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Loxone, KWL, WP und Modbus teilen

26.7.2026     9 Antworten    4 Autoren 9 2026-07-26T14:15:47+02:00
   
Zusammenfassung
  •  tomarse
26.07.2026
9
Hallo zusammen,

wir machen bei uns im Hause Loxone, die Pichler LG350 als Lüftungsgerät + HRDS30/50 mit Umluft zur Entfeuchtung), die Nibe S1156-8 Erdwärmepumpe und wollen diese miteinander kommunizieren lassen (zusätzlich dazu ggf. noch ein paar Temperatur-/Feuchtesensoren im Haus verteilt).

Grundsätzlich soll die Heizungssteuerung unabhängig bleiben (ich würde nur gern Daten auslesen), aber eventuell die Kühlung im Sommer (Deckenkühlung) mittels Temperatursensoren eingreifen (Deckenkreise öffnen/schließen).

Bei der Lüftung würde ich ggf. gerne mit Loxone eingreifen (z.B. Feuchte im Bad steigt innerhalb weniger Minuten stark an --> es wird geduscht --> Lüftungsstufe hochdrehen).

Soweit ich das verstanden habe, brauche ich für Loxone die Modbus Extension, und kann von dort ausgehend, einen Modbus-Ast legen, in den ich die LG350, die Nibe und dann die div. Sensoren im Haus verteilt einbinde, richtig?

Wo würdet ihr Temperatur-/Feuchtesensoren im Lüftungssystem installieren? Ich dachte mal an die Abluft der beiden Badezimmer auf jeden Fall, um z.B. Duschen zu erkennen und die Lüftung hochzudrehen und evtl. den Handtuchheizkörper zu aktivieren... sonstige Ideen und Vorschläge?

Danke & Liebe Grüße
Thomas

  •  Pedaaa
  •   Gold-Award
26.7.2026 9:58  (#1)

zitat..
tomarse schrieb: Ich dachte mal an die Abluft der beiden Badezimmer auf jeden Fall, um z.B. Duschen zu erkennen und die Lüftung hochzudrehen

dazu reicht in der Regel schon ein Kanalsensor im zentralen Abluftrohr vorm Lüftungsgerät-Eintritt.
Eine Dusch-Session bildet man auch damit recht gut, mit einem Spitzen-Ausschlag, ab.

Da kannst du ganz Fancy-Regelbedingungen bauen und es auch an die Spitze treiben. So ähnlich habs ich z.B. 😇 😉

abs. Außenluftfeuchte mit abs.Innen-Feuchte Vergleichen.
ist die abs. Außenfeuchte spürbar geringer, erstmal nur die Frischluftrate höher drehen.
Wenn nicht, Entfeuchter einschalten
(generelle Auslösung aber nach rel. Feuchte Innen, siehe unten)

Dämpfung der Feuchte-Messwerte:
Zur Vermeidung von Aktivierungen bei kurzzeitigen Feuchtigkeitsspitzen (z.B. Küche oder Badezimmer) sollte der gemessene Luftfeuchtewert über einige Minuten gemittelt werden. Oder alternativ mit Start-Zeitverzögerungen arbeiten.

Mittelung mehrerer Raumluftfeuchtesensoren
Wenn mehrere Feuchtesensoren im Gebäude verteilt sind, sollte ein Mittelwert aller Sensoren zur Regelung herangezogen werden. 
Zusätzlich wären auch Grenzwertfunktionen empfehlenswert, z.B:
Überschreitet mindestens ein Sensor einen Wert von ca. 70 % r.F., wird die Entfeuchtung unabhängig vom Mittelwert aktiviert. 
Unterschreitet ein Sensor einen Wert von ca. 40-45 % r.F. - Entfeuchtung unterbinden.

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  •  ichbauauch
  •   Silber-Award
26.7.2026 10:08  (#2)
Hast du eventuell einen Link zu dem Produkt (Kanalsensor) das du verwendest @Pedaaa? Ich habe schon mal ein Bild gesehen, aber konnte den Sensor nicht finden. Danke! :)

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  •  Pedaaa
  •   Gold-Award
26.7.2026 10:21  (#3)
siehe hier:
https://www.energiesparhaus.at/forum-pedas-kwl-fotostory-spiro-system-mit-entfeuchtung/56167_2#542860

beide Marken sind aber recht teuer bzw. privat eher schwer zu bekommen

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  •  axeldb
26.7.2026 10:50  (#4)
Kurze Frage: wenn du eh Loxone hast, wieso planst du nicht die Feuchtigkeitswerte die von den Tastern gemessen werden zu verwenden, statt irgendwelche Sensoren mit der Lüftung zu verbinden?

