das Bett auffüllst, dann sollte es schon relativ gut passen.
Mit ein bisschen Glück setzt es sich dann nur noch unwesentlich und du brauchst nichts mehr korrigieren. 

Sei froh, dass du die Platten ungebunden verlegt hast. So kommst du mit ein paar Küberln Kies, Kelle, Gummihammer und Wasserwaage aus.
Bei Problem mit gebundener Bauweise bräuchtest du dann Hydraulikhammer und viel, viel Zeit und Geld.


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