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Fenstertausch technisch richtig machen? teilen

20.7.2026     9 Antworten    5 Autoren 9 2026-07-20T18:24:50+02:00
  
Zusammenfassung
  •  Noodles
20.07.2026
9
Hallo, ich habe ein Haus das 1986 gebaut wurde, in welchem Holzfenster verbaut sind. Diese sind zweifach verglast und in die Jahre gekommen. Ich denke über einen Tausch nach. Dazu habe ich einige Fragen. Wie wäre die Vorgangsweise bei so einem Tausch? Werden die Fenster von Innen oder von Außen getauscht? Sind die neuen Fenster dann kleiner, damit sie in die Öffnung passen? Sollte ich wieder zweifach verglaste Fenster nehmen um kein Schimmelproblem zu bekommen? (Derzeit ist es schon so, dass ab und zu Kondenswasser an den Scheiben entsteht). Vielen Dank

  •  christoph1703
20.7.2026 11:59  (#1)
Die "richtige" Vorgehensweise wäre ein Fenstertausch auf Dreifachverglasung im Zuge einer Fassadensanierung mit ordentlicher Dämmung. Wenn das finanziell nicht geht, würde ich alles so lassen. Nur Fenster tauschen wird, wie du schon richtig erkannt hast, wahrscheinlich zu Schimmel führen. Bei neuer Zweifachverglasung sehe ich auch keinen Vorteil gegenüber den bestehenden Fenstern. Lieber das Geld sparen und gleich richtig sanieren wäre mein Ansatz. 

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  •  Noodles
20.7.2026 12:35  (#2)
Danke, darüber habe ich natürlich nachgedacht, aber das kommt nicht in Frage. Ich habe 36er Ziegel mit 4cm Thermoputz. Im ganzen Haus Fußbodenheizung, eine Erdwärmepumpe und eine PV. Mit diesen (relativ) geringen Heizkosten, rechnet sich ein WDVS WDVS [Wärmedämmverbundsystem] nicht. Dazu möchte ich die originale Optik und Fassade erhalten (Rieselputz, echte Faschen um die Fenster, Fachwerk Imitat). Die Fassade soll lediglich ausgebessert und neu gestrichen werden.
Die Fenster an der Wetterseite sind außen stark angegriffen, auch das Holz schon und sind wirklich unansehnlich. Ebenso ist die Fassade unansehnlich geworden. Deshalb strebe ich eine Sanierung an.

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  •  Dirm
  •   Bronze-Award
20.7.2026 13:02  (#3)
Bei uns war die Öffnung außen etwas kleiner als innen. Die Schneiden die Rahmen ein und reißen sie raus. Inkl eventuell vorhandenem Blindstock in der Mauer oder Metallanker.

Die neuen Fenster werden dann von innen in das Loch geschoben und müssen nicht unbedingt kleiner sein.
Kombriband sollte herumkommen. Schaum und dann wurden sie noch verschraubt.

Außen wurde noch eine Silikonartige Masse auf die Fugen geschmiert.

Gelesen hätte ich noch, dass man durchaus einen Glattstrich machen hätte können/sollen. Unter unseren Fensterbrettern ist jetzt teilweise offene Ziegelmauer...

Wir haben auch ein 86er Haus mit nur 5cm Styropor. 3fach verglast. (Man kann nun im Sommer hinter der Scheibe sitzen ohne gegrillt zu werden emoji
Nach dem ersten Winter noch keine Schimmelstellen. Luftfeuchtigkeit ist auch gut. Klo- und Badlüftung laufen aber oft lange nach. Vll deshalb. Neue Fassade wird es wegen Reihenhaus vermutlich nie geben...

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  •  pred
  •   Bronze-Award
20.7.2026 14:21  (#4)
Wenn wirklich unsicher würd ich den U-wert der Wand rechnen (lassen) und dann mit den Fenster vergleichen.
Wenn man z.B. nach "Wärmeleitfähigkeit von Mauerwerk aus POROTON-Ziegeln 1969 bis 2006" googelt sollte man ein pdf mit den typischen u Werten von damals finden.
Mit den 36cm und Thermoputz wird man vermutlich auf einen u-wert von ~0,8 kommen. Da wird ein "nicht perfektes" 3-fach Fenster auch landen.

Ansonsten wäre noch eine möglichkeit in eine zusätzliche (dezentrale) Lüftung im zuge des Fenstertausch zu investieren.


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  •  stefano
  •   Bronze-Award
20.7.2026 14:38  (#5)
Gibt verschiedene Lösungen. Von Innen tauschen funktioniert ganz gut und wenn die sauber arbeiten, dann halten sich die Ausbesserungsarbeiten auch in Grenzen. Die Laibung ist ein Bereich den man sich genau ansehen muss. Das wird bei den neuen Fenstern die Schwachstelle und die Schimmelstelle Nr. 1, wenn das Zusammenspiel nicht passt. Laibungsdämmung von Außen wäre optimal um das Detail zu lösen. Pass auch noch auf die Stockstärke auf. Das sich das auch ausgeht...

Beim letzten Tausch von Innen, den ich in meinem Umfeld hatte, war das Stockaußenmaß der neuen einen Ticken kleiner als das der alten Fenster. Das wurde durch den schmäleren Fensterrahmen ziemlich ausgeglichen. Die Glasfläche blieb praktisch gleich (Licht kommt trotzdem weniger durch --> g-Wert 2 vs. 3 Scheiben).

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  •  Noodles
20.7.2026 17:23  (#6)

zitat..
pred schrieb:

Wenn wirklich unsicher würd ich den U-wert der Wand rechnen (lassen) und dann mit den Fenster vergleichen.

Wenn man z.B. nach "Wärmeleitfähigkeit von Mauerwerk aus POROTON-Ziegeln 1969 bis 2006" googelt sollte man ein pdf mit den typischen u Werten von damals finden.
Mit den 36cm und Thermoputz wird man vermutlich auf einen u-wert von ~0,8 kommen. Da wird ein "nicht perfektes" 3-fach Fenster auch landen.

Ansonsten wäre noch eine möglichkeit in eine zusätzliche (dezentrale) Lüftung im zuge des Fenstertausch zu investieren.

Danke. Ich habe jetzt ChatGPT gefragt. Der meinte es müsste ein 36cm Hochlochziegel sein. Mit 4cm Thermoputz ist der U-Wert um die 0,5 umd sollte kein Problem sein.

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  •  Noodles
20.7.2026 17:24  (#7)
Danke für eure Inputs. 

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  •  pred
  •   Bronze-Award
20.7.2026 17:59  (#8)

zitat..
Noodles schrieb: Danke. Ich habe jetzt ChatGPT gefragt. Der meinte es müsste ein 36cm Hochlochziegel sein. Mit 4cm Thermoputz ist der U-Wert um die 0,5 umd sollte kein Problem sein.

0,5 dürften eher aktuelle 38er haben, 1986 war das schon noch etwas schlechter und würd da vorsichtiger rechnen bzw. nochmal chatgpt fragen


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  •  Noodles
20.7.2026 18:24  (#9)

zitat..
pred schrieb:

──────..
Noodles schrieb: Danke. Ich habe jetzt ChatGPT gefragt. Der meinte es müsste ein 36cm Hochlochziegel sein. Mit 4cm Thermoputz ist der U-Wert um die 0,5 umd sollte kein Problem sein.
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0,5 dürften eher aktuelle 38er haben, 1986 war das schon noch etwas schlechter und würd da vorsichtiger rechnen bzw. nochmal chatgpt fragen

Ja, wenn ich es bei google eingebe kommt 0,6 bis 0,85...


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