Ich lese die relative Feuchtigkeit von den Tastern ein und berechne die absolute Feuchtigkeit über einen Mittelwert, den ich dann vergleiche mit der absolute Feuchte draußen, um zu entscheiden, ob entfeuchtet wird (wie von Pedaaa beschrieben). Habe auch die Entfeuchtung und Lüftung über eine Modbus Extension angebunden. Die Logik kannst du dann in Loxone programmieren wie du möchtest. Genauso wie die Badheizkörper die dir das Handtuch warmen (Präsenz plus Feuchtigkeit zB).

Die Nibe kannst du einfach über Modbus TCP einbinden - Netzwerkkabel oder Wifi reicht. Ich verwende das nur um alle Werte auszulesen weil die Pumpe sich wunderbar von selber regelt, aber wenn du willst kannst du auch die Heiz- oder Kühlkurve um einen Grad verschieben, oder mehr Brauchwasser produzieren. Das sind die Basis Steuerungen die noch am ehesten mit einer Loxone Logik gemacht werden können/sollen. Ansonsten einfach im Automatik Modus laufen lassen...

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  •  axeldb
26.7.2026 11:13  (#5)
Und noch etwas: du brauchst für die Kühlung keine Deckenkreise auf- oder zudrehen (maximal vielleicht den Kreis im Badezimmer oder Keller zudrehen im Sommer). Du solltest sie nur starten/stoppen können und die Kurve anpassen. Ein Tipp: verwende sowohl FBH FBH [Fußbodenheizung] als BKA BKA [Betonkernaktivierung] (und auch WH WH [Wandheizung] wenn du die hast) für kühlen und heizen. Das erhöht die Behaglichkeit und die Effizienz. Und lass das ordentlich planen wie zB von @dyarne. So habe ich es gemacht...

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  •  tomarse
26.7.2026 11:37  (#6)

zitat..
Pedaaa schrieb:

dazu reicht in der Regel schon ein Kanalsensor im zentralen Abluftrohr vorm Lüftungsgerät-Eintritt.
Eine Dusch-Session bildet man auch damit recht gut, mit einem Spitzen-Ausschlag, ab.

Da kannst du ganz Fancy-Regelbedingungen bauen und es auch an die Spitze treiben. So ähnlich habs ich z.B. 😇 😉

abs. Außenluftfeuchte mit abs.Innen-Feuchte Vergleichen.
ist die abs. Außenfeuchte spürbar geringer, erstmal nur die Frischluftrate höher drehen.
Wenn nicht, Entfeuchter einschalten
(generelle Auslösung aber nach rel. Feuchte Innen, siehe unten)

Dämpfung der Feuchte-Messwerte:
Zur Vermeidung von Aktivierungen bei kurzzeitigen Feuchtigkeitsspitzen (z.B. Küche oder Badezimmer) sollte der gemessene Luftfeuchtewert über einige Minuten gemittelt werden. Oder alternativ mit Start-Zeitverzögerungen arbeiten.

Mittelung mehrerer Raumluftfeuchtesensoren: 
Wenn mehrere Feuchtesensoren im Gebäude verteilt sind, sollte ein Mittelwert aller Sensoren zur Regelung herangezogen werden. 
Zusätzlich wären auch Grenzwertfunktionen empfehlenswert, z.B:
Überschreitet mindestens ein Sensor einen Wert von ca. 70 % r.F., wird die Entfeuchtung unabhängig vom Mittelwert aktiviert. 
Unterschreitet ein Sensor einen Wert von ca. 40-45 % r.F. - Entfeuchtung unterbinden.

Danke für den Input! Merkt man eine Duschsession im Bad mit 30m3/h bei 190m3/h Gesamtvolumen merklich? Ich dachte mir, der Ausschlag geht dann eher in den normalen Schwankungen unter, daher eigene Sensoren in beiden Bädern.

Wo misst du absolute Außenluftfeuchte und Innenluftfeuchte? Ich würde die Sensoren natürlich gerne wo platzieren, wo ich dann noch ggf. dazu komme, um sie auszutauschen (also in der Combi-Verteilbox wenn zentral, oder direkt hinterm Auslassventil, wenn für einen einzelnen Strang).


zitat..
axeldb schrieb: Kurze Frage: wenn du eh Loxone hast, wieso planst du nicht die Feuchtigkeitswerte die von den Tastern gemessen werden zu verwenden, statt irgendwelche Sensoren mit der Lüftung zu verbinden?

Weil ich davon ausgehe, dass die Sensoren hinter den Tastern viel träger und ungenauer reagieren, als Sensoren, die ständig aktiv von der Raumluft umströmt werden. Ich kann mich natürlich auch täuschen.

Wo misst du die absolute Luftfeuchtigkeit außen?


zitat..
axeldb schrieb:

Und noch etwas: du brauchst für die Kühlung keine Deckenkreise auf- oder zudrehen (maximal vielleicht den Kreis im Badezimmer oder Keller zudrehen im Sommer). Du solltest sie nur starten/stoppen können und die Kurve anpassen. Ein Tipp: verwende sowohl FBH FBH [Fußbodenheizung] als BKA BKA [Betonkernaktivierung] (und auch WH WH [Wandheizung] wenn du die hast) für kühlen und heizen. Das erhöht die Behaglichkeit und die Effizienz. Und lass das ordentlich planen wie zB von @dyarne. So habe ich es gemacht...

Ja, verstehe. Ich dachte da eher daran, dass wir die Kühlung im Sommer mehr oder weniger dauerhaft laufen lassen fürs Schlafzimmer, weils dort ruhig kühl sein kann, und fürs Gym im Nebengebäude (schlechter isoliert und daher naturgemäß wohl immer wärmer als im Haus), und dass die restlichen Kühlkreise (hauptsächlich die Wohnküche mit Galerie) auf oder zumachen je nach gemessener Temperatur in den Räumen. Wir brauchen keine < 22 Grad drinnen, wenns draußen 35 Grad hat, aber Gym und Schlafzimmer sollten immer so kühl sein. Daher. Was meinst du dazu?




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  •  Pedaaa
  •   Gold-Award
26.7.2026 11:55  (#7)

zitat..
tomarse schrieb: Merkt man eine Duschsession im Bad mit 30m3/h bei 190m3/h Gesamtvolumen merklich?

ja, durchaus.
siehe die Spitzen hier:
(unten sind Außentemp. und Außen abs.Feuchte)

2026/20260726288359.jpg

und hier reingezoomt, bei einer Teeny-Dusch-Orgie... im Vergleich dazu grün, die Feuchtewerte aus einem Zimmer.
hier ist dann aber auch der Entfeuchter angesprungen und hat das schnell wieder runtergedrückt.

2026/20260726457504.jpg

Außenfeuchte und Temp. messe ich an zwei Stellen:
- direkt im KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] Außenluft-Ansaugrohr (Süd/West)
- an der Fassade (Nord/Ost)

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  •  ichbauauch
  •   Silber-Award
26.7.2026 13:28  (#8)
Liefert das LG350 nicht die Werte für Tenp/Feuchtigkeit der Außenluft über die Ansaugung? Ich hätte bislang dort keinen Sensor geplant 🤔

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  •  tomarse
26.7.2026 14:15  (#9)
Danke Pedaaa für die detaillierten Infos!

zitat..
Pedaaa schrieb: Außenfeuchte und Temp. messe ich an zwei Stellen:
- direkt im KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] Außenluft-Ansaugrohr (Süd/West)
- an der Fassade (Nord/Ost)

Im Ansaugrohr wirklich außen, oder von innen irgendwo im Lüftungsgerät drin? Draußen hab ich dort leider keine Leerverrohrung gelegt für die Kabel.

zitat..
ichbauauch schrieb: Liefert das LG350 nicht die Werte für Tenp/Feuchtigkeit der Außenluft über die Ansaugung? Ich hätte bislang dort keinen Sensor geplant 🤔

Angeblich nur Temperatur. Hat mich auch überrascht.




